Mittwoch, 20. Mai 2026

Ein Ausflug nach Ramsen/CH mit dem Weiler Moskau und Petersburg

 # Ein Ausflug nach Moskau und Petersburg – mitten in der Schweiz!

Manchmal entdeckt man die spannendsten Geschichten direkt vor der Haustür. So ging es mir, als ich mich auf einen kleinen Ausflug ins beschauliche Ramsen im Kanton Schaffhausen begab. Aber Moment mal – Ramsen? Was soll daran so besonders sein? Nun, dort gibt es zwei Ortsteile mit den klangvollen Namen *Moskau* und *Petersburg*. Klingt kurios? Das dachte ich auch! Und genau deshalb wollte ich diesen Ort unbedingt besuchen.

## Mit dem Bus nach Moskau

Mein Abenteuer begann mit der Buslinie 25, die mich bis zur Endstation *Petersburg* brachte. Schon auf dem Weg dorthin gab es einiges zu entdecken. Gleich hinter dem kleinen Dorf Buch tauchte ein Waldstück mit dem Namen *Chlii Amerika* auf. „Klein Amerika“ – wie charmant! Doch statt Wolkenkratzer und Highways erwarteten mich hier nichts als Ruhe, ein Schützenhaus und landwirtschaftliche Flächen. Ein perfekter Ort, um einmal tief durchzuatmen.

## Moskau und Petersburg – ohne Visum und Rubel

In Petersburg angekommen, war ich erst einmal überrascht. Keine goldenen Kuppeln, kein Zarenschloss, kein Rotarmisten-Denkmal – einfach nur eine lange Straße, die zum Zollhaus Ramsen an der Grenze zu Deutschland führt. Und auch in Moskau war Russland weit weg. Hier leben gerade einmal 50 Menschen, in Petersburg sogar nur 21. Russisch spricht hier niemand, und wer mit Rubel bezahlen möchte, wird enttäuscht. Aber genau das macht den Charme dieses Ortes aus.

## Historische Wurzeln mit russischem Bezug

Die Geschichte hinter den Namen *Moskau* und *Petersburg* reicht zurück bis ins Jahr 1799, in die Zeit des Napoleonischen Krieges. Damals zogen russische Truppen durch die Region und hinterließen ihre Spuren – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Bauer Clemens Gnädinger fand bei der Errichtung seines Gehöfts zahlreiche Hufeisen von russischen Pferden und taufte sein Anwesen kurzerhand *Moskau*. Ein anderer Landwirt namens Peter Neidhart folgte seinem Beispiel und nannte sein Anwesen *Petersburg*. So entstanden die ungewöhnlichen Namen, die bis heute für Verwunderung sorgen.

## Ein Hauch von Nostalgie im Restaurant „Moskau“

Früher gab es in Moskau sogar ein Restaurant namens „Zur Moskau“. In den 1930er Jahren galt es aufgrund seines Namens und seiner Lage direkt an der Grenze zu Deutschland als politisch brisant und wurde 1934 in „Restaurant Hegau“ umbenannt. Heute steht das Gebäude leider leer, aber die Geschichte bleibt lebendig – nicht zuletzt dank des russischen Staatsfernsehens, das 2009 und 2011 vor Ort drehte.

## Ein historischer Bahnhof und ein Schienenvelo

Mein Ausflug endete am historischen Bahnhof Ramsen, der heute von der Museumsbahn genutzt wird. Dort konnte ich eine alte E-Lok der SBB aus den Jahren 1946–1951 bestaunen – ein echtes Schmuckstück! Für Abenteuerlustige gibt es hier auch die Möglichkeit, die Museumsbahnstrecke zwischen Ramsen und Hemishofen mit einem Schienenvelo zu befahren. Das klingt nach einem weiteren Ausflug, oder?

## Fazit: Moskau und Petersburg – ein kleines Abenteuer

Mein Tag in Moskau und Petersburg war ein kleines, aber feines Abenteuer. Es war faszinierend, die Geschichte hinter diesen ungewöhnlichen Ortsnamen zu entdecken und dabei die Ruhe und Schönheit der Region zu genießen. Also, falls ihr mal etwas Außergewöhnliches erleben wollt, ohne weit reisen zu müssen: Packt eure Sachen und macht euch auf den Weg nach Moskau – in der Schweiz! 😊 🚋 


                      Region Hegau 


                              Bus Linie 25  



                    Ehemaliges Restaurant Moskau 



                       Historische Aufnahme 


                     Grenzhaus Ramsen 


                               Moskau 304 




                     Bordstein Moskau 


                      Blick in das Hegau 



                      Alter Bahnhof Ramsen 





                      E-Lok der SBB (1946-1951) 





                  Moskau - Wikipedia

Sonntag, 17. Mai 2026

Unterwegs in der Grünstadt Schaffhausen im Breitequartier

# Ein Sonntag in Schaffhausen: Wanderschuhe, Blutbuchen und Freudentränen

Es gibt Tage, an denen ist die Welt einfach ein bisschen grüner. Und dann gibt es Tage in Schaffhausen – der Stadt, die sich mit dem Goldlabel von "Grünstadt Schweiz" schmücken darf. Neben Zürich, Bern und Luzern zählt sie zu den wenigen Auserwählten. Da fühlt man sich beim Sonntagsspaziergang fast wie ein Mitglied einer exklusiven Grün-High-Society. Und genau so einen Tag hatten wir heute. Sonne, Mai, und die ewige Frage am Frühstückstisch: Fahrrad, Bahn oder doch die guten alten Wanderschuhe? Spoiler: Es wurden die Wanderschuhe. 

