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Samstag, 28. März 2026

Die Hegauer Aach - Naturoase in der Stadt Singen


Die Aach mit Blick auf die Festungsruine Hohentwiel

Hallo liebe Leser und Leserinnen, heute nehmen wir euch mit in den Stadtpark von Singen. Der Jaco hat bereits zwei Posts zum Stadtpark und dem Hohentwiel geschrieben. Am Ende des Posts zwei Hinweise.

Leute, wir JacoMis haben jetzt aus Überzeugung ins Lager der Radfahrer, Wanderer, Bus - und Bahnfahrer gewechselt. Somit ist es für uns mit der Bahn, von Schaffhausen aus, ein Katzensprung nach Singen und wir finden, diesen wunderbaren Stadtpark kann man immer wieder genießen, wir entdecken jedes Mal große und kleine Naturschönheiten oder sonstige Überraschungen. Und nebst dem Park wissen wir zwei genau in welchen Bäckereien es einen guten Kaffee und Käsekuchen gibt.

Geht man in Singen über den Marktplatz, mit dem Rathaus, dem Narrenbrunnen und dem interessanten " Kinematographen-Haus ", so erreicht man schon den Stadtpark von Singen. Er ist großzügig angelegt, er bietet viele Überraschungen und er ist eine grüne Oase, sowie Teil des Renaturierungsprojekts der Aach.


 




Beeindrucken tun uns die vielen alten und stattlichen Baumpersönlichkeiten, wie hier im Bild dieser Kalifornische Mammutbaum. Auch wenn die kraftvollen Jahre vorbei sind, so hat ein Baum noch lange nicht ausgedient. Er bietet Wohnraum für Insekten, Ameisen und Vögel. In der " Pilzabteilung " wird er dann in jahrzehntelanger Arbeit wieder der Erde zurückgegeben. Das Naturwunder des Kreislaufs !


Um Überschwemmungen zu verhindern, wurde die Aach seit dem Mittelalter begradigt und technisch ausgebaut. Die Vielfalt der Lebensräume gewässertypischer Tier - und Pflanzenarten wurde vermindert, die Zugänglichkeit und Erlebbarkeit des Flusses stark eingeschränkt. Im Rahmen des Wasserwirtschaftlich - ökologischen Entwicklungskonzeptes Hegauer Aach, wurde die Aach 1998 im Stadtbereich Singen wieder naturnäher gestaltet.
Zum Schutz der Aach wurde ein Gewässerrandstreifen gestaltet. Er wird vor der Verbauung und gewässergefährdenden Nutzung des Flusses frei gehalten. Dies wird gleich von der Wasseramsel genutzt. Auch die Äsche, ein Kleinod der Fischfauna, kann von den verschiedenen Uferzonen profitieren. 
Schwarzerlen und Silberweiden sichern das Ufer und wurden durch standortgemäße Gehölze ergänzt.



Beim Stauwehr der Aach, wo man übrigens einen wunderbaren Blick auf den Hohentwiel hat, wurde auch an die Fische gedacht, mit einer Fischtreppe. Schaut mal wie schön und sinnvoll. ( ich hoffe es funktioniert, ich bin noch nicht so ein Videoprofi, ich arbeite dran )


Diese grüne Lunge wird rege genutzt. Zum auftanken, träumen, joggen, spazieren, sowie fröhlichem Beisammensein. Es ist für Eltern und Großeltern eine tolle Gelegenheit ihren Kindern oder Enkel und Jugendlichen, die Natur und ihre Zusammenhänge näher zu bringen. Ich hatte als Kind diese Chance. ( Hier einen lieben Gruß in den Himmel, ich danke euch, meine lieben Großeltern )

Zum Schluss unseres Stadtpark Rundgangs möchten wir euch noch ein paar Überraschungen zeigen, die uns amüsiert haben. Bei vielen Brückengeländer wird in Deutschland von Liebespaaren ein Schloss befestigt. Da haben wir doch tatsächlich unsere Initialen entdeckt...J + T ...unsere späte Liebe ist auch besiegelt bis in die Weiten des Universums.


