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Sonntag, 22. Dezember 2024

Der Weihnacht - Poulet - Schmaus - Eine Katzengeschichte


Liebe Leserschaft, zum heutigen 4. Advent möchte ich euch wieder eine Geschichte aus meinem Leben erzählen. Es ist wieder eine Hunde und Katzengeschichte.
Im Foto oben seht ihr den Bubu, ein Colourpoint Kater.
Also, wir machen wieder einen Sprung zurück, in meinen Lebensabschnitt, wo ich mit meinem damaligen Mann, den vier Katzen und dem Hund in der Stadt Bern gelebt habe. Ich denke, viele von uns feiern die Weihnachtszeit ähnlich. Bei den meisten ist es ein Familienfest, andere fliehen vor dem Rummel in die Berge, auf eine Insel oder auf ein Kreuzfahrtschiff, und wiederum andere, die Tiere haben, feiern mit ihren Lieblingen. Hunde, Katzen, Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen...
Das war bei uns auch so. Um Weihnachten rum, gab es für alle ein Poulet,              (  Brathähnchen ) respektive zwei. Eines für uns und eines für die Katzen und den Hund. Wir wussten genau, wo in der Stadt Bern es die besten gab.


Das war unser Choco, eine Siamkatze. Er war der schönste, der schmusigste, der gesprächigste, und der zweitdümmste. Die unterbelichteste war Smoky, die Perserkatze, wenn die ihre spinnigen fünf Minuten hatte !
Diese Dame kennt ihr ja schon. Ina, die Hündin, war nicht nur eine Wasserratte, sie liebte auch den Schnee.



Ihr kennt es ja, diese Brathähnchen mit ihrem Duft....wer kann da widerstehen. 
( Wenn man nicht gerade vegetarisch lebt ) Das tun wir nicht, dafür Biologisch und Nachhaltig ! Kaum waren wir mit den Taschen in der Wohnung, schlichen uns alle um die Beine. Die Nasen schnupperten und schon wollten sie hinter die Taschen gehen. Schnell in die Küche mit denen, Türe zu. Das war die einzige Möglichkeit unser Poulet in Ruhe zu essen. Also nicht akustisch, es war ein Mordsgeschrei vor der Küchentüre. Zum Glück wohnten wir in einem Geschäftshaus in der Dachwohnung. Aber wir konnten so wenigsten mit beiden Händen essen, ohne mit der einen Hand immer abzuwehren. Mein Mann hat jeweils die Knochen vom Rest gesäubert und das zweite Poulet in Stücke gezupft. 
Ich öffnete die Küchentüre: " Kinder es gibt Bescherung "
Schon sprang der Blacky, unser schwarzer Oriental Kater, mit einem Satz auf den Tisch und wollte gleich abräumen. Ein Satz in die Luft und ein Aufschrei von unserer Hündin Ina. Choco begann zu schreien wie blöd und auch die kleine Perserkatze, Smoky, versuchte mir auf den Schoss zu springen. Bubu versuchte es von der Konsole aus sich ans Poulet anzuschleichen.....Nee...nee Kinder, so geht das nicht. Schön der Reihe nach, einer nach dem anderen. Das war leichter gesagt als getan. Mein Mann übernahm die Hündin, Bubu und Blacky. Links und rechts gleichzeitig und ja auf die Finger aufpassen. Sie fraßen uns sonst sanft aus der Hand, aber bei Poulet wurde geschnappt!!! Ich übernahm die zwei anderen. Choco sprang auch ab und zu auf den Tisch. Da sauste jeweils die Ina um den Tisch und gab lautstark ihr Veto. Das nutzte der Blacky aus, sprang auch auf den Tisch und in Windeseile über den Tisch und beim Teller versuchte er im vorbeiflitzen ein Stück Poulet zu angeln. Ina wieder ein Flug und Aufschrei und wieder zu meinem Mann rüber. Smoky hatte es am einfachsten. Ich hob sie zu mir hoch, sonst hätte sie nichts abgekriegt. Tja, es hat eben auch Vorteile wenn man etwas doof ist...oder ??!!
Dieser Weihnacht - Poulet - Schmaus dauerte etwa eine halbe Stunde, dann war alles rübis und stübis weg. Ich stellte eine große Schale mit frischem Wasser hin. Zufrieden und mit einem " Güggeli - Bauch " verzog sich jeder auf seinen Schlafplatz.

Ist das mein Sessel oder deiner...he ihr zwei, das wäre eigentlich mein Sessel.


 

Donnerstag, 24. Oktober 2024

Eine Hundestory - Am Tag als für " Bohne "die Sonne kam


 
Ein Acryl Bild aus meiner Serie: Meine Naive Kunst
Titel: Am Tag als für " Bohne " die Sonne kam

Liebe Leser und Leserinnen, heute möchte ich euch wieder von meinen " Tierschutz -  Hunde - Erfahrungen " erzählen. Im Post: Eine Hundestory - Was träumt ein Hund, habe ich euch von der Hündin "Bohne" erzählt.
Als mein damaliger Mann und ich sie vom Tierheim abholten, waren wir uns bewusst, dass dies keine einfache Sache sein würde. Wir brachten " Bohne " kaum in unser Auto. Sie sträubte sich und bockte aus lauter Angst. Wir hatten damals schon den Galgo " Bubi " und der begrüsste sie freudig, ihn nahmen wir jeweils mit, wenn wir " Bohne " ihm Heim besuchten um mit ihr marschieren zu gehen.


Mein gemaltes Bild mit Pastell Farben aus der Serie: Meine Naive Kunst 
Titel: Bubi, der Sonnenanbeter auf dem Orientteppich.

