Sonntag, 12. April 2026

Der Frühling trägt ein weißes Kleid


 
Liebe Leserschaft, heute möchte ich euch ein wenig über die Farbe Weiß erzählen.
Eines sei schon mal gesagt; die Farbe Weiß ist eine bedeutende Farbe !

Fällt es euch auch auf, dass wir im Frühling besonders viele weiße Blumen und Sträucher, sowie Bäume mit weißen Blüten sehen. Das kommt nicht von ungefähr. Die Natur ist raffiniert, passt sich an und arbeitet mit Tricks.
Die Frühblüher müssen sich beeilen. Der Wald hat noch keine Blätter somit kommt das spärliche Licht noch auf den Waldboden. Auch das Gras ist noch nieder und überdeckt die meist kleinen Frühlingsblumen nicht. Also haben diese Blumen eine helle, meistens weiße Farbe, die die UV Strahlen reflektieren. So leuchten sie auch bei bewölktem Wetter oder in der Dämmerung. Das wird von den Insekten genutzt, und insbesondere von den vielen Nachtfalter.

Farben sind das Lächeln der Natur und Blumen sind ihr Lachen.
( Leigh Hunt )


Die Insekten mit ihren Facettenaugen, aber auch die Vögel können das UV Muster dieser Blüten erkennen und finden so den Weg zum Nektar. Auch duften weiße Blüten oft intensiv um Bestäuber anzulocken. Ihr seht, in der Natur ist es ein Geben und Nehmen.
Aber nicht bei allen wirken diese Tricks:

Es badet sich die Kräh' mit allem Fleiß, und kann doch niemals werden weiß.

Ist es nicht jedes Jahr ein beglückendes Wunder, wenn unsere Obstbäume zu blühen beginnen. Auch sie sind wichtige Futterquellen für unsere Insekten.
Hier im Bild seht ihr die Blüten des Aprikosenbaums, Birnbaums, der Kirschpflaume oder auch wilde Mirabelle genannt, und des Apfelbaums.



Welche Bedeutung hat die Farbe Weiß bei uns Menschen ?

Denn an der Farbe ( der Kleidung ) lässt sich die Sinnesweise, an dem Schnitt die Lebensweise erkennen.
( Johann Wolfgang von Goethe )

In den meisten Kulturen wird Weiß mit Reinheit, Klarheit, Neubeginn aber auch mit Heiligkeit und Vollkommenheit in Verbindung gebracht. 
Schon in früheren Kulturen wurden menschliche Opfergaben an die Götter in weiße Tücher gehüllt. Es wurden Opferlämmer mit einem hellen Fell ausgesucht. In Afrikanischen Kulturen wird das Gesicht und der Körper weiß bemalt. Es symbolisiert den Tod und die Verbindung zur Geisterwelt der Ahnen.
So ist die Farbe Weiß in asiatischen Kulturen wie Japan, China oder bei den Sorben, die Farbe des Todes und der Trauer. Aber gleichzeitig symbolisiert sie auch den geistigen Übergang in ein anderes Reich wo ein Neuanfang beginnt.
Im Hinduismus werden helle Rinder als heilig erklärt. Derwische tanzen sich in weißer Kleidung in die geistige " Anderswelt " um sich Erkenntnis und Erleuchtung zu verschaffen. Im Shintoismus symbolisiert Weiß die Reinheit, Demut und die Wahrheit.


Im christlichen Glauben steht die Farbe Weiß für Göttlichkeit, Heiligkeit, Unbeflecktheit, Reinheit und Neubeginn.
Es ist aber auch die Farbe der " Auserwählten " die über die Jahrhunderte bis zum heutigen Tag, von den christlichen Monarchien das " Privilège du blanc " erhielten. Somit ist die Soutane des Papstes Weiß.
Das Hochzeitskleid ist Weiß, das Taufkleid ist Weiß...wie hier auf dem Foto, wo ihr das " süsse kleine Resilein " ( die Mis ) mit seiner stolzen Mama seht...hi...hi.


