Donnerstag, 29. Oktober 2026

Hegauer Kegelspiele - Burgenwanderweg Nr. 4

 # Hegau – Vulkantour auf dem Burgenweg Nr. 4

## Herbstfarben, Burgruinen und ein Geist mit Hausverbot fürs Jenseits

Im Hegau stehen ungefähr ein Dutzend erloschene Vulkane herum – und das ausgesprochen dekorativ! Als **„Hegauer Kegelspiele“** prägen sie die Landschaft. Neun dieser markanten Gesellen möchten wir euch nach und nach vorstellen. Keine Sorge: Für unsere Touren braucht ihr Wanderschuhe, aber keinen feuerfesten Anzug.

Am **27. Oktober 2026** war ich wieder als Scout unterwegs. Mein Auftrag: den **Burgenweg Nr. 4** erkunden. Die Strecke verbindet **Hohentwiel, Hohenkrähen, Mägdeberg und Mühlhausen** – also reichlich Aussicht und alte Mauern für einen Tag.

Da wir den Hohentwiel bereits im Blog vom **11. April 2025** vorgestellt haben, startete ich diesmal in **Mühlhausen**. Man muss ja nicht jeden Vulkan zweimal wachküssen.

## Herbstkino zwischen Streuobstwiesen und Vulkanen

Entlang des Wanderwegs zeigte sich der Herbst von seiner besten Seite. Bei herrlichem Sonnenschein leuchteten die Streuobstwiesen und Laubbäume um die Wette. Gelb, Orange, Rot – die Natur hatte offenbar beschlossen, sämtliche Farbregler nach rechts zu schieben.

Dazwischen sorgten blühende **Phacelia-Felder** für leuchtend blaue Farbtupfer. Die Pflanzen dienen als Gründüngung und Bienenweide. Praktisch: Bodenpflege, Insektenbuffet und hübsche Aussicht in einem!

Die Burgen **Hohenkrähen und Mägdeberg** blieben unterwegs fast ständig im Blick. In der Ferne ließ sich außerdem der **Hohenhewen** entdecken. Im Hegau braucht man wirklich keine Wegbegleitung – irgendwo schaut immer ein Vulkankegel über die Landschaft.

## Am Hohenkrähen: Erst mal unten bleiben

Mein Weg führte mich bis zum Fuß der **Burgruine Hohenkrähen**. Den Aufstieg sparte ich mir für eine gemeinsame Erkundung mit der „Mis“ auf.

Vielleicht hatte mich aber auch die Sage vom **Poppele** ein kleines bisschen gebremst. Natürlich nur aus kulturhistorischem Respekt. Ganz bestimmt nicht, weil ich einem schlecht gelaunten Burggeist allein begegnen wollte …

### Poppele – der Burggeist mit Nachtschicht

Der Überlieferung nach lebte Anfang des 15. Jahrhunderts der Burgvogt und Raubritter **Popolius Maier** auf der Burg. Wegen seiner Bosheiten soll er dazu verdammt sein, als **„Burggeist Poppele“** rastlos durch die Umgebung zu ziehen.

Ein Feldkreuz am Fuß des Berges soll vor ihm schützen. Ob es auch gegen müde Wanderbeine hilft, ist leider nicht überliefert.

Poppele begegnet uns in zahlreichen lokalen Sagen und spielt eine wichtige Rolle in der **Singener Fastnacht**. Vom gefürchteten Raubritter zur Fastnachtsfigur – auch eine ungewöhnliche Karriere.

## Eine Burgruine mit tierischen Mitbewohnern

Die hochmittelalterliche Burg Hohenkrähen liegt bei **Mühlhausen-Ehingen**, nördlich von Singen. Ihre Ruine thront auf dem **644 Meter hohen Hohenkrähen**, auch „Krayen“ genannt.

Der vulkanische Berg ist von Bäumen und Sträuchern überwachsen. Zum Gipfel führt ein schmaler Pfad – die Burg liefert also nicht nur Geschichte, sondern bei Bedarf auch ein kleines Wadentraining.

Bemerkenswert sind die teils sehr alten Linden an den Bergflanken. Ihre Bestände gelten als größter Lindenwald Westdeutschlands. Außerdem lebt hier eine der größten **Siebenschläferpopulationen Deutschlands**.

