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Freitag, 15. August 2025

Das Element Feuer

 


Liebe Leserschaft, im heutigen Post wird es heiss, Feuerheiss.

Im Bild seht ihr meine wichtigsten Halsketten. Links Ist der Donnervogel, vom Feuerclan. Zudem gehört Jaco. Rechts ist der Frosch, das ist die Mis, vom Wasserclan. In der Mitte ist mein Schutztier, der Grizzlybär.
Feuer und Wasser sind die zwei stärksten Elemente der Natur.
Also Leute...nehmt euch vor Jaco und mir in Acht....😉
Dies ist kein Esoterischer Hokuspokus. 


Wie man aus den Medien entnehmen kann, brennt es auch diesen Sommer überall in den Wälder, in Urlaubsresorts und natürlich auch in Kriegsgebieten. Es sind ja keine " Eisraketen " die abgefeuert werden.

Mein erstes " Feuererlebnis " hatte ich in der ersten Schulklasse. Nicht weit entfernt von uns brannte ein Mehrfamilienhaus. Das machte meinen Eltern und mir mächtig Eindruck. Auch wenn ein starkes Gewitter war, rutschte ich " verängstigtes Küken " unter Mams ( Mutter ) Bettdecke.

Später erlebten mein damaliger Mann und ich einen Brand auf der Autobahn in Frankreich. Ein Tankwagen geriet in Brand. Wir waren über 5 Stunden im Stau, bei über 30 Grad und mussten ab der Autobahn und uns eine Übernachtung suchen.
Seitdem habe ich immer genug Wasser, zu Essen, eine Pinkelflasche und eine Decke im Auto, wenn Jaco und ich unterwegs sind.

Als ich bereits in Spanien lebte, erhielt ich von Mam einen Anruf. Sie rief mit weinerlicher Stimme: " hilf mir, es brennt bei uns im Hochhaus ". Es war bis jetzt der Schock meines Lebens. Vater war bereits im Heim und Mam lebte allein in ihrer Wohnung in der 17.Etage. Der Brand war in der 14. Etage. Ausgelöst wurde er durch eine Mutter, die mit ihren zwei Töchter, Alkoholikerinnen und Kiffer, dort wohnte. Die Wohnung brannte völlig aus. 
Mam wollte im Treppenhaus schauen gehen was los ist. Sie bekam Atemnot durch den Rauch. Zum Glück kam ein Feuerwehrmann die Treppe hoch, er schrie, rein in die Wohnung, ich komme mit der Sauerstoffflasche. Ich behielt Mam am Handy, so konnte ich sie beruhigen. Ich befahl ihr, sich ein Handtuch nass zu machen und vor Nase und Mund zu halten. Fenster und Türen geschlossen halten, sich was anziehen, es war bereits Abend und das Nötigste in eine Tasche zu packen und auf die Feuerwehr zu warten. Die kam dann, Mam erhielt Sauerstoff, das half ihr. Die Feuerwehr konnte die Wohnung unter Kontrolle bringen und Mam musste nicht aufs Dach, um mit dem Helikopter evakuiert zu werden. Dies mussten Vater und sie bei einem vorherigen Brand schonmal. Sie musste mit einer leichten Rauchvergiftung in ärztliche Behandlung.



Im Sommer 2012 wanderten mein damaliger Mann und ich nach Katalonien aus, in die Bucht von Roses, Costa Brava. Zu diesem Zeitpunkt war in dieser Gegend das furchtbare Feuerinferno. Das Feuer brach um die Mittagszeit bei La Jonquera an der Grenze zu Frankreich aus. Dies ist eine Hochburg von Lastwagenfahrer und Touristen. 
Es war seit langem heiss und trocken. Die Korkeichenwälder und das Unterholz waren ausgetrocknet. Es war absolutes Feuerverbot im Freien. Aber, die Gleichgültigkeit und die Gedankenlosigkeit oder die Dummheit der Menschen, kann man scheinbar nicht ausrotten. Brennende Zigarettenkippen lösten den verheerenden Brand aus...!!!
Schnell kam es zu einem Flächenbrand. Das Unglück war, dass die " Tramontana " ein Wind, der von den Pyrenäen herkommt, mit über 80 kmh über das Hinterland hinüberfegte. Das Feuer breitete sich in Feuerwalzen rasend schnell aus. Die örtliche Feuerwehr war schnell überfordert. Es war eben auch unwegsames Gelände. Die Menschen mussten aus ihren Häuser fliehen. An der Küstenstrasse waren  50 Autos vom Feuer umzingelt. Sie versuchten in die Berge zu entfliehen. Ein Vater versuchte es mit seiner 15 jährigen Tochter mit einem verzweifelten Sprung von den Klippen ins Meer. Sie ertranken beide. Weitere Menschen starben, viele wurden schwer verletzt und viele verloren ihr Haus, ihre Tiere, ihre Existenz. Es konnten sich längstens nicht alle eine Versicherung leisten...!!!


Mit Hilfe vom Militär und der Feuerwehr sowie Löschflugzeuge von Frankreich und von anderen Spanischen Regionen, konnte das Feuer nach einem harten Kampf besiegt werden. Ein grosses Gebiet vom Hinterland sah aus wie eine verbrannte, Endzeit Landschaft...schwarze Baumgerippe, verbrannte Weinberge, verbranntes Gebüsch, verbrannte Häuser und Gärten und verbrannte Tiere...ich heulte wie ein Schlosshund als ich das sah.




Mein Mann und ich hatten Glück. Da wir durch die Demenzerkrankung meines Vaters unsere Reisepläne mit unserem Wohnwagen vorerst nicht verwirklichen konnten, suchten wir einen ganzjährigen Standplatz für unseren Wohnwagen. Wir entschieden uns für den Camping und Mobilehome Platz in Capmany. Wir kannten diesen Platz von früheren Reisen. Er war wie ein kleines Dorf aus den unterschiedlichsten Mobilhomes, Wohnwagen, kleinen Gärten, Zelte...wunderschön. Die Leute waren international und für viele war es ihr zweites Zuhause, das sie mit viel Liebe, Fantasie und unzähligen Arbeitsstunden schön herrichteten. Wir liebäugelten lange mit einem Objekt das zum Verkauf ausgeschrieben war. Aber " mein Schutzgeist " flüsterte uns ein, bleibt noch einige Monate in Frankreich...ich danke dir mein " Gryzzlibär. " Wir hätten in Capmany alles verloren...eventuell sogar unser Leben. Das einzige was übrig blieb war das Gebäude mit den Duschen und WC, sowie die Rezeption und das kleine Restaurant. Sogar die Steine wurden vom Feuer und der grossen Hitze gespalten.


