Posts mit dem Label Bäume werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bäume werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 18. Oktober 2026

Oktober - Jetzt ist es Herbst

## Herbstgedanken: Warum wir den Herbst lieben.

Oh, der Herbst! Diese Jahreszeit, die sich nicht entscheiden kann, ob sie uns mit strahlendem Sonnenschein verwöhnen oder uns mit Nieselregen piesacken soll. Am Wochenende noch Sonnenbrille und Flip-Flops, heute schon wieder der Griff zum Regenschirm. Und die Nächte? Kühl wie ein Kühlschrank, während der Morgennebel uns in eine mystische Welt entführt.

Aber was wäre der Herbst ohne seinen berühmten Indian Summer? Noch sind viele Bäume grün, aber keine Sorge, die Hitze und Trockenheit des Sommers haben ihnen schon ordentlich zugesetzt. Bald wird alles in den prächtigsten Farben erstrahlen. Wir geben es zu: Wir sind bekennende Fans von Frühling und Herbst. Denn wann sonst zeigt sich die Natur in einer solch bunten Vielfalt?

Nehmen wir uns ein Beispiel an der Natur und gestalten auch unseren persönlichen Lebensherbst farbenfroh. Schon Willy Meurer wusste: "Es ist erstaunlich, wie viele Wörter, Zitate und Sprüche es zum Thema Herbst gibt." Und wir? Wir lieben Aphorismen genauso sehr wie die goldenen Blätter an den Bäumen.

Der gute alte Goethe hatte da auch schon seine Gedanken: „Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen.“ Ein klares Zeichen dafür, dass das Leben den Lebendigen gehört und wir alle auf Wechsel gefasst sein sollten.

Und dann gibt es noch Esragül Schönast, die den Herbst so treffend beschreibt: Wenn die bunten Blätter unsere Wege schmücken und eine Tasse Tee plötzlich ganz anders wärmt – dann ist es wieder soweit: Herbstklopfen. ♥

Monica Minder bringt es auf den Punkt: "Herbstzauber - Schenk mir das Wort, das sich erhebt für deine Fülle." Ein paar unserer Lieblingszitate über den Herbst dürfen da natürlich nicht fehlen:

- „Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein.“ (Hugo von Hofmannsthal)

- „Wie schön die Blätter älter werden. Voller Licht und Farbe sind ihre letzten Tage.“ (John Burrough)

- „Ist das nicht ein echter Herbsttag? Nur die stille Melancholie, die ich liebe – die Leben und Natur in Einklang bringt.“ (George Eliot)

- „Im Herbst steht in den Gärten die Stille, für die wir keine Zeit haben.“ (Victor Auburtin)

- „Beachte, dass der Herbst mehr die Jahreszeit der Seele als der Natur ist.“ (Friedrich Nietzsche)

- "Auch die Einsamkeit ist manchmal etwas Schönes - ah, der Herbstabend!" (Yosa Buson)

- „Herbst, des Jahres letztes, schönstes Lächeln.“ (Thornton Wilder)

Man könnte ewig weiterschwelgen, aber wir schließen mit einem Zitat des japanischen Samurai und Waka-Poeten: "Wenn einer einen blütenreichen Frühling und einen satten Herbst erlebt, so muss er sich doch eingestehen, dass es schön ist, Mensch zu sein."

Also, schnappt euch eure Kamera und genießt unsere Fotoserie – ein Vorgeschmack auf die Farben des Herbstes. Denn eines ist sicher: Der Herbst ist da, um uns zu verzaubern! 🍂📸


                     Baumgruppe Roteichen 


                      Feldahorn 


                     Offene Feldlandschaft 


                     Wilder Wein (Jungfernrebe) 


                      Wilder Wein (Jungfernrebe) 


                      Ahornlaub 


                     Rotahorn - Zuckerahorn 


                   Spitzahorn - Gipsbrüche Sperenberg 


                    Waldweg im Oktober 


                    Roteichen - Ende Oktober 


                     Ahornblatt - Herbstidylle 


                    Seelandschaft im Oktober 


                     Fliegenpilze 


                      Roteichenlaub 


                     Wilder Wein  


                     Ahornlaub 


                  Fernwanderweg E10 - Alexanderdorf 


                  Strauchgruppe 


                     Japanischer Fächerahorn 


                     Ahornbaum 


                    Sonnenlicht im Laubwald 


                     Pilze des Waldes






Sonntag, 7. Juni 2026

Überlingen - Stachelige Schönheiten im Pflanzenhaus


 Kuckuck ist jemand zu Hause ?