Die kleinen Bewohner haben beim Thema Burgenbesichtigung vermutlich einen klaren Vorteil: Sie sind schon da und müssen nicht erst den Berg hinauf.

## Weiter zum Mägdeberg

Durch die sonnengeflutete Kultur- und Agrarlandschaft ging es weiter, vorbei am **Offerenbühl** mit seinem Gipfelkreuz und schließlich zur **Burgruine Mägdeberg**.

Den Mägdeberg habe ich ausführlich erkundet. Was es dort zwischen alten Mauern und schönen Ausblicken zu entdecken gibt, erzähle ich euch **im nächsten Blogbeitrag**. Ein bisschen Spannung muss schließlich bleiben – auch ohne Burggeist.

**Seid ihr bei der Wanderung dabei?** Dann kommt mit! Hier im Blog geht das sogar ganz ohne einen Tropfen Schweiß. Die Höhenmeter übernehme ich, ihr genießt die Aussicht.

**Los geht’s – die Hegauer Kegel warten!** 


                    Burgruine Hohenkrähen 


                     Phacelia - Bienenweide 


                     Burgruine Mägdeberg 

                    Binningen - Hegau 


                    Hügel- & Feldlandschaft 


                   Kultur- & Agrarlandschaft 


                    Burgenweg Nr. 4 


                  Burgruine Hohenkrähen 


                    Vulkankegel Offerenbühl 


                    Gipfelkreuz 


                       Burggeist "Poppele" 


                   Vulkankegel "Hohenhewen" 


                    Herbstfarben 


                     Streuobstwiese 


                   Burgruine Hohenkrähen 


                    Vulkanlandschaft 


                   Vulkankegel Hohenkrähen 


                  Burgenweg Nr. 4 


                     Hügellandschaft - Hegau 


                    Weideidylle 


                     Haselnussallee 


                     Auf Wiedersehen... 


            Burgenweg Nr. 4 

            Hohentwiel - Blog vom 11.04.2025










Montag, 26. Oktober 2026

Mein Leben in der ehemaligen DDR - Wehrdienst bei der Bereitschaftspolizei

# Drei Jahre bei der Bereitschaftspolizei der DDR: Erinnerungen an meinen Wehrersatzdienst

Am 1. November 1966 wurde ich zur 20. VP-Bereitschaft nach Potsdam-Eiche einberufen. Damit begann meine dreijährige Dienstzeit bei der Bereitschaftspolizei der DDR. Rückblickend war es eine Zeit strenger Ausbildung, eines stark geregelten Alltags und besonderer Einsätze. Zugleich entstanden Freundschaften, die weit über die Dienstzeit hinaus Bestand hatten.

## Grundausbildung und ein außergewöhnlicher Einsatz

Der erste Monat stand ganz im Zeichen einer straffen Grundausbildung. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir jedoch ein Einsatz nach dem Absturz eines amerikanischen Postflugzeugs in der Nähe von Potsdam. Das Flugzeug war mit dem 63 Meter hohen Alten Mühlenberg kollidiert und explodiert. Alle drei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Unsere Aufgabe bestand darin, Überreste der Post einzusammeln. Bis unmittelbar an die Absturzstelle durften wir allerdings nicht vordringen: Dort übernahm die Sowjetarmee.

Von Dezember 1966 bis Mai 1967 folgte in Liegau-Augustusbad in Sachsen meine Ausbildung zum Oberwachtmeister und zugleich zum Geschützführer für das RG-82. Auch diese Monate waren von hohen körperlichen und militärischen Anforderungen geprägt.

## Als Gruppenführer zurück in Potsdam

Im Juni 1967 kehrte ich nach Potsdam zurück. Dort übernahm ich als Gruppenführer in einer SPW-Kompanie die Verantwortung für eine von  vier Geschützbedienungen.

In diesen Monat fiel auch der Sechstagekrieg im Nahen Osten. Bei uns wurden nun Märsche über 50 Kilometer mit voller Ausrüstung angesetzt. Hinzu kamen Nachtmärsche über 15 Kilometer und häufige Nachtalarme. Kleine Freiräume wussten wir dennoch zu nutzen: Wer geschickt war, fand zwischendurch sogar Gelegenheit, sich einen türkischen Kaffee aufzubrühen.