Was wir noch für Überraschungen und Interessantes entdeckt haben, erzähle ich euch morgen im Sonntagspost.
Wir sagen Tschüss und wir wünschen euch noch ein gemütliches Wochenende 😊

 





Mittwoch, 26. November 2025

Wissenswertes, sowie kleine und eindrückliche Schönheiten im Botanischen Garten Berlin


Hallo liebe Leser und Leserinnen, erkennt ihr dieses Gebäude ? 
Es ist das Tropenhaus im Botanischen Garten in Berlin. Dorthin entführe ich euch heute 😊
Der Jaco hat bereits im Post vom 2. September 2025 davon berichtet.
Der Titel lautet Botanischer Garten Teil 1 
Labels: Berlin - Natur pur - Reisetipps

Uns hat dieser Garten dermaßen begeistert, dass wir ihn in unserem Urlaub zwei Mal besucht haben. Hätte ich " im grossen Welttheater " etwas zu sagen, so wäre dies aus meiner Sicht ein Pflichtprogramm für jede Schule. Junge Menschen, die sich für ein Studium in Naturwissenschaft, Biologie, Umweltschutz ect. entscheiden, würden von mir Fördergeld erhalten. Ebenfalls gehören Organisationen gefördert, die sich weltweit für den Erhalt unserer Wälder mit der natürlichen Biodiversität und der nachhaltigen Existenzsicherung der Naturvölker, einsetzen.
Abkommen und Verträge sind längstens vorhanden, die Einsicht wäre mehr oder weniger auch da...aber es harzt !!!
Zu diesem Thema setze ich einige Links für Interessierte. Durchlesen lohnt sich !


" Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt "


So lassen wir die Bäume und die Natur sprechen. Versuchen wir zuzuhören und lassen wir uns von ihrer Schönheit bezaubern.


Diese drei aneinandergereihte Tropenhäuser beherbergen eine Vegetation von sämtlichen Kontinenten. Es ist grün...grün...grün. Die Atmosphäre ist feucht und es riecht würzig. Im ganzen Tropenhaus sind Info Tafeln, die uns Laien auf verständliche Weise die Zusammenhänge in den verschiedenen Wälder erklären. Die Wälder sind schon seit Millionen von Jahren im Wandel. Verursacht durch die stetigen Klimaveränderungen. So wurden auch die grossen Bestände der ursprünglichen Lorbeerwälder dezimiert. 
Beeindruckend sind die Farne und die Baumfarne.




Wir staunten was für unterschiedliche Farne es gibt und wie schön sie sind.
So las ich, dass es über 11'000 verschiedene Sorten gibt. Sie sind nützliche Helfer für unser Klima und als Beschatter von Waldboden, sind sie für die kleinen und feuchtigkeitsliebenden Bewohner wertvoll. Auch bei toxisch verseuchten Böden mit Arsen, in Minengebieten, Fabrikgelände, und Böden mit hoher Pestizidbelastung, helfen Farne die Böden zu sanieren. Dieses Verfahren ist 80-90 % kostengünstiger als die herkömmliche Bodenwäsche....ob von solchen Länder unsere Bio Früchte herkommen....?!
Jedoch in der Landwirtschaft können die hartnäckigen Farne zum Problem werden. Sie breiten sich flächenartig aus und machen Weideland unbrauchbar. Auch Algenfarne sind für Gewässer ein Problem. Es hat eben alles im Leben eine Sonnen und Schattenseite.


Diese Pflanzen fühlen sich wohl in Gesellschaft von Farn. Wo Farne sind ist meistens auch Wasser.




Welche Farben und Formenvielfalt...ja liebe Leserschaft, ihr seht, Jaco und ich haben unser Handy fast zum glühen gebracht. Wir konnten uns nicht satt sehen. Aber nicht nur wir. Es hatte Besucher aus aller Welt und ich kann euch sagen, die Augen leuchteten...die Gesichter waren glücklich und entspannt. Einige setzten sich auf die Bänke und liessen dieses beglückende Gefühl auf sich wirken !!!