Als erstes mussten wir " Bohne " lehren Vertrauen zu bekommen. Das hatte sie zu Menschen nicht mehr. Als zweites musste sie ihr neues Zuhause kennenlernen und als drittes musste sie " die Welt " kennenlernen. Sie kannte ja nur ein Leben in ihrem kleinen Zwinger. Alles ängstigte sie. Bei uns Zuhause liessen wir sie einfach in Ruhe. Sie beobachtete aus ihren Verstecken alles. Bubi, der ja auch " Menschen geschädigt " war, liess sie ebenfalls in Ruhe, als er merkte, dass er mit ihr nicht spielen konnte. Die Tiere haben eine eigene Kommunikation untereinander. Wer nicht geübt ist, bekommt das gar nicht mit. Es sind Blicke, Mimik, Körperhaltung, Ohrenstellung und leise Laute oder aufgeregtes Gebell. Das Schwanzwedeln zeigt Freude oder Aufregung. Also auch ich war ständig am Beobachten. Täglich bekam sie von uns Streicheleinheiten.
Beim Marschieren führten wir sie an der langen Leine. Ich bin keine Verfechterin von Hundegeschirr. Wenn ein Hund arbeiten soll, als Blindenhund oder Schlittenhund, so ist das nötig und super. Aber bei normalen Spaziergängen bevorzugte ich ein Hundehalsband. Die Korrektur beim marschieren ist effektiver. Der Hund darf beim spazieren nicht die Führung übernehmen....so geben wir ihm ein Zeichen, dass er das Alphatier ist, und somit die Gruppe verteidigt und das Territorium absteckt. Dies ist leider einer der Hauptfehler bei Hundeführer und Führerinnen. Man geht spazieren, ist durch Handy, Begleitung, Schaufenster....abgelenkt und achtet nicht was der Hund macht, er gehört ja zur Familie. Das ist richtig, aber wir müssen ihm den Platz innerhalb dieser Gruppe zuweisen und das macht das Alphatier. Ein Hund oder überhaupt ein Tier, denkt nicht wie ein Mensch !!! Wir sagen wo es langgeht...wir sagen wo geschnüffelt wird...wir sagen wo angehalten wird und wir bestimmen ob es einen Grund zum knurren und kläffen gibt oder aggressives Verhalten. Dieses ungehorsame Verhalten müssen wir korrigieren. Es können sonst gefährliche Situationen daraus entstehen....der Hund beisst, das ist seine Waffe, was sonst ! Ein Stier, Kuh, Schafbock oder Hirsch kommt mit seinen Hörner. Ein Pferd, Esel schlägt aus und ein Vogel benutzt seinen Schnabel und die Krallen....ist doch normal und logisch !

Was benutzen denn wir Menschen für Waffen...??!!

Zur Entspannung des Hundes gibt es für ihn Freigang. Am besten in einem Hundepark, oder in einem Gelände wo keine Gefahr besteht und wo man sich mit anderen Hunden trifft, die sich kennen. So kann er mit anderen Hunden herumrennen, schnüffeln, sich balgen und Kräfte messen.... Gut ist, wenn sich die Gruppe bewegt, nicht Territorium bezieht, aber die Hunde ständig unter Beobachtung hält und natürlich eingreift, wenn es zu wild wird !
So....ich denke für heute reicht das.
Ha...ha, tja Leute, Hundeführer oder Hundeführerin zu sein ist kein Zucker schlecken. Ich habe auch geschwitzt, geflucht und geheult. Aber es ist wichtig und es lohnt sich !!! Beim nächsten " Tierschutz - Hunde - Post " erzähle ich euch wie so ein Hundetraining mit unserem damaligen Hundeführer, dem Thomas ablief.




Montag, 30. September 2024

Eine Katzen und Hundestory - Die Blaubeeren Connection


 

Liebe Leserschaft, heute habe ich Lust, euch wieder eine Hunde und Katzengeschichte zu erzählen. Wir machen in meinem Leben wieder einen Sprung zurück in die Stadt Bern.
Im Post: Katzenstory-Die Katzenparty über den Dächer von Bern, habe ich euch auch schon von diesem Lebensabschnitt erzählt.
Oben im Bild seht ihr die "Chefin" der Bande. Sie hiess Ina, kam aus dem Unterengadin und sie hatte schlichtweg nichts zu melden bei vier Rassekatzen....



Wenn mein damaliger Mann und ich Hochbetrieb in unserer Praxis hatten und es späten Feierabend gab, so stand ich oft um 5 Uhr auf und bereitete unser Abendessen vor. An diesem Tag beschloss ich einen Blaubeeren Kuchen zu backen. Gesagt, getan...
Die Wohnung war Ideal, in einer Hälfte arbeiteten wir und in der anderen Hälfte wohnten wir. Da lebte auch unsere Bande. Das kann man nicht anders sagen, vier Rassekatzen und ein Hund....da war was los !!!
Wir gaben uns die grösste Mühe, ihnen viele Möglichkeiten zu bieten. Kletterbäume, Verstecke, gesicherte Fensternischen im Dach, dass die Katzen an die Sonne kamen und was sehen konnten und ganz klar, die Katzen forderten ihre Sozialkontakte zu uns ein...!!!
(Mehr zu diesem Thema in einem Tierschutz Post)
Also war es mein Job, ich war die " Tier-Mami ", dass ich mich 2 Stunden mit ihnen beschäftigte...sie wollten was für den Kopf, was für die Bewegung und Streicheleinheiten.
Und trotzdem reicht das eben manchmal nicht und sie langweilen sich. Eine Katze ist ein nachtaktives Tier und ein Jäger.
Also gingen sie auf " Beute suche"....Das Opfer war mein Kuchen.
Den hatte ich in der Wohnküche auf einem 3 Meter hohen Schrank gesichert...dachte ich.
Aber der Blacky war ein kleiner Panther, der nahm etwas Anlauf und schaffte diese Höhe. Das war mir eine Lehre...ha...ha.
Gefressen hatte zum grössten Teil sicher die Hündin, die gönnte dem Blacky sowieso keinen Krümel, die zwei mussten sich ja immer necken. Jedoch der Choco war ihr Freund, der durfte bei ihr schlafen, aus ihrem Napf fressen und wenn die Liebe zu heiss wurde versuchte sie ihn am Kopfteil zu begatten. Er schnurrte wohlig und hielt hin...!!?? 
Tja, wie endete die Story:  Als wir in die Privaten Räume kamen, schlug uns eine stinkige Gaswolke entgegen. Die Viecher hatten alle einen Bauch wie ein aufgeblasener Ballon. Die hatten wohl blaue Därme ! Die Furzerei dauerte die halbe Nacht....
Es gab dann wenigsten Brot, Käse und eine Cervelat und ja, auch ein paar Gläschen Wein auf dieses Intermezzo 😉