In vielen Nordafrikanischen und arabischen Ländern tragen die Männer ein weißes Traditionskleid. Die Dishdasha, Kandura, Qamis um nur einige Bezeichnungen zu nennen. Oft sind es Länder in Wüstenregionen. Diese luftige Kleidung ist bequem, reflektiert das Sonnenlicht und schützt so vor Hitze. 
Bunte Kleidung wird bei Festen getragen oder von den Frauen. 
Es ist aber auch die Farbe des Islamischen Glaubens. Sie symbolisiert die Reinheit, Sauberkeit, spirituelle Aufrichtigkeit und die Zugehörigkeit zur Religiösen Gemeinschaft. So ist das tragen von weißer Kleidung bei religiösen Festen, gleichzeitig die Besinnung auf die Lehren des Propheten Muhammad.



Liebe Leserschaft, ihr seht wie Farben bei uns Menschen von Beginn an eine Bedeutung, eine Wirkung und eine Richtlinie vorgeben. Sei dies in der Politik im Glauben und in der Tradition. 
So hat auch die Fahne des Roten Kreuzes, ein rotes gleichschenkliges Kreuz auf weißem Hintergrund, ihre Bedeutung. Sie kennzeichnet in Konfliktgebieten medizinisches Personal, medizinische Fahrzeuge und Einrichtungen, und sie steht für Neutralität sowie Schutz, das zu respektieren gilt !!!

Manchmal ist es die Farbe des Himmels und mein Herz geht auf Reisen
in die entferntesten Länder - voller Farben.
( Roswitha Bloch )



Im Krieg ist die Weiße Fahne die Fahne der Kapitulation und des Friedens.
Auch die Friedenstaube ist Weiß und da gibt es ein bekanntes Kinderlied, das auch Jaco in der Schule gesungen hat.



Im zweiten Teil meines Posts, ja es braucht zwei !! betrachte ich die Farbe Weiß aus der Sicht von uns Maler und Malerinnen, sowie der Kunst...der Post ist schon in Arbeit...Tchüss bis später, eure Mis von den JacoMis 😊










Freitag, 10. April 2026

Ein Tag in Friedrichshafen - Zeppelinstadt mit Alpenpanorama

# Ein Tag in Friedrichshafen – Zwischen Zeppelinen, Schwänen und einem Narr vom Bodensee  

**Hallo zusammen!**  

Am 09.04.2026 war ich mal wieder als Scout unterwegs, während meine bessere Hälfte, die "Mis", in Bern ihren Pflichten nachkam. Ihre letzten Worte, bevor sie in den Zug sprang, waren: *„Mach Dir einen schönen Tag!“* – und das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen!  

Da ich für unsere gemeinsamen Ausflüge zuständig bin und wir diesen Sommer die Bodenseeregion unsicher machen wollen, fiel meine Wahl auf Friedrichshafen. Also rein in den Regio, bei strahlendem Sonnenschein und 19 Grad (perfektes Wetter für Entdecker wie mich), und ab in die Zeppelinstadt mit Alpenpanorama.  

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### Ankunft in der Zeppelinstadt  

Kaum am Bahnhof Friedrichshafen-Hafen angekommen, ging es auch direkt los. Ich erspähte das Hafengelände und wurde von einem Motorschiff namens *„Schwaben“* mit einer Sirene begrüßt. Oder stand da vielleicht jemand im Weg? Wer weiß das schon so genau.  

Mein erster Stopp: der Moleturm. 22 Meter hoch, 117 Stufen – klingt machbar, dachte ich mir. Oben angekommen, versprach man mir einen atemberaubenden Alpenblick. Gut, „atemberaubend“ war vielleicht etwas übertrieben, denn es war leicht diesig. Aber hey, ich bin ja nicht zum Meckern hier!  

Von dort oben hatte ich eine super Aussicht auf die Stadt. Die Sehenswürdigkeiten wie die Kirche St. Nikolaus mit ihren Zwiebeltürmen und die imposante Schlosskirche waren gut zu sehen. Und dann, als wäre es bestellt: Ein Zeppelin schwebte am Himmel und drehte ein elegantes Wendemanöver. Ich kam mir vor wie im Film!  

