### Eine Radtour durch die Zeit: Von Go-Karts, Adel und Sonnenblumenfeldern
Ach, die guten alten Zeiten! Damals, als der Sommer noch nicht so heiß war, dass man sich fragte, ob die Sonne nicht heimlich einen Vertrag mit der Saunaindustrie abgeschlossen hatte. Es waren noch gute Zeiten, dolle Sommer und vor allem hatte eine bestimmte Dame noch nicht die Aussage getätigt: "Wir schaffen das!" - Es war der 16. Juli 2013, 25 Grad im Schatten, und ich, mutig wie ein Ritter ohne Rüstung, schwang mich auf mein Pegasusfahrrad – natürlich ohne E-Motor. Denn wer braucht schon elektrische Unterstützung, wenn man die pure Muskelkraft und den Wind in den Haaren hat? (Okay, der Wind war vielleicht eher ein laues Lüftchen, aber lasst uns nicht kleinlich sein. Was sind schon 75 Km?)
Der Startpunkt meiner epischen Reise war "Am Mellensee". Ein Ort, der so idyllisch klingt, dass man fast erwartet, dass Heidi und ihr Großvater jeden Moment aus einer Holzhütte winken. Und los ging's! Die erste Station: Baruth Schlosspark, kunstvoll gestaltet von keinem Geringeren als Peter Joseph Lenné. Nein, nicht der ältere Lenné, sondern der jüngere – weil wir hier schließlich keine halben Sachen machen!
Zwischen historischer Pracht und adeliger Eleganz fand ich mich plötzlich auf einer Go-Kartbahn in Waldow wieder. Ein kleiner Sprung von der Vergangenheit in die Gegenwart. Ich überlegte kurz, ob ich mein Fahrrad gegen ein Go-Kart tauschen sollte. Aber dann fiel mir ein, dass Go-Karts keinen Gepäckträger für meine Snacks haben. Prioritäten!
Weiter ging es zur historischen Glasmachersiedlung in Glashütte. Ich fragte mich, ob sie auch Glühbirnen machen – wäre praktisch für all die Geistesblitze, die ich beim Radfahren habe. Danach führte mein Weg nach Paplitz. Ein Dorfbackofen und eine alte Dreschmaschine von Claasen standen dort wie zwei Relikte einer Zeit, in der Brot noch mit Liebe und nicht mit Konservierungsstoffen gebacken wurde. Leider wurde an diesem Tag kein Brot gebacken – wahrscheinlich waren die Bäcker im Urlaub. Oder sie hatten einfach keinen Bock.
Auf dem Heimweg passierte ich endlose Sonnenblumenfelder. Sie lächelten mir zu, als wollten sie sagen: "Du hast es fast geschafft!" Und schließlich erreichte ich wieder den Mellensee. Dort wartete die "Beste Bank" auf mich – nicht die, bei der man Geld anlegt, sondern die, auf der man sich nach einer langen Tour die müden Beine ausruhen kann.
In meiner Fotoserie könnt ihr sehen, wie das alles aussah – zumindest solange mein Finger nicht wieder den Objektivdeckel verdeckt hat. Also, schwingt euch auf eure Drahtesel und begleitet mich auf meiner nächsten Tour! Wer weiß, vielleicht treffen wir ja auf eine Zeitmaschine oder wenigstens auf einen Bäcker mit frischem Brot. Bis dahin: Immer schön in die Pedale treten und nicht vergessen zu lächeln! 🚲 🌻 🌳
Schloss Baruth - Wandelgang
Neues Schloss Baruth/M.
Sumpfzypresse im Park
Fluss "Dahme"
Dahme in Rietzneuendorf
Picknickunterstand
2 Stühle = Bank
Go-Kartbahn in Waldow
Alte Trafostation
Historische Glasmachersiedlung
Eiszeitliche Findlinge
Ich & Du...
Erlebniswelt Holz
Dorfbackofen Paplitz
Dreschmaschine von Claas
Angeln am Mellensee
Die "Beste Bank" !
Wasser aus dem Baum
Wikipedia - Peter Joseph Lenné



























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