Einen solchen Kuchen, nur eben mit Heidelbeeren war gefressen.
Ich werde diese Woche noch einen Post schreiben über meine Früchtekuchen

Freitag, 23. August 2024

Eine Hundestory - Was träumt ein Hund


 

Eine Zeichnung aus meiner Serie:  Meine Naive Kunst
Titel: Hundsträume

Ich finde, es ist wieder mal Zeit, euch liebe Leser und Leserinnen, eine meiner zahlreichen Hundegeschichten zu erzählen.
Die Geschichte handelt von der Hündin " Bohne ". Da machen wir zusammen wieder einen Blick zurück in meiner Lebensgeschichte.
Es sind die Jahre wo ich mit meinem damaligen Mann im Kanton Freiburg lebte. Wie ich bereits in anderen Hundeposts geschrieben habe, war ich Mitglied im Tierschutzverein und wir nahmen oft vom Heim Hunde mit bei unseren Spaziergängen. 
" Bohne"  war ein neuer Tierschutzfall. Sie lebte bei einer Familie, die ein Restaurant im Kanton Freiburg betrieben. Sie wurde in einem Zwinger gehalten, hatte keine Hundehütte und war Sommer wie Winter der Hitze und Kälte ausgeliefert. Sie versuchte sich in der Erde eine Höhle zu graben. Wasser war auch nicht immer da und das Futter bestand aus Reste vom Restaurant. Oft scharf gewürzt und noch heiss. Sie wurde geschlagen und der kleine Bub, probierte auch alles an ihr aus. Steckte ihr Sachen in die Ohren, in die Nase und Augen und quälte sie. Die Familie fand das lustig....Zum Glück wohnten ein paar Menschen in diesem Dorf, die ein Herz für Tiere hatten und nicht gleichgültig dachten, das geht uns nichts an....!
Sie sammelten Unterschriften und gelangten an den Tierschutz, das war die Rettung für " Bohne ". 



Sie wurde so kaputt gemacht, das sie nicht vermittelbar war. Sie frass nichts und sie verkroch sich in ihrer Box in die hinterste Ecke. Sie hatte kein Vertrauen mehr zu Menschen. Eine der freiwilligen Helferinnen nahm sich ihr an. In monatelanger und geduldiger Bemühung versuchte sie Bohne eine Sicherheit zu geben. Sie war nicht aggressiv. Sobald man sich ihr näherte, legte sie sich flach auf den Boden, zitterte und begann zu schwitzen ! Ein Hund schwitzt normalerweise nicht....was wurde diesem Tier angetan !!!

Solche Menschen haben nur eines verdient: nackt im Dschungel an einen Baum binden und einen Staat Killerameisen loslassen !!!!!

Ich wusste, dieser Hund ist für mich bestimmt. Bei jedem Besuch im Tierheim, ging ich an ihren Zwinger und redete mit ihr. Die Tierpflegerin konnte sie mittlerweile an die Leine nehmen. " Bohne " bockte zwar und wollte ihren Zwinger nicht verlassen. Aber sie musste es Schritt für Schritt lernen. Ich begann sie anzufassen. Erstmal nur die Hand hinhalten zum riechen und mit ruhiger Stimme redete ich mit ihr.
Naa...." Bohne " fühlst du dich besser....kannst du wieder fressen....ja, ich weiss, du kannst nur in der Nacht fressen....hier schlägt und quält dich niemand und du stehst bereits unter meinem Schutz. Du wirst von uns adoptiert wenn du soweit bist.
Sie liess sich mit der Zeit von mir streicheln und ich konnte sie im Heim an der Leine führen. Dann versuchten wir es außerhalb des Heims. " Bohne " bockte wieder und wollte keinen Schritt gehen. Aber sie musste es lernen, ich war der Chef von uns beiden und ich gab ihr zu verstehen, wir gehen jetzt zusammen. 
Es braucht Geduld aber es braucht auch Unterordnung und sich vom Chef führen lassen. Nicht aufgeben, das ist ganz wichtig. Der Hund muss das Vertrauen aufbauen, das er dem Chef folgen kann....diese Übungen macht man ganz ruhig, ohne grosses Gequatsche aber mit Konsequenz!!! Hat sie es geschafft, das sie mir ein paar Schritte folgte, wurde sie von mir belohnt....ich habe sie am Kopf und seitlich am Hals gestreichelt. So wie das ein Wolf mit einem Jungtier auch macht. Kein Leckerli....für was ?! Das bekommt ein Jungtier bei Löwen, Wölfe ect. auch nicht. Es muss Vertrauen, Unterwerfung und Disziplin lernen. Das Alfatier muss Stärke, Klugheit und Erfahrung zeigen, damit das Rudel zu ihm Vertrauen hat und ihm folgt.
Einen Hund in sein Leben zu nehmen, ist Verantwortung, Arbeit und es erfordert eine Person, die bereit ist, dem Hund ein guter und vertrauenswürdiger " Leithund " zu sein....Das ist nicht einfach, sonst würden nicht so viele Hunde in Tierheimen landen. Zum Wohle des Tieres muss man ehrlich mit sich selber sein, sich fragen will und kann ich das oder beeinträchtigt das mein Leben zu sehr? Dann lasst es lieber bleiben....Danke!
Was wir mit " Bohne " alles erlebten, erzähle ich euch in der Fortsetzung.



Donnerstag, 2. Mai 2024

Hundestory - Adieu Trolly, gute Reise.

