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Sonntag, 19. April 2026

Unterwegs entdeckt - Basel


Liebe Leser und Leserinnen, die Tage fliegen nur so und wir rennen der Zeit immer ein wenig hintennach. Aber heute ist Sonntag und da möchten wir euch mit ein paar Impressionen die wir unterwegs entdeckt haben, eine Freude machen.

Wir starten in Basel. Da waren wir unterwegs zu zwei Museen.
Immer beeindruckend die schönen und historischen Häuser mit ihren Details, auf dem Weg zum Basler Münster.


Auch der Münsterplatz lädt zum Verweilen ein und er ist Geschichtsträchtig. Mehr dazu in einem Link und zum Münster lade ich euch wieder ein paar ältere Posts hoch.




Wir gehen runter Richtung Rhein. Vorbei am Elftausendjungfern - Gässlein.
Eine schmale Gasse bestehend aus einer Steintreppe mit 69 Stufen. Sie führt vom unteren Münsterberg zur Martinskirche hinauf und auch sie hat eine Geschichte um die sich eine Legende rankt. Basel ist eine enorm " gehaltvolle Stadt " mit Geschichten, Historie, Legenden, Kunst, aber auch sprühender Lebensfreude.


Schon sind wir am Rhein wo wir allerlei entdecken. Wo hat es keine Tauben ?! Was macht eine Nilgans am Rhein und wer guckt den hier über den Balkon ? Wir schlendern vorbei an bunten Häuserfassaden, origineller Metallkunst und ganz klar, immer eine Faszination der Rhein mit seiner Schifffahrt.







Unser Ziel war eine der kleinen Fähren die uns Fußgänger oder auch Radfahrer über den Rhein führen. Da hatten wir eine lustige Überfahrt...hi...hi.
Es ist halt so, ich mit meinem " urchigä Bärndütsch " ( meinem Berner Dialekt ) falle auf wie ein bunter Hund. Zudem bin ich " ä Schnurri - Tantä " und ich komme mit allen möglichen Leuten ins Gespräch...tja, die Tochter kommt halt nach der Mutter. Die ist mit ihren 93 Jahren noch die Attraktion im Pflegeheim und könnte eine Comedy - Show veranstalten...!!! Hier auf dem Foto hatten wir es " Souluschtig " beim Kartenspiel " Tschou Sepp " a go go...


Doch zurück zu unserer Fährenüberfahrt. Das Gespräch begann, in dem ich Jaco die Preisliste vorlas. So sind den Erwachsene auf Baseldeutsch die: Erwaggseni und die Kinder die: Binggis...hi...hi, klar kam da ein schallendes Lachen von mir und die Bemerkung: " Nenei, das chasch nid usprächä, das isch ja ä Hauschrankheit, jä Bärndütsch isch haut ä Wäutsprach...
Ich übersetze: Nein nein, diese Sprache kann man nicht aussprechen, das ist ja eine Halskrankheit, ja Berndeutsch, also der Berner Dialekt, ist halt eine Weltsprache...Ui, ui, das gab gleich eine Welle auf dem Rhein. Alle lachten und verteidigten den Basler Dialekt. Bis auf einen jungen flotten Mann der neben mir sass. Der grinste mich frech an, seine weissen Zähne blitzten in seinem kaffeebraunen Gesicht und er antwortete im schönsten Berndeutsch: Sie scheinen eine coole zu sein, das gefällt mir. Ich bin auch ein Berner, ich wurde in der Schweiz geboren und bin in Schangnau aufgewachsen. So, so...wie meine Familie, die kommt auch aus dem Emmental. Und siehe da, der " Fähri - Mann " hat sich auch geoutet und uns erzählt, dass seine Frau auch eine Bernerin war...das gab ein Palaver. Wir hätten alle noch 10 Mal hin und her fahren können, so hatten wir eine gute Laune. Wir verabschiedeten uns zum Teil per Du, wünschten uns alles Gute und winkten uns zu wie alte Freunde.
Was möchte ich euch mit dieser kleinen Begebenheit mitteilen...Liebe Leserschaft, es spielt keine Rolle woher jemand kommt, welche Hautfarbe er hat, wichtig eines Menschen ist sein Charakter. Öffnet eure Herzen, schaut euch in die Augen, sie sind der Spiegel der Seele und im Lachen hören wir den Klang des Herzens. Haben wir den Mut und den Willen andere Menschen mit ihren Kulturen kennenzulernen und zu respektieren. 
Aber haben wir auch den Mut unsere Grenzen zu setzen, wenn unsere Heimatwurzeln mit unseren Kulturen in Bedrängnis geraten !!!