Hallo liebe Leser und Leserinnen, heute möchte ich euch wieder von unserem Ausflug nach Überlingen erzählen. Ich nehme euch mit in das Pflanzenhaus bei den Villengärten.
Also, los geht's.
Überlingen ist eine Gartenstadt. Wo man hinschaut entdeckt man schöne private Gärten oder Parks und eine Blumengeschmückte Seepromenade. Da jubelt mein Herz.


Es geht vorbei an Segelschiffen, beim alten Yachthafen am Schützengraben, beim Badturm, Richtung Pflanzenhaus. Schon sind wir beim Eingang.







So, hier sind wir. Diese wunderbare Kakteen und Sukkulenten - Sammlung hat die Stadt Überlingen seinem berühmten Stadtgärtner Hermann Hoch zu verdanken. Er brachte von seinen ausgedehnten Auslandreisen die unterschiedlichsten Kakteen mit. Ab 1897 konnte man sie im ersten öffentlichen Kakteenbeet bewundern. Im Zusammenhang mit der Landesgartenschau, beschloss die Stadt Überlingen diese grosse Sammlung ganzjährig in einem Pflanzenhaus zu präsentieren.
Und ich sage euch, das ist ein interessantes Schmuckstück geworden, wo sich ein Besuch lohnt !!! Schaut mal diese stacheligen Schönheiten...





Hier ein paar Informationen die ich auf einer Info Tafel in Überlingen gelesen und mit meinen Gedanken noch ergänzt habe:

Dass Bäume neben ihrer ökologischen Funktion auch als Klimaregulatoren eine sehr wichtige Rolle spielen, das wissen wir ja seit langem. Umso tragischer ist das Abholzen der Regenwälder. Es ist ein Verbrechen an der gesamten Menschheit, das nicht mehr zu korrigieren ist !!!!!
Diese Klimaregulation ist für uns messbar und wahrnehmbar. Sie lässt sich künstlich nicht, oder nur mit sehr hohem technischem Aufwand nachbilden. Was wieder Energie benötigt. Also eine Schlange die sich in den Schwanz beisst...!!!
Gerade in Städten, bei denen die Oberflächenerwärmung aufgrund Abstrahlung und Reflexionen durch Gebäude und Versiegelung gegenüber der freien Landschaft um ein Vielfaches erhöht ist, spielen daher Bäume eine bedeutende Rolle für unser Wohlbefinden. Die Menge an Sauerstoff, der von einem ausgewachsenen Baum täglich abgegeben wird, entspricht in etwa der Menge Sauerstoff, den 10 erwachsene Menschen an einem Tag veratmen. Der Baum produziert Verdunstungskälte, die die Umgebungstemperatur im Schatten des Baumes um 4-5 Grad verringern.

Wir Bäume bieten auch euch Menschen unsere Freundschaft, nicht nur der Tier, Pflanzen und Pilze Welt...!


Liebe Leserschaft, ich kann euch versichern, die Kakteen und Sukkulenten stehen den Bäumen in nichts nach. Auch sie sind nicht nur wertvoll für die Tierwelt sondern auch für uns Menschen...!