Liebe Leser und Leserinnen, heute erzähle ich euch die Geschichte von Trolly:
Einer Französischen Bulldogge



Aus der Serie: Meine Naive Kunst
Titel: Adieu Trolly, gute Reise

In meinem Bild habe ich diese kleine Geschichte aus meinem Leben gemalt. Ich habe es in einer speziellen Maltechnik gestaltet, die ich liebe. Mit Pastellkreide wird auf Schmirgelpapier gemalt. Das Bild muss man im Kopf haben. Es gibt kein vorzeichnen und kein korrigieren. Es ist eine direkte 1:1Malerei. Es ist volle Konzentration die gleichzeitig Entspannung ist, weil man alle anderen Gedanken ausblenden muss. 
Nun machen wir gemeinsam wieder eine Zeitreise.
Zu diesem Zeitpunkt lebte ich mit meinem damaligen Mann, im Kanton Freiburg am Neuenburgersee. In unserer Siedlung war ich mit zwei Frauen befreundet. Sie bewohnten zusammen ein Haus mit Garten und sie hatten zwei Hunde. Wie wir, hatten sie diese Hunde auch vom Tierheim adoptiert. Ein Appenzeller Bastard und eine Französische Bulldogge:  den Trolly
Ich beschreibe ihn mal: krumme zu kurz geratene Beine, dunkle Glotzaugen, eingedrücktes Gesicht mit einem Überbiss. Bei einem Filmcasting für einen kleinen Zoombie Köter, hätte er gewonnen. Aber....Trolly war Mamas Liebling !.....
Dieser kleine Teufel hatte meine zwei Freundinnen, den Apenzeller Hund und den Kater fest im Griff. Der Garten gehörte sowieso auch ihm. Klingelte ich an der Gartentüre, so kam er quietschend angerannt und man war nicht sicher, ob er einem am Hosenbein hing. Dann sauste er ein paar mal rund ums Haus und klar, mitten durch die Gemüsebeete.....Er durfte das, er war Mamas Liebling !
Drinnen hatte er genau drei Plätze: Mamas Schoss....Mamas Sessel....Mamas Bett.
Er lies sich von niemandem streicheln als von Mama. Nahm man ihn auf Mamas Schoss ins Visier und versuchte man sich ihm zu nähern, so wurde sein Blick giftig und er schob sein Kinn noch weiter nach vorne.....Nein....kein Gudeli geben, der halbe Finger ist sonst weg. 
Er durfte das, er war Mamas Liebling !
Trotz seiner Hässlichkeit, Giftigkeit und Unerzogenheit, wir liebten diesen Hund. Und so klein wie er war, der wäre einem Einbrecher am Arsch gehangen....hi...hi.
Die Trauer war gross, als er seine Augen für immer schloss. Er hatte als junger Hund kein schönes Hundeleben gehabt. Daher kam wohl auch sein Misstrauen gegenüber den Menschen. Umso mehr genoss er das verwöhnt werden bei meinen Freundinnen:
Er war eben Mamas Liebling......Adieu Trolly, gute Reise in den Hundehimmel.

Donnerstag, 11. April 2024

Eine Katzenstory und eine Hundestory - Mikesch, Samir und die schwarze Mamba





Mein Bild mit dem Titel: Zwei Freunde passt wunderbar zum letzten Teil dieser Katzen und Hundestory aus meinem Leben.
Es ist ein Bild aus der Serie: Meine Moderne Kunst 
Inspiriert von der Kunst und dem Malstil von Vincent van Gogh. Er ist mein grösstes Vorbild in meiner Malerei und ich hätte ihn vom Fleck weg geheiratet... 😉

Aber nun zu meiner Erzählung.
Wie ich in Teil 2 erwähnt habe, sind mein damaliger Mann und ich mit unserem Riesenschnauzer Samir und einem kleinen, gemieteten Reisemobil, nach Italien gefahren. Das ist nun vierzig Jahre her. Das Ziel war Apulien.
Es war landschaftlich eine wunderschöne Reise. Es war zur damaligen Zeit, alles noch ursprünglicher und noch nicht touristisch verschandelt und versaut ( sorry diese Bezeichnung ) Wir lernten einige nette, herzliche und hilfsbereite Menschen kennen. Wir waren selten auf einem Campingplatz, wild campieren konnte man damals noch. Zudem war ja Samir bei uns.
Mit ihm waren wir auch überall eine Sensation. Riesenschnauzer sah man eben selten. Wir wurden oft auf ihn angesprochen und alle hatten Respekt oder sogar Angst vor ihm.....Ecco una bestia !
Auf einem Campingplatz blieben wir eine Woche. Er war total in der Wildnis. Es war eine Gruppe Italiener und wir....mamma mia, hatten wir es lustig zusammen. Einer der Italiener war ein Greenhorn und er wurde von seinen Kollegen ins Camping und Grill - Leben eingeführt.....con tanto vino.
An einem Morgen war ein Riesenspektakel." Leute, es hat Schlangen....schwarze Schlangen....passt auf." Das Gras war nicht gemäht und wir hatten alle Schiss ! Es wurde " italienisch diskutiert " und es war klar; es ist eine schwarze Mamba. Basta!
Wir liefen nur noch klopfend umher und mit einer Gangtechnik wie ein Storch.
Das alles kümmerte unseren Samir wenig. Neugierig steckte er seine Schnauze in jedes Loch....und wurde prompt von einer Schlange in die Schnauze gebissen.
Nach kurzer Zeit schwoll seine Schnauze enorm an und Samir begann zu zittern, fieberte und torkelte. Wir kühlten mit Wasser und der Campingbesitzer telefonierte herum bis er endlich einen Tierarzt erreichte. Der kam wie die Feuerwehr, spritzte Samir ein Gegenmittel und sonst noch Zeug. Wir beteten und er kämpfte um Samirs Leben.....Die Schlange war wahrscheinlich eine schwarze Kreuzotter. 
Unser Samir hatte es überlebt und nach einigen Tagen war er wieder fit. Auch dieses Erlebnis werde ich nie vergessen....
Sooo.....liebe Leser und Leserinnen, das waren ein paar Erinnerungen, was wir in drei Jahren mit diesem tollen und aussergewöhnlichen Hund erlebten.
Nun geht meine Erzählung dort weiter, wo ich begonnen habe. Bei diesem verrückten Wochenende mit dieser wilden Waldkatze, dem Mikesch.

