Mittwoch, 21. Oktober 2026

Zeitreisen - Wandern entlang des Kapf-Höhenwanderweg

# Abenteuerlicher Herbstzauber: Unsere Wanderung zur Kapfhöhe bei Wurmlingen

Vor genau zwei Jahren, an einem goldenen Herbsttag, haben wir uns aufgemacht, die malerische Natur rund um Tuttlingen zu erkunden. Die Sonne strahlte, die Wanderrucksäcke waren gepackt, und unsere Lust auf Abenteuer war mindestens genauso groß wie die Kapfhöhe, die wir erklimmen wollten. Also los ging’s – über die Donau und hoch hinaus!

## Der Weg ist das Ziel – und der Pilz ein Highlight!

Die Region Tuttlingen, eingebettet ins zauberhafte Donaubergland und den Naturpark Obere Donau, ist wie gemacht für solche herbstlichen Streifzüge. Unser Ziel? Die Kapfhöhe, auch bekannt als der Aussichtsstand am Eichbühl. Klingt majestätisch, oder? Mit ihren stolzen 858 Metern über Normalhöhennull (ja, wir haben nachgemessen!) bietet sie einen Rundblick, der selbst Postkarten neidisch macht. Von den imposanten Donaufelsen bei Mühlheim über die Stadt Tuttlingen bis hin zu den Höhen bei Immendingen – hier ist alles dabei.

Doch bevor wir uns dem Gipfelglück hingeben konnten, ging es erst einmal bergauf. Und wie! Auf dem Weg gab es allerlei zu entdecken: Ein Schopf-Tintling lugte keck aus dem Boden hervor – ein Speisepilz, der jung ein echter Leckerbissen ist. Und dann war da noch der Schwefelporling, auch bekannt als „Chicken of the Woods“. Wer diesen Namen erfunden hat, verdient einen Applaus! In der Luft schwirrte die blaugrüne Mosaikjungfer – eine Libelle mit Stil und Charme. Es war fast so, als hätte Mutter Natur eine VIP-Show für uns veranstaltet.

## Gipfelglück und Brotzeit deluxe

Oben angekommen, leicht außer Atem und mit einer guten Portion Wander-Schweiß im Gepäck, erwartete uns ein rustikaler Rastplatz. Perfekt für unsere mitgebrachte Brotzeit! Und während wir unsere Käsebrote und Äpfel verdrückten, lag uns das herbstliche Obere Donautal zu Füßen. Die Schwäbische Alb zeigte sich in ihrer schönsten Kulisse – ein Panorama zum Verlieben.

Doch wie das so ist: Was bergauf schweißtreibend begann, kann bergab zur echten Herausforderung werden. Also machten wir uns vorsichtig auf den Rückweg durch den herbstlichen Mischwald. Die Farbenpracht der Blätter war so beeindruckend, dass wir uns fast wie in einem Gemälde fühlten. Und am Ende wurden wir nochmals belohnt: Mit einem Panoramablick auf Tuttlingen, das sich wie ein kleines Juwel ins Donaubergland schmiegt.

## Kunst trifft Natur: Der „Mann auf der Spitze“

Kurz vor Schluss unserer Tour gab es noch einen kleinen Überraschungsmoment. Die Skulptur „Mann auf der Spitze“ winkte uns quasi zum Abschied zu – oder zumindest stellten wir uns das vor. Diese imposante Bronzeplastik thront auf einer schlanken Säule und ist ein echter Hingucker entlang des Wanderwegs am Albtrauf. Ein Kunstwerk, das irgendwie perfekt zur Erhabenheit der Landschaft passt.

## Was ist eigentlich ein Kapf?

Zum Abschluss noch eine kleine Quizfrage: Wisst ihr eigentlich, was ein „Kapf“ ist? Nein? Keine Sorge, wir klären euch auf: Ein „Kapf“ bezeichnet eine markante Erhebung, einen Felsen oder Hügel in der Landschaft – quasi einen Aussichtspunkt mit Wow-Faktor. Und ja, die Kapfhöhe hat diesen Namen definitiv verdient.