Ich sage Tschüss bis bald, eure Mis von den JacoMis 😊



ältere Posts zum Münster von Basel



Donnerstag, 8. Januar 2026

Ein bunt gemischter Januar Tag


Halli Hallo liebe Leute, die JacoMis grüssen euch 😊

Welche Jahreszeit bevorzugt ihr...Winter...Frühjahr...Sommer...Herbst ?
Wir JacoMis sind " Ganzjahres - Menschen ". Na gut, so ganz stimmt das nicht, der Frühling und der Herbst sind schon unsere Favoriten. Aber jeder Monat hat seine eigene Schönheit und jeder Tag bietet uns kleine Freuden und schöne Momente.
Wir müssen sie nur sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, tasten...
Dies ist unser einziger Vorsatz im neuen Jahr. Auf das " Grosse Welttheater " können wir keinen Einfluss nehmen. Aber unseren " Kleinen Seelengarten " den können wir hegen und pflegen...es ist der Schlüssel zum glücklich sein !!!

So habe ich euch heute ein paar bunt gemischte Winterimpressionen.


Schaut her, was ich für eine Schneefrau bin. Mit diesen Pulswärmer und meiner fröhlichen Mütze, macht mir der Winter keinen Eindruck 😉


Das denkt sich diese kleine Schneefrau auch, die ich in Diessenhofen entdeckt habe und sie schmilzt leise vor sich hin.


Auch im Januar 2024 hatten wir Schnee in Schaffhausen wie die Fotos vom Felsentäli zeigen. Diese kleine Schlucht, durch die der Hemmentaler Bach fliesst, fasziniert uns zu jeder Jahreszeit. Schon von den Steinzeitmenschen wurde das Felsental genutzt. Es war ein Teil des Jagdgebiets. Die Hirschjäger nutzten den Schweizersbild - Felsen als Lagerplatz, und im Jungneolithikum wurden dort Tote bestattet.
Zu diesem Thema lohnt sich ein Besuch im Museum Allerheiligen in Schaffhausen. Da ist die Epoche der Steinzeitmenschen interessant dargestellt.







Hingucker gibt es jeweils auf unseren Ausflügen überall.



Übrigens habt ihr gewusst, dass Efeu ( Hedera helix ) eine altbewährte Heilpflanze ist. Gerade jetzt im Winter, wo viele mit einem hartnäckigen Husten zu kämpfen haben, kann sie wirksam helfen. Die Blätter enthalten Saponine und Flavonoide. Die wirken schleimlösend, krampflösend, auswurfsfördernd, antibiotisch und entzündungshemmend. Aber nicht selber herumexperimentieren. Die Beeren sind giftig und die Blätter ebenfalls, wenn die Dosierung nicht stimmt.
Also, wie immer, ist eine gute Drogerie/Apotheke die richtige Adresse. Dort findet ihr Hustensirup, Tee und Lutschtabletten die auch bei Reizhusten Linderung verschaffen.



Auch jedes Jahr ist bei uns JacoMis der Königskuchen am 6. Januar ein MUSS.
Klar gibt es ein Duell. Wer erwischt im Kuchen die kleine Königsfigur...wie könnte es anders sein, der Jaco, mein Löwe Mann, scheint der geborene König zu sein. Er hat dreimal gewonnen, ich nur einmal. Aber Leute, ich bin die Königin...😎Dieses Jahr war ich ganz clever. Als mich die nette Verkäuferin in der Bäckerei fragte ob ich nebst dem Königskuchen sonst noch einen Wunsch habe, sagte ich ja, ich hätte gerne zwei Kronen....hi...hi...Tja lieber " Jaco König ", da musst du dich in deine Ritterrüstung stürzen, wenn du gegen die Königin antreten willst...😄


Übrigens, ich habe im Seniorenheim wo meine Mam ist, den Sohn von Max Währen kennengelernt. Er hat dem Ursprung des Dreikönigskuchens nachgeforscht. Voller Freude und Interesse habe ich den Erzählungen dieses älteren Herrn zugehört. Er hätte für mich noch stundenlang erzählen können...deshalb schätze ich den Kontakt zu älteren Menschen. Sie haben alle eine grosse Erfahrung und viele Lebensgeschichten zu erzählen. Wir jüngeren Generationen sollten ihnen aufmerksam zuhören und von ihnen lernen...Das ist nichts anderes als das was indigene Völker in ihrer Kultur seit Jahrhunderten machen !!!