Diese schöne Landschaft war verbrannt.





Das war vor dem Brand

Als mein Mann und ich uns von dem Schock erholt hatten, beschlossen wir, unseren Wohnwagen auf dieses verbrannte Gelände zu stellen und diesen Campingplatz wieder mitzuhelfen aufzubauen.
Nach jedem Ende gibt es einen Neuanfang.





Liebe Leserschaft, ein paar Fotos von diesem Neuanfang habe ich noch. Aber vorher möchte ich euch über die Bäume erzählen, die ich in diesem Gebiet kennengelernt habe. Ich sage ja schon immer, Bäume sind unsere Freunde und unsere Verbündeten für unsere Zukunft auf diesem Planet...😊

Així doncs, estimats amics (de l'arbre), ens veiem aviat
Also, liebe ( Baum ) Freunde, bis bald. Es grüsst euch die Mis von den JacoMis


Mittwoch, 30. Oktober 2024

Schicksal oder Zufall - Jaco und ich Teil 1.


 Schicksal oder Zufall - Wenn zwei Seelen sich suchen....

Liebe Leserinnen und Leser, es ist nicht nur Herbst in unserer Jahreszeit geworden. 
Auch wir "JacoMis " befinden uns im " Herbst unseres Lebens." Wer hätte da gedacht, dass wir noch einmal " der grossen Liebe begegnen ".....wir jedenfalls nicht.

Beide waren wir seit vielen Jahren verheiratet. Jaco hat eine Familie gegründet und ist bereits mehrfacher Uropa. Nach seinen Jugendjahren in Altenburg-Thüringen, war Brandenburg sein Lebensmittelpunkt.
Ich meinerseits lebte in Bern, lernte mit 23 Jahren meinen Mann kennen, verzichtete auf Kinder, konzentrierte mich auf mein Berufsleben und privat waren mein Mann und ich zwei Nomaden, die viel und gerne umzogen um Neues kennenzulernen. Im 2012 wanderten wir nach Spanien aus.
Wie in den meisten langjährigen Ehen gab es schöne und glückliche Jahre und Jahre die holprig oder schwierig waren. Nein, unglücklich waren Jaco und ich nicht in unseren Ehen. Aber beide hatten wir den Eindruck, dass wir mit unseren Ehepartner plötzlich nicht mehr auf dem " selben Lebensweg " waren. Daraus ergab sich bei beiden eine gewisse Distanz zu unseren Ehepartner und unsere Seelen fühlten sich ab und zu einsam in unseren Ehen.
Also gingen sie, die Seelen, unmerklich auf die Suche....


Jaco war mit seinen Fotos und Posts auf Google+ aktiv. Ich kam mit meinen Aktivitäten auf meiner Webseite auch dazu. Schon damals schrieb ich meine Blogs. Die entdeckte Jaco. Eines Tages bekam ich von ihm einen Kommentar. So wurde ich auf ihn aufmerksam. Ich fand gefallen an seinen Fotocollagen, seinen Radtouren, seinem Humor und seinem Musikgeschmack. 
Wir wurden beide neugierig. Ich guckte bei ihm und er guckte bei mir. 😊
Ein Post von ihm lockte mich aus dem Busch....er schrieb über einen Zeitungsbericht den er las, wo es sich um eine unglückliche Begegnung zwischen einer Wildsau und einer Waldspaziergängerin mit Hund handelte. Da konnte ich mein Mundwerk nicht halten...ha...ha. Zu dem Zeitpunkt lebte ich auf einem Campingplatz im Hinterland vom Alt Empordà in Katalonien. Das ist Wildschweinrevier. Ich war täglich mit meinen zwei Hunden in diesem Gebiet unterwegs. Begegnungen mit Wildschweinen waren normal. ( Ich werde in einem Post darüber schreiben ) Viel gefährlicher waren die Jäger die herumballerten...!!!


Diese Wildschwein Geschichte war der Auslöser, dass unser Kontakt intensiviert wurde. Jaco dachte von mir; was ist das für eine wilde Rebellin, die mir Moralpredigen hält, wie ich mich in der Natur zu verhalten habe...!
Ich dachte über Jaco; typisch Softie, Städter und Randberliner, der vom " echten Leben " keine Ahnung hat...!
So verfolgten wir uns auf Google+ mit unseren Posts und gleichzeitig observierten wir gegenseitig, mit wem allem da auch noch ein reger Kontakt vorhanden war....
Aha....die Konkurrenz schläft nicht !
Was war da mit mir oder uns los ? Waren wir etwa ein bisschen verliebt ? Oder sogar ein wenig eifersüchtig auf andere Kontakte ?  Es kam wieder mal einer meiner " Skorpion Charakterzüge " zum Vorschein....Angriff ist die beste Verteidigung...ha...ha.
Also schlug ich Jaco vor, dass wir eine Brieffreundschaft zusammen haben, so wie man das früher eben machte. Er willigte ein.
Ich wollte wissen: was - wo - wie - warum !?                                                                                   
Diese Brieffreundschaft dauerte über ein Jahr.


Wie es weiterging mit unserer Liebesgeschichte lest ihr im nächsten Post....

Mittwoch, 28. Februar 2024

Mein Leben in der ehemaligen DDR - Kraftfahrzeuge

Heute gehe ich mal auf weitere Kraftfahrzeuge ein, die ich im Berufsleben von 1972 bis 1989 im Arbeitsleben fahren durfte bzw. musste. Ich war unter anderem bei der Post, im Fuhrpark eines Krankenhauses, beim DRK als Sanitäter und als Materialeinkäufer eines VEB Betriebes tätig. Da kam es schon mal vor, das man am Tag 3x das Auto gewechselt hat. Hier mal eine Auswahl der Fahrzeuge mit denen ich beruflich zu tun hatte. Im Teil 4. kommen dann die Autos und Zweiräder zum Vorschein die ich im privaten Leben benutzt habe. Viel Spaß beim stöbern...



                              K30 Pheno - Bei der Post in gelber Lackierung. 



                                 Framo - Offener Pritschenwagen



                              Wartburg 311 - Limousine



                                 Moskwitsch 412 aus der UdSSR



                                 Barkas 1000 - DRK -Krankentransportwagen




                              Lada 1200 aus der UdSSR



                              

                             Wolga GAZ - M21 aus der UdSSR



                                  B1000 - Kleinbus



                              LKW W50 




                             Multicar aus Waltershausen in Thüringen













                                   














Freitag, 23. Februar 2024

Der Schlangenmann - Mein Leben

Der Schlangenmann, ich habe ihn gekannt und ich habe ihn gemalt !!!