So hat mir die KI von Google über Kakteen und Sukkulenten folgendes zu lesen gegeben:
Kakteen und Sukkulenten regulieren das Klima vor allem durch effiziente CO² -Speicherung ( CAM - Metabolismus ) Bodenschutz gegen Wüstenbildung und die Freisetzung von Feuchtigkeit in extrem trockenen Regionen.
Hauptfunktionen für das Klima:
CAM-Metabolismus: Sukkulenten öffnen ihre Spaltöffnungen nur nachts. Dies minimiert den Wasserverlust. Sie nehmen CO² im Dunkeln auf und speichern es. Tagsüber nutzen sie dieses CO² für die Photosynthese bei geschlossenen Poren.
Kohlenstoffsenke: Sie binden Kohlenstoff in extremen Arditätszonen. Andere Pflanzen können dort nicht überleben. Dadurch wirken sie der globalen Erwärmung in der Wüste entgegen.
Schutz vor Erosion: Ihre dichten Wurzelsysteme stabilisieren den trockenen Wüstenboden. Dies verhindert, dass Wind und seltene Starkregen fruchtbaren Sand wegspülen.
Minderung von Staubstürmen: Durch die Bodenstabilisierung reduzieren sie die Entstehung von Staubstürmen. Weniger Staub in der Atmosphäre verändert die globalen Sonneneinstrahlung und Wolkenbildung positiv.
Lokale Kühlung: Sukkulenten speichern riesige Mengen Wasser. Dieses Wasser verdunstet minimal aber kontinuierlich. Das senkt die extremen Temperaturen in ihrer direkten Umgebung ab. Sie bilden ein Wasserdepot für das Ökosystem. Sie dienen als primäre Wasserquelle für Tiere in Dürreperioden. Dies hält das ökologische Gleichgewicht aufrecht. Ein stabiles Ökosystem stützt wiederum das regionale Klima.

Wow...!!! Wer von uns hat denn Bock auf Krieg, Unterdrückung, Ausbeutung und das unsere kleine Erdkugel vor die Hunde geht...???!!!

Ihr jungen Leute, werdet Biobauer, Kakteenbauer, gestaltet mit Bäumen neue Landschaften. Gestaltet Dachgärten, Stadtgärten und Parks. Lasst euch zu Biologen und Biologinnen ausbilden, werdet Ranger und Rangerin. Und wer von euch Milliardären und Milliardärinnen nicht weiss was machen mit seinem Reichtum, denen gebe ich den Rat, kauft Land, Seen, Inseln, Flüsse, Meere und Wälder. Setzt eure Beziehungen und euer Geld ein, damit ihr Naturreservate mit einem sanften und verträglichen Tourismus, der die Artenvielfalt schützt, gestalten könnt. Es würde sinnvolle Arbeitsplätze schaffen. Werdet Umweltspezialisten. Gründet Unternehmen die sich der Säuberung und Renaturierung der Meere und der Flüsse annehmen. Chemische Bodenverschmutzung sowie verseuchte und verminte Kriegsgebiete müssen neutralisiert werden. Neue Naturreservate müssen erschaffen werden. Das gibt neue Perspektiven für Länder wo die Jugend keine Zukunft sieht.  Ich versichere euch, diese edlen Taten werden euch glücklich machen von den Haarwurzeln bis zu den Zehenspitzen. Ihr werdet in die Geschichtsbücher eingehen und als Helden und Heldinnen gefeiert werden. Euch wird man Denkmäler und Tempel errichten und ganze Völkerscharen werden aus Dankbarkeit zu euch hin pilgern. Denkmäler von Kriegs Führer und Führerinnen...da pinkeln die Hunde dran !!!  Lasst uns unsere und ihr jungen Menschen eure Zukunft neu denken...!!!!!


Jede Veränderung beginnt bei uns selbst....wir JacoMis wünschen euch eine gute neue Woche.

Donnerstag, 30. Oktober 2025

Die Olive - Der Friedensbaum


Im Klostergarten Allerheiligen in Schaffhausen steht dieser Olivenbaum. 
Der Ölbaum ist das älteste Friedenssymbol der Welt.

Liebe Leserschaft, hier ist Teil zwei meines Posts zu diesem heiligen Baum.

Man kommt wirklich nicht drumherum, diesen Baum auf einen Altar zu stellen und ihn leuchten zu lassen...! Zumal der Olivenbaum die gleiche Chromosomenzahl hat, wie wir Menschen. Ein Zufall, vielleicht...Aber aus meiner Sicht ist uns Menschen dieser Baum in vielen Dingen haushoch überlegen.