Diese Vielfalt ist die Heimat unzähliger Lebewesen, die alle miteinander verbunden sind. Könnte es nicht auch wieder eine Heimat für zukünftige Generationen werden?! Es ist eine Zerstörung und ein wahnsinniger Versuch, mittels Maschinerie und Technik, Chemie sowie schnellwachsenden Monokulturen unsere Erde für uns mundgerecht umzugestalten...Was für eine Illusion !!!
Es gäbe doch auch die Möglichkeit, Teilgebiete zu erwerben. Reichtum ist genug vorhanden !!!!! Diese Gebiete in Naturschutzzonen umzuwandeln. Einen sanften Tourismus betreiben. Damit Stadtmenschen sich regenerieren können und lernen können, wie wertvoll und einmalig schön unsere Erde ist. Es könnten Zentren entstehen wo Wissenschaftler, Biologen und Studenten aus aller Welt sich treffen könnten um ihre Erfahrungen auszutauschen. Diese Schutzgebiete könnten mit Naturnahen Tierresorts kombiniert werden. Ebenfalls zugänglich für einen sanften Tourismus. Holt indigene Völker in diese Gebiete, damit sie uns ihre Kultur und ihre Lebensphilosophie zeigen und lehren....So würden sinnvolle Arbeitsplätze entstehen und Schritt für Schritt eine andere Wahrnehmung und Denkweise bei den künftigen Generationen entstehen....es gibt immer eine Hoffnung und einen Weg, und er beginnt mit dem ersten Schritt 😊




Montag, 28. Juli 2025

Der Schwarze Holunderbaum - ein mystischer Baum


Dieses Prachtexemplar habe ich in Diessenhofen entdeckt.

Hier bin ich wieder, liebe Leserschaft. Der Post zum Holunderbaum hat mich gleich den ganzen Sonntagnachmittag beschäftigt. Da kann ich diesem Spruch nur zustimmen:

" Rinde, Beere, Blatt und Blüte, jeder Teil ist Kraft und Güte, jeder segensvoll."

Etwas Botanik

Der Holunder zählt zur Familie der Moschuskrautgewächse. Die Gattung enthält weltweit mehr als 20 verschiedene Arten. Das Verbreitungsgebiet reicht vom nordwestlichen Afrika zum westlichen Asien, der Kaukasusregion, bis in das nördliche Indien. In Mitteleuropa kennen wir hauptsächlich den Schwarzen Holunder, den Sambucus nigra.
Um den geht es hier in diesem Post, es ist schlichtweg; mein Baum !


Mythologie und Volksglaube

Der Holunder war bereits den Steinzeitmenschen bekannt. Sie nutzten ihn als Nahrung, als Färbemittel, als Heilpflanze und für die Herstellung von Flöten. Er eignete sich ebenfalls zum räuchern und Feuerbohren. Aber nicht nur.
Bei vielen Völker und ihrem Volksglauben, war er ein " heiliger Baum."
Die Kelten verehrten ihn als Symbol für die Unendlichkeit des Lebens.
Bei den Germanen war er der heilige Baum der "Göttin Holla". In der nordischen Mythologie war er der "Göttin Freya" gewidmet. Auch die alten Griechen und die Römer nutzten und verehrten ihn. 
So wurden in Verbindung mit dem Holunderbaum Rituale und Zeremonien durchgeführt. Man bat um Schutz für die Natur, den Menschen, Hof, Haus und Tiere. Man bat für Fruchtbarkeit, Heilung, Leben, Tod und Wiedergeburt.
In den Holunderbäumen wohnten die Gottheiten und die Geistwesen.
So wagte man kaum diesen Baum zu fällen oder zu verstümmeln. Das brachte im Volksglauben Unglück oder Tod. Wer trotzdem den Mut hatte, bat vorher den Baum und seine Geistwesen um Erlaubnis und um Verzeihung und brachte ihm eine Opfergabe. Diese Rituale kennt man auch von den Urbewohner Amerikas.
Mit der Rinde und der Wurzel wurde geräuchert und die getrockneten Blätter wurden geraucht. Dazu kamen halluzinogene Pilze. So versuchten diese Kulturen mit der Welt der Geistwesen Kontakt aufzunehmen.


