Hallo liebe Leser und Leserinnen, das Wochenende steht vor der Türe, da wollen wir uns doch mit etwas positivem beschäftigen. 😊
Aus meiner Sicht sind Menschen die ein Hobby haben beneidenswert. Damit meine ich nicht das liebste Hobby der Schweizer " das Zeitung lesen " oder mittlerweile stundenlang am Handy oder Laptop herumhängen. Das ist für mich eine passive, oberflächliche Beschäftigung, die uns wohl informiert oder amüsiert, aber ganz schnell " süchtig " macht. Bei Kinder, Jugendlichen und auch Erwachsenen so sehr, dass sie medizinische und psychologische Hilfe benötigen.
Da komme ich " Moral - Tante " doch gleich wieder mit der Weisheit vom Schweizer Arzt, Alchemisten und Naturforscher Paracelsus ( 1493 - 1541 ) daher:
" Die Dosis macht das Gift - oder der ganze Spruch von ihm, der lautet: Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; alleine die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei."
Ich meine diese weise Erkenntnis sollten wir nicht vergessen. Im Gegenteil, ich bin der festen Meinung, sie ist nötiger denn je !!! In der Politik...dem Konsumverhalten...im Macht - und Besitzdenken...in der Finanzwelt....denn wir wissen ja, Geld, Silber, Gold und Edelsteine sind die Geschwister des Teufels...da brauchen wir uns nur mit Historik und Geschichte zu befassen. Auch in der " Modernen Gestaltung " unserer Großstädte, die langsam eine Grösse von 40 Millionen erreichen, kommt es auf die Dosis an. Schaut euch doch diese Gesellschaft mal kritisch an !!! Oder schaut euch die Architektur dieser Städte an, wo sich Stararchitekten für schwindelerregende Honorare, austoben und hochgejubelt werden. Ich lasse hier das Thema Ressourcen, Verdrängung der Natur, Physische und Psychische Gesundheit dieser Stadtmenschen, mal aussen vor !
Liebe Leserschaft, je älter ich werde und je mehr ich mich mit unserem Welttheater beschäftige, je mehr bin ich der festen Überzeugung:
" Der Schlüssel zum Glücklich sein, liegt in der Einfachheit, im Einklang mit der Natur und in der schöpferischen Kreativität ". Daher muntere ich alle auf, sucht euch ein schöpferisches Hobby. Es wird euch von der Zehenspitze bis zu den Haarwurzeln glücklich machen. Das ist kein fauler " Zauberspruch ". Nein, das ist meine Lebenserfahrung, die ich erfahren durfte in meinen zwei Jobs. Dort lernte ich solche Menschen kennen. Sie erzählten mir von ihren Bonsais...ihrer selbst gebauten Hobby Eisenbahnanlage...stolz trugen sie ihre selbst gestrickten Pullover...ihre selbst angefertigten Handtaschen und Einkaufstaschen aus ausgedienten Planen ( es sind meine liebsten Taschen ) ihre selbst gezüchteten Usambara Veilchen...ihre selbst geschriebenen Gedichte...und vieles mehr. Was bei allen diesen Frauen und Männer gleich war; sie strahlten beim Erzählen, ihr Gesicht war entspannt, die Schmerzen und die sorgenvollen Gedanken waren weg, und ihre Augen funkelten wie zwei Edelsteine: eben das pure Glück !!!
Übrigens da können wir " Westler und Europäer " von den Japaner noch viel lernen...
Eine solche kreative Gruppe haben Jaco und ich in unserem Ausflug nach Laufenburg, die Doppelstadt in Deutschland und der Schweiz, entdeckt. Es sind die " Laufenburger Häkelfrauen ".
Seit mehreren Jahren gestalten sie unter dem Patronat des offiziellen Altstadtdekoteam, sowie des Förderverein Tourismus Laufenburg, gehäkelte und gestrickte Wolltextilkunst.
Auch unter dem Begriff " Guerilla Knitting " bekannt.
Was diese 10 - 30 Frauen und Seniorinnen, unter der Leitung von Jutta Leuenberger, für ein Kunstwerk gestalteten ist für mich einfach sensationell. Das hätte ich mit meiner Malerei nicht besser gekonnt. Schaut wie schön...
Einfach toll...Das Textilkunstwerk ist ca. 4 Meter lang und ist zu besichtigen am Mittleren Brunnen in der Altstadt in Laufenburg D. ( Wie lange noch weiss ich nicht ) Es stellt die historische, am Rhein gelegene Häuserfront der doppelstädtischen Gemeinde Laufenburg dar. Und hier sind diese Künstlerinnen...