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### Promenadenleben à la Friedrichshafen  

Zurück auf dem Boden der Tatsachen ging es weiter zur Hafenpromenade. Und was soll ich sagen? Die ist wirklich ein Schmuckstück! Im Stadtpark blühten die Frühlingsblumen um die Wette, und ein Schwan saß seelenruhig auf seinem Nest. Ich glaube, der hat sich von all den Touristen nicht mal ansatzweise beeindrucken lassen – ganz schön cool, dieser Schwan!  

Die Promenade selbst war gespickt mit Hinguckern: ein historischer Hafenkran (ich frage mich immer noch, wie man so etwas überhaupt bewegt), das Klangschiff *„Im Augenblick“* (ja, es klingt wirklich!) und der Stewart-Krug – eine riesige Bronzeplastik aus Peoria, Illinois, die an die 40-jährige Städtepartnerschaft mit Friedrichshafen erinnert.  

Und dann war da noch Ferdinand Graf von Zeppelin höchstpersönlich – naja, zumindest seine lebensgroße Statue. Ohne diesen eigenbrötlerischen Adeligen, der sich jahrelang als *„Narr vom Bodensee“* verspotten lassen musste, wäre Friedrichshafen heute wohl nichts weiter als ein verschlafenes Fischerdorf. Danke, Ferdinand, dass Du Dich nicht unterkriegen lassen hast!  

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### Mammutbäume und Abschied mit Fridolin  

Im Park entdeckte ich noch drei beeindruckende Bergmammutbäume aus dem Jahr 1867. Diese Dinger sind wirklich riesig! Ich habe mich kurz gefragt, ob Tarzan hier irgendwo durch die Äste schwingen könnte – aber wahrscheinlich wäre er zu faul gewesen bei dem Wetter.  

Zum krönenden Abschluss legte dann noch der Katamaran *„Fridolin“* ab. In nur 52 Minuten bringt der Dich nach Konstanz – schneller als jeder Rentner auf seinem E-Bike!  

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### Fazit: Friedrichshafen – Wir kommen wieder!  

Alles in allem war es ein gelungener Tag in Friedrichshafen. Die Stadt hat mich mit ihrem Charme, ihrer Geschichte und den vielen kleinen Details begeistert. Jetzt freue ich mich schon darauf, bald zusammen mit der „Mis“ (aka - ("also known as") meine bessere Hälfte) als „JacoMis“ zurückzukehren und alles noch einmal ausführlicher zu erkunden.  

Bis dahin bleibt mir nur zu sagen: Danke, Friedrichshafen! Und denkt immer daran: Auch ein Narr vom Bodensee kann Großes schaffen! 😉  


                     MS Schwab 


                    Moleturm mit Alpenpanorama 


                    Uferpromenade 


                    Schlosskirche 


                    Kirche St. Nikolaus 


                     Hafenpromenade 


                    Historischer Hafenkran 


                     Luftschiff (Zeppelin)  


                      Uferpromenade 


                      Klangschiff "Im Augenblick" 


                                  Graf von Zeppelin 


                   Partnerschaftskrug aus Peoria 


                     Partnerschaftskrug aus Peoria 


                                 Riesenmammutbaum 


                    Bodensee mit Alpenpanorama 


                      Katamaran "Friedolin" 


                    Brütender Schwan 


                       Kaiserkronen 


                        Blumenpracht Uferpromenade 


                 Friedrichshafen - Wikipedia

Dienstag, 7. April 2026

Mein Altenburg - Nostalgische Erinnerungen

 # Ein altes Haus voller Erinnerungen: Der Lippoldsche Hof in Altenburg

Es gibt Orte, die einen ein Leben lang begleiten – und für mich ist eines dieser besonderen Orte der Lippoldsche Hof am Markt 11 in Altenburg. Schon als Kind war dieses alte, charmante Haus ein fester Bestandteil meiner Abenteuer. Meine Oma lebte damals im Seitenflügel, und mein Bruder und ich haben dort jede Ecke erkundet, vom dunklen Keller bis hinauf zum riesigen Dachboden. Es war ein Ort voller Geschichten, Geheimnisse und vor allem: Kindheitserinnerungen.