## Der Alltag zwischen Ausbildung und Dienstpflichten

Der Tagesablauf war weitgehend festgelegt:

- **6.30 Uhr:** Wecken, Frühsport und Frühstück  

- **8.00 Uhr:** Beginn der Ausbildung  

- **Mittagessen + Pause  

- **14.00 bis 17.00 Uhr:** Weitere Ausbildung  

- **18.00 Uhr:** Abendessen  

- **Bis 21.30 Uhr:** Freizeit  

- **22.00 Uhr:** Nachtruhe  

Regelmäßige Wach- und Küchendienste ergänzten den Ausbildungsbetrieb. Gelegentliche Kinobesuche im Objekt sorgten für etwas Abwechslung. Auch Einsätze zur Suche nach Straftätern gehörten zu unseren Aufgaben.

Manche Erfahrungen wurden schnell zum gemeinsamen Wissen unter den Kameraden. Wenn beim Appell gefragt wurde, wer Klavier spielen könne, meldete man sich besser nicht: Dahinter konnte sich die Aufforderung verbergen, Kohlen in den Keller zu schippen.

Ein fester Bestandteil des Dienstes war außerdem der politische Unterricht, den wir untereinander spöttisch „Rotlichtbestrahlung“ nannten.

## Feldlager, Ausgang und Kameradschaft

Im Sommer wie im Winter fanden regelmäßig Feldlager im Wald statt, die bis zu zehn Tage dauerten. Für die Winterlager wurden die Zelte etwa 60 Zentimeter tief in die Erde eingelassen und mit Stroh ausgelegt. Ein Kanonenofen sorgte für Wärme. Trotz des Schnees blieb mir deshalb weniger die Kälte als vielmehr die besondere Form dieser Unterbringung in Erinnerung.

Ausgang bis Mitternacht war selten. Im Monat gab es einen Tag Urlaub; die vorgeschriebene Gefechtsstärke musste jederzeit gewährleistet bleiben. Dabei bestanden Unterschiede zwischen den Angehörigen des 18-monatigen Grundwehrdienstes und denjenigen mit einer dreijährigen Dienstzeit wie mir.

Unabhängig davon war der Zusammenhalt gut. Wir kamen aus unterschiedlichen Bezirken der DDR, lernten aber, uns aufeinander zu verlassen. Einige der damals entstandenen Freundschaften hielten auch nach dem Ende des Dienstes an.

## Der Einsatz an der Grenze zur ČSSR 1968

Ein weiteres prägendes Erlebnis war unser Einsatz an der Grenze zur damaligen ČSSR Ende August 1968. Hintergrund war die gewaltsame Niederschlagung des Prager Frühlings durch die sowjetisch geführte Intervention.

Unsere Aufgabe im Zusammenhang mit der „Operation Donau“ bestand in der Kontrolle der DDR-Grenze zur ČSSR. In Erinnerung geblieben sind mir unter anderem Fahrzeuge von DDR-Urlaubern, die zurückkehrten und teilweise mit Hakenkreuzen beschmiert waren.

## Rückblick auf eine prägende Zeit

1969 endete meine Dienstzeit bei der Bereitschaftspolizei. Aus diesen drei Jahren könnte ich noch viele weitere Anekdoten erzählen.

Obwohl Fotografieren damals nicht erwünscht war, hatte ich einen kleinen Fotoapparat im Gepäck. Die entstandenen Schwarz-Weiß-Aufnahmen geben heute einen persönlichen Einblick in meinen damaligen Alltag.

Mein Rückblick bleibt zwiespältig: Die Kameradschaft und die gemeinsamen Erfahrungen sind mir wichtig. Zugleich ist meine heutige Haltung eindeutig: Für einen Kriegsdienst würde ich mich nicht mehr einspannen lassen – auch nicht für das heutige Deutschland. 