Dann sagen wir JacoMis Tschüss, bis zum nächsten Post und freut euch, schon bald ist Wochenende 😊




Dienstag, 6. Januar 2026

Unterwegs in der Länggasse - Bern


Hallo liebe Leser und Leserinnen, hier sind wir wieder, die JacoMis 😊

Wer unsere Posts regelmässig liest, weiss, dass meine betagte Mam, ein paar Wochen im Lindenhofspital stationiert war. Sie ist dem " Belzebub " noch einmal vom Wagen gejuckt und dem Alter entsprechend ist sie wieder fit...vor allem ihr schlagfertiges und humorvolles Mundwerk...ha...ha.
Das Lindenhofspital erreicht man mit dem Längasse Bus. Also haben Jaco und ich uns ein wenig in diesem Länggasse-Quartier umgeschaut.

Begonnen haben wir unsere Erkundungstour von der Grossen Schanze aus. Gleich zu Beginn staunten wir über einen Mahonie Strauch, der schon voll in Blüte war.
In der Vorderen Länggasse fällt einem gleich ein imposantes Gebäude auf:
Der " Palazzo Prozzo " ein Wohn und Geschäftshaus, gebaut im Stil der Belle Epoque; verbunden mit dem Jugendstil, oder Art Deco.




Einfach fantastisch dieser Baustil. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 kam eine ungewohnt lange Zeit des Friedens. Alles war im Aufschwung, im Umbruch und der wirtschaftliche, soziale, technische, wissenschaftliche, sowie der kulturelle Fortschritt boomte. Das äusserte sich im Baustil, in der Mode, in der Kunst...die Leute wollten das Leben in vollen Zügen geniessen...bis zum Exzess.
Wohlverstanden, natürlich die betuchte Gesellschaft...!

Auch die Häuser im Falkenhöheweg lassen sich sehen. Sogar die Kinder helfen mit das Wohnquartier mit ihren bunten Malereien zu verzieren...schön.




Ebenfalls seit vielen Jahren ein Begriff in der Vorderen Länggasse, der Verlag und die Buchhandlung Haupt AG. Vormals Verlag Paul Haupt. Ich hatte das Glück Herrn Haupt und seine Frau Heidi Haupt persönlich zu kennen. Besonders an Frau Heidi Haupt hab ich viele schöne Erinnerungen und sie war für meine künstlerische Entwicklung eine wertvolle Person.


Es war kalt an diesem schönen Wintertag. Also gönnten Jaco und ich uns einen feinen Kaffee mit einem Milchbrötchen in Schildkrötenform...lecker. Amüsiert hat uns die originelle Deckenverzierung. Lauter Teigroller in pink.



Frisch gestärkt geht es weiter auf unserer Tour. Richtung Unitobler.



Dieses Gebäude schreibt Geschichte. Johann Jacob Tobler war ein Schweizer Schokoladenhersteller. 1899 gründete er zusammen mit seinen Söhnen die Fabrique de Chocolat Berne, Tobler & Cie. 1912 wurde sie zur Aktiengesellschaft Tobler AG umgewandelt. 1908 entwickelte Theodor Tobler, die " Toblerone ". Ein Schokoriegel mit Zacken,( wie unsere Schweizerberge ) und einem Honig-Mandel-Nougat Gemisch. Diese Toblerone wurde buchstäblich ein " Weltstar ". Zum 100. Geburtstag der Toblerone erschien 2008 ein Buch: 100 Jahre Toblerone - die Geschichte.
Auch ich habe eine Beziehung zu dieser Toblerone. Mein Patenonkel, der " Mehl-Max ", ein Bruder meiner Mam, hatte viele Jahre in der " Nougat - Küche " bei der Tobler Fabrik gearbeitet. Er war dort einer der Chefs. Also an der " Toblerone " hat es in unserer Familie nicht gefehlt. Wir waren alle Schleckmäuler...
Hier habe ich noch eine kleine Anektote aus unserer Familie:
Der " Mehl-Max " ( er war mal Konditor ) war von den 7 Brüder meiner Mam der aufmüpfigste und ein " Mekkerie Brueder " ( Meckerer ) der gleich austeilte, wenn ihm etwas nicht passte. So war er in " seiner Nougat Küche " mit Besucher unterwegs, erklärte ihnen die Produktion, als es plötzlich in der Maschine rumpelte und von Oben durch einen grossen Ausguss, Zutaten herunterkamen...fast auf den Kopf von Max...hi...hi. Der schrie zum Ausguss hinauf:

" was isch das für ä Schafsecku, dä Züg obe abä lat " Ich übersetze: Was ist das für ein Schafbock mit seinem Hodensack, der Material runterlässt.
Der " Schafsecku " war der Direktor persönlich, der seinerseits ebenfalls Besucher, eine Etage höher, seine Nougat Maschine vorführte...nein Max wurde nicht entlassen.

