# Das Hegauer Kegelspiel: Auf Vulkantour zur Burgruine Mägdeberg
Nachdem wir euch am 29.10.2026 den **Burgenweg Nr. 4** vorgestellt haben, schnüren wir heute wieder die Wanderschuhe. Unser Ziel: die **Burgruine Mägdeberg** im Hegau. Schließlich wollen die mittelalterlichen Mauern besucht werden – von allein kommen sie ja nicht ins Tal.
## Mit himmlischem Reisesegen bergauf
Gleich zu Beginn der Wanderung begrüßt mich eine Skulptur des **heiligen Christopherus**, des Schutzpatrons der Reisenden. Dazu gibt es einen passenden Spruch:
> „So reiset glücklich im Herrn. Sein Engel begleite euch!“
Das klingt nach einer soliden Reiseversicherung. Ob der Engel auch beim Aufstieg den Rucksack übernimmt, bleibt allerdings offen.
Schon von Weitem zeichnen sich die Umrisse der Burgruine auf dem bewaldeten Mägdeberg ab. Rund **1,5 Kilometer südwestlich von Mühlhausen-Ehingen** thront sie auf etwa **654 Metern über Normalnull**. Eine klassische Höhenburg also: tolle Aussicht, strategisch günstige Lage – und für Besucher ein guter Anlass, unterwegs gelegentlich „nur kurz die Landschaft zu bewundern“.
## Eine Burg mit Geschichte und prominenten Nachbarn
Die Gründung der Burg durch die **Abtei Reichenau** wird auf das Jahr **1235** datiert. Heute ist die Ruine frei zugänglich. Erhalten sind unter anderem die Umfassungsmauer, ein Schalenturm, das erste und zweite Tor sowie Reste der **Ursula-Kapelle**.
Auch die Nachbarschaft kann sich sehen lassen: Etwa zwei Kilometer südöstlich liegt die **Burg Hohenkrähen**. Rund fünf Kilometer nordwestlich, bei Engen und in Sichtweite, befindet sich die **Burg Hohenhewen**. Wer hier früher aus dem Fenster schaute, sah also nicht bloß den Nachbarn beim Rasenmähen, sondern gleich dessen Burg.
## Mägdeberg: ungewöhnlicher Name, spannende Geschichte
Der Name **Mägdeberg** lässt aufhorchen. Auf dem Berg, der einst zum Kloster Reichenau gehörte, bestand auch eine Wallfahrtskapelle: die Ursulakapelle mit einem Gnadenbild der Muttergottes.
Vermutlich stand sie in der Südostecke der Vorburg und bildete dort eine Art Sakralbezirk. Ein interessanter Teil der Burggeschichte – auch wenn damit die Frage nach dem ungewöhnlichen Namen noch nicht abschließend geklärt ist. Ein bisschen Geheimnis darf so ein alter Burgberg schließlich behalten.
## Hegau-Panorama statt Burgfernsehen
Vom Innenhof eröffnet sich ein **toller Blick über den Hegau**. Zwischen alten Mauern und weitem Himmel lässt es sich bestens verschnaufen. Ganz ohne schlechtes Gewissen: Aussicht genießen ist schließlich ein wichtiger Bestandteil jeder Wanderung.
Unsere nächsten Ziele im **Hegauer Kegelspiel** sind bereits zu sehen: der **846 Meter hohe Hohenhewen**, Hausberg der Stadt Engen, und der markante **Hohenkrähen** in unmittelbarer Nachbarschaft.
Mit Bowling hat dieses Kegelspiel übrigens wenig zu tun. Hier werden keine Kegel umgeworfen, sondern Vulkanberge erwandert. Die Kugel bleibt zu Hause, die Wanderschuhe müssen ran.
## Kommt mit auf die Fototour!
Wer sich für **Festungsanlagen, Burgruinen und aussichtsreiche Wanderungen** begeistert, kann mich in der Fotoserie auf den Mägdeberg begleiten.
Euch erwarten alte Mauern, spannende Einblicke und ein herrliches Hegau-Panorama. Und wer weiß: Vielleicht begleitet euch dabei ebenfalls ein Engel. Meiner hat jedenfalls den Rucksack nicht getragen.
Heiliger Christopherus
Burgruine Mägdeberg
Burgruine Mägdeberg
Wanderweg
Burgruine Mägdeberg
Burgruine Mägdeberg
Äußeres Tor & Ringmauer
Torbogen zur Burganlage
Torbogen Innenhof
Burgruine Mägdeberg
Festungsanlage Mägdeberg
Innenhof Mägdeberg
Innenhof Mägdeberg
Innenhof Mägdeberg
Torturm mit Kapelle
Ursulakapelle
Hohenhewen - 846 m üb. NHH


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