So endete unsere 12 Kilometer lange Wanderung mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht und einer inneren Ruhe, die nur das Waldbaden und die Schönheit der Natur schenken können. Und das Beste daran? All diese Ausblicke und Momente gab es völlig kostenlos dazu.

Bis zur nächsten Wanderung – und denkt dran: Das Abenteuer wartet direkt vor der Haustür!

Euere Wanderfreunde die "JacoMis" 


                     Herbstlandschaft 


                   Hoch über Tuttlingen 


                    Hoch über Tuttlingen 


                    Wanderweg 


                                     Wanderweg 


                        Libelle 


                    Schwefelporling 


                    Rastplatz Kapf 


                    Herbst im Mischwald 


                               Ohne Worte 💚 


                                Natur pur 


                      Ausblicke 


                   Kulisse "Schwäbische Alp" 


                            Wanderweg - Wegweisung 


                    Kronendach - Blick 


                  Holzstapel mit 😀 


                     Blickfang Rotbuche 


                              Buchen-Schleimrübling 


                   Blick auf Tuttlingen 


                    Blick auf Tuttlingen 


                   Auf Wiedersehen












Sonntag, 18. Oktober 2026

Oktober - Jetzt ist es Herbst

## Herbstgedanken: Warum wir den Herbst lieben.

Oh, der Herbst! Diese Jahreszeit, die sich nicht entscheiden kann, ob sie uns mit strahlendem Sonnenschein verwöhnen oder uns mit Nieselregen piesacken soll. Am Wochenende noch Sonnenbrille und Flip-Flops, heute schon wieder der Griff zum Regenschirm. Und die Nächte? Kühl wie ein Kühlschrank, während der Morgennebel uns in eine mystische Welt entführt.

Aber was wäre der Herbst ohne seinen berühmten Indian Summer? Noch sind viele Bäume grün, aber keine Sorge, die Hitze und Trockenheit des Sommers haben ihnen schon ordentlich zugesetzt. Bald wird alles in den prächtigsten Farben erstrahlen. Wir geben es zu: Wir sind bekennende Fans von Frühling und Herbst. Denn wann sonst zeigt sich die Natur in einer solch bunten Vielfalt?

Nehmen wir uns ein Beispiel an der Natur und gestalten auch unseren persönlichen Lebensherbst farbenfroh. Schon Willy Meurer wusste: "Es ist erstaunlich, wie viele Wörter, Zitate und Sprüche es zum Thema Herbst gibt." Und wir? Wir lieben Aphorismen genauso sehr wie die goldenen Blätter an den Bäumen.

Der gute alte Goethe hatte da auch schon seine Gedanken: „Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen.“ Ein klares Zeichen dafür, dass das Leben den Lebendigen gehört und wir alle auf Wechsel gefasst sein sollten.

Und dann gibt es noch Esragül Schönast, die den Herbst so treffend beschreibt: Wenn die bunten Blätter unsere Wege schmücken und eine Tasse Tee plötzlich ganz anders wärmt – dann ist es wieder soweit: Herbstklopfen. ♥

Monica Minder bringt es auf den Punkt: "Herbstzauber - Schenk mir das Wort, das sich erhebt für deine Fülle." Ein paar unserer Lieblingszitate über den Herbst dürfen da natürlich nicht fehlen:

- „Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein.“ (Hugo von Hofmannsthal)

- „Wie schön die Blätter älter werden. Voller Licht und Farbe sind ihre letzten Tage.“ (John Burrough)

- „Ist das nicht ein echter Herbsttag? Nur die stille Melancholie, die ich liebe – die Leben und Natur in Einklang bringt.“ (George Eliot)

- „Im Herbst steht in den Gärten die Stille, für die wir keine Zeit haben.“ (Victor Auburtin)

- „Beachte, dass der Herbst mehr die Jahreszeit der Seele als der Natur ist.“ (Friedrich Nietzsche)

- "Auch die Einsamkeit ist manchmal etwas Schönes - ah, der Herbstabend!" (Yosa Buson)

- „Herbst, des Jahres letztes, schönstes Lächeln.“ (Thornton Wilder)

Man könnte ewig weiterschwelgen, aber wir schließen mit einem Zitat des japanischen Samurai und Waka-Poeten: "Wenn einer einen blütenreichen Frühling und einen satten Herbst erlebt, so muss er sich doch eingestehen, dass es schön ist, Mensch zu sein."