Blicken wir mal etwas in die Griechische Mythologie und in die verschiedenen Religionen.
So ist zu lesen, dass es zwischen Poseidon und der Göttin Athene einen Streit gab, wer von ihnen die Schutzherrschaft über die Region Attika und die Stadt Athen haben darf. Zeus, der höchste olympische Gott, der Herrscher über Himmel, Blitz und Donner, fällte einen Schiedsspruch. Wer das nutzbringendere Geschenk dem Volk Attikas mache, werde die Herrschaft bekommen.
Poseidon stiess seinen Dreizack in den Felsen und eine Quelle sprudelte aus ihm heraus. Aber das Wasser war nutzlos, es war Salzwasser. Die Göttin Athene aber, lies auf der Akropolis den ersten Ölbaum wachsen. Er brachte dem Volk Nahrung, Brennholz und wertvolles Öl. Somit gewann Athene diesen Wettkampf und der Ölbaum wurde als heilig gesprochen.
Daher war im antiken Griechenland und Rom ein Kranz aus Olivenzweigen eines der höchsten Auszeichnungen.


Eines meiner Bilder in Mischtechnik mit dem Titel:
Die Vogelhochzeit im Olivenbaum
Serie: Meine Naive Kunst

Dies war eine Betrachtung des Olivenbaums in der Griechischen Mythologie. 
In der Bibel, aber auch im Koran, sowie bei einigen Kulturen der Naturvölker spielt der Ölbaum ebenfalls eine Zentrale Rolle.
In Ägypten wurden im Grab des Pharao Tutanchamun, Blätter des Ölbaums gefunden. In der Bibel lesen wir, dass Noah nach einer Sintflut eine Taube los schickte. Sie kehrte mit einem Ölzweig im Schnabel zurück. Die Erde grünte wieder, das Leben war zurück.

So wurde die Taube mit einem Ölzweig ein Symbol der Weisheit, Friedens, Versöhnung und der Hoffnung.

Auch im Koran wird der Ölbaum verehrt:
" Allah ist das Licht von Himmel und Erde. Sein Licht ist einer Nische zu vergleichen, mit einer Lampe darin. Die Lampe brennt mit Öl von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, der weder östlich noch westlich ist, und dessen Öl fast schon hell gibt, noch ohne dass Feuer daran gekommen ist...."

Ebenfalls bei den Orthodoxen Kirchen ist das Olivenöl ein heiliger Bestandteil. Es wird bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen verwendet.
Auch in der Tradition der Massai werden bei ihren Zeremonien Zweige des Olivenbaums verbrannt. Sie erbitten so um Segen, Glück und Frieden.


Dann sage ich doch gleich zu meiner kleinen Friedenstaube...flieg...flieg rund um die Welt !!!

Ursprünglich kam der Ölbaum aus Syrien und Griechenland. Von der Mittelmeer und der Schwarzmeer Region wird er mittlerweile fast auf der ganzen Welt angebaut. Dies nicht zuletzt, weil er auf den unterschiedlichsten Böden gedeiht.
Mehr zum Anbau, zur Heilkunde und zum Genuss der köstlichen Olive und ihrem Öl in einem weiteren Post. Ihr seht liebe Leser und Leserinnen, einem königlichen Baum muss man eben in vielerlei Hinsicht seine Ehre erweisen.

Zum Schluss meines heutigen " Oliven - Baum - Posts " möchte ich euch noch die Frage stellen: 
Habt ihr an einem 23. September Geburtstag....Glückwunsch, ihr seid im Baumhoroskop ein Olivenbaum !