Serie: Meine Moderne Kunst  Titel: The snakes man

Die beliebtesten Haustiere sind Hunde und Katzen. Dann kommen die Nagetiere wie Ratten, Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster.....aber es gibt auch Liebhaber von Exotischen Tieren. So einen kannte ich.
Wir hatten beruflich miteinander zu tun. Er war ein ruhiger und angenehmer Mensch. Eher wortkarg. Jedoch eine Sache viel mir bei ihm auf, er hatte immer eine alte Ledermappe dabei. Das hätte mir ja egal sein können, wäre da nicht ab und zu aus dieser Tasche ein eigenartiger, penetranter Duft herausgeschwebt. Das machte mich neugierig.
Also, besann ich mich auf meine Dale Carnegie Ausbildung, die mein damaliger Mann und ich absolvierten, bevor wir mit unseren Jobs ins selbständige Geschäftsleben sprangen.
Ich sortierte meine Fragen und diplomatisch tastete ich mich an ihn heran.
" Eine schöne Ledermappe haben Sie. Ich hatte eine ähnliche Schulmappe."
" Aha, ja die ist praktisch."
Schweigen....
" Ja, da haben Sie recht, so eine Ledermappe ist praktisch, da hat ein spontaner Einkauf auch noch Platz."
" Ich transportiere dort keine Einkäufe, nur ab und zu."
" Aha "
Schweigen....
" Das muss was besonderes sein, manchmal dünkt es mich, es riecht ganz interessant."
" Aha, ja das kann sein."
Schweigen.....
" Wissen Sie, das wir Frauen neugierig sind? "
" Aha, ja das weiss ich, deshalb habe ich keine."
Eins zu Null für ihn. Kurze Überlegung von mir....dann gehe ich in die Offensive.
Na gut sagte ich zu ihm und zeigte ihm mein charmantes Lächeln mit einem Augenaufschlag.
" Was transportieren Sie denn ab und zu da drin? "
" Mäuse "
" Waaas, Mäuse !? lebendige? Haben Sie Rennmäuse als Haustiere?"
" Nein, sie sind Futter."
" Aha "......ich sagte nichts mehr, aber jetzt schaute ich ihn mit meinem berüchtigten und scharfen Röntgenblick direkt an.
Schweigen
" Das wird ja wohl nicht Futter sein für eine Katze! "
" Nein....ich lebe mit zwei Schlangen zusammen."
Schweigen und zwei grosse entsetzte Augen von mir.

Nun wurde er plötzlich gesprächig. Ich habe zwei Tigerpython, einen Buben und ein Mädchen. Zu den grossen entsetzten Augen von mir kamen jetzt noch die hochgestellten Nackenhaare und die Gänsehaut dazu. Das interessiert mich jetzt, da müssen Sie mir mehr davon erzählen, sagte ich.....und er begann.
Für mich sind Schlangen die idealen Haustiere. Ich muss mit ihnen nicht spazieren gehen, sie machen keinen Lärm und sie brauchen wenig Platz. Sie fressen je nach Alter und Grösse pro Woche eine Ratte oder eben ein paar Mäuse. Meine Schlangen sind noch junge Tiere, die Mäuse reichen, aber sie wollen sie lebendig. Ich füttere sie ja in ihrem Terrarium.
Wenn ich zuhause bin, öffne ich ihre Behausung, da dürfen sie in der Wohnung herumtigern.
Sie haben wohl selten Besuch, war meine Antwort und mich schauderte es bei diesem Gedanken. Ich wollte natürlich wissen wie ich mir dieses herumtigern vorstellen muss. 
"Tja, sie klettern auf den Möbel herum, machen es sich auf dem Fernseher bequem....und am Sonntag ist unser Badetag."
Zu den grossen entsetzten Augen, den hochgestellten Nackenhaaren, der Gänsehaut, kam jetzt noch mein offener Mund dazu.....zum Glück konnte man meine Gedanken nicht wie eine Leuchtreklame auf meiner Stirn sehen !!!
Sie lieben das, erklärte er mir und so pflegt es ihre Haut. Ich lasse Wasser in die Badewanne und dann baden wir zu dritt. In diesem Alter wo sie sind schlingen sie sich ums Bein oder den Arm, da wird man nicht erwürgt. Er lachte..... Im Sommer gehen wir nach dem Baden zusammen auf den Balkon, den habe ich mit Gitter eingemacht, dann lassen wir uns von der Sonne wärmen und ich geniesse noch ein Tütchen meiner Hanfpflanzen.
Er schenkte mir ein verschmitztes Lächeln.
Damals dachte ich bei mir; so ein verrückter Spinner. Aber heute sehe ich das auch etwas lockerer. Wichtig ist mir, dass solche Tiere artgerecht gehalten werden. Nicht gequält werden und zugegeben, eine Faszination strahlen Schlangen aus, wenn man ihre schönen Musterungen und Farben ihrer Körper sieht. Solange ich sie auf Distanz habe.....!!! Aber das ist eben die Vielfalt unserer Natur, wo jedes Geschöpf eine Daseinsberechtigung hat und somit steht ihnen unser Respekt und unser Schutz zu. 
Welches Tier unser Favorit ist, das muss man für sich selber entscheiden.....So wie das dieser Schlangenmann machte.

Samstag, 17. Februar 2024

Omas Sonntagskuchen - Meine Küche

Es gibt Dinge, die vergisst man nicht, die bleiben einem immer in Erinnerung.
Meine Oma, die Mutter meiner Mutter, war nicht nur Mutter von 10 Kinder, nein, sie war auch eine Allrounderin.....

Sie konnte alles, sie machte alles und meistens pfiff sie ein Lied dazu. Wenn die Begeisterung für das was sie gerade machte, gross war, pfiff sie nicht nur, dann wanderte ihre Zunge auf der Oberlippe hin und her....
Ich habe diese, meine Oma geliebt. Ich verdanke ihr viel und ich vermisse sie bis zum heutigen Tag!  ( Ihr werdet noch von ihr zu lesen bekommen )
Oma backte auch leidenschaftlich gerne. Es waren alles einfache und preiswerte Rezepte, sie hatte nicht viel Wirtschaftsgeld zur Verfügung. Einer meiner Lieblings Kuchen ( Cake ) war ein      MAISKUCHEN



Hier das original Rezept:

80gr. Kochbutter, 150gr. Zucker, 1 Prise Salz, 3-4 Eigelb, 1/2 Zitrone, Schale abgerieben, 1 Messerspitze Zimt und Nelkenpulver, 1 Esslöffel Zitronensaft, 150gr. Weissmehl, 150gr. Maisgries, 1 Esslöffel Backpulver, 1-1/2 dl Milch, 75gr. Rosinen, 50gr. Zitronat, 3-4 Eiweiss, steif geschlagen.