Das ehemalige Fabrikgebäude wurde umgebaut und beherbergt seit 1993 Teile der Universität Bern, genannt Unitobler. Nostalgiker schwärmen noch von den alten Zeiten, es roch immer wunderbar nach Schokolade in der Länggasse.

Wir ziehen weiter, eine Kirche interessiert uns noch. Es ist die Pauluskirche.


Die Pauluskirche, ein Kirchengebäude der Reformierten Kirche in Bern an der Freiestrasse, im Längasse Quartier. Sie gilt als bedeutendste Kirche des Jugendstils in der Schweiz und sie zählt zu den Kulturgüter von nationaler Bedeutung.


Wir ziehen weiter Richtung Lindenhofspital. Vorbei am alten Turmschulhaus, zum Areal der Hochfeld Schulhäuser, mit den alten wunderbaren Bäumen im Park. Und schon sind wir beim Spital. Ein Landeplatz für Helikopter ist auch vorhanden und vom Spitalzimmer meiner Mam, hatten wir einen tollen Blick zu den Berneralpen mit dem Eiger, Mönch und Jungfrau.






Dann sage ich Tschüss bis zum nächsten Post, eure Mis von den JacoMis 😊
Hier noch zwei Links für Interessierte.


Samstag, 6. September 2025

Das Schweizerviertel in Berlin - Lichterfelde

 


Hallo liebe Leser und Leserinnen, Berlin ist wahrlich eine Reise wert !

Eines können wir JacoMis euch versprechen, wir nehmen einen ganzen Rucksack voller Eindrücke mit nach Hause. Da werden wir euch noch einiges in Wort und Bild zu erzählen haben...!!!
Heute möchte ich euch ein paar Eindrücke vom Schweizerviertel zeigen. Klar hat mich das als Schweizerin interessiert, wieso und warum ausgerechnet Schweizerviertel. Da muss man sich mit der Vergangenheit befassen. Ich versuche das mal in groben Zügen etwas zusammenzufassen.

In Lichterfelde West, dem Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf, ist im südlichen Teil das Schweizerviertel. Das ganze Stadtviertel ist heute bekannt als das älteste Villenviertel Berlins. Es ist geprägt von herrschaftlichen Villen aus der Gründerzeit, grossen Gärten und Alleen. Es ist wahrlich ein Genuss durch diese Alleen zu spazieren. Das satte grün der vielen Bäume, kaum Verkehr in den Seitenstraßen, und für unseren Geschmack die schönsten Villen und Häuser. Sie beeindrucken durch fantasievolle Klinkerbauten, Türmchen und Erker, sowie den unterschiedlichsten Verzierungen der Fassaden.







Bedeutung bekam dieses Gebiet durch die Verlegung des Berliner Kadettenkorps von Berlin Mitte nach Lichterfelde. Nach 1878 wurde dies zur wichtigsten Ausbildungsstätte der deutschen Streitkräfte. Es entstanden grosse Kasernen, Wirtschaftsräume, Ausbildungsplätze und adlige Offiziersfamilien zogen hierher. Zeugen aus dieser Zeit sind Straßennamen wie Kadettenstraße oder Kommandantenstraße. 



Die ehemaligen Kasernen sind heute das Bundesarchiv.
1866 kaufte der Kaufmann, Johann Anton Wilhelm von Carsten, die Güter Lichterfelde und Giesensdorf zur Errichtung der Villenkolonie Lichterfelde West.
1881 wurde von Siemens und Halske die erste elektrische Straßenbahn der Welt gebaut, dies verbesserte die Verbindung zu den Kasernen und ins Wohngebiet.

Um das Wohnviertel noch attraktiver zu machen, wurde ab 1930 ein Teil zum Schweizerviertel erklärt. Hierfür wurden die Namen von Schweizerstädten und Namen von bedeutenden Schweizer Frauen, für Straßenschilder genutzt. 









So findet sich auch in Restaurants auf einigen Speisekarten ein "Schweizer Käsesalat" im Angebot. 😄
Jaco und ich halten uns eher an die leckeren Tortenangebote. So können wir denn das " Kaffeehaus von Frau Lüske " an der Baselerstraße, ebenfalls im Schweizerviertel, sehr empfehlen. In einem ansprechenden Lokal wird man von freundlichem Servicepersonal bedient und mit leckerem Frühstück und allerlei Gerichten verwöhnt. Aber der Hit sind die verschiedenen Torten...himmlisch...Jaco und ich haben zugeschlagen 😉Keine Sorge, die Kalorien marschieren wir auf unseren Entdeckungstouren alle wieder ab. Gleich Morgen geht's wieder los.







Dann sagen wir JacoMis Tschüss bis zum nächsten Post und..." Mach et jut "






Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...