Dem Baumhoroskop liegt das alte Wissen des keltischen Volkes zugrunde. Der Olivenbaum, dem nur ein Tag des Jahres zugeordnet ist, kennzeichnet die Tagundnachtgleiche im Herbst.
Den Olivenbaum - Persönlichkeiten wird oft eine charismatische Ausstrahlung zugeteilt. Sie sind bodenständig, pragmatisch und im Leben tief verwurzelt. In ihnen steckt die Gabe der Intuition und der Konzentration auf das Wesentliche. Daher rührt wohl auch ihr Vermittlungsgeschick bei zwischenmenschlichen Angelegenheiten mit dem sie stets für Harmonie und Ausgleich sorgen.
Oft sind es Menschen, die sich auf einem ökonomischen Erfolgskurs befinden.
Aber tief in ihrem Innern schlummert die Sehnsucht nach Weisheit und der Erkenntnis des wahren Lebens, im Himmel wie auf Erden.
Um zu diesen innersten Gefühlen zu gelangen, sollten die Olivenbaum - Persönlichkeiten lernen, ihre Verbissenheit und ihre tiefgründige Schürferei zu lockern, um einer heiteren Leichtigkeit und Lebensfreude mehr Raum zu geben.

Tja Leute, dann stelle ich doch beim Zeus den Antrag, dass ab sofort nur noch  weltweit !!!  Regierungsleute in Frage kommen, die am 23. September geboren sind....😜 

Tschüss, bis zum nächsten Post, eure Mis von den JacoMis
 


Mittwoch, 29. Oktober 2025

Die Olive - Der himmlische Baum


 
" Der Olivenbaum " so lautet der Titel meiner Malkunst in Acryl. 
Das Bild ist aus meiner Serie:  Meine Moderne Kunst

Hallo liebe Leser und Leserinnen 😊

Einer meiner " Baum - Freunde " ist der Olivenbaum. Ich weiss doch einiges über diesen Baum und so dachte ich, diesen Post schüttelst du aus dem Ärmel und schreibst ihn mit links....weit gefehlt !
Es ist nicht irgend ein Baum. Es ist der König oder die Königin unter den Bäumen.
Ihm gebührt die allergrösste Ehre, zumal der Olivenbaum eine der ältesten Kultur und Nutzpflanzen der Menschheit ist.
Die Geschichte des kultivierten Ölbaums reicht mindestens bis in die Bronzezeit zurück. Erste archäologische Funde von Olivenkernen sind über 9000 Jahre alt. Es sind gesammelte Oliven von wilden Olivenbäumen. Je nach Sorte kann dieser immergrüne Baum bis 20 Meter hoch werden. Auch sein Alter ist beeindruckend.
Das älteste bekannte Exemplar befindet sich in Vouves auf Kreta. Er ist ca. 3500 Jahre alt. Weitere sehr alte Olivenbäume befinden sich in Spanien, in Tarragona und in Castellon. 1700 und 1200 Jahre alt. 
Auch in Katalonien gibt es einen wunderschönen und alten Olivenbaum:
La Farga de l' Arion.

Es wäre also direkt eine Schande, wenn ich diesen aussergewöhnlichen und majestätischen Baum, in einem Post abhandeln würde.
Also las ich mich heute Nachmittag durch die unterschiedlichsten Literaturen durch. Es war faszinierend, spannend...und ich wurde fündig.

Bevor ich ihn nüchtern biologisch, wirtschaftlich und klimaresistent betrachte, muss ich ihn zuerst geschichtlich, mythologisch, poetisch und aus der Schönheit der Kunst betrachten.
Wer wäre da geeigneter als Vincent van Gogh !!!


Olivenhain, Saint-Remy, November 1889


Olivenhain, Saint-Remy, Dezember 1889


Olivenbäume mit gelbem Himmel und Sonne
Saint-Remy, November 1889

Einfach fantastisch diese Farben, die Dynamik des Pinselstrichs und diese Leidenschaft...jawohl, diese Bilder sind einzigartig, weil sie Charakter und eine Seele haben !!!
So äussert sich Vincent van Gogh zu seinen Olivenbaum Bilder:

" Die Ölbäume sind sehr charakteristisch, und ich habe Mühe, das einzufangen. Es ist silbern, manchmal mehr blau, manchmal grünlich, bronziert, weiss werdend auf dem Boden, der gelb, rosa, violett oder orange bis mattroter Ocker ist...
Eines Tages mache ich vielleicht etwas ganz persönliches daraus, wie ich es mit den Sonnenblumen für die gelben Töne gemacht habe. "

