Samstag, 31. Oktober 2026

Halloween - Der Spuck beginnt


 

Der Wind heult leise durch die Nacht,
die Kürbisfratze finster lacht.
Es schleicht ein Schatten um das Haus,
die Hexen packen Besen aus.
Vampire fliegen, Geister schweben,
die Skelette fangen an zu beben.
Ein leises Schaben an der Tür –
wir wilden Monster stehen hier!
Drum öffnet schnell und zögert nicht,
bevor das nächste Unheil bricht.
Rückt Schokolade, Bonbons raus,
dann zieh’n wir friedlich weiter zum nächsten Haus!


Was Süsses raus, sonst spuckts im Haus.




Wenn der Mond hell scheint, tanzen die Geister



Willst du keine Spinnweben musst du mir was Süsses geben


Kleine Hexen und Zauberer sind wir und ohne Süsses gibt's Geschmier


Grüne Hexe, schwarzes Herz, du sollst spüren Pein und Schmerz. Doch gibst du mir Pralinen, ist alles nur ein Scherz

Heute sind die Geister auf Zack und treiben allerlei Schabernack. Doch aller Trubel zieht vorbei, wir hoffen, euer Sonntag wird stressfrei sein.
Happy Halloween 👽👾


Donnerstag, 29. Oktober 2026

Hegauer Kegelspiele - Burgenwanderweg Nr. 4

 # Hegau – Vulkantour auf dem Burgenweg Nr. 4

## Herbstfarben, Burgruinen und ein Geist mit Hausverbot fürs Jenseits

Im Hegau stehen ungefähr ein Dutzend erloschene Vulkane herum – und das ausgesprochen dekorativ! Als **„Hegauer Kegelspiele“** prägen sie die Landschaft. Neun dieser markanten Gesellen möchten wir euch nach und nach vorstellen. Keine Sorge: Für unsere Touren braucht ihr Wanderschuhe, aber keinen feuerfesten Anzug.

Am **27. Oktober 2026** war ich wieder als Scout unterwegs. Mein Auftrag: den **Burgenweg Nr. 4** erkunden. Die Strecke verbindet **Hohentwiel, Hohenkrähen, Mägdeberg und Mühlhausen** – also reichlich Aussicht und alte Mauern für einen Tag.

Da wir den Hohentwiel bereits im Blog vom **11. April 2025** vorgestellt haben, startete ich diesmal in **Mühlhausen**. Man muss ja nicht jeden Vulkan zweimal wachküssen.

## Herbstkino zwischen Streuobstwiesen und Vulkanen

Entlang des Wanderwegs zeigte sich der Herbst von seiner besten Seite. Bei herrlichem Sonnenschein leuchteten die Streuobstwiesen und Laubbäume um die Wette. Gelb, Orange, Rot – die Natur hatte offenbar beschlossen, sämtliche Farbregler nach rechts zu schieben.

Dazwischen sorgten blühende **Phacelia-Felder** für leuchtend blaue Farbtupfer. Die Pflanzen dienen als Gründüngung und Bienenweide. Praktisch: Bodenpflege, Insektenbuffet und hübsche Aussicht in einem!

Die Burgen **Hohenkrähen und Mägdeberg** blieben unterwegs fast ständig im Blick. In der Ferne ließ sich außerdem der **Hohenhewen** entdecken. Im Hegau braucht man wirklich keine Wegbegleitung – irgendwo schaut immer ein Vulkankegel über die Landschaft.

## Am Hohenkrähen: Erst mal unten bleiben

Mein Weg führte mich bis zum Fuß der **Burgruine Hohenkrähen**. Den Aufstieg sparte ich mir für eine gemeinsame Erkundung mit der „Mis“ auf.

Vielleicht hatte mich aber auch die Sage vom **Poppele** ein kleines bisschen gebremst. Natürlich nur aus kulturhistorischem Respekt. Ganz bestimmt nicht, weil ich einem schlecht gelaunten Burggeist allein begegnen wollte …

### Poppele – der Burggeist mit Nachtschicht

Der Überlieferung nach lebte Anfang des 15. Jahrhunderts der Burgvogt und Raubritter **Popolius Maier** auf der Burg. Wegen seiner Bosheiten soll er dazu verdammt sein, als **„Burggeist Poppele“** rastlos durch die Umgebung zu ziehen.

Ein Feldkreuz am Fuß des Berges soll vor ihm schützen. Ob es auch gegen müde Wanderbeine hilft, ist leider nicht überliefert.

Poppele begegnet uns in zahlreichen lokalen Sagen und spielt eine wichtige Rolle in der **Singener Fastnacht**. Vom gefürchteten Raubritter zur Fastnachtsfigur – auch eine ungewöhnliche Karriere.