Omas und meine Version:
Statt Weissmehl nahm Oma halbweisses Mehl und ich nehme Dinkelmehl. Bei mir kommt noch 1/2 Kaffeelöffel Kurkuma dazu ( wird schön gelb ) und statt Zitronat nehme ich nur Weinbeeren und die lege ich 2-3 Std. in Rum ein.
Die Masse in eine Cakeform füllen ( Backpapier oder Silikonform oder einfetten und bemehlen )
Backen: Bei Mittelhitze ( 170 Grad ) 60-70 Minuten goldbraun.
Die Rosinen sinken im Cake auf den Boden, weil sie ja schwerer sind, mich stört das nicht.
Dieser Cake hält sich gut im Kühlschrank.

An eines kann ich mich auch gut zurückerinnern. Oma war eine richtige " Kaffeetante. " Es roch bei ihr in der Küche immer nach Kaffee. Es gab Filterkaffee. Für den hatte sie eine kleine Pfanne, wo der Behälter mit dem Papierfilter draufpasste. Wenn sie frisch aufbrühte roch das himmlisch. Die Pfanne kam dann mit Kaffee gefüllt im Winter auf die Herdplatte vom Steingussofen und sonst wurde der Kaffee auf dem Herd mehrmals aufgewärmt. Man war eben nicht verwöhnt, man vermisste auch nichts. 
Getrunken wurde er dann mit viel heisser Milch. Ich bekam jeweils auch schon als Kleinkind ganz hellen Milchkaffee. 
Da meine Eltern beide berufstätig waren und meine Grosseltern in der Nähe wohnten, war ich eben viel bei ihnen. Ich war eigentlich ihr elftes Kind.
Die Küche war immer ein zentraler Ort. Da wurde gekocht, zusammen gegessen, geredet, gelacht, gestritten, Karten gespielt....auch diese Erinnerung habe ich in mein Leben übernommen. Das wichtigste Möbelstück ist bei mir ein grosser Küchentisch....





Mittwoch, 14. Februar 2024

Fasnacht - Noch mehr närrische Fasnacht Geschichten

Die Schwäbisch-Alemannische Fasnacht ist mit dem Aschermittwoch ausgeläutet. Jedoch vielerorts beginnt es jetzt erst.....so auch in meiner Heimatstadt Bern-CH

Hier wieder ein Acrylbild aus meiner Serie: Meine Naive Kunst und der Serie: Bern, Stadt und Land. Zu sehen ist der Schlussumzug der Berner Fasnacht. Allen voran geht das Wappentier, der Bär. Im Hintergrund spielt die Guggenmusik " Mutzopotamier " mit einer Kostümierung nach den Figuren des Malers Paul Klee.
Titel des Bildes:  Der Bär ist los



In der Schweiz ist die Fasnacht in der Stadt Bern, nach Basel, Luzern, die drittgrösste. Sie beginnt am 11.11 um 11. 11 Uhr.....und das auf dem Bärenplatz, der ist mitten in der Stadt. Der Bürgermeister der Stadt kommt mit dem Bär, eine Person in einem Bärenkostüm, und der Bär wird im Käfigturm für seinen Winterschlaf bis zum Donnerstag nach Aschermittwoch, eingesperrt. Der grosse Schlüssel wird sichtbar im Kerkerfenster aufgehängt. Diese Prozedur wird mit Guggenmusik begleitet. Am Donnerstag ist dann die Bärenbefreiung. Eine bekannte Damenprominenz tanzt dann auf der Bühne mit dem Bär den Bärentanz. Dann wird die Fasnacht für drei Tage  " i chüblet " auf deutsch, eingetrommelt. Am meisten los ist am Freitag. Am Nachmittag ist auf dem Münsterplatz die Kinderfasnacht und am Abend in der Unterstadt das tolle Treiben. Es sind vier Bühnen verteilt, wo die ca. 50 Guggenmusiken und sonstige kleinere Formationen ihre Konzerte geben. Die vielen Bars, Restaurants, Kellerlokale sind zum bersten voll. Es wird Vorgetragen, Theater gespielt und viele Guggen kommen in die Lokale spielen. Auf dem Rathausplatz ist die Hexenfasnacht.....das dauert bis zum umkippen ! Am Samstagmorgen ist auf dem Schmiedeplatz der Bassisten-Kongress und die Tubas und Sousaphons geben ihr bestes. Am Nachmittag ist zum Abschluss der grosse Umzug der Guggenmusiken und Fasnacht Vereine. Beendet wird das ganze mit einem Monsterkonzert auf dem Bundesplatz. Am Sonntag liegt man den ganzen Tag im Bett zur Erholung......

Dies ist ein kleines Bild aus meiner Serie: Gekratzte Bilder-Meine Naive Kunst
Es sind mehrere Ölkreide Schichten, wo ich das Motiv herauskratze
Das Motiv ist wieder die Guggenmusik Mutzopotamier
Der Titel: Esther im Glück



Was glaubt ihr wer jeweils am Freitagabend mitten im Geschehen war.....na?....genau, die zwei schrägen Fasnacht Gestalten.

Mal waren wir als " die schöne und imposante Helvetia und ihr Schweizersoldat als Bewachung " unterwegs. Das war ein Ding. Laut Wetterbericht sollte es eine kalte Nacht werden. Also....Skiunterwäsche, warmer Pullover, warme Hosen, zwei paar Strümpfe, Wanderschuhe und über das alles ein Schweizer Militärmantel und Militärmütze. Dann kam ein Föhneinbruch...!!! ich wurde in den Kleider gekocht. Ihr müsst wissen, mit Schweizermilitärkleider kann man nach Sibirien. Da schwitzt man auch noch bei 40 Grad minus....eben Schweizer Qualität !!!

Ein anderes Mal waren wir als Pirat und Piratenbraut unterwegs. Ich schwärzte wieder meine halblangen Haare, Kopftuch, Ohrring, Gesicht braun getönt, viel Kajal um die Augen und zur Krönung musste noch ein Schnauz und ein Kinnbart hin.