Beim Zusammentreffen von unserem Hund und dieser wilden Katze, muss der Samir entweder gekratzt oder gebissen worden sein. Dies an einer ganz unglücklichen Stelle, in der Beuge zwischen Brustkorb und Vorderlauf. Wir haben nichts gesehen und Samir war ganz normal. Aber zwei Wochen später, wollte er nicht aufstehen und das Bein war geschwollen und warm. Noch am selben Abend nach der Arbeit, waren wir als Notfall bei unserem Tierarzt. Es war ein zünftiger Infekt. Samir wurde behandelt. Er erholte sich, aber richtig gut war es nicht. Ein paar Wochen später hatte er erneut einen Infekt, noch schlimmer als zuvor. Wir waren wieder als Notfall beim Tierarzt. Der hat ihn gleich in der Klinik behalten. Das Bein war voll Eiter. Als wir Samir nach zwei Wochen holen konnten, war er abgemagert, hinkend und niedergeschlagen....Dieser arme Hund, wir litten mit ihm. Ich musste über mehrere Wochen mit einer Lösung sein Bein durchspülen und er bekam weiterhin Medikamente. Er lief schlecht und es war klar, dieser Hund hat Schmerzen.
Die Tierarztpraxis wurde von drei erfahrenen Tierärzten betrieben. Wir hatten vollstes Vertrauen zu ihnen. Es gab viele und lange Diskussionen zwischen uns. Ihre Möglichkeiten waren erschöpft und das Resultat war nicht befriedigend. Vor allem nicht für unseren Samir. Es bedeutete für ihn ein Leben mit Schmerzen und einer eigeschränkten Beweglichkeit. Er veränderte seinen Charakter, er wurde aggressiver. Auch das bedeutete für ihn, Leinenzwang, Maulkorb, wenig Kontakt mit anderen Hunden und kaum Freigang. Es war ein grosser kräftiger Hund mit 45 Kilo, wir konnten kein Risiko eingehen.....
Wir hatten schlaflose Nächte, aber wir wussten beide, das dies für Samir ein  Scheiss - Hunde - Leben war !!! So sahen es auch unsere Tierärzte. 
Schweren Herzens erlösten wir unseren Samir von diesem Schicksal.
Mein Mann hatte seinen besten Freund verloren....



Dienstag, 9. April 2024

Eine Katzenstory und eine Hundestory - Samir unser Riesenschnauzer

 


Hier seht ihr ein Bild aus meiner Serie: Meine Naive Kunst
Es ist unsere Hündin " Bohne " ebenfalls ein Hund vom Tierschutz. Auch von ihm werdet ihr noch zu lesen bekommen.

Aber jetzt geht es weiter mit unserem Riesenschnauzer Samir.

Wie das mit dem Kater Mikesch und ihm endete wisst ihr ja....es war ein Wochenende, das in Erinnerung blieb. Bei Samir muss ich mal mit erzählen von vorne beginnen.
Hundeerfahrung hatten mein damaliger Mann und ich ja. Er mit einem Dackel, ich mit meinem Cockerspaniel. Ich erhielt ihn als ich zehn Jahre alt war. Und nun waren wir Besitzer von einem Riesenschnauzer.....das ist eine andere Kragenweite!
Wir lernten viel durch unsere Freunde, die ja auch zwei solche Hunde hatten. Samir war ein Alfa Tier. Er akzeptierte nur eine starke Führung. Das war mein Mann. Obwohl er weniger konsequent war als ich. Samir gehorchte ihm aufs Wort und lief bei Fuss ohne Leine, durch die Stadt Bern. Ich war die Nummer drei. Er fühlte sich mir überlegen und somit übernahm er beim Spaziergang die Führung und den Schutz für mich. Das ist ein absolut normales Hundeverhalten!  Das hatte Vor und Nachteile für mich. Damals war rund ums Bundeshaus die Drogenszene und das Sexgewerbe. Aber ich konnte nach Mitternacht für sein letztes Pipi mit ihm noch nach draussen gehen auf die kleine Schanze, mir konnte nichts passieren. 
Ich war viel am Aareufer unterwegs mit Samir. Wenn es die Gelegenheit bot, so bekam er Freigang. Das nutzte er oft um in der Aare zu baden. Er konnte super schwimmen. So schwamm er eines Tages immer weiter und weiter in den Fluss hinaus....ich pfiff und rief....es nützte nichts. Die Strömung wurde immer stärker und mein Samir schwamm fröhlich mitten in der Aare auf die Stauwehr zu, Richtung Schwellenmatte. Ich bekam fast eine Herzkrise. Ich rannte am Ufer mit und schrie...Hier möchte ich erwähnen, immer mit dem Flusslauf rennen. Nie dagegen, so ertrinkt der Hund, er schafft es nicht gegen den Strom zu schwimmen !!! Dann hatte ich die rettende Idee. Ich knüllte eine Hundetüte für Hundedreck zusammen und tat so wie wenn das ein Hundeleckerli wär.....Samir....gudi...gudi....komm. Es funktionierte, dem Himmel sei Dank.
Aber Leute, ich hätte diesen Hund verwursten können!!! 
Ein anderes Mal kamen zwei Mütter mit ihren Kinder entgegen. Sie achteten nicht auf die Kinder und auch nicht auf mich. Ich hatte Samir an der ganz kurzen Leine  und wir konnten nicht ausweichen. Links Mauer, rechts Wasser....eines der Kinder, erschrak als es Samir sah und viel vor ihm auf die Knie. Er packte den Bub am Pullover und schüttelte ihn. Es war furchtbar. Aber es ist eine normale Hundereaktion. Auch mein Hund hat sich über diese Situation erschrocken. Was macht ein Hund aus seiner Sicht ? Logo, er gibt dem " Angreifer " zu verstehen, du hast deine Grenzen überschritten und wir wollen dich hier nicht, geh weg !!! Das ist Hundesprache oder Löwensprache, Wolfssprache....Natur und normal.  Zum Glück klemmte es den Buben nur und ich gab unsere Adresse falls was wär. Die Szene die sich zwischen mir und den zwei Mütter abspielte könnt ihr euch wohl denken.....Der Hundehalter ist verantwortlich und haftbar. Mütter und Väter sind für ihre Kinder beim spazieren ja scheinbar nicht verantwortlich und haftbar. Da kann man ja herumschnorren oder auf dem Handy rumhampeln oder ???!!! ....jaaa, ich mache mich gerade mal wieder nicht beliebt, aber so schauts doch aus....!!! Genau das selbe kann ich bei stark befahrenen Strassen beobachten. Das Geschrei ist dann riesig, wenn so ein kleiner Bub oder Mädchen mit dem Roller oder weil es stolpert, unter die Autoräder gerät, bloss weil die Aufsichtspflicht nicht umgesetzt wird. Das Handy ist ja wichtiger !!!
Ja....diese Ohrfeige musste sein!  Da könnte ich mit meinen heutigen Beobachtungen auch gleich ein Buch schreiben!
Mein Mann und ich erlebten noch einiges mit diesem Hund. Wir nahmen ihn mit auf eine Italienreise. Nach Apulien, zu den Schlangen.....
Diese Geschichte erzähle ich euch morgen.....gute Nacht....

