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Freitag, 7. August 2026

Paul Klee - Kistlerweg 6


 
Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.

Zitat von Paul Klee

Genau dies habe ich versucht in meinem Kunstwerk in Acryl, umzusetzen.

Hallo liebe Leser und Leserinnen, was denkt ihr, was machen Jaco und ich, wenn es so eine Hitze ist, das einem fast das Blut in den Adern zu köcheln beginnt...? ich verrate euch hier unseren Trick Nr.77...wir gehen in einen Supermarkt und halten uns bei den Gefriertruhen auf, oder wir gehen in eine grosse Kirche, oder wir gehen in ein Museum...hi...hi, in allen drei Destinationen ist es schön kühl.
Also, dann schlage ich vor, wir gehen zusammen wieder ins Zentrum Paul Klee zu seiner interessanten Ausstellung.
Im Post: Paul Klee - ein vielseitiger Künstler, habe ich euch schon davon berichtet. Ich lade euch den Link hoch, dann müsst ihr nicht suchen.


Der Kistlerweg 6 in Bern war von 1934 - 1940 der letzte Wohnort und Schaffensort von Paul Klee und seiner Frau Lily. In der einfachen Dreizimmerwohnung im Elfenau - Quartier entstanden rund 2500 bis 3000 seiner berühmten Spätwerke.
Das Wohnzimmer der kleinen Wohnung war gleichzeitig sein Atelier. Wegen seiner Krankheit arbeitete er an einem waagrechten Architekturtisch statt an einer Staffelei und nutzte ungewohnte Materialien wie Jute oder Kartoffelsäcke.



Als Künstlerin kann ich euch versichern, der Arbeitsort ist überhaupt nicht von Bedeutung für die Qualität oder Genialität eines Kunstwerks. Es sind längstens nicht alle XXL Objekte auch Kunstwerke. Aber sie wirken natürlich in einem ebenfalls XXL ( futuristischen ) Museum. Nehmen wir die wunderbaren Bilder von Vincent van Gogh, die er zum Teil in seiner kleinen und einfachen Kammer gemalt hat.
Er hat sein Schlaf - und Malzimmer in Arles gemalt.


Auch Friedensreich Hundertwasser hat in der kleinsten Ecke gemalt. Oder wie erfreut uns Henri Rousseau mit seinen Urwaldbilder voller Fantasie, die er in seiner ärmlichen kleinen Wohnung gemalt hat. Hier eines seiner Werke mit dem Titel: Der Traum


Und nicht zu vergessen sind all die wunderbaren Kunsthandwerke, die zum Beispiel in den orientalischen Basars in kleinen Werkstätten entstehen. So wie ich das vor 35 Jahren in Izmir im Kemeralti - Basar erlebt habe....ja, ich hätte den halben Basar zusammenkaufen können und Izmir stand auf meiner Auswanderungs Liste...ha...ha.

Das Hauptthema dieser Paul Klee Ausstellung sind die " Doppel - Leben " einiger seiner Bilder. Die hat er nämlich auf der Vorder und der Rückseite bemalt. Das ist gar nicht so unüblich. Restauratoren entdecken immer wieder ein übermaltes Bild. Auch in Kirchen oder Historischen Gebäuden werden ab und zu übermalte Freskenmalereien entdeckt.

Hier ist so ein Bild. 
Die Vorderseite mit dem Titel: Glas - Fassade


Und hier die Rückseite des Bildes mit dem Titel: Mädchen stirbt und wird.


Möchte man eine Mittagspause machen, so gibt es einige Kleinigkeiten im Museums Café, oder es empfiehlt sich das Restaurant Schöngrün mit seinem hübschen Garten. Ebenfalls ist ein grosser Kräuter und Heilpflanzen sowie Gemüsegarten zu bewundern.



Von hier hat man auch eine tolle Aussicht zum Hausberg von Bern dem " Güschä " oder auf Deutsch, den Gurten.


Klees Aussagen und Zitate sind genau so tiefsinnig, skurril oder verwunderlich wie seine Bilder...Tja, seine Kunst ist eben nicht für oberflächliche Konsumenten und Konsumentinnen, sie fordert unsere volle Aufmerksamkeit....es ist eben Kunst !!!








So, liebe Leserschaft, das war wieder ein kleiner Rundgang durch Paul Klees Bilderwelt.
Zum Schluss noch sein Bild " nachsinnend ".
Na dann...wir sagen Tschüss bis zum nächsten Post und wir wünschen euch ein nachsinnendes Wochenende....eure JacoMis  😉



Wer über das Leben von Paul Klee noch mehr erfahren möchte, hier einen Link.