## Eine Burgruine mit tierischen Mitbewohnern

Die hochmittelalterliche Burg Hohenkrähen liegt bei **Mühlhausen-Ehingen**, nördlich von Singen. Ihre Ruine thront auf dem **644 Meter hohen Hohenkrähen**, auch „Krayen“ genannt.

Der vulkanische Berg ist von Bäumen und Sträuchern überwachsen. Zum Gipfel führt ein schmaler Pfad – die Burg liefert also nicht nur Geschichte, sondern bei Bedarf auch ein kleines Wadentraining.

Bemerkenswert sind die teils sehr alten Linden an den Bergflanken. Ihre Bestände gelten als größter Lindenwald Westdeutschlands. Außerdem lebt hier eine der größten **Siebenschläferpopulationen Deutschlands**.

Die kleinen Bewohner haben beim Thema Burgenbesichtigung vermutlich einen klaren Vorteil: Sie sind schon da und müssen nicht erst den Berg hinauf.

## Weiter zum Mägdeberg

Durch die sonnengeflutete Kultur- und Agrarlandschaft ging es weiter, vorbei am **Offerenbühl** mit seinem Gipfelkreuz und schließlich zur **Burgruine Mägdeberg**.

Den Mägdeberg habe ich ausführlich erkundet. Was es dort zwischen alten Mauern und schönen Ausblicken zu entdecken gibt, erzähle ich euch **im nächsten Blogbeitrag**. Ein bisschen Spannung muss schließlich bleiben – auch ohne Burggeist.

**Seid ihr bei der Wanderung dabei?** Dann kommt mit! Hier im Blog geht das sogar ganz ohne einen Tropfen Schweiß. Die Höhenmeter übernehme ich, ihr genießt die Aussicht.

**Los geht’s – die Hegauer Kegel warten!** 


                    Burgruine Hohenkrähen 


                     Phacelia - Bienenweide 


                     Burgruine Mägdeberg 

                    Binningen - Hegau 


                    Hügel- & Feldlandschaft 


                   Kultur- & Agrarlandschaft 


                    Burgenweg Nr. 4 


                  Burgruine Hohenkrähen 


                    Vulkankegel Offerenbühl 


                    Gipfelkreuz 


                       Burggeist "Poppele" 


                   Vulkankegel "Hohenhewen" 


                    Herbstfarben 


                     Streuobstwiese 


                   Burgruine Hohenkrähen 


                    Vulkanlandschaft 


                   Vulkankegel Hohenkrähen 


                  Burgenweg Nr. 4 


                     Hügellandschaft - Hegau 


                    Weideidylle 


                     Haselnussallee 


                     Auf Wiedersehen... 


            Burgenweg Nr. 4 

            Hohentwiel - Blog vom 11.04.2025










Montag, 26. Oktober 2026

Mein Leben in der ehemaligen DDR - Wehrdienst bei der Bereitschaftspolizei

# Drei Jahre bei der Bereitschaftspolizei der DDR: Erinnerungen an meinen Wehrersatzdienst

Am 1. November 1966 wurde ich zur 20. VP-Bereitschaft nach Potsdam-Eiche einberufen. Damit begann meine dreijährige Dienstzeit bei der Bereitschaftspolizei der DDR. Rückblickend war es eine Zeit strenger Ausbildung, eines stark geregelten Alltags und besonderer Einsätze. Zugleich entstanden Freundschaften, die weit über die Dienstzeit hinaus Bestand hatten.

## Grundausbildung und ein außergewöhnlicher Einsatz

Der erste Monat stand ganz im Zeichen einer straffen Grundausbildung. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir jedoch ein Einsatz nach dem Absturz eines amerikanischen Postflugzeugs in der Nähe von Potsdam. Das Flugzeug war mit dem 63 Meter hohen Alten Mühlenberg kollidiert und explodiert. Alle drei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Unsere Aufgabe bestand darin, Überreste der Post einzusammeln. Bis unmittelbar an die Absturzstelle durften wir allerdings nicht vordringen: Dort übernahm die Sowjetarmee.

Von Dezember 1966 bis Mai 1967 folgte in Liegau-Augustusbad in Sachsen meine Ausbildung zum Oberwachtmeister und zugleich zum Geschützführer für das RG-82. Auch diese Monate waren von hohen körperlichen und militärischen Anforderungen geprägt.

## Als Gruppenführer zurück in Potsdam

Im Juni 1967 kehrte ich nach Potsdam zurück. Dort übernahm ich als Gruppenführer in einer SPW-Kompanie die Verantwortung für eine von  vier Geschützbedienungen.

In diesen Monat fiel auch der Sechstagekrieg im Nahen Osten. Bei uns wurden nun Märsche über 50 Kilometer mit voller Ausrüstung angesetzt. Hinzu kamen Nachtmärsche über 15 Kilometer und häufige Nachtalarme. Kleine Freiräume wussten wir dennoch zu nutzen: Wer geschickt war, fand zwischendurch sogar Gelegenheit, sich einen türkischen Kaffee aufzubrühen.