Eine Katzenstory und eine Hundestory - Kater Mikesch und Riesenschnauzer Samir

 


Das Bild das ihr hier seht, ist aus der Serie: Meine Moderne Kunst
Es hat den Titel:  Fritzi Klee im bunten Beet
In meinen Posts " Katzenstory " und " Hundestory " erzähle ich euch ja meine Erlebnisse mit diesen " Viecher "
In diesem Post geht es um den Kater Mikesch und den Riesenschnauzer Rüden: Samir

In der Katzenstory Teil vier habe ich euch ja erzählt, dass der Kater Rubino sich eine neue Familie gesucht hatte. Er konnte sich mit Samir nicht anfreunden.
Immer wenn mein damaliger Mann und ich von der Arbeit ausgepowert waren, half uns nur eines. In die Natur !!! So war es auch an diesem Freitag. Wir machten in der Nähe unseres Wohnortes noch einen Spaziergang am Waldrand. Plötzlich hörten wir ein klägliches Miauen. Wir gingen diesem Jammern nach und entdeckten im Gebüsch eine Katze. Ich konnte sie hervorlocken und sie liess sich streicheln. Als wir weitergingen verfolgte sie uns, dann war sie wieder weg. Aber wir mussten ja wieder zum parkierten Auto zurück  und da war sie wieder im Gebüsch und miaute.
Nun klingelten bei mir die Alarmglocken.....ausgesetzt...krank....hungrig und durstig....ein Waisenkind !
Ihr könnt wohl ahnen was jetzt kam ?! Mein Satz lautete; ohne diese Katze gehe ich nicht nach Hause, der muss geholfen werden.
 Mein Mann ging in Opposition....ich auch. 
Sie liess sich auf den Arm nehmen und die Autofahrt ging auch gut. Unsere Wohnung war nun mitten in der Stadt Bern, in einer Turmwohnung auf drei Etagen. Wir liebten eben das Spezielle und im selben Haus konnten wir unsere Praxis betreiben. Ideal. So konnte ich unseren Findling in der oberen Etage unterbringen. Dort hatte er vom Stress seine Ruhe und kam mit unserem Riesenschnauzer nicht in Kontakt. Mein Plan war, ihn zu zähmen und ihn an uns und unseren Hund zu gewöhnen. Der nächste Schritt wäre ein Termin beim Tierarzt gewesen um ihn zu untersuchen, zu impfen und zu kastrieren. Er bekam von mir den Namen Mikesch, das passte zu diesem hübschen grau getigerten Kater. Das Katzenzimmer hatte ich mit allem schnell eingerichtet und unser Mikesch schlief ein und Ruhe gabs.....aber nicht lange !!!
Unser Hund, Samir,  hatte das gleich gerochen, das da was Fremdes in der Wohnung war und er begab sich auf die Suche. Das weckte den Mikesch und das war der Beginn eines Sturms, der das ganze Wochenende dauerte. Mein Mann, der mir am liebsten den Hals umgedreht hätte, nahm sich dem Samir an und versuchte mit intensiven Märschen und spielen, diesen Hund, der voll im Flegelalter war, zu bändigen und vor allem müde zu machen !!! Das er mal ein paar Stunden schlief. Ich übernahm diesen Kater. Der entpuppte sich als wilder Tiger. Als wenn ihn eine Tarantel gebissen hätte, ging der die Vorhänge hoch, rannte über die Möbel, sprang mich an, kratzte an der Türe und miaute fürchterlich....heiliger Strohsack !!! 
Die Krönung war, das er aus seinem Refugium entwich. Hund...Katze...Mann...ich, die Jagd begann und es ging zu und her wie in einem hölzernen Himmel ! Eine Standpauke hagelte auch noch über mich von meinem Mann ( berechtigt ! ) und es war mir am Sonntagmorgen klar, meine übertriebene Tierliebe und mein übertriebener " Helfer-Instinkt " war ein Fehler und die Katze musste wieder weg. Also packten wir diesen Mikesch in eine Katzentransportkiste und wir brachten ihn wieder dorthin wo wir ihn gefunden hatten. Am Waldrand ins Gebüsch. Alle vier waren wir von diesem Wochenende fix und fertig !
Nein, ein ungutes Gefühl hatten wir nicht. Dieser ca. einjährige Kater gehörte in die Natur. 
Für mich war das eine lehrreiche Erfahrung. Hunde und Katzen zusammen halten funktioniert eben nicht immer. Je nach Charakter und Temperament der Tiere. Es war für mich ein Anlass, mich noch mehr über die Eigenschaften von Katzen zu belesen und das war gut so.
Was wir nicht wussten, dass dieses Katzenintermezzo übers Wochenende, für unseren Hund, Samir, Folgen hatte.....
Das schreibe ich euch heute Abend im Teil zwei von diesem Post. Aber jetzt mal ab in die Küche, der Jaco ist hungrig...😉

Freitag, 29. März 2024

Katzenstory - Hundestory. Der Abschied

Meine vielen Katzengeschichten -  Der Abschied, ein trauriger Abschied !