Hier ist eine wunderbare Darstellung von Geistwesen in diesem Lebensbaum vom Japanischen Künstler Shoichi Hasegawa.

Der Holunder - ein wertvoller Baum für die Natur

Die meisten von uns kennen den Schwarzen Holunder als Strauch oder als kleiner Baum. Aber wenn die Bedingungen stimmen und er seine Freiheit hat, so kann der bis 15 Meter hoch werden. Mein Holunderbaum, den ich in meinem Garten hatte, war etwa fünf Meter hoch. Er wurde geliebt. Dies nicht nur von mir, weil ich ab und zu ein "Schwätzchen" mit der schönen Göttin Holla führte. Nein, auch die Insekten liebten ihn. So tummelten sich Bienen, Fliegen, Käfer und Schmetterlinge auf ihm, wenn er blühte. Waren seine Beeren, die eigentlich botanisch zum Steinobst zählen, reif, so kamen die Vögel. Amsel, Drossel, Stare...über 60 Vogelarten bedienen sich beim Holunderbaum und nutzen ihn für den Nestbau und als Unterschlupf. Daher dient er im Naturschutz als Vogelschutzgehölz und er ist wichtig für die Artenvielfalt.


Auch im Klostergarten bei Inzigkofen ist er anzutreffen.

Wie jeder Baum, ist auch der Holunder ein C02 Speicher. Durch sein dichtes Wurzelsystem festigt er den Boden und verhindert so die Erosion. Er ist ein sogenannter akkumulativer Bioindikator und wird zu Untersuchungen für Fluorbelastungen genutzt. Auch im Gartenbuch von Gertrud Franck, für mich die beste Gärtnerin und Lehrmeisterin ! ist zu lesen, dass sie den Holunder für Pflanzenjauche und Häcksel nutzte. Sie schrieb, Holunder sei die beste Abwehr gegen Maulwürfe und Wühlmäuse.
Seine Aura oder eben die " Geistwesen " halten negative Energien ab. Seit Urzeiten suchen die Menschen seine Nähe und der Baum sucht sie...diese Energie ist immer noch vorhanden. Wir modernen und technikhörigen Menschen sind nur zu sehr abgelenkt. Aber ich bin überzeugt, dass er für Stadtparks eine segensreiche Bereicherung wäre.





Der Holunder in der " Apotheke Gottes "

In der Volksmedizin, Phytomedizin und in der Homöopathie hat der Schwarze Holunder seinen festen Platz. Dies seit Urzeiten !!!
Seine Wirkstoffe sind ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoff, Harz...um nur einige zu nennen. Zudem ist er ein ausgezeichneter Lieferant für Vitamin A und C.           
Dem Wirkstoff Sambicyanin, der sich in den Schalen der Beeren befindet, wird sogar eine positive Wirkung für Herz-und Kreislauferkrankungen, sowie als Radikalfänger von negativen Zellen, eine positive Beeinflussung von Krebszellen nachgesagt. In der Lebensmittel und Textilindustrie wird er als natürlicher Farbstoff eingesetzt.
Aber Vorsicht, die Beeren sind giftig. Vor allem die unreifen und nicht ungekocht essen !

