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Sonntag, 7. Juni 2026

Überlingen - Stachelige Schönheiten im Pflanzenhaus


 Kuckuck ist jemand zu Hause ?

Hallo liebe Leser und Leserinnen, heute möchte ich euch wieder von unserem Ausflug nach Überlingen erzählen. Ich nehme euch mit in das Pflanzenhaus bei den Villengärten.
Also, los geht's.
Überlingen ist eine Gartenstadt. Wo man hinschaut entdeckt man schöne private Gärten oder Parks und eine Blumengeschmückte Seepromenade. Da jubelt mein Herz.


Es geht vorbei an Segelschiffen, beim alten Yachthafen am Schützengraben, beim Badturm, Richtung Pflanzenhaus. Schon sind wir beim Eingang.







So, hier