Also, schnappt euch eure Kamera und genießt unsere Fotoserie – ein Vorgeschmack auf die Farben des Herbstes. Denn eines ist sicher: Der Herbst ist da, um uns zu verzaubern! 🍂📸


                     Baumgruppe Roteichen 


                      Feldahorn 


                     Offene Feldlandschaft 


                     Wilder Wein (Jungfernrebe) 


                      Wilder Wein (Jungfernrebe) 


                      Ahornlaub 


                     Rotahorn - Zuckerahorn 


                   Spitzahorn - Gipsbrüche Sperenberg 


                    Waldweg im Oktober 


                    Roteichen - Ende Oktober 


                     Ahornblatt - Herbstidylle 


                    Seelandschaft im Oktober 


                     Fliegenpilze 


                      Roteichenlaub 


                     Wilder Wein  


                     Ahornlaub 


                  Fernwanderweg E10 - Alexanderdorf 


                  Strauchgruppe 


                     Japanischer Fächerahorn 


                     Ahornbaum 


                    Sonnenlicht im Laubwald 


                     Pilze des Waldes






Donnerstag, 15. Oktober 2026

Damals wars in Bern - Erinnerungen


 


Hallo liebe Leser und Leserinnen, es war ein paar Tage ruhig auf unserem Blog. Aber in JacoMis bunter Welt läuft immer etwas...und wenn es auch nur ein Nasentropf ist.

Anhand meiner Fotos vom alten Berner Bus, seht ihr, wir waren wieder auf einen Besuch bei meiner Mam im Pflegeheim. Eine Mutter - Tochter Bindung hält bei uns bis zum letzten Atemzug oder ich würde sagen, bis in die Weiten des Universums....
Dort wo ein Stern ordentlich aufgeräumt ist, es Blumen in der Vase hat, die Musikwelle gehört wird und es immer an der kleinen goldenen Glocke läutet, weil wieder Besuch von Engeln vor der " Wolken - Türe " stehen....da wird meine Mam wohnen.
Nun, ein besonders helles Sternzeichen ist das Sternbild des Krebses nicht. Das Markanteste sind seine zwei offenen Sternhaufen. Aber nach dem Tetrabiblos des Claudius Ptomeläus ist der Krebs weiblich, der Mond ist Herrscher des Zeichens und Jupiter ist im Krebs erhöht. Mit Skorpion und Fisch bildet der Krebs das Trigon des Elements Wasser und mit Waage, Steinbock und Widder das Quadrat der vier tropischen oder Kardinalzeichen.
( Siehe Link am Ende des Posts )

Was bedeutet das....Das Element Wasser steht für Gefühl, Hartnäckigkeit und Neutralität !!!

Stetes Wasser höhlt den Stein. Im Wasser spiegelt sich unser Antlitz, die Wolken, die Farbe des Himmels und es reflektiert das Leuchten des Mondes, das Glitzern der Sterne und die Strahlkraft der aufsteigenden oder versinkenden Sonne...und trotzdem ist Wasser farblos und klar...Es ist für uns Lebewesen neutral. Oder es sei denn, es enthält Substanzen von unserem Erdinnern oder durch Schandtaten von uns Menschen.
Warum erzähle ich euch das? Weil meine Mam die Begabung hat, die Menschen nicht zu beurteilen oder zu verurteilen und eine Situation so nimmt wie sie ist. Sie ist neutral. So sieht sie die Person als Mensch, unabhängig ihrer Herkunft und ihrer Gesinnung. Sie geniesst den Augenblick mit dieser Person, hört zu, hat Mitgefühl aber sie hält sich raus aus Ehekrisen, oder Erbstreit, oder anderen privaten Angelegenheiten. Sie bleibt neutral.