Wie immer, von der Wissenschaft und der Schulmedizin wird die Heilkraft des Schwarzen Holunders nicht bestätigt.
Aber Fakt ist, weltweit hatten Urvölker nur die Medizin der Pflanzen, Tier und der Mineralienwelt. Sie muss erfolgreich gewirkt haben, sonst wäre der Mensch schon längstens ausgestorben. Es kommt nicht von ungefähr, dass sich mir die Nackenhaare sträuben, wenn ich alle 2 Jahre zu einem Checkup in die Arztpraxis gehe und jedes Mal " in die Zange " genommen werde für prophylaktische 
" Stechereien ". Wer sich seit Jahrzehnten mit der Naturheilkunde befasst, kann sehr wohl beurteilen was sein Körper braucht und wie man ihn gesund erhält. Mit diesem Lebensstil bin ich in meiner Familie großgeworden. Meine Mam ( Mutter ) ist 93 Jahre und braucht ausser einer Tablette zur Blutverdünnung nichts. Von ihr und meinem " Grosi " ( Oma ) habe ich den Instinkt und das Wissen geerbt, mit seinem Körper zu kommunizieren und Gesundheit als etwas Ganzheitliches anzusehen. Ganzheitlich im Sinne von Natur-Körper-Geist-Seele und Humor.
Mit diesem Natur-Heil-Wissen haben Jaco und ich zweimal eine Corona Infektion innert kürzester Zeit überstanden und kuriert. Obwohl Jaco laut Schulmedizin zu den Risikopatienten zählt.
Ich sage nur: einen Teufel werden wir tun mit solchen Zwangsverordnungen...Göttin Holla, bitte beschütze uns vor den Dämonen !!!!!


Somit ist der Schwarze Holunder äusserlich und innerlich für viele Beschwerden einzusetzen. Er wirkt abführend, blutreinigend, harntreibend, schweisstreibend, entzündungshemmend und er stärkt das Immunsystem.
Er wirkt positiv bei Erkältungen, Blasen und Nierenbeschwerden, er ist Herz-Kreislauf stärkend, er wirkt positiv bei Gicht und Rheumatismus, der Verdauung...

Wer sich zu wenig auskennt, Allergiker ist oder Medikamente nehmen muss, denen empfehle ich geht in eine kompetente Drogerie/Apotheke, dort werdet ihr bestens beraten !

Äusserlich tut er der Haut gut. Ein Fussbad mit Holunderblüten und eine Handvoll
Pfefferminzblätter hilft bei übermüdeten und geschwollenen Füssen.
Holunderblätter helfen bei einem Bienen oder Wespenstich und müde, überreizte Augen ( Vom herumklimpern auf dem PC 😉 ) beruhigt man mit einem Holundertee hier das Rezept:

50 gr. Blüten auf 1Lt. siedendes Wasser. 15 Minuten ziehen lassen.
Abfiltern und in eine Gasflasche (die vorher heiss abgekocht wurde) abfüllen. Verschliessen. Kühl und dunkel aufbewahren.
Bio-Wattepads damit tränken, sich bequem hinlegen und auf die geschlossenen Augen auflegen und 10-20 Minuten träumen...

Holunder - Naturfarben

Wie mit vielen natürlichen Materialien, so kann man auch bestens mit Pflanzenfarben malen. Man muss aber wissen, dass Naturfarben am Licht mit der Zeit verblassen oder die Farbe verändern. Auch der Malgrund spielt eine Rolle. Für Pflanzenfarben bevorzuge ich Aquarellpapier. 
Zudem behandle ich am Schluss alle meine Bilder mit einer Firnis. Bei Pflanzenfarben nehme ich einen Spray vom Fachgeschäft für Gouache, Pastell und Aquarell Farben.
Das Malen mit reifen Schwarzen Holunderbeeren ist einfach. Je nach Bedarf nimmt man eine Tasse abgezupfte und entstielte Beeren, gibt sie z.B  in einen sauberen 1Liter Joghurt Becher und zerstampft sie mit einem Kartoffelstampfer. Klar, das geht auch maschinell. Wichtig ist das der Saft gut gefiltert wird. Entweder ein ganz feines Sieb oder ein Kaffeefilter. Mit dem schönen violetten Saft kann nun gemalt werden.
Lasst euer Fantasie freien Lauf. Vor allem Kinder, Senioren oder Menschen mit einer Einschränkung haben an dieser Malerei Freude. ( Schürze nicht vergessen )
Überraschende Effekte erzielt man mit Salz, oder Essigspritzer die man auf die noch nasse Farbe streut und dann trocknen lässt.
Anregungen findet ihr im Internet.