### Auf ins Breitequartier – oder wie wir es nennen: Platz 1.

Unser Ziel war das Breitequartier – intern bei uns als "die Nummer Eins" gehandelt. Warum? Das wurde uns spätestens klar, als wir den ersten Schritt in die Parkanlage der Klinik Breitenau setzten. Diese historische Grünanlage aus dem Jahr 1891 wurde im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Also quasi Downton Abbey, nur mit weniger Drama und mehr Bäumen.

Der Weg dorthin war allerdings nichts für schwache Waden: Der Breitestieg machte seinem Namen alle Ehre – steil, steiler, Schaffhausen. Am Eingang begrüßte uns eine stattliche Blutbuche. Ich schwöre, wenn Bäume sprechen könnten, hätte sie uns wahrscheinlich mit einem britischen Akzent willkommen geheißen.

### Exoten, Mammutbäume und ein Pilz mit Geschmack

Weiter ging’s durch ein kleines botanisches Wunderland. Lederhülsenbaum, Speierling und Türkische Baum-Hasel – das klingt nicht nur exotisch, sondern sieht auch so aus. Die Streuobstwiese mit ihren Apfelbäumen wurde von zwei beeindruckenden Riesenmammutbäumen bewacht. Und dann war da noch die Sommerlinde mit einer Baumhöhle, in der sich ein Pilz häuslich eingerichtet hatte. Ja, richtig gelesen: Ein Pilz! Airbnb für Pilze – Schaffhausen ist eben innovativ.

### Hufeisenkunst und Rhododendren im Endspurt

An einer Kugelskulptur aus Hufeisen hörten wir plötzlich das Klappern von Pferdehufen. Ob es Geisterpferde waren oder einfach nur unsere Fantasie mit uns durchging – wer weiß das schon? Und gerade noch rechtzeitig erwischten wir die letzten blühenden Rhododendren. Timing ist alles!

### Christogramme und Betonromantik

An der Steigkirche entdeckten wir im Pflaster ein Christogramm (Chi-Ro). Wieder was gelernt! Über den Stockarbergstieg ging es dann weiter vorbei an verwunschenen Gärten – ich schwöre, ich habe irgendwo Dornröschen gesehen – bis zum Berufsbildungszentrum (BBZ). Dort bewiesen sie eindrucksvoll, dass Beton nicht immer grau und trostlos sein muss. Zwischen blühenden Pflanzen posierten wir in einem riesigen Betonsessel und fühlten uns wie Könige der Gartenkunst.

### Taschentuchbaum: Für Freudentränen perfekt

Der krönende Abschluss unseres Spaziergangs war der blühende Taschentuchbaum. Ja, das ist ein echter Baum! Und ja, er sieht wirklich aus, als hätte er lauter Taschentücher an seinen Ästen hängen. Ein perfekter Moment, um unsere Freudentränen über die Schönheit der Natur zu trocknen. 💏

Fazit: Schaffhausen ist nicht nur grün, sondern auch eine Stadt voller Überraschungen. Wer braucht schon exotische Urlaubsziele, wenn man einen Sonntagsspaziergang im Breitequartier machen kann? Also Wanderschuhe an und los geht’s – die Blutbuche wartet schon auf euch! 


                       Breitenaupark 




                     Sommerlinde 


                      Streuobstwiese 



                       Seerosenteich 


                       Kugelskulpturen 


                       Christogramm - Steigkirche


                      Kirchenfenster - St. Maria 



                                 Stockarbergstieg 


                      Rechts oder links? 



                       Grüne Stadt... 


                               Durchbruch... 


                               Blühende Hanfpalme 


                    BBZ Schaffhausen 





                       Hingucker... 


                      Die "Jacomis" 


                       Taschentuchbaum 


                     Feuerwerk der Farben




Donnerstag, 14. Mai 2026

Zeitreisen - Cottbus, das Tor zum Spreewald.

 # Cottbus – Zwischen Fürst Pückler, Postkutscher und Osterhasen  

Es ist kaum zu glauben, aber mein letzter Besuch in Cottbus liegt tatsächlich schon neun Jahre zurück. Neun Jahre! Wie schnell die Zeit vergeht. Damals war ich in der größten Stadt der Niederlausitz unterwegs, die mit ihren 95.000 Einwohnern nicht nur Geschichte, sondern auch eine ordentliche Portion Charme zu bieten hat. Und was soll ich sagen? Ich war begeistert – und das nicht nur wegen des auf einem Hirsch reitenden Fürsten Hermann von Pückler.