Wie ich euch in meiner Katzengeschichte Teil 3 geschrieben habe, wurde uns das Landleben zu beschwerlich. Wir suchten uns eine Wohnung zwar noch auf dem Land, aber mit dem Auto waren wir in einer halben Stunde in der Stadt. Zudem hatte unser Kater Rubino über den Balkon weiterhin seine Freiheit. Also, das passte.
Wie das so ist, wie lernt man Leute kennen, wenn man frisch zugezogen ist....Genau, entweder sucht man sich einen Verein oder man geht in die Dorfkneipe. Für einen Verein hatten wir keine Zeit, also gingen wir ab und zu in die Kneipe. Dort lernten wir Nachbarn kennen, die in der selben Siedlung wohnten. Wir freundeten uns an.
Die beiden waren auch tierliebend. Sie hatten zwar keine Katzen, sondern zwei Hunde. Zwei spezielle Hunde: Riesenschnauzer.
Mein Mann und ich waren beeindruckt. Es war ein Rüde und eine Hündin. Die Hündin war schon etwas älter, um sie kümmerte sich hauptsächlich unsere Freundin. Der Rüde war ein Prachtkerl. Er war ein Jahr alt und unser Freund bildete ihn aus. Sein Ziel war, mit ihm den Schutzhund 1 und 2 zu machen und dann den Katastrophenhund. Das ist ein intensives Hobby. Oder besser gesagt, es ist eine Lebensaufgabe und Leidenschaft, wo fast nichts anderes mehr daneben Platz hat. Aber da sie auch keine Kinder hatten, konnten sie sich dieser Leidenschaft hingeben. Es beeindruckte und interessierte uns immer mehr. Also begleiteten wir unseren Freund am Wochenende ab und zu zum Training. Dieser Hundesport Verein war im ganzen Kanton Bern bekannt. Sie bildeten Polizeihunde, Schutz und Begleithunde und eben Katastrophenhunde aus. Wir lernten viel vom zuschauen. Und klar, das Thema von uns vier: Hunde.
Lange und intensive Diskussionen gab es bei Mischlers am Küchentisch. Nachdem wir wussten, wie wir unsere Praxis mit dem Aufwand für einen Hund organisieren konnten, holten wir uns beim Züchter von unseren Freunden, einen Welpen. Wir waren uns da nicht bewusst, was auf uns zukam! Unser Kater Rubino auch nicht. Ich meinerseits habe meine Fähigkeiten als Katzen und Hundemama überschätzt. Obwohl Rubino erst drei Jahre alt war, konnte er mit diesem grossen ungestümen " Hundebruder " nichts anfangen. Ich las alles was es zu lesen gab, schaute jede Fernsehsendung zu diesem Thema und probierte alles aus. Es half nichts. Rubino machte einen Moment beim spielen und gemeinsamen schmusen mit, dann verleidete es ihm und ich konnte ihm den Unmut ansehen und er verschwand nach draussen. 
Eines Tages, als ich am offenen Küchenfenster stand, war Rubino auf der Balkonmauer um von dort in den Garten zu gelangen. Er blieb stehen und er schaute mich an. Er schaute mir eine gefühlte Ewigkeit in die Augen....dann war er weg, für immer.
Dieser Abschiedsblick liess mich mehrere Wochen schlecht schlafen und ich habe diesen Blick bis zum heutigen Tag nicht vergessen. Klar ging ich Rubino suchen und ich entdeckte ihn auch. Er hatte sich im Dorf eine neue Familie gesucht. Wir überlegten lange was wir machen sollen. Aber er war gechipt, also die neuen Besitzer hätten uns kontaktieren können. Offensichtlich wollten sie ihn behalten und er wollte bleiben. 
Es gab für uns keine andere Option als den Entscheid von unserem Kater Rubino zu akzeptieren. Diese Katzengeschichte war eine schmerzliche Erfahrung für uns und insbesondere für mich.
Dann kam Mikesch. Diese ebenfalls traurige Katzen und Hundegeschichte erzähle ich euch in Teil 5

Samstag, 13. Januar 2024

Hundestory - Der kluge Rabe und der schnelle Windhund

Halli Hallo liebe Leserschaft, Schaffhausen ist von einer Hochnebeldecke zugedeckt. Es ist grau in grau, minus 3 Grad. Das macht nichts, vor mir steht eine Tasse duftender Kaffee auf dem Schreibtisch. Die Gedanken-Räder sind am rotieren und es ist ein guter Moment euch die zweite Geschichte von " Bubi " dem spanischen Galgo Rüden zu erzählen.....

Also, in Teil 1 habt ihr diesen lustigen Kerl ja schon kennengelernt. Das ich zu dieser Zeit mit meinem damaligen Mann in einem kleinen Haus am Neuenburgersee gelebt habe, wisst ihr auch. Diese Wohnsiedlung grenzt an ein Naturschutzgebiet, dementsprechend hat es viele verschiedene Vögel. Da habe ich noch einige Geschichten auf Lager.....

Der kluge Rabe und der schnelle Windhund hat sich in unserem Garten abgespielt.


In meinem wilden aber durchaus geordneten Naturgarten befand sich ein selbstgebasteltes Insektenhotel. Das Dach dieses ca. 1m20 hohen Holzturms, war der Platz für das Vogelfutter. Alles musste gesichert werden in unserem Garten. Entweder in die Höhe, in ein Gehäuse oder in ein Versteck. Es bedienten sich nämlich alle bei uns......der Fuchs....die Mäuse und Ratten.....die Eulen....Eichhörnchen.....allerlei Vögel.....und auch die Rabenkrähen, die ihre Nistbäume im angrenzenden Baumbestand hatten. Aber der schlimmste von allen.....war der Bubi!

Nun müsst ihr wissen, ich bin eine " Rabenfrau " da werde ich auch noch davon schreiben.

Also, dieses Insektenhotel war hauptsächlich für meine Rabenkrähen gedacht. Es sind Allesfresser. Aber da ich ein Gesundheitsfreak bin, gab es auch für sie was gesundes. Nüsse, Weinbeeren, trockenes Brot und ab und zu etwas Käse oder eine Speckschwarte.

Von meinem Arbeitszimmer aus konnte man direkt auf diesen Futterplatz schauen. Das wusste nicht nur ich, das wusste auch unser " Bubi ". Wenn ich nach dem Frühstück das Futter auf dem Dach des Insektenhotels verteilte, wurde ich beobachtet.