Nun frage ich euch:  Kennt ihr " das Feuer im Elsass " ?!  Das ist eine Gegend in Frankreich. Das Feuer im Elsass bedeutet: es brennt höllisch.  Ihr kennt das nicht ? Aber ich.....als Künstlerin und Bastlerin kenne ich natürlich bestens zwei Komponenten Sekundenleim ! Ich dachte mir, das ist die Lösung. Gedacht getan. Eins...zwei...drei und ran ans Gesicht mit diesem Schnauz und Bart. Macht es mal, dann kennt ihr das Feuer im Elsass auch....!!! Das Resultat war gut, das Zeug hat gehalten, und wie....beim entfernen kam die Haut auch gleich mit. Rund um den Mund schwoll ich an und mutierte zu einem Pavianaffen. Vierzehn Tage war ich mit Kamillosan Creme am hantieren.....
Aber es kommt noch besser.
Mein Transgender Freund wollte unbedingt mal eine Braut im schönen weissen Hochzeitskleid sein. Das war schon ein Kunststück für sie, in ihrer Grösse im Internet ein wallendes Kleid zu finden. Es gelang und sie wurde eine hübsche, grosse und mächtige Braut....Na ja, zu dem Zeitpunkt hatte er sich einen Schmähbauch angefuttert. Mit dem Hochzeitskleid drüber sah er aus.....aber verratet es niemandem.....wie eine schwangere Bergente !
Also, musste da wieder eine Story her und ich hatte die Idee, wir machen das ganze cool, ich verkleide mich als Graf Dracula und als 120 jähriger Lüstling hätte ich sie geschwängert und wir müssten heiraten. So machten wir es....
Ich, weisse neue ( Maler ) Kleidung, schwarzes Hemd, rosa Lederfliege, schwarzer eleganter Hut, schwarze spitzige Stiefel, rosa Pochette und das Gesicht weiss grau eingefärbt, Runzeln, rote Augen, blaue Lippen, weisse Perücke und jetzt kommts....Dracula Zähne. Das Dumme war, es waren nur noch zwei Riesendinger im Sortiment. Die waren für meine Eckzähne zu gross, aber die wollte ich haben. Also half da Kukident forte....Die Folgen war ich mir noch nicht bewusst.

Jedenfalls sah ich richtig abgefuckt aus und wir zwei gingen auf die Piste....tanzen, lustig sein, als Fotomodel hinstellen, das war alles ok. Dann hatten wir Hunger und bestellten uns eine Suppe mit Bockwurst und Brot. Tja....esst das mal mit solchen Zähnen. Ich konnte den Löffel drehen und wenden wie ich wollte, ich kam nicht in den Mund, nicht mal mit einem Kaffeelöffel....wir lachten Tränen. Der Wirt pürierte mir die Suppe und ich bekam einen grossen Strohalm. Nun kam die Wurst und das Brot, unmöglich, ich konnte auch nicht richtig kauen....diese Zähne taugten nur zum Blut saugen!!! Mittlerweile hatten wir die halbe Beiz um uns versammelt, alle grölten vor lachen. Einer hatte die Idee, wohl ein Handballer, ich solle kleine Stücke schneiden und die mir in den Rachen werfen.....ausgerechnet ich, wo ich noch nie treffen konnte. Kurz und gut, ich wurde von mehreren beworfen...
Eine Überraschung kam dann noch Zuhause. Kukident forte hält wie Beton....heilige Mutter Gottes....das ganze Wochenende habe ich an diesen Zähnen geschliffen und gehämmert und befürchtet ich müsste noch als Notfall zum Zahnarzt.....Diese Fasnacht werde ich so schnell nicht vergessen.
Also, liebe Leserschaft, so kann es gehen, wenn man eben eine schräge Fasnacht Gestalt ist. Aber jetzt ist ausgeäschert.......Aschermittwoch ist durch, diese Fasnachterlebnisse mit meinem Transgender Freund waren einmalig. Mit meinem "Jaco " geht es gesitteter zu und her und das ist gut so. Zumal ich ja in meinem Alter etwas vernünftiger......ach quatsch....man lebt nur einmal !!!




Sonntag, 28. Januar 2024

Vögel - Hi, ich bin der Kurt


Ein Bild, gemalt mit Pastellkreide auf Schmirgelpapier. Serie: Meine Naive Kunst  Titel: Ich bin der Kurt

 So liebe Leserschaft, wie bereits in meinem Post " Frühstück bei Tiffany " angekündigt, erzähle ich euch heute die Geschichte von Kurt. meinem Rabenkrähen Freund.
Dies ist der Teil eins, der zweite Teil handelt von ihm und seiner Vogelfamilie. Der wird auch demnächst geschrieben.....

Ihr habt es sicher schon bemerkt, alles was bei mir eine Bedeutung hat, erhält von mir einen Namen. Egal ob Tiere, Pflanzen, Bäume, es sind für mich Lebewesen die eine Seele haben und da führen wir öfters Gespräche miteinander. Laut oder lautlos.....eben auf geistiger Ebene. Hee...hee....höre ich da etwa ein Lachen ?! Seit Urzeiten gibt es Menschen, meistens Schamanen, Priester, Meister und Meisterinnen asiatischer Kampfkunst oder der Meditation, welche die Fähigkeit haben, in der " Zwischenwelt " zu kommunizieren. Oft benutzen sie dazu Drogen, oder besondere Rituale, oder es ist eine langjährige Übung dahinter.
In jüngeren Jahren war ich ein paar Jahre eine Karateka und später erlernte ich Tai-Chi. Also ich zähle auch zu den Menschen die in die geistige " Zwischenwelt " reisen können.....

