Dienstag, 25. August 2026

Unterwegs in der Postgasse in Bern im August 2026

 # Entdeckungsreise durch die Postgasse in Berns Altstadt

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

heute nehme ich euch mit auf eine ganz besondere Stadterkundung durch die bezaubernde Altstadt von Bern. Als Nichtschweizer, der nun schon seit 9 Jahren diese wunderschöne Stadt kennt, entdecke ich immer wieder neue "Hingucker", die ich mit euch teilen möchte.

Unser Spaziergang beginnt am Zähringer Denkmal am Nydegghöfli. Hier steht der Stadtgründer Herzog Berchtold V. von Zähringen stolz mit einem Bären – dem Wappentier von Bern. Ein perfekter Startpunkt, um die Postgasse zu erkunden, die ein Teil der UNESCO-geschützten Berner Altstadt ist und seit der Stadtgründung unter verschiedenen Namen bekannt ist.

Die Postgasse bietet einen beeindruckenden Blick durch die typischen Berner Lauben, die sich über mehr als sechs Kilometer erstrecken und eine der längsten wettergeschützten Einkaufspromenaden Europas bilden. Besonders aufgefallen sind uns die vielen Grünpflanzen vor den Häusern und in den Laubengängen. Diese Bepflanzung ist Teil des partizipativen Projekts „Grünste Gasse der Schweiz“. Mit über 250 einheimischen Pflanzenarten hat die Postgasse die höchste Biodiversitätsrate aller Gassen in der Berner Altstadt erreicht.

Eine historische Hausinschrift erregte unsere Aufmerksamkeit: "Soli Deo Gloria. (Gott allein die Ehre.)" aus dem Jahr 1599. Auch eine historische Eingangstür mit einem Spionsspiegel, genannt "Spuckerli", faszinierte uns. Durch diese kleine Glasscheibe kann man von innen sehen, wer vor der Tür steht, während gleichzeitig Licht in den Hausflur fällt.

Die unterschiedlichsten Türklopfer in der Postgasse sind wahre Kunstwerke aus Schmiedeeisen und gehören zu den besonderen Kostbarkeiten der Altstadt. Früher hatte fast jede Haustür ihren eigenen Türklopfer, der als Vorfahre der heutigen elektrischen Hausklingeln gilt.

Im Laubengang der Postgasse gibt es zudem zahlreiche Antiquitätengeschäfte und das charmante "Cafe zur Postgasse". Ein besonderer Hingucker sind die roten zweigeteilten Klappläden in den historischen Fischerischen Posthäusern.

Zum Abschluss unserer Tour gelangten wir über den Vennerbrunnen von 1542, der einen Berner Bannerträger zeigt, zum Kronenbrunnen, im Volksmund auch Lischetti-Brunnen genannt. Hier kann man über eine Leiter hinaufsteigen und sich selbst als lebendige Brunnenfigur inszenieren. Was wir natürlich getan haben, aber diesmal ohne eine Rede zu schwingen! Die hatte ja die "Mis" schon in ihrem Blogbeitrag "Gedanken zum 1. Mai" am 02.05.2025 gehalten.

Wenn ihr einmal nach Bern kommt, vergesst nicht, die Altstadt zu besuchen. Es gibt so viel zu entdecken, und ein kleiner Vorgeschmack erwartet euch in unserer Fotoserie. Und denkt daran, auf die oft versteckten Eye-Catcher zu achten!

Bis zum nächsten Mal und viel Spaß beim Entdecken!

Euer Jaco von den "JacoMis" 


                               Zähringer Denkmal 


                      Nydegghöflibrunnen 


                                 Ausstellmarkise Postgasse 


                      Wandmedaillion 


                      Hausinschrift von 1599 


                               Berner Lauben 


                                 Historische Eingangstür 


                                 Tür mit Spionspiegel 



                                   Türklopfer 


                                Grüne Gasse 


                       Cafe Postgasse 


                      Cafe Postgasse 


                      Antiquitäten 



                                 Laubengang - Gotische Bögen 


                      Klappläden - 2-teilig 


                     "Grünstadt" 


                                 Vennerbrunnen 


                                Kronenbrunnen 




                  Postgasse - Wikipedia 

                 Türklopfer 

                 Vennerbrunnen - Wikipedia




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