                   Grundausbildung - Handgranatenwurf 


                              Grundausbildung 


                                Beförderung 


                                 Unterwegs im SPW 


                               Gut getarnt im SPW 


                      RG-82 


                     Gefechtsbereit 


                       Ziel anvisiert 


                                 Drahtseilakt 


                             AK47 - Kalaschnikow 



                   Geschützbedienung 


                              Scharfschützengewehr - M52 

                                  Sommer 1967 


                   Sommer 1967 


                                    Freizeit 


                                 Spaß in der Kiesgrube 


                             Spaß in der Kiesgrube 


                              Zugausbildung 


                              Geschütz putzen 


                   RG82 im Manöver 


                               Auf Wiedersehen... 


                     PAN AM Flug 708 - Wikipedia 

                     Prager Frühling - Wikipedia 





Samstag, 24. Oktober 2026

Alles hat seine Zeit - Stille


Mein Kunstwerk das beim Betrachten Trost, Zuversicht und Gelassenheit spenden soll.
Es ist aus der Serie: Meine Moderne Kunst
Das Motiv ist die Kirche Saint-Étienne in Uzès, Département Gard, Frankreich.
Ein Ort und eine Landschaft an die ich glückliche Erinnerungen habe.
Titel: Silence ( Stille )

Liebe Leser und Leserinnen, das Internet ist voll mit Kommentaren zu unserem Weltchaos. Heute bin ich mal still und lasse ein Jahrtausende altes biblisches Lehrgedicht sprechen. Es steht im Buch Prediger, Kapitel 3, Verse 1 -8 im Alten Testament.

ALLES HAT SEINE ZEIT

Alles hat seine Zeit,
und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:

Geboren werden hat seine Zeit,
sterben hat seine Zeit;

pflanzen hat seine Zeit,
ausreissen hat seine Zeit;

töten hat seine Zeit,
heilen hat seine Zeit;

abbrechen hat seine Zeit,
bauen hat seine Zeit;

weinen hat seine Zeit,
lachen hat seine Zeit;

klagen hat seine Zeit,
tanzen hat seine Zeit;

Steine wegwerfen hat seine Zeit,
Steine sammeln hat seine Zeit;

herzen hat seine Zeit.
aufhören hat seine Zeit;

suchen hat seine Zeit,
verlieren hat seine Zeit;

behalten hat seine Zeit,
wegwerfen hat seine Zeit;

zerreissen hat seine Zeit,
zusammennähen hat seine Zeit;

schweigen hat seine Zeit,
reden hat seine Zeit;

lieben hat seine Zeit,
hassen hat seine Zeit;

STREIT hat seine Zeit,
FRIEDE hat seine Zeit.


Liebe Leserschaft, gute Gedanken und gute Musik sind universell. Sie kennen keine Grenzen. Es ist die Sprache der Verständigung, des respektvollen Miteinander und der Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit.
In diesem Sinne geniessen wir doch zusammen ein friedliches Wochenende und einen meiner Lieblingstitel von DIDULA:  Der Flug zum Merkur.
Und nicht vergessen, alles hat seine Zeit....Morgen 25. Oktober ist Zeitumstellung auf Winterzeit.

Tschüss eure Mis von den JacoMis 😊



Freitag, 23. Oktober 2026

Kunst muss Gutes tun - Die Freude an der Kreativität


Hallo liebe Leser und Leserinnen, das Wochenende steht vor der Türe, da wollen wir uns doch mit etwas Positivem beschäftigen. 😊

Aus meiner Sicht sind Menschen die ein Hobby haben beneidenswert. Damit meine ich nicht das liebste Hobby der Schweizer " das Zeitung lesen " oder mittlerweile stundenlang am Handy oder Laptop herumhängen. Das ist für mich eine passive, oberflächliche Beschäftigung, die uns wohl informiert oder amüsiert, aber ganz schnell " süchtig " macht. Bei Kinder, Jugendlichen und auch Erwachsenen so sehr, dass sie medizinische und psychologische Hilfe benötigen. 
Da komme ich " Moral - Tante " doch gleich wieder mit der Weisheit vom Schweizer Arzt, Alchemisten und Naturforscher Paracelsus ( 1493 - 1541 ) daher:

" Die Dosis macht das Gift - oder der ganze Spruch von ihm, der lautet: Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; alleine die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei."