Tiere spüren diese Fähigkeit sofort. Es ist die energetische Aura die sie spüren aber sie orientieren sich auch an der Körpersprache ( Hauptsächlich ) und an unserer Art wie wir reden.
Unser damaliges Haus, stand mitten im Garten. Eingefriedet von einer Hecke. Nebst ein paar Obstbäumen hatten wir eine hohe Tanne. Schon bald bemerkte ich, dass jedes Mal wenn ich in den Garten ging, von den Siedlungsbäumen der Rabenkrähen, sich einer von der Kolonie löst, zu uns in den Garten flog und auf dem obersten Spitz dieser Tanne Platz nahm. Aha....ich war unter Beobachtung. Ging ich hinters Haus, kam er mit und positionierte sich auf dem Holunderbaum. Aha....die Beobachtung geht weiter. Dieser schwarze Geselle hatte nichts anderes vor, als den Moment nicht zu verpassen, wenn ich wieder was essbares auf dem Insektenhotel deponierte! Er wollte von der Truppe der erste sein und wollte scheinbar nicht teilen. Jetzt mal abgesehen von unserem Galgo Hund "Bubi". Ich begann ihm ein Zeichen zu geben. Wenn ich in den Garten ging, egal für was, pfiff ich.....füü...füü...füü....dreimal. Er kam angeflogen und setzte sich auf die Tanne. Dann begann ich mit ihm zu reden. Nachbarn waren nicht immer vor Ort und sonst war das mir egal was sie von mir dachten....hatten alle genug zu wischen vor ihrer eigenen Haustüre !!!
Bereits hatte ich einen Namen für ihn:  Kurt

Sooo....Jetzt drehte ich den Spiess um. Wenn er am Futterplatz war, begann ich zu beobachten. Nun ist es wichtig, die Tiersprache zu beherrschen. Das hatte ich beim Hundetraining gelernt. Sich nicht frontal sondern seitlich hinstellen und vorerst kein Blickkontakt. Ruhig stehen, Abstand 10 Meter. Ich begann mit ruhiger Stimme wieder zu reden:  na...schmecken dir die Nüsse, du hübscher Vogel....Er hob jeweils den Kopf, bewegte ihn hin und her....Aha....Er hört mir zu und reagiert auf mich. 
Diese Übung machte ich täglich. Ich begann die Distanz zu verkürzen, Zuerst flog Kurt davon. Dann beachtete ich ihn nicht mehr, bis er wieder auf den Futterplatz oder auf die Hecke flog. Jaaaa......es braucht Geduld und Ausdauer !!!
Nach ein paar Wochen konnte ich mich auf etwa fünf Meter nähern und jetzt zeigte ich mich ihm frontal und blickte ihn an. Er flog wieder davon. Ich blieb bei dieser Übung. Dann begriff Kurt, dass ich ihn nicht bedrohte oder mein Territorium verteidigen wollte. Ich begann mich wieder zu nähern. Schritt um Schritt. Bei jeder Übung deponierte ich vorher auf dem Insektenhotel Futter. Ich redete mit ihm über Gott und die Welt....er war auch meiner Meinung.
So kam ich bis einen Meter neben den Futterplatz. Ich stellte mich zu beginn wieder seitwärts hin, ohne Blickkontakt. Das gab ich ihm zu verstehen, dass ich ihm das Futter nicht wegessen wollte. Nach anfänglichem hin und her von Futterplatz zur Hecke und zurück, akzeptierte er es. Ich stellte mich wieder frontal hin, schaute ihn an und begann eine Baumnuss in der Hand zu halten. Auch diese Übung, jeden Tag. Es dauerte wieder ein paar Wochen, bis Kurt es wagte, diese Nuss aus der Hand zu fressen.                                   
 Der Bann war gebrochen, wir waren Freunde.
Diese Methode habe ich nicht nur bei den Sendungen von Cesar Millan oder den Sendungen vom Pferdeflüsterer Monty Roberts gelernt. Auch unser Hundetrainer in der Westschweiz war damals bekannt. Er wurde von der Polizei jeweils dazu genommen, wenn sie ausgesetzte Hunde einfangen mussten, die aus lauter Angst aggressiv und bissig wurden. Auf diese Weise bekam er jeden Hund in den Transportkäfig und ins Tierheim. Dort begann dann die schwierige und intensive Aufgabe solchen Tieren ( Hunde, Katzen, Pferde )
wieder ein Vertrauen zum Mensch aufzubauen. 

Liebe Leserschaft, hier ist es mir ein Anliegen, ein paar Worte zum Tierschutz zu sagen. Es ist aus meiner Erfahrung dringend notwendig.
1. Ein Tier braucht Zeit, ist kein Spielzeug, kein Kinder oder Partnerersatz, sondern ein Tier, das sein artgerechtes Leben führen möchte. Aber es ist seinem Mensch auf Gedeih oder Verderben ausgeliefert.
2. Ein Tier verursacht Kosten.
3. Keine Tiere im Internet kaufen. Geht in eurer Stadt zum Tierheim. Dort erhaltet ihr Beratung und habt die Garantie, dass ihr ein gechiptes, vom Tierarzt kontrolliertes Tier erhaltet. Das euren Bedürfnissen oder eben Fähigkeiten entspricht. Bei jedem seriös geführten Tierheim erhaltet ihr Hilfe wenn es Anfangsschwierigkeiten gibt.
Und an die Tierheime ist mein Apell; Bitte vermittelt nicht nur, damit ihr die Tiere los seid. Reduziert die behinderten Tiere, ( ja, es tönt brutal, aber es ist die Realität ), es hat genug gesunde Tiere die auf einen Platz warten. In der Natur hat ein geschwächtes Tier keine Überlebenschance. Das war früher beim Mensch nicht anders.
Bitte sucht die neuen Besitzer nach den Eigenschaften des Hundes oder der Katzen aus. Also, Arbeitshund, Wind und Jagdhund, Hütehund.....oder bei Katzen Stubenhocker oder Freigänger.....Danke !!!
Und nicht zuletzt appelliere ich an euer Herz.....wenn ihr mit einer Spende etwas Gutes tun möchtet, dann spendet an ein Tierheim vor Ort. Nur wenige Betreuer erhalten einen angemessenen Lohn, sie opfern ihre Freizeit und sie erfüllen eine wichtige und notwendige Arbeit in unserer Gesellschaft.
Denn wir wissen es nicht und werden es von den jeweiligen Verantwortlichen auch nicht erfahren, was und wieviel unserer Spenden die ins Ausland gehen, am richtigen Ort, und zum richtigen Zweck verwendet werden....!!!

Montag, 22. Januar 2024

Frühstück bei Tiffany - eine Geschichte aus meinem Garten

Liebe Leserschaft, hier ist meine gemalte Naive Kunst mit dem Titel:

" Frühstück bei Tiffany ". Wie ich auf meiner social media Plattform MeWe, meinen Follower versprochen habe, erzähle ich euch hier die erlebte Geschichte dazu.