Hier eine hübsche Darstellung von der Künstlerin Katja Hogh


Im zweiten Teil meines Holunder Posts, geht es in die Küche. Da habe ich euch allerlei Leckeres und Säftchen die es in sich haben 😋 Bis später.
Violette Grüsse sendet euch die Mis von den JacoMis




 

Dienstag, 8. Juli 2025

Bunte Natur für alle bei Ruppoldingen


 Die Aare bei Ruppoldingen im Kanton Solothurn - Schweiz

Halli Hallo liebe Leserschaft, auch ich möchte euch ein paar Impressionen von diesem Naturschutzgebiet Ruppoldingen zeigen. Und wie immer, ein paar von meinen Gedanken. 😉

Schon beim Parkplatz sind mir gleich verschiedene Sachen aufgefallen, die mein 
" grünes Herz " erfreuen. Es ist ein Bio Bauernhof. Zugegeben, die stark befahrene Autobahn A1 ist nicht weit weg. Aber, der Fluss Aare wird dort von einem Gemisch aus Sträucher und Bäumen eingesäumt. Es gibt für mich keinen besseren Abgas und CO2 Filter für unsere Luft...als Bäume !!! Zudem ist CO2 die Nahrung für unsere Pflanzenwelt. Deshalb habe ich bei diesem Biohof keine bedenken. Die kommen mir eher bei gigantischen Nahrungsmittelkonzernen...
Nebst den verschiedenen Tieren, die auf diesem Hof ein schönes Leben haben, konnte ich auf der Webseite lesen, dass auch Schulklassen willkommen sind. Super ! Liebe Eltern und Lehrpersonen, bringt eure Kinder zu solchen Biohöfen. Dort können sie lernen woher gesunde und gut schmeckende Lebensmittel kommen. Zudem lernen sie den Lebenskreislauf kennen. Früher hatten wir in unseren Schulen doch Landschulwochen...
Hier ein paar Fotos vom Parkplatz bis zur Aare.

Beim Bio Bauernhof eine alte Trauerweide. Schaut mal wie sie gewachsen ist. 
Der Bauerngarten in Mischkultur...ach wäre ich doch ein Marienkäferchen 😊




Wie sinnvoll, bei den Weide und Grasflächen wird ein Streifen Insektenweide stehen gelassen. Da freuen sich doch die Sommervögel.







Am Fuss und Radweg entlang stehen Hecken für die Vögel und Kleingetier. Zwei Gedenksteine erzählen die Geschichte zum alten Stauwehr und zum kleinen Wasserrad. Um 1900 wurde damit in der Werkstatt von August Lüscher eine Drechselbank angetrieben.
Beim Brunnen und der Gedenktafel durch den Heimatverein, steht ein Mobi Toil.
Super und vorbildlich. Danke !



Wir gehen auf dem Wander und Radweg weiter bis zur kleinen Insel in der Aare. Dort sind Bade und Grillplätze. Mit Schilder wird auf die Gefahr eines Flusses aufmerksam gemacht und auf die Ordnungsregeln, damit sich alle wohl fühlen. Was uns ebenfalls aufgefallen ist und natürlich gefreut hat, alle haben gegrüßt !!!









Liebe Leser und Leserinnen, wir JacoMis sind der Meinung, dass solche Projekte doch Erfolgsgeschichten sind. Es ist eine Symbiose der Technik, der Mobilität aber auch der Freizeitnutzung für Jung und Alt. Sowie der Biodiversen Gestaltung für unsere Natur mit ihren Bewohner. Da sagen wir Danke und Bravo !!! Solches Gedankengut muss man in die Welt hinaustragen....Genau aus diesem Grund betreiben wir JacoMis unseren Blog.

Hier noch zwei Links die uns gefallen.