## Kunst oder Kitsch?  

Das neue Wahrzeichen von Cottbus, der farbenfrohe Fürst Pückler auf seinem weißen Hirsch, spaltet die Gemüter. Ist das jetzt Kunst oder doch eher Kitsch? Ich persönlich fand die Skulptur herrlich, denn wer könnte einem Lebemann wie Pückler widerstehen? Der Mann wusste, wie man sich inszeniert – und das nicht nur im Leben, sondern auch posthum. Mein Tipp: Wer sich für den abenteuerlichen Lebenswandel dieses Mannes interessiert, sollte unbedingt „Der grüne Fürst“ von Heinz Ohff lesen. Es gibt spannende Einblicke in das Leben eines Mannes, der nicht nur für seine Parks, sondern auch für seine Eskapaden bekannt war.

## Schloss & Park Branitz – Ein Muss für Fans  

Unweit von Cottbus befindet sich Schloss und Park Branitz, die letzte Wirkungsstätte des Fürsten. Ob wir es jemals noch dorthin schaffen? Das bleibt abzuwarten. Aber allein die Vorstellung, durch die kunstvoll angelegten Gärten zu schlendern und dabei die Pyramiden zu bestaunen, lässt mein Herz höherschlagen. Pückler wusste eben, wie man Eindruck hinterlässt – nicht nur mit Eiscreme.

## Zungenbrecher und Postkutscher

Doch zurück nach Cottbus: Wer kennt ihn nicht, den berühmten Zungenbrecher? „Der Cottbuser Postkutscher putzt den Cottbuser Postkutschkasten.“ Und ja, genau diesem Postkutscher wurde ein Denkmal gesetzt. Die bronzene Skulptur steht in der Nähe der Lindenpforte und ist ein echtes Highlight – nicht nur für Fans von Sprachakrobatik. Ich habe mich ehrlich gesagt gefragt, wie oft dieser Satz wohl schon in der Stadt geübt wurde. Vielleicht gibt es ja eine geheime Meisterschaft im Postkutscher-Zungenbrecher? 💬😏

## Geschichte, die bewegt  

Cottbus hat eine lange Geschichte – und eine bewegte dazu. Erstmals erwähnt wurde die Stadt 1156 unter dem Namen „Chotibus“. Seit dem 15. Jahrhundert gehörte sie fast durchgängig zu Brandenburg bzw. Preußen. Angesichts der bedrohlichen Weltlage im Nahen Osten und in Europa muss man sich immer wieder an die Vergangenheit erinnern: Doch wie viele deutsche Städte hat auch Cottbus dunkle Kapitel: Im Herbst 1940 trafen die ersten Luftangriffe die Stadt, und am 15. Februar 1945 zerstörten 459 US-amerikanische B-17-Bomber große Teile von ihr. Mehr als 1.000 Menschen verloren ihr Leben. Heute besteht Cottbus zu etwa einem Drittel aus Gebäuden von vor dem Zweiten Weltkrieg.

## Blumen, Skulpturen und Osterhasen  

Bei meinem Spaziergang durch das Zentrum fielen mir besonders die gepflegten Blumenbeete und die zahlreichen Skulpturen ins Auge. Und dann war da noch diese entzückende Oster-Hasenfamilie, die sich in einer Blumenrabatte niedergelassen hatte – ein Werk der Holzbildhauerwerkstatt Fromelius. Ob das jetzt Kunst oder Kitsch war? Ach, wen interessiert’s! Es hat mich zum Lächeln gebracht, und das zählt doch am meisten.

## Fazit: Cottbus – Ein Besuch lohnt sich!  

Cottbus ist eine Stadt voller Überraschungen: Von historischen Denkmälern über skurrile Skulpturen bis hin zu farbenfrohen Blumenbeeten – hier gibt es für jeden etwas zu entdecken. Und wer weiß? Vielleicht schaffe wir es ja bei meinem nächsten Besuch endlich nach Branitz. Bis dahin bleibt mir nur eins: Ich kann nicht ruhen, ich kann nicht rasten. "Der Cottbusser Postkutscher putzt den Cottbusser Postkutschkasten." 💬 😉  


                         Skulptur Fürst Pückler 


                   Schloss Branitz 


                       Streetart 


                     Cottbusser Postkutscher 




                              Brunnen Altmarkt 


                      Altmarkt 


                      Lindenpforte 



                    Lindenpforte & Stadtmauer 


                                Skulptur - Standesamt 


                                Mutterschaft 


                                Junge Lehrerin 


                      Hasenfamilie - Holzplastik 




                 Cottbus - Wikipedia


Ein Ausflug nach Ramsen/CH mit dem Weiler Moskau und Petersburg

 # Ein Ausflug nach Moskau und Petersburg – mitten in der Schweiz! Manchmal entdeckt man die spannendsten Geschichten direkt vor der Haustür...