Als mein Mann und ich in unser kleines Haus am Neuenburgersee - CH einzogen, sah unser Garten auf der Seeseite ungefähr so aus, wie ihr es hier sehen könnt. Schon im ersten Winter errichteten wir ein grosses Vogelhaus, direkt vor der Küche, damit wir vom Esstisch aus eine gute Sicht auf's Vogelhaus hatten.
Vögel füttern hat bei mir eine lange Tradition. Das habe ich schon als Kind gemacht. Brotkrümel, Haferflocken und Vogelkerne deponierten wir im Winter auf dem Balkon oder ich ging mit meinem Hund in den Wald und befestigte Meisenknödel und Speckschwarten an einem Baumast. Ich weiss, die Meinungen gehen da auseinander. Aber wenn ich mir das politische und das wirtschaftliche Treiben in dieser Welt anschaue, dann ist meine Aktion eine harmlose....aber ganz eine harmlose !
Also....Die Vogelschar war gross, denn wir wohnten ja direkt am See und angrenzend an ein Naturschutzgebiet. Wie bei den Menschen, gibt es auch bei den Vögel eine Hierarchie. Es kommt nicht von ungefähr, dass man Menschen und Vögel zusammen vergleicht.....ein lautes Gezwitscher, wild durcheinander und keiner hört zu. Ist ja auch viel Nonsens, jedenfalls beim Mensch....ein Futterneid, wie beim Mensch....und ein Imponiergehabe, wie beim Mensch. Zudem.....schräge Vögel, Raubvögel, hinterlistige Vögel, hässliche Vögel, Paradiesvögel....und die schwarz gefiederte Elite.... die aber keine Krawatte trägt, keine sündhaft teure Handtasche rumschleppt und auch nicht so verlogen ist wie die zweibeinige Elite....
Spatzen, Amseln, Finken und andere Singvögel aus der Umgebung kamen immer schon früh an die Futterstelle. War im Jura drüben viel Schnee, so kamen die Bergfinken, Kernbeisser, Stieglitze.....Plötzlich war der Buntspecht und der Grünspecht am Futterhaus. Er war hauptsächlich an Nüssen interessiert. Er kam, nahm sich seine Portion und war gleich wieder weg. Dann hüpften Elstern auf der Hecke herum, beobachteten und taten sich meistens am Boden verköstigen. Trockenobst, Apfelstücke, Nüsse, nahmen sie mit in ihr Revier.                                                                                                                                      Und dann kamen sie, die schwarz gefiederten Damen und Herren.....na wehr wohl? Genau, die Krähen. Bei mir waren es Rabenkrähen. Schöne, kluge und stattliche Vögel. Ihnen wurde Platz gemacht, auch die frechen Spatzen hielten Abstand und getrauten sich nicht, den herrschaftlich dahinstolzierenden Rabenkrähen etwas weg zu schnappen. Da reichte von ihnen nur ein kühner Blick.
Auch ich habe mir zu Beginn an ihnen die Zähne ausgebissen.....Sie wussten genau was sie wollten....Die Meisenknödel, die Nussstangen und wenn es vom Käse oder von einer Wurst etwas Rinde gab, so liessen sie die auch mitlaufen. Also mit anderen Worten; ich hängte am Morgen die Sachen auf....und sie hängten sie wieder ab.....und weg war das Futter. 
Dieses Spiel spielte ich anfänglich mit. Ich dachte mir, na ihr Rabenvögel, so schlau wie ihr seid, bin ich schon lange ! Dem war nicht so ! Ich konnte die Nusstangen und Meisenknödel hinhängen wo und wie ich wollte....weg!!!
Einerseits amüsierte es mich innerlich, aber äusserlich schadete das langsam meiner Brieftasche....
Nun muss man wissen, das ich zu dieser Zeit begonnen habe mich im Tierschutz zu engagieren. Da hatte ich mit verhaltensgestörten Hunden zu tun, die von ihren Menschen so gemacht wurden. Die kann man nur erfolgreich vermitteln, wenn man sie resozialisiert, sonst kommt die Hälfte der vermittelten Tiere zurück. Also begann ich mich aus und weiter zu bilden. Vor Ort im Training und im Fernsehen mit Sendungen von Cesar Millan und das mehrere Jahre. Es war das Beste was ich machen konnte. Es half nicht nur den Hunden, nein es half auch mir, mich in meiner Persönlichkeit zu entwickeln. Ich wurde auch eine Hundeflüsterin.....eine Menschenflüsterin....und eine Rabenvogelflüsterin....es hat funktioniert. Ich habe diese unverschämte, flegelhafte Raben-Vogel-Bande begonnen zu zähmen......Aber dies ist eine andere Geschichte !

Donnerstag, 4. Januar 2024

Katzenstory - Meine erste Katze Samy



Wie versprochen erzähle ich euch meine vielen erlebten Tiergeschichten.
Wie trostlos wäre unsere Welt ohne Tiere. Für mich jedenfalls nicht mehr Lebenswert. So verkünde ich laut und deutlich an alle Verantwortlichen die an einer neuen Weltordnung herumschrauben....ich harre aus und bleibe auf dieser Erde und wenn ich der letzte Mohikaner bin ! Auf dem Mond oder auf dem Mars wachsen keine Bäume, es duften keine Blumen, kein Schmetterling erfreut mein Auge und Tiere hat es auch keine. So....howgh, ich habe gesprochen !
Auf dieser alten Foto seht ihr mich mit meiner Katze Samy. Er war meine erste Katze und er hatte ein hübsches getigertes Fell. Samy war ein richtiger Schmuser und ich war, bin eine Schmuserin....also mit anderen Worten, wo er war war ich und wo ich war, war er.
Samy liess alles mit sich geschehen. Ich konnte ihm eine Puppenmütze umbinden und ihn im Puppenwagen spazieren führen, bis er miaute und aus dem Wagen sprang. So ganz ein harmloser Kater war er aber nicht. Eine hübsche Katzendame war ihm immer willkommen. Das waren dann jeweils Tage wo er verschwunden war und ich ihn im ganzen Quartier suchte....dieser Lustmolch!
Es gab noch eine Sache, wo er mich und meine Eltern Schach matt setzte....
Unsere Wohnung war in der dritten Etage. Ich trug ihn immer die Treppe rauf und runter, damit er Freigang hatte. Wir lebten ja in einem Vorort von Bern und das war damals noch ländlich. Aber bei schlechtem Wetter und in der Nacht musste er drinnen bleiben. Also hatte er ein Katzenklo. Meine Eltern hatten damals wenig Geld. Die Wohnung war klein, ohne Bad, nur ein WC. Aber es gab eine Wohnküche. Und da war in einer Ecke Samys Katzenklo.... Weiss der Henker, warum dieser Kater immer sein grosses Geschäft verrichten musste, wenn wir am Essen waren....! Es stank fürchterlich. 
Vater und ich waren hart im nehmen, wir lachten zusammen über diesen Stinker und haben fröhlich weiter gegessen. Aber Mutter hat es jeweils den Appetit genommen. Es schauderte  sie und manchmal begann sie zu würgen....Oh...die arme Empfindliche...ha ha. Na gut, dann übernahmen Vater und ich den Rest ihres Essens und Samy bekam auch noch was davon.
Mein Katzenglück dauerte leider nicht lange, eines Tages war Samy verschwunden. Ob ein Auto sein Leben beendete, ihn jemand mitgenommen hat ? Weder wir noch die Nachbarn und auch nicht der Polizist fanden ihn.  Nicht weit weg von uns war ein Haus, da lebten nur südländische Gastarbeiter.....vielleicht wurde aus Samy auch ein Sonntagsmenü. Hunde und Katzen landen ja nicht selten in einer Pfanne. Wenn dem so war, so hoffe ich doch sehr, dass alle nach diesem Katzenschmaus ordentlich Bauchschmerzen erlitten und ihnen Samy in der Nacht als Poltergeist erschien....