Montag, 7. April 2025

Jetzt wird es biologisch


 
Hier sind wir wieder liebe Leserschaft. Wir hoffen ihr habt ein schönes Wochenende gehabt und ihr seid gut in die neue Woche gestartet. 😊

Es ist Frühling und somit ist Hochbetrieb auf den Felder. Auch an meinem Laptop war der ganze Nachmittag Hochbetrieb. Ich möchte euch nämlich wieder ein wenig über den Mais erzählen plus meinem bescheidenen Wissen über biologisches Gärtnern.

Ufff....kennt ihr das....man liest bei " Onkel Google " über das Thema Mais. Dann stösst man auf einen Begriff und landet wieder bei einem mehrseitigen Beitrag. Um diese Fachsimplerei besser zu verstehen, hole ich mein heiss geliebtes Gartenbuch " Gesunder Garten durch Mischkultur ". Eben...jetzt muss ich bei " Onkel Google " nochmal nachschauen, ob diese Bio-Bauern diese " einfache Sache ", denn auch richtig machen....wieder fünfzehn Seiten zum durchlesen....

" Stärne föifi, jitze bruche ig auso äs Gaffee ! Äs rouchnet mir afe zum Gring use...😉

( Ich übersetze: Sterndlein noch einmal, jetzt benötige ich einen Kaffee. Mir brummt der Schädel.)


Also seit heute Nachmittag habe ich mehrere Doktortitel in Agrarwissenschaft, Chemie, Bio und ökologischer Landwirtschaft, Saatgutbezeichnungen und Genmanipulation....und das wegen einem Maiskolben !
Über Mais habe ich euch ja schon berichtet. Mehr dazu am Schluss dieses Posts.
Fest steht, obwohl dies ja eine uralte Nutzpflanze ist, dass in der EU Politik heftig über den Mais diskutiert wurde. Ist sie nun im Hinblick auf die Klimaveränderung sowie Nachhaltigkeit und Umweltschutz, eine nützliche oder eine schädliche Pflanze ?
Ich bin der Meinung, diese Pflanze ist absolut in Ordnung und ein Teller gute Polenta ebenfalls. Obwohl es im Saatguthandel kaum noch Saatgut gibt das nicht Genmanipuliert ist, schneidet Mais im Vergleich zu anderen Nutzpflanzen, in vielen Bereichen sogar besser ab. So läuft Mais dem Weizen und dem Raps den Rang ab! Er ist auch der beste Lieferant für Biogas. Mais wird in der Kosmetik und Lebensmittelindustrie verwendet. Er ist mit seiner Blüte ein Pollenspender für die Bienen und ein Zuhause für Vögel und Niederwild. Zudem speichert er CO² , er zählt zu den nachwachsenden Ressourcen und aus ihm wird biologisch abbaubarer Kunststoff hergestellt. Das ist doch super! 


Solche Superpflanzen, die als nachwachsende Rohstoffe gelten, gibt es noch mehr. Allen voran ist dies der Bambus, Schilf, Hanf, Dinkel, Kichererbsen....um nur einige zu nennen. In Kombination mit moderner Technik hat das Zukunftspotential. Da frohlockt doch mein grünes Herz 😊


ABER, jetzt kommt eben mein altes Gartenbuch zum Einsatz. Wir müssen noch verstärkt " nach der Natur " Landwirtschaft betreiben.
Was zeigt uns die Natur: Sie zeigt uns eine vielfältige Gemeinschaft von Pflanzen - in Wald, Feld und Wiese. Alle Pflanzen leben miteinander und voneinander. Jede Pflanze steht in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt und ist nicht austauschbar....Die ausgeklügelte Balance kippt sonst. Schreibt euch das auf die Stirne ihr " Regenwald-Mörder " !!!
Der Pflanzenwuchs ist vielfältig. Er steht auch in Gemeinschaft mit grösseren und kleineren Tieren, sowie Pilzen, Moose, Flechten, die alle am selben Standort leben. Sie hinterlassen ihre Ausscheidungen, sie vergehen mit ihren verwesenden Körpern und erhalten so das Bodenleben und geben den pflanzen Nahrung. Dies ist der heilige Kreislauf des Lebens. Da zählen auch wir Menschen dazu !
Nirgends in der Natur sind Monokulturen anzutreffen. Nirgends findet sich in der Natur unbewachsener oder unbedeckter Boden. Es sei denn es sind Wüsten.


Auch bei uns Menschen ist es so....Inzucht kommt nicht gut. Alles was überdimensional und Monopolstellung hat, kommt nicht gut. So hilfreich und wunderbar unsere Technik in vielen Bereichen auch sein mag, unsere DNA verändern, kommt nicht gut...auch nicht in der Tierwelt !!! Schreibt euch das auf die Stirne ihr " Dunkelkammer und Frankenstein - Professoren "....( über Corona reden wir noch zusammen ! )


Ich denke, wir sollten in der Landwirtschaft auf Mischkultur und Mulchkultur setzen. Was im Garten funktioniert sollten wir lernen auf grosse Felder zu übertragen. Wir benötigen kleinere Felder, die abwechslungsreicher bebaut sind. Mit der Klimaveränderung brauchen zukünftige Pflanzen mehr Schatten, Wasserspeicherung und sie müssen Symbiosen mit Helferpflanzen machen können. So würde ich zum Beispiel diese Obstbaumwiese als Experiment wie folgt bepflanzen:


Um jeden Baum einen grosszügigen Kreis ziehen. Aussenrand mit Kapuzinerkresse bepflanzen. Vier Fusswege gestalten zum Baumstamm. Die bepflanzen mit Klee. Regelmässig zurückschneiden. Das ergibt Mulchmaterial. In die vier Felder kommen verschiedene Erdbeeren, in Kombination mit Zwiebeln, Lauch und Ringelblumen.
Der mittlere Grasstreifen würde ich in Mischkultur mit Mais, Kürbis und Stangenbohnen bepflanzen. Zu Mais passt auch gut Zucchini, Gurken, Kartoffeln, Melonen, Salat und Tomaten. Auch mit Sonnenblumen versteht sich Mais. Alles mit einer 10 cm Schicht Mulch abdecken. Das hält feucht, verhindert Unkräuter und produziert Humus.
Als Fruchtfolge eignet sich Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Erbsen, Winterraps...Zudem ist eine Gründüngung besser als Mist. Aus Gülle und Mist muss Energie gewonnen werden. Die Technik ist vorhanden. Ein guter Bauernhof sollte durch eine Kreislaufwirtschaft autonom werden. Das sollte Richtungsweisend werden für unsere Wohnsiedlungen. Jedes Wohngebäude sollte mit der Zeit autonom werden im Energie und Wirtschaftskreislauf. Das schauen wir zusammen mit der Lebensphilosophie von Friedensreich Hundertwasser an. Was ich da in seinen Bücher gelesen habe, begeistert mich. Davon möchte ich euch mit meiner Sichtweise erzählen. Aber eins nach dem anderen ihr lieben Leute....Rom wurde auch nicht in einem Tag gebaut !

Also ihr jungen dynamischen Bauer und Bäuerinnen, werdet kreativ, experimentiert, holt euch junge Arbeiter aus anderen Kulturen und lernt voneinander. Mit kleineren Felder braucht es weniger grosse Maschinen. Setzt vermehrt wieder Pferde ein mit einem " Hafer Motor ".  Denkt bunt und gestaltet euch verschiedene Standbeine. Und noch was, pfeift auf die unsinnigen EU Vorschriften....was singt Udo Lindenberg....Ich mach mein Ding....genau so !!!
Fortsetzung folgt.


Mehr zu Mais, Biodiversität und Gesundem Leben in den Posts mit den Label:
Einsichten und Weitsichten - Klimawandel - Naturschutz - unser Garten - Gesundes Leben - Humor - meine Küche.

Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...