Zugegeben, diese Neutralität brachte mich oft auf die Palme....Wie kannst du nur mit so einem sturen verblödeten Büffel oder so einer aufgeplusterten hirnlosen Schnattergans, einen Kontakt pflegen....und meine Augen funkeln wild.                      Die Sogwirkung die diese Lebensphilosophie meiner Mam auslöst, ist enorm. Sie hat einen grossen Bekanntenkreis durch alle Schichten der Gesellschaft hindurch und alle fühlen sich wohl bei ihr, schätzen ihren Humor und ihre Loyalität. Natürlich bildet sie sich eine Meinung zu diesen Personen oder einer Situation. Aber die behält sie für sich, oder nur ich erfahre sie. 
Nun, ich habe mein Temperament bereits gezügelt. Der Weg ist das Ziel.. ja liebe Leute, wir sollten lernen neutral zu denken und neutral zu handeln....das ist der Weg zum Frieden !!!


Sooo.....Nein in diesem Post will ich nicht zum Friseur, wie es so witzig in diesem Coiffeursalon dargestellt wird, sondern ich möchte euch nach diesem Philosophischen Auftakt jetzt ein wenig vom Monbijou Quartier in Bern erzählen. Übrigens dieser Coiffeursalon im Monbijou, hat seit vielen Jahren so witzige Schaufenster....Bravo !
Im Monbijou Quartier, nicht weit weg vom Bahnhof Bern, haben mein damaliger Mann und ich in unserer Praxis gearbeitet. Zudem habe ich dort mein Malatelier gehabt und eine Galerie der Sonntagsmaler betrieben. Da werde ich euch in einem anderen Post davon erzählen.
Denn dieses Monbijou Quartier ist interessant, weil es zum Teil aus einer Blockrandbebauung besteht. Also einfach erklärt; es sind viergeschossige Mietshäuser in einer Reihe gegen die Strasse und zusammen bilden sie einen Innenhof. So ein Baugeviert ist zu sehen an der Monbijoustrasse, Schwarztorstrasse, Gutenbergstrasse, sowie an der Kapellenstrasse.














Einfach wunderbar diese Häuser. Was sie so besonders macht sind die verputzten Flächen und Malereien mit Elemente des Jugendstils, sowie die Erker und die risalitartigen Vorbauten. Auch der kleine Florapark, der sich neben dem Gebäude der ehemaligen Mädchensekundarschule - Monbijou befindet, kenne ich gut. Da war ich oft mit meinem Hund.


Das historische Eingangstor


Der Florabrunnen




Ursprünglich war dieser Park ein Friedhof für die damaligen wohlhabenden Burger. Aber auch die " Hintersassen " oder auch Kossäten genannt, sowie die " Hörigen " durften dort begraben werden. 1897 wurde der Friedhof aufgegeben und das Schulhaus wurde gebaut.




Auch hier kann man schöne Details entdecken.
Gleich nebenan befindet sich die Berner Synagoge der Jüdischen Gemeinde Bern. Sie wurde 1906 erbaut und wunderschön finde ich die historischen orientalisch - maurischen Stilelemente.
Übrigens gleich auf der anderen Strassenseite ist die Amerikanische Botschaft. Als ich noch in diesem Quartier mit meinem Hund unterwegs war, konnte ich noch ab und zu mit einem Schutzmann und seinem Wachhund ein paar Worte wechseln und die Hunde konnten sich am Zaun beschnuppern. Das sind längst vergangene Zeiten. Heute ist dieses Gelände ein Hochsicherheitstrakt und die Sicherheitsleute verziehen keine Miene. Profitieren kann da natürlich gegenüber die Synagoge, die haben sie mit ihrem Sicherheitssystem im Blick. Und das ist gut so.


In einem nächsten Post werde ich euch ein paar Lebensgeschichten erzählen die ich im Monbijou Quartier erlebt habe.
Wer gerne mehr wissen möchte, zum Beispiel was " Hintersassen " sind, hier ein paar Links.
Ich sage " Tschou zäme " Tschüss bis zum nächsten Post, eure Mis von den JacoMis 😊






Zeitreisen - Wandern entlang des Kapf-Höhenwanderweg

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