Sonntag, 10. Dezember 2023

Andere Länder - andere Weihnachtsbräuche

Wir können es nicht abstreiten, wir sind Weihnachtfans...🎄🎅

So werden wir euch noch bis Ende Jahr verschiedene Weihnachtsmärkte präsentieren.

Heute geht es nach Katalonien, nach Barcelona.

Ich bin mit meinem damaligen Mann nach Katalonien ausgewandert. Hiervon und über vieles mehr, werden wir euch ab Januar berichten. Denn jetzt ist Adventszeit...

Im gotischen Viertel, bei der Kathedrale de la Santa Creu i Santa Eulalia, findet jedes Jahr der Weihnachtsmarkt statt. Der Santa Llucia Markt. Wie viele Weihnachtsmärkte, ist auch er bunt, zum Teil kitschig, aber auch mit traditionellen Ständen.

Eine wichtige Sache sind Stände mit Krippen, dem Tio de Nadal und dem Caganer. Sowie Tannenbäume, meist künstliche und allerlei Dekomaterial für Haus und Balkon oder wo man an Palmen und anderen Grünpflanzen befestigt.

Die Weihnachtsbräuche sind etwas derber als wie bei uns in Deutschland oder der Schweiz. Aber eines steht fest: es ist ein fröhliches Fest, ein Fest der Familie und der Freunde !!!

Eindrücklich sind die lebenden Krippen, genannt Pessebres vivents. Ganze Dörfer, alt und jung, spielen entsprechend gekleidet und mit Innbrunst die heilige Weihnachtsgeschichte nach. Am bekanntesten sind die Krippenspiele in der Provinz Girona und in Corbera de Llobregat. Aber man ist nicht alleine, es kommen Hunderte...nur so wegen dem Parkplatz!

Die Krippen, die man kaufen kann, stellen nicht nur die Geburt Jesus dar, sondern eine ganze Dorfszene oder sogar Landschaft. Aber eine wichtige Figur darf nicht fehlen: 

El Caganer. - Der Scheisser.

Nein, das ist nichts unanständiges. Diese Figur, ein Bauer, der fröhlich sein großes Geschäft in der Natur verrichtet, kennt man seit dem 17.Jahrhundert. Er versinnbildlicht den Kreislauf der Natur. Der Boden wird so gedüngt und man kann auf gute Ernte hoffen. Katalonien war und ist eben Bauernland. Im Hinterland wird auch in einigen Dörfern das Fest der Wintersonnenwende gefeiert. Fia Feia. Es werden Feuer gemacht und die jungen Männer springen singend oder spezielle Ausdrücke rufend über die Feuer. Feuer und Feuerwerk ist sowieso beliebt. Aber das ist eine andere Geschichte...

Den Weihnachtsmann findet man in Katalonien nicht. Dafür den Tio de Nadal. Es ist ein kleiner Holzstamm der mit roter Zipfelmütze und rotem Gewand, einem lustig bemaltem Gesicht, wie ein Wicht aussieht. Er ist für die Kinder. Ab Maria Empfängnis bis Weihnacht wird er mit einer Decke zugedeckt und symbolisch mit Süßigkeiten und anderen Leckereien gefüttert. An Heilig Abend wird dann der Tio de Nadal mit einem Stock geklopft, damit er für die Kinder die Süßigkeiten scheißt...Pardon, ich habe ja gesagt, die Katalanen lieben es derb.

So, das sind so ungefähr die wichtigsten vorweihnachtlichen Bräuche. Aber der wichtigste kommt noch: das gemeinsame Essen, nein schlemmen...mehrere Tage !!!

Bei uns im Haus roch es den halben Dezember nach kochen. Mal süß, mal scharf, nach Knoblauch...Da waren längst nicht alle Feriengäste begeistert. Aber unsere katalanischen Freunde waren Genießer und Maria Teresa eine leidenschaftliche Köchin. Ja was wird denn an Weihnachten gekocht?

Begonnen wird mit Escudella i carn d'olla. Einer zünftigen Gemüsesuppe mit großen Muschelnudeln, die mit Hackfleisch gefüllt sind. Als Hauptgang wird ein gefülltes und im Ofen geschmortes Hähnchen oder Pute serviert. 

Dann geht's in die Mitternachtsmesse.

Danach geht es weiter. Nicht fehlen darf der Torro. Ein weißer Nugat, aus dem die unterschiedlichsten Süßspeisen gezaubert werden. Ebenfalls darf die Tortell de Reis, der Königskuchen nicht fehlen. Ein Kuchen aus Mehl, Zucker, Butter und kandierten Früchten. Süß, bunt und klebrig. Im Innern ist eine Bohne versteckt und wer sie im Stück Kuchen hat, bekommt eine Krone. Dazu gibt es Cava, ein Sekt , Kaffee. Nicht selten endet das Weihnachtsfest das immer fröhlicher und alkoholischer wird in den frühen Morgenstunden am Strand...! Am zweiten und dritten und vierten Weihnachtstag geht es weiter. Die Verwandtschaft ist groß, dann sind da noch Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen und Kolleginnen...

Ach so, jetzt wisst ihr auch warum es so viele Apotheken in Katalonien hat, nach dieser feuchtfröhlichen und heiligen Völlerei...( Augenzwinkern )







 

Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...