Ich meine diese weise Erkenntnis sollten wir nicht vergessen. Im Gegenteil, ich bin der festen Meinung, sie ist nötiger denn je !!! In der Politik...dem Konsumverhalten...im Macht - und Besitzdenken...in der Finanzwelt....denn wir wissen ja, Geld, Silber, Gold und Edelsteine sind die Geschwister des Teufels...da brauchen wir uns nur mit Historik und Geschichte zu befassen. Auch in der " Modernen Gestaltung " unserer Großstädte, die langsam eine Grösse von 40 Millionen erreichen, kommt es auf die Dosis an. Schaut euch doch diese Gesellschaft mal kritisch an !!! Oder schaut euch die Architektur dieser Städte an, wo sich Stararchitekten für schwindelerregende Honorare, austoben und hochgejubelt werden. Ich lasse hier das Thema Ressourcen, Verdrängung der Natur, Physische und Psychische Gesundheit dieser Stadtmenschen, mal aussen vor !

Liebe Leserschaft, je älter ich werde und je mehr ich mich mit unserem Welttheater beschäftige, je mehr bin ich der festen Überzeugung:

" Der Schlüssel zum Glücklich sein, liegt in der Einfachheit, im Einklang mit der Natur und in der schöpferischen Kreativität ". Daher muntere ich alle auf, sucht euch ein schöpferisches Hobby. Es wird euch von der Zehenspitze bis zu den Haarwurzeln glücklich machen. Das ist kein fauler " Zauberspruch ". Nein, das ist meine Lebenserfahrung, die ich erfahren durfte in meinen zwei Jobs. Dort lernte ich solche Menschen kennen. Sie erzählten mir von ihren Bonsais...ihrer selbst gebauten Hobby Eisenbahnanlage...stolz trugen sie ihre selbst gestrickten Pullover...ihre selbst angefertigten Handtaschen und Einkaufstaschen aus ausgedienten Planen ( es sind meine liebsten Taschen ) ihre selbst gezüchteten Usambara Veilchen...ihre selbst geschriebenen Gedichte...und vieles mehr. Was bei allen diesen Frauen und Männer gleich war; sie strahlten beim Erzählen, ihr Gesicht war entspannt, die Schmerzen und die sorgenvollen Gedanken waren weg, und ihre Augen funkelten wie zwei Edelsteine: eben das pure Glück !!!
Übrigens da können wir " Westler und Europäer " von den Japaner noch viel lernen...


Eine solche kreative Gruppe haben Jaco und ich in unserem Ausflug nach Laufenburg, die Doppelstadt in Deutschland und der Schweiz, entdeckt.
Es sind die " Laufenburger Häkelfrauen ".
Seit mehreren Jahren gestalten sie unter dem Patronat des offiziellen Altstadtdekoteam, sowie des Förderverein Tourismus Laufenburg, gehäkelte und gestrickte Wolltextilkunst.
Auch unter dem Begriff " Guerilla Knitting " bekannt.
Was diese 10 - 30 Frauen und Seniorinnen, unter der Leitung von Jutta Leuenberger, für ein Kunstwerk gestalteten ist für mich einfach sensationell. Das hätte ich mit meiner Malerei nicht besser gekonnt. Schaut wie schön...




Einfach toll...Das Textilkunstwerk ist ca. 4 Meter lang und ist zu besichtigen am Mittleren Brunnen in der Altstadt in Laufenburg D. ( Wie lange noch weiss ich nicht )
Es stellt die historische, am Rhein gelegene Häuserfront der doppelstädtischen Gemeinde Laufenburg dar. Und hier sind diese Künstlerinnen...








Sie haben gleich noch beide Stadtteile mit " verrückten Stühlen " dekoriert. Auch lustig und voller Fantasie.


Hier sind noch ein paar Exemplare




Wie ich aus dem Internet entnehmen konnte, haben diese " Häkelfrauen " sogar die berühmte Kuh Belinda in einem Bild festgehalten. Diese Kuh sorgte 1917 und 1919 nämlich für Schlagzeilen in den Medien. In der Aargauer Gemeinde Habsburg - CH brach auf der Weide, der Boden unter Belinda ein, und sie stürzte 6 Meter in die Tiefe. Eine spektakuläre Rettungsaktion barg diese unversehrte, aber erschrockene Kuh. Es stellte sich heraus, dass dies eine Jahrhundertealte und insgesamt 12 Meter tiefe Zisterne war, die als Wasserreservoir diente und mit dem Schloss Habsburg in Verbindung steht. Ha...ha, Leute, ich liebe solche Geschichten. Genau deshalb rennen Jaco und ich in Heimatmuseen, Naturmuseen, Kloster, Friedhöfe...und...und. Das ist doch das Salz in dieser " Weltsuppe ",  nicht Kriege !!!!!