Sie haben gleich noch beide Stadtteile mit " verrückten Stühlen " dekoriert. Auch lustig und voller Fantasie.
Hier sind noch ein paar Exemplare
Wie ich aus dem Internet entnehmen konnte, haben diese " Häkelfrauen " sogar die berühmte Kuh Belinda in einem Bild festgehalten. Diese Kuh sorgte 1917 und 1919 nämlich für Schlagzeilen in den Medien. In der Aargauer Gemeinde Habsburg - CH brach auf der Weide, der Boden unter Belinda ein, und sie stürzte 6 Meter in die Tiefe. Eine spektakuläre Rettungsaktion barg diese unversehrte, aber erschrockene Kuh. Es stellte sich heraus, dass dies eine jahrhundertealte und insgesamt 12 Meter tiefe Zisterne war, die als Wasserreservoir diente und mit dem Schloss Habsburg in Verbindung steht. Ha...ha, Leute, ich liebe solche Geschichten. Genau deshalb rennen Jaco und ich in Heimatmuseen, Naturmuseen, Kloster, Friedhöfe...und...und. Das ist doch das Salz in dieser " Weltsuppe " nicht Kriege !!!!!
Gleich zwei Jahre später, als diese Belinda auf einen anderen Bauernhof kam, der direkt am Rhein liegt, war sie auf ihrer neuen Weide so durcheinander, dass sie dachte, aussreissen und fliehen....ä Chöpfeler i Rhy ich übersetze; ein Kopfsprung in den Rhein...ha...ha, der führte zu diesem Zeitpunkt Hochwasser und nahm sie mit. Zum Glück blieb diese damals sogar trächtige Kuh Belinda, am Ufergebüsch hängen. So wurde sie durch eine dramatische grenzübergreifende Rettungsaktion wieder unversehrt geborgen. Auch diese Geschichte ging durch alle Medien.
So und hier ist dieses wilde Kuhmädchen Belinda.
Liebe Leserschaft und vor allem Kunstförderer und Museumsdirektoren und Kuratoren ( selbstverständlich auch Innen ), solche Kunstwerke wie das Panoramabild oder auch die Kuh Belinda, gehören samt der Geschichte in ein Museum für Naive Kunst. Diese Stilrichtung ist seit vielen Jahrzehnten in der Kunst etabliert. Es werden Spitzenpreise erzielt in renommierten Auktionshäuser. Es ist eine Kunstrichtung die einem breiten Publikum Freude bereitet und Kunstsammler und Sammlerinnen sind auch vorhanden. Hier besteht gerade in unserer Schweiz ein Handlungsbedarf !!!!!
Es ist mir klar, dass die Wahrnehmung, die Empfindung und auch der Begriff Schönheit, sich durch unsere künstliche und vertechnisierte, digitale Welt, verändert hat. Aber Zeitgenössische Kunst, Installationen jeder Stilrichtung, werden langsam langweilig....sie sind Seelenlos und sie haben jede Menge Konkurrenz durch Projektionen und Werbung an Hausfassaden in unseren modernen Städten oder durch KI - Kunst. Und sonst brauchen wir nur die Nachrichten und Reportagen in unseren Öffentlich Rechtlichen Fernsehsendungen zu schauen, da habe ich genug Abstraktes, Skurriles und Hässliches gesehen....
Hier sage ich als aufmüpfige Vertreterin der schönen Naiven Kunst und dem Kunsthandwerk; Künstler und Künstlerinnen, in dieser unsicheren und chaotischen Zeitepoche, ist unsere Naive Kunst eine Insel, wo die Seele ihre Ruhe findet. Nämlich in der einfachen Schönheit solcher Bilder !!! Schliesst euch in Gilden für Naive Kunst zusammen. Seid euch über den Wert eurer Kunst bewusst und habt den Mut diesen Wert einzufordern !
Warum ich so rede ? Seit meiner letzten Ausstellung, als ein französischer Maler und Galerist, sowie Kenner der Vinzent van Gogh Bilder, mich an der Ausstellung über eine Stunde wegen meinen Bilder ins Gebet nahm....
Diese Geschichte erzähle ich euch an Halloween, zur Geisterstunde. Ich sage Tschüss, bis bald, eure Mis von den JacoMis.