## Ein Haus mit Geschichte

Der Lippoldsche Hof hat eine lange und spannende Vergangenheit. Ursprünglich war das Vorderhaus zum Markt hin der Gasthof „Zur Goldenen Krone“, der nach einem Brand im Jahr 1728 neu aufgebaut wurde. Bis 1798 wurden hier Reisende bewirtet, bevor der Gasthofbetrieb eingestellt wurde. 1812 kaufte dann ein Kaufmann namens Lippold aus Greiz das Haus, und seitdem trägt es seinen Namen.

Besonders beeindruckend war der Fachwerkhinterhof mit dem großen Tor zur Ringstraße. Leider wurde dieser in den 1960er Jahren abgerissen – schade, denn ich erinnere mich noch gut daran, wie wir als Kinder dort gespielt haben. Im Seitenflügel des Hauses war damals auch eine kleine Kaffee-Rösterei untergebracht. Und meine Oma? Die hatte dort Kaninchen und sogar Hühner waren vor Ort! Manchmal mussten wir ein frisch gelegtes Ei direkt vor Ort trinken – eine Erfahrung, die man wohl nicht so schnell vergisst.

## Abenteuer auf dem Dachboden

Der Dachboden war für uns Kinder ein Paradies. Mit seiner riesigen Fläche bot er genug Platz, um Roller oder sogar Fahrrad zu fahren – drinnen! Alles war ein bisschen schief und krumm, aber das machte den Charme des Hauses nur noch größer. Wir pflegten damals zu sagen: „Schief ist englisch, und englisch ist modern.“ Ein Spruch, der bis heute irgendwie passt.

Nach dem Tod meiner Oma im Jahr 1963 endeten unsere regelmäßigen Besuche im Lippoldschen Hof. Doch die Erinnerungen an diese Zeit blieben lebendig.

## Zurück zu den Wurzeln

Jahrzehnte später, 2019, führte uns das Leben wieder nach Altenburg zurück – diesmal aus dem fernen Katalonien. Und wie das Schicksal es so wollte, entdeckten wir auf eBay Kleinanzeigen eine Anzeige: In genau diesem Haus war eine kleine 1,5-Zimmer-Wohnung frei! Für meine Frau („die Mis“) war sofort klar: Da müssen wir hin! Die Vorstellung, in einem so geschichtsträchtigen Haus zu wohnen, ließ uns nicht mehr los.

Am 1. Mai zogen wir schließlich ein und genossen jeden Moment unserer Zeit dort – auch wenn sie nur etwas über ein Jahr dauerte. Der Blick aus der Wohnung direkt auf den Marktplatz war einfach atemberaubend. Und die Dachterrasse? Ein absoluter Traum! Natürlich haben wir auch diesmal das Haus ausgiebig erkundet und uns an jeder Ecke an alte Zeiten erinnert. Sogar eine kleine Dachkammer auf dem Dachboden gehörte zu unserer Wohnung – ein weiteres Highlight.

## Schief ist modern

Das Leben im Lippoldschen Hof war eine Reise in die Vergangenheit – und gleichzeitig ein ganz neues Abenteuer. Ja, nichts in diesem Haus war so richtig gerade. Aber genau das machte es so besonders. Es hatte Charakter, Charme und eine Geschichte, die man förmlich spüren konnte.

Wenn ihr jemals die Chance habt, ein altes Haus zu erkunden oder sogar darin zu wohnen: Tut es! Jedes Knarren der Dielen, jede schiefe Wand erzählt eine Geschichte. Und wer weiß – vielleicht werdet ihr eines Tages genauso wie ich auf eure Zeit dort zurückblicken und feststellen: Manche Orte sind einfach mehr als nur vier Wände.

Habt ihr auch so einen Ort aus eurer Kindheit oder eurem Leben, der euch nie losgelassen hat?  😊 











                                    1960er Jahre  






                                   Blick aus der Wohnung  






                       Dachboden  






                    Via Imperii 


                    Altenburg - Wikipedia

Der Frühling trägt ein weißes Kleid

  Liebe Leserschaft, heute möchte ich euch   ein wenig über die Farbe Weiß erzählen. Eines sei schon mal gesagt; die Farbe Weiß ist eine bed...