Liebe Leserschaft, ich habe noch ein tiefgründiges " Gedicht " gefunden:

Fragen an einen 908 in Spanien gepflanzten Olivenbaum, der 1998 in der Nähe von Pont-du-Gard umgesetzt wurde:

" Erinnerst du dich noch der Mauren Herrlichkeit im schönen Andalusien,
ihrer glänzenden Paläste und der kühlen Brunnen,
der schönen Frauen und der weisen Gelehrten an ihren Höfen ?

Denkst du noch an die mörderischen Kriege der katholischen Majestäten, 
an die Vertreibung jüdischen Lebens, an das Lodern der Scheiterhaufen
angezündet von frommen Christen ?

Kennst du noch die kleinen Dörfer in den trockenen Hügeln der Meseta,
das Ringen ums tägliche Brot, kärgliche Leben der Bauern, denen du Nahrung und Sinnbild des Friedens warst ?

Wie überstandest du Hunderte Jahre, voll von Hunger, Elend und Kriegen, 
selten nur unterbrochen von Zeiten friedlichen Schaffens und glücklichen
Lebens der Menschen ?

Warum riss man dich aus dem Boden, der deinen Wurzeln seit 1000 Jahren
Leben und Schutz geboten ?
Störte dein stolzes Alter die Erbauer neuer Hotelpaläste ?

Wer brachte dich hierher ins Land des Volkes, dessen Könige häufig nach des
Landes Schätzen gestrebt, an einen Ort von römischen Imperatoren und der grossen Kunst genialer Baumeister, heute besucht von Menschen aus aller Welt ?

Scheint die Sonne hier auch so heiss wie in deiner Heimat, oder vermisst du die Glut der südlichen Sommer.
Leidest du unter der Kälte und der Wucht des Mistral, oder liebst du die Klarheit seiner blank geputzten Himmel und die Menschen, die hier leben ?

Wie fühlst du dich als Fremder an diesem Ort, kannst du Symbol und Hoffnung sein für all die Heimatlosen unserer Zeit ?

So viele Jahrhunderte...so viele Fragen ???!!!

von Christa Kluge

Liebe Leserinnen, liebe Leser, dem ist nichts mehr beizufügen...
aber morgen erzähle ich euch weitere " Geschichten " und viel interessantes über 
" den König und die Königin der Bäume "

Tschüss, eure Mis von den JacoMis 😊



Montag, 28. Juli 2025

Köstlichkeiten vom Schwarzen Holunderbaum


 
Hier im Bild noch zwei junge Schwarze Holunderbäume im Hintergrund der Bodensee

So, liebe Leserschaft in Teil zwei meines Holunderposts geht es um verschiedene Verarbeitungen dieser gesunden Holunderblüten und Beeren.

Übrigens, der Name Holunder stammt vom Wort " Holuntar " also; holun bedeutet hohl, heilig, gnädig und tar bedeutet Baum, Strauch.
Im Volksmund hat er auch die Namen: Flieder, Hunnel, Hülandr, Holler, Hulla, Holder, Fledder, um nur einige zu nennen.
Fährt man über Land, so ist zu beobachten, dass bei vielen Bauernhäuser, Gärten und sowieso in Klostergärten ein Holunderbaum zu finden ist. Der sollte nicht nur beschützen, der wurde auch fleissig genutzt.

Aus den Blüten im Frühling



Holunderblütentee: Auf eine grosse Tasse, kommt ein Teelöffel getrocknete Holunderblüten. Wer keine Zeit hat, holt sich den Tee im Reformhaus oder in der Drogerie...voilà. Mit sprudelndem Wasser übergiessen und 10-15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Bei losen Blüten absieben, eine Scheibe Bio Zitrone und ein1/2 Teelöffel Waldhonig. Mehrmals täglich eine Tasse heiss trinken.
Das hilft bei Erkältungen. Er senkt das Fieber, hilft schwitzen und somit der Entgiftung, er lindert den Husten und hilft bei Verschleimung. Er unterstützt das Immunsystem.
Er eignet sich auch sehr gut zum inhalieren, da würde ich noch Thymian dazugeben. Ein Handtuch über den Kopf und tief durch die Nase einatmen und durch den Mund ausatmen. Dies 3x am Tag.