Donnerstag, 23. Juli 2026

Paul Klee - Ein vielseitiger Künstler


Hallo Liebe Leser und Leserinnen, wer erkennt diese spezielle Landschaft ?
Genau...es ist ein Teil des Daches vom Museum ZPK in Bern.
ZPK ist die Abkürzung vom Zentrum Paul Klee. Dorthin nehme ich euch heute mit, denn zur Zeit ist wieder eine tolle Ausstellung von Paul Klee zu besichtigen.


Schon die Architektur dieses Museums ist faszinierend. Das schwungvolle Gebäude fügt sich wunderbar in die Landschaft ein und drinnen ist es eine lichtdurchflutete angenehme Atmosphäre.




Paul Klee war ein äusserst produktiver und vielseitiger Künstler. Sein Werk umfasst über 10'000 Objekte. Wen wundert es da, dass man ihm ein ganzes Museum widmet, wo nicht nur seine Kunst ausgestellt wird und unterschiedliche Workshops stattfinden, sondern auch Vorträge und Konzerte zu hören sind. Schliesslich war Paul Klee auch ein talentierter Musiker.


Rechts im Bild ist Paul Klee.


Ich denke, es ist Klees Vielseitigkeit, die sein Werk ausmacht. Er war ein " Denker ", ein Philosoph, ein Musiker, ein Fotograf, ein Sammler, ein ausgezeichneter Handwerker und er beherrschte die unterschiedlichsten Techniken in seiner Malerei. Wie die meisten bekannten Maler, so hat auch Klee mit naturalistischen Bilder begonnen.




Diese Malerei war Klee in ihrem Ausdruck zu " einfach ". Er brach sein Kunststudium in München ab und kehrte wieder nach Bern zurück. Paul Klee war auf der Suche nach einer eigenen Identität und Bildersprache...
Die Inspiration fand er in der Natur und in Kinderzeichnungen.

Von seinen gesammelten " Schätzen " Muscheln, Scherben, getrocknete Gräser und Blumen, Federn....hat sich Paul Klee inspirieren lassen. Das kommt der Künstlerin Pongo T. Mischler doch bekannt vor...ha...ha. Seine Gedanken und seine Fantasien brachte er in einfachen Formen auf's Papier. So entstanden unzählige Skizzen die er so stehen lies oder überarbeitete.





Ich habe von vielen Künstler in meinen Kunstbücher Fotos von ihrem Atelier gesehen. Die meisten waren " gut gefüllt " bis hin zum geordneten Chaos. Wie dies zum Beispiel bei Picasso der Fall war. Auch das kommt mir bekannt vor...hi...hi, auch Picasso war Sternzeichen Skorpion. Tja Leute...das ist eben Leidenschaft, die Leiden schafft !
Ganz anders war das bei Paul Klee. Das Atelier war akkurat aufgeräumt und alles hatte seinen Platz....igitt...igitt...igitt. Wohl gemerkt, ich beziehe das nur auf mein " Atelier " den Rest der Wohnung habe ich auch gerne aufgeräumt. Aber wenn man im Farben und Fantasierausch ist....





In Paul Klee steckte bis zu seinem Tod ein " grosses Kind ". Aus meiner Sicht braucht es dies um grosse Kunst entstehen zu lassen. Die Neugier, die Unbefangenheit und die Naivität eines Kindes. Sind die heutigen Kinder noch so ?!
So hatte Klee auch seinen Spass " Puppen " zu gestalten.


Ohne Titel ( Reiner Tor )


Ohne Titel ( Bandit )


Ohne Titel ( Vogel-Scheuchen-Gespenst )

Beim Bistro im ZPK ist eine Tafel mit seinen Handpuppen zu bewundern.




In all den Jahren ist es Paul Klee gelungen, seine Gedanken, seinen Humor, seinen Zynismus aber auch seine Ängste und seine Freude in seinen Bilder Ausdruck zu geben.
Genau aus diesem Grund nehme ich immer wieder seine Bücher in die Hand....Denn ein Künstler ist nie am Ziel !!!
Die aktuelle Ausstellung kann ich nur empfehlen !







Es wäre vermessen, diesen aussergewöhnlichen Künstler in einem Post abzuhandeln. Ich werde euch in weiteren Posts seine Kunst präsentieren und von seinem Leben erzählen. 
Eines sei schon mal gesagt, Paul Klee und seine Frau Lily Klee waren auch Katzenliebhaber.
Zu diesem Thema lade ich euch einen älteren Post hoch.



Für heute sage ich Tschüss...und schon bald gibt es wieder schönes, interessantes und kritisches von.... JacoMis bunte Welt.



Ein Besuch im Rosengarten beim Munot. Teil 1.

Blick von der Munot Treppe über die Dächer der Stadt Schaffhausen. Hallo liebe Leser und Leserinnen, ist sie nicht schön unsere kleine Stadt...