Gleich zwei Jahre später, als diese Belinda auf einen anderen Bauernhof kam, der direkt am Rhein liegt, war sie auf ihrer neuen Weide so durcheinander, dass sie dachte, ausreißen und fliehen....ä Chöpfeler i Rhy ich übersetze; ein Kopfsprung in den Rhein...ha...ha, der führte zu diesem Zeitpunkt Hochwasser und nahm sie mit. Zum Glück blieb diese damals sogar trächtige Kuh Belinda, am Ufergebüsch hängen. So wurde sie durch eine dramatische grenzübergreifende Rettungsaktion wieder unversehrt geborgen. Auch diese Geschichte ging durch alle Medien.
So und hier ist dieses wilde Kuhmädchen Belinda.


Liebe Leserschaft und vor allem Kunstförderer und Museumsdirektoren und Kuratoren ( selbstverständlich auch Innen ), solche Kunstwerke wie das Panoramabild oder auch die Kuh Belinda, gehören samt der Geschichte in ein Museum für Naive Kunst. Diese Stilrichtung ist seit vielen Jahrzehnten in der Kunst etabliert. Es werden Spitzenpreise erzielt in renommierten Auktionshäuser. Galerien oder kleinere Museen International, präsentieren nur solche Kunst. Oft in Kombination mit Art Brut oder Outsider Art. Es ist eine Kunstrichtung die einem breiten Publikum Freude bereitet und Internationale Kunstsammler und Sammlerinnen sind auch vorhanden. Prominente Maler und Malerinnen ebenfalls. Da wäre Henri Rousseau, Niki de St. Phalle....

Hier besteht gerade in unserer Schweiz ein Handlungsbedarf !!!!!

Es ist mir klar, dass die Wahrnehmung, die Empfindung und auch der Begriff Schönheit, sich durch unsere künstliche und vertechnisierte, digitale Welt, verändert hat. Aber Zeitgenössische Kunst, Installationen jeder Stilrichtung, werden langsam langweilig....sie sind Seelenlos und sie haben jede Menge Konkurrenz durch Projektionen und Werbung an Hausfassaden in unseren modernen Städten oder durch KI - Kunst. Zudem sind die Exponate in unseren Museen für zeitgenössische Kunst von einer monotonen Gleichheit. 

Sorry Leute, das musste einfach mal klar und deutlich gesagt sein !!! 

 

 

 

 

                                                                                                                                              Und sonst brauchen wir nur die Nachrichten und Reportagen in unseren Öffentlich Rechtlichen Fernsehsender zu schauen, da habe ich genug Abstraktes, Skurriles und Hässliches zu sehen !
Hier sage ich als aufmüpfige Vertreterin der schönen Naiven Kunst und dem Kunsthandwerk; Künstler und Künstlerinnen, in dieser unsicheren und chaotischen Zeitepoche, ist unsere Naive Kunst eine Insel, wo die Seele ihre Ruhe findet. Nämlich in der einfachen Schönheit solcher Bilder, oder Gegenstände !!! Schliesst euch in Gilden für Naive Kunst zusammen. Seid euch über den Wert eurer Kunst bewusst und habt den Mut diesen Wert einzufordern !

Warum ich so rede ? Seit meiner letzten Ausstellung, als ein französischer Maler und Galerist, sowie Kenner der Vinzent van Gogh Bilder, mich an der Ausstellung über eine Stunde wegen meinen Bilder ins Gebet nahm....
Diese Geschichte erzähle ich euch an Halloween, zur Geisterstunde. Ich sage Tschüss, bis bald, eure Mis von den JacoMis.






Hegauer Kegelspiele - Burgenwanderweg Nr. 4

 # Hegau – Vulkantour auf dem Burgenweg Nr. 4 ## Herbstfarben, Burgruinen und ein Geist mit Hausverbot fürs Jenseits Im Hegau stehen ungefäh...