Auch Sebastian Kneipp schwor auf Tee aus den Holunderwurzeln. Er sagte:
" Unschätzbar für Wassersüchtige, oder solche, die sich über Korpulenz zu beklagen haben." Auf eine Tasse einen knappen Teelöffel getrockneter Wurzeln, mit kochendem Wasser übergiessen, 15 Minuten ziehen lassen. Abseihen. Pro Tag eine Tasse schluckweise und in Abständen trinken. Er hat eine abführende Wirkung...😉 Naa, ich würde das zuerst mit dem Drogisten/Apotheker besprechen. Sicher ist sicher... 

Holunderblütensirup: 1,5 Liter Wasser,1Kg Zucker, 20 Blüten, 25 g Zitronensäure, wer will, noch eine Bio Zitrone, oder Orange, oder beides, oder ein paar Blätter Bergminze.
Das Wasser mit dem Zucker, der Zitronensäure aufkochen. Die Blüten vorsichtig kalt abwaschen und z.B in eine Pfanne oder grosses Gefäss geben. Die Zitrone in Scheiben schneiden und dazugeben. Heiss übergiessen, Deckel drauf und 3 Tage ziehen lassen. Abseihen, nochmals aufkochen und in sterilisierte Flaschen abfüllen und sofort verschliessen. Der Sirup kann heiss oder kalt getrunken werden.

Wir JacoMis bevorzugen den Tee, wegen dem Zuckergehalt vom Sirup.

Holunderblüten-Sekt: 20 Holunderblütendolden mit 5 Liter Wasser übergiessen und langsam zum Kochen bringen. Abkühlen. Über Nacht stehen lassen. Absieben. Mit 750 g Zucker vermengen und langsam aufkochen. In heiss ausgespülte Bügelflaschen ( wichtig ) abfüllen. Und ebenfalls wichtig, kühl lagern. Wenn der Sekt im Frühjahr gemacht wurde, so ist er im Winter reif zum geniessen.
Jaco hat oft diesen Sekt gemacht. Aber kühl lagern, wenn er zu warm hat, kann es die Flaschen sprengen ( Jaco grinst ) auch beim öffnen aufpassen, der ist spritzig.

Holunderblüten-Gelee: 8 Blütendolden, 11/2 Liter Wasser und das zwei Tage zugedeckt stehen lassen. Absieben. Saft einer Bio Zitrone, 2 kg Gelierzucker beigeben und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. In heiss abgespülte Gläser abfüllen und sofort verschliessen...Fertig.

Eine Leckerei sind die " Holderchüechli " fast jede Hausfrau hat ihr eigenes Rezept.
Mich hat dieses überzeugt, obwohl ich denen nicht nachrenne...also:
8-12 Holunderblütendolden mit Stängel, 8 EL Mehl, 12 EL Wasser, 2 Eier, 1 Prise Salz, Distelöl, Vanillezucker.
Die Eier trennen. Aus Mehl, Eigelb und Salz einen Ausbackteig herstellen. Der Teig muss locker vom Löffel fallen. Eine gute Stunde ruhen lassen, er muss etwas zähflüssig werden. Das geschlagene Eiweiss unterheben. Die Holunderblüten eintauchen und in einer hochrandigen Pfanne im heissen Distelöl schwimmend  ausbacken. Ist die Unterseite schön goldbraun, den Blütenstiel mit einer Schere abschneiden und die Blütendolde wenden. Ebenfalls goldbraun backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, lauwarm servieren und mit Vanillezucker oder Puderzucker bestreuen...lasst es euch schmecken 😋



Die reifen Beeren im Herbst

So, liebe Leserschaft, jetzt kommen meine Favoriten. Das kenne ich schon aus meiner Kindheit, jetzt wird " gesaftet "
Genau so ein " umkehrts Taburettli mit Windlä " nahm mein "Grosi" auch. Ich übersetze: So ein umgedrehter Holzstuhl mit einer durchlässigen Babywindel nahm meine Oma auch.