Der eine Beobachter war die vierbeinige Krähe hinter der Fensterscheibe und der andere Beobachter war " Kurt " meine Rabenkrähe. Nun begann zwischen den beiden das Spiel....

Bubi durch die Hundeklappe in der Küche ab in den Garten. dort schnüffelte er gelangweilt an den Blumen und Büschen herum und in anschleichen Manier kam er auf die Rückseite des Gartens. Stillstehen und abwarten.....

Kurt war ja nicht blöd, Rabenkrähen sind intelligent und äusserst lernfähig. Er setzte sich auf die Hecke und hatte den Bubi im Blick. Schwupp war er am Futter. Das war das Startzeichen......wie ein Ferrari startete Bubi einen Spurt zum Futterhaus. Kurt machte das wenig Eindruck. Er wartete bis zum letzten Moment, flog hoch und war wieder auf der Hecke. Dort konnte ihm nichts passieren. Bubi stellte sich auf die Hinterbeine, so kam er ans Futter ran und blitzschnell wollte er abräumen.....Kurt reklamierte lauthals!

Jetzt kam ich ins Spiel.

Entweder klopfte ich an die Fensterscheibe und drohte mit dem Zeigefinger oder ich öffnete die Balkontüre und befahl Bubi: " Abmarsch ins Haus " das machte er auch, bis er durch die Fensterscheibe wieder Kurt sah.....dieses " Hund und Raben Spiel " wiederholte sich solange bis das Futter weg war. Dann hatten die beiden ihren Spass gehabt und wenn ich ehrlich bin, ich auch.

Freitag, 29. Dezember 2023

Hundestory - Bubi der Sonnenanbeter

Liebe Leserschaft, ich finde, es ist höchste Zeit für eine Hundegeschichte

Die Geschichte handelt von  " Bubi dem Sonnenanbeter "


Zu eurer Orientierung, Hunde und Katzen mit denen ich zusammenlebte, bekamen alle den Kosenamen Bubi oder Meiti ( Bub oder Mädchen )
Es gab in meinem Leben eine Zeit, wo ich ehrenamtliche Helferin beim Tierschutz war. Zuerst in der Schweiz, später in Spanien. Ich ging jeweils mit den Hunden spazieren.

An so einem Tag begegnete ich Bubi. Er war in diesem Tierheim neu und stammte aus einer Hilfsaktion einer deutschen Tierschützerin. Sie wirkte auf Mallorca und entdeckte dort in einem finsteren und verlotterten Schuppen zehn Galgos. Das sind spanische Jagdhunde. Sie werden für die Hasenjagd genutzt. Wer sich nicht eignet, lässt man verhungern oder hängt ihn an einem Baum auf....da hat sich bis jetzt wenig geändert.

Die Hunde wurden in verschiedene Tierheime in Deutschland und der Schweiz verteilt. Bubi war ein klappriges Knochengestell, hatte Bisswunden und war verängstigt. Aber er hatte sanfte Bernstein farbige Augen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Mein damaliger Mann und ich adoptierten ihn.

Zuhause hatte er Gesellschaft von unserer alten Mischlingshündin. Die gab ihm gleich zu verstehen wer das sagen hat. Das ist normal. Hunde sind Rudeltiere und jeden Tag wird die Rangordnung festgelegt. Dies geschieht über Blick und Körpersprache und ist die Kommunikation der Säugetiere.

Unser Bubi konnte nichts. Er hatte als Welpe keine Gelegenheit von der Mutter was zu lernen. Also war das mein Job...ein Knochenjob! In drei Wochen Urlaub musste er das Hunde ABC lernen. Stubenrein werden - auf seinen Namen reagieren - an der Leine laufen lernen, sitz, platz - lernen wo im Haus sein Hundebett war, nämlich nicht bei uns im Bett oder auf der Couch. Bubi war gelehrig. Aber es forderte von mir Konsequenz und Geduld. Nach ein paar Wochen war er soweit, das wir ihm Freigang gewährten. Er wusste nicht was machen. Er wusste nicht das er ein Galgo war und rennen kann schnell wie der Wind....zum Glück war ich zu dieser Zeit recht sportlich. Also, anleinen und zusammen rennen. Er bekam immer mehr Freude dran und ich nahm so ab....

Nun hatte er es begriffen. Er rannte als wär der Beelzebub mit dem Bügeleisen hinter ihm her. Was er noch nicht konnte, war die Distanz zu den Bäumen abschätzen. Entweder rannte er voll dagegen oder ein Ast verpasste ihm wieder eine Schramme. Also nahm ich bei den Spaziergängen eine erste Hilfe Tasche mit....was macht man nicht alles für diese Viecher!

Bubi wurde immer raffinierter. Er war sich seiner Wirkung bewusst. Sagte man zu ihm: Bist du der ärmste Hund der ganzen Schweiz, so begann er mit den Wimpern zu klimpern und zu zittern als wäre es minus 20 Grad. Er wusste, ein Stück Wurst könnte drin liegen....kaum hatten wir die Küche verlassen, machte er blitzschnell einen Rundgang ob es was zum stehlen gab. Kaum hatten wir das Haus verlassen, konnten wir aus unserer Tarnung beobachten wie er sich genüsslich auf unserem Bett oder Couch hin räkelte. Sah er uns beim Gartentor, war er wieder in seinem Hundebett. Er konnte Löcher im Garten graben in der Geschwindigkeit einer Nähmaschine. Das Vogelhaus hat er regelmäßig geplündert....Er amüsierte uns einfach.

Der " arme Bubi " bekam ein Kinderbett vom Brockenhaus, damit er eine erhöhte Position hatte und schön weich. Für den Camping Urlaub schleppten wir einen alten Orientteppich mit, das er auf dem Teppich seine heiss geliebten Sonnenbäder nehmen konnte....ja, ja, lacht nur, das alles und noch viel mehr kann passieren wenn man auf den Hund gekommen ist! 

Eine Fortsetzung meiner Hunde und Katzengeschichten erfolgt schon bald....

Der Titel meines gezeichneten Bildes: Der Sonnenanbeter auf dem Orientteppich es ist aus der Serie: Meine Naive Kunst









Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...