# Eine Radtour zur Klosterinsel Rheinau – Mit Witz und Charme durch den Spätsommer
Heute habe ich mich, mein treuer Drahtesel und mein unerschütterlicher Entdeckergeist auf eine Solo-Expedition begeben. Während die "Mis" sich im zu Hause mit ihren Fensterpflanzen vergnügte – oder soll ich sagen, eine botanische Romanze pflegte – habe ich beschlossen, die Klosterinsel Rheinau im Kanton Zürich zu erkunden. Ein Ort, der so malerisch ist, dass selbst Van Gogh vor Neid erblassen würde.
Meine Reise begann mit einem Déjà-vu, denn wir hatten das Kloster bereits im Frühjahr 2024 besucht. Damals jedoch bequem im Auto, während heute das Fahrrad mein treuer Begleiter war. Warum? Nun, weil der Spätsommer eine ganz eigene Magie versprüht, die man nur aus nächster Nähe erleben kann. Die Streuobstwiesen bogen sich unter der Last reifer Äpfel und die Weinhänge am Hochrhein flüsterten von einer vielversprechenden Lese. Ein Fest für die Sinne – und für den Gaumen.
Auf meinem Weg passierte ich das imposante Hauptwehr des Kraftwerkes Rheinau und erreichte schließlich die altehrwürdige Rheinbrücke zwischen Altenburg und Rheinau. Diese hölzerne Schönheit stammt aus dem Jahr 1806 – ein wahres Relikt aus einer Zeit, als Brücken noch mit Liebe und nicht mit Beton gebaut wurden. Dort stand auch der heilige Nepomuk, der mich von einer Mauer an der ehemaligen Zollbrücke freundlich grüßte. Wahrscheinlich wollte er mir sagen: "Willkommen im Paradies, mein Freund!"
Das Highlight des Tages war das Kloster Rheinau selbst. Dort wurde ich von der Staatskellerei Zürich empfangen – ein Ort, an dem Weinträume wahr werden. Doch leider musste ich den guten Tropfen ausschlagen, denn auch in der Schweiz gilt auf dem Fahrrad: 0,0 Promille. Ein Jammer! Aber wer weiß, vielleicht hätte ich sonst in der Scheune des Klosters ein Nickerchen gemacht.
Im kleinen Park des Klosters traf ich auf die skurrilen Tonskulpturen der Vogelfrauen. Und auf der Spitze der Rheinschleife thronte die Spitzkirche "Magdalenen Kapelle" von 1587. Ein Anblick, der selbst den Rhein dazu brachte, eine Schleife zu schlagen – nicht umsonst wird dieser Abschnitt auch "Amazonas des Rheins" genannt. Nahe der Kapelle entdeckte ich einen alten Grenzstein mit der Inschrift: "Alles was wir haben, ist das Jetzt!" Weise Worte, die mich auf meiner Rückfahrt durch das Dorf Altenburg in Deutschland begleiteten.
Wer mehr über Altenburg & Rheinau erfahren möchte, dem sei mein separater Blog ans Herz gelegt. Diese Orte haben eine keltische Geschichte, die so tief geht wie ein guter Schluck Whisky – aber das ist eine andere Geschichte.
Mein Abenteuer endete am Rheinfall in Neuhausen, von wo aus ich wohlbehalten nach Hause zurückkehrte. Für alle, die mich begleiten möchten, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten: In meiner Fotoserie gibt es einen Überblick über diese unvergessliche Radtour.
Bis zum nächsten Mal – bleibt neugierig und fahrt vorsichtig! 🚴♂️🍇🌞
Pinke Linie Nr. 5 in Nohl
Hauptwehr - Kraftwerk Rheinau
Rheinbrücke Rheinau
Rheinbrücke Rheinau
Heiliger Nepomuk
Flussufer Hochrhein
Kirchgemeinde Rheinau
Relief Waldkirschenhaus
Blick zur Bergkirche
Staatskellerei Zürich
Ehemalige Klosterscheune
Musikinsel Rheinau
Tonskulpturen - Vogelfrauen
Spitzkirche Magdalenenkapelle
Klosterkirche Rheinau
Klosterinsel Rheinau
Bergkirche St. Nikolaus
Rheinschleife
ALL WE HAVE IS NOW
Auf Wiedersehen!







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