## Der Alltag zwischen Ausbildung und Dienstpflichten

Der Tagesablauf war weitgehend festgelegt:

- **6.30 Uhr:** Wecken, Frühsport und Frühstück  

- **8.00 Uhr:** Beginn der Ausbildung  

- **Mittagessen + Pause  

- **14.00 bis 17.00 Uhr:** Weitere Ausbildung  

- **18.00 Uhr:** Abendessen  

- **Bis 21.30 Uhr:** Freizeit  

- **22.00 Uhr:** Nachtruhe  

Regelmäßige Wach- und Küchendienste ergänzten den Ausbildungsbetrieb. Gelegentliche Kinobesuche im Objekt sorgten für etwas Abwechslung. Auch Einsätze zur Suche nach Straftätern gehörten zu unseren Aufgaben.

Manche Erfahrungen wurden schnell zum gemeinsamen Wissen unter den Kameraden. Wenn beim Appell gefragt wurde, wer Klavier spielen könne, meldete man sich besser nicht: Dahinter konnte sich die Aufforderung verbergen, Kohlen in den Keller zu schippen.

Ein fester Bestandteil des Dienstes war außerdem der politische Unterricht, den wir untereinander spöttisch „Rotlichtbestrahlung“ nannten.

## Feldlager, Ausgang und Kameradschaft

Im Sommer wie im Winter fanden regelmäßig Feldlager im Wald statt, die bis zu zehn Tage dauerten. Für die Winterlager wurden die Zelte etwa 60 Zentimeter tief in die Erde eingelassen und mit Stroh ausgelegt. Ein Kanonenofen sorgte für Wärme. Trotz des Schnees blieb mir deshalb weniger die Kälte als vielmehr die besondere Form dieser Unterbringung in Erinnerung.

Ausgang bis Mitternacht war selten. Im Monat gab es einen Tag Urlaub; die vorgeschriebene Gefechtsstärke musste jederzeit gewährleistet bleiben. Dabei bestanden Unterschiede zwischen den Angehörigen des 18-monatigen Grundwehrdienstes und denjenigen mit einer dreijährigen Dienstzeit wie mir.

Unabhängig davon war der Zusammenhalt gut. Wir kamen aus unterschiedlichen Bezirken der DDR, lernten aber, uns aufeinander zu verlassen. Einige der damals entstandenen Freundschaften hielten auch nach dem Ende des Dienstes an.

## Der Einsatz an der Grenze zur ČSSR 1968

Ein weiteres prägendes Erlebnis war unser Einsatz an der Grenze zur damaligen ČSSR Ende August 1968. Hintergrund war die gewaltsame Niederschlagung des Prager Frühlings durch die sowjetisch geführte Intervention.

Unsere Aufgabe im Zusammenhang mit der „Operation Donau“ bestand in der Kontrolle der DDR-Grenze zur ČSSR. In Erinnerung geblieben sind mir unter anderem Fahrzeuge von DDR-Urlaubern, die zurückkehrten und teilweise mit Hakenkreuzen beschmiert waren.

## Rückblick auf eine prägende Zeit

1969 endete meine Dienstzeit bei der Bereitschaftspolizei. Aus diesen drei Jahren könnte ich noch viele weitere Anekdoten erzählen.

Obwohl Fotografieren damals nicht erwünscht war, hatte ich einen kleinen Fotoapparat im Gepäck. Die entstandenen Schwarz-Weiß-Aufnahmen geben heute einen persönlichen Einblick in meinen damaligen Alltag.

Mein Rückblick bleibt zwiespältig: Die Kameradschaft und die gemeinsamen Erfahrungen sind mir wichtig. Zugleich ist meine heutige Haltung eindeutig: Für einen Kriegsdienst würde ich mich nicht mehr einspannen lassen – auch nicht für das heutige Deutschland. 


                   Grundausbildung - Handgranatenwurf 


                              Grundausbildung 


                                Beförderung 


                                 Unterwegs im SPW 


                               Gut getarnt im SPW 


                      RG-82 


                     Gefechtsbereit 


                       Ziel anvisiert 


                                 Drahtseilakt 


                             AK47 - Kalaschnikow 



                   Geschützbedienung 


                              Scharfschützengewehr - M52 

                                  Sommer 1967 


                   Sommer 1967 


                                    Freizeit 


                                 Spaß in der Kiesgrube 


                             Spaß in der Kiesgrube 


                              Zugausbildung 


                              Geschütz putzen 


                   RG82 im Manöver 


                               Auf Wiedersehen... 


                     PAN AM Flug 708 - Wikipedia 

                     Prager Frühling - Wikipedia 





Halloween - Der Spuck beginnt

  Der Wind heult leise durch die Nacht, die Kürbisfratze finster lacht. Es schleicht ein Schatten um das Haus, die Hexen packen Besen aus. V...