Zusammen holten wir den Holunder, dann nahmen wir zwei alte Kämme und trennten damit die Beeren von den Stielen. Nach dem Waschen kamen sie in eine grosse Pfanne, mit Wasser wurde aufgefüllt, bis die Beeren bedeckt waren. Die Beeren wurden gekocht bis die Beerenhaut platzte. Nun kamen die Beeren Portionsweise in das Tuch und wurden ausgedrückt, damit der Saft in die Schüssel floss. Das war schon ein wenig " ä Chötzete " ( Sauerei )
Ein Teil gab Sirup und ein Teil gab Holundergelee. Manchmal kamen noch Brombeeren dazu.

Sirup: Auf 1Liter Saft kommt 400 g Zucker. Kochen bis der Sirup " Fäden zieht ".
In heiss ausgespülte Flaschen abfüllen und sofort verschliessen.
Mein Lieblingsgetränk war am Abend eine Tasse warme Milch mit einem Teelöffel Holundersirup. Da hat das " Resilein " geschlafen wie eine Holderfee...

Brombeergelee mit Holunder: zwei drittel sind Brombeeren und ein drittel sind Holunderbeeren. Wieder zu Saft verarbeiten. 
Nun kommt auf 1 Liter Saft 1 Kilo Zucker. Kochen bis der Tropfen breit von der Kelle fällt. Den Gelee abschäumen und in heiss gespülte Gläser abfüllen und verschliessen.

Holdersuppe oder Fliederbeersuppe

Ouuu...das war die Leibspeise von "Grosvati" und mir. Leider gab es das nicht allzu oft. Wegen dem " Hüftgold "...ha...ha, ist halt eine Kalorienbombe.  Das "Grosi" hatte da ihr eigenes Rezept:
Wenn sie altes Weissbrot hatte, dann hat sie es in Stücke geschnitten und  in Butter kross gebräunt. Den Holundersaft hat sie in einer Pfanne erwärmt, und noch mit flüssigem Rahm, verfeinert. Da sie eine grosse flache Keramikschüssel voll Rohmilch immer im Kühlschrank hatte, konnte sie dort Rahm abschöpfen.
Die Brotstücke kamen ins Suppenteller und die Holunder-Rahmsuppe kam drüber und wurde noch mit Zucker und Zimt abgeschmeckt. 
Die Teller waren von Grosvati und mir blitzblank sauber abgeleckt...😋

Auch im Gehege des Damwilds beim Munot in Schaffhausen wächst Holunder



Und weil wir schon langsam auf den Herbst zusteuern, habe ich euch noch ein Rezept für einen Holunderpunsch:
1/2 Liter Holundersaft, 1 Tasse knapp voll mit Zucker, 1 Stück Zimtrinde, 3 Nelken, 2 Scheiben Zitrone. Alles in einer Pfanne mischen und eine halbe Stunde leicht köcheln lassen. Absieben. Mit 1/2 Flasche Weisswein und 1/2 Liter Wasser oder Schwarztee vermengen. Alles nochmal bis kurz vorm Sieden erhitzen und ein Schnapsglas voll Weinbrand oder Wodka dazugeben.

Meine Nase und die Wangen glühen schon... nach zwei Gläser tanze ich auf dem Tisch...nach drei Gläser kann ich fünf Sprachen...und nach vier Gläser bin ich unter dem Tisch und der Jaco muss mich nach Hause tragen...nicht wahr mein Jaco 😄








Hegauer Kegelspiele - Burgruine Mägdeberg

 # Das Hegauer Kegelspiel: Auf Vulkantour zur Burgruine Mägdeberg Nachdem wir euch am 29.10.2026 den **Burgenweg Nr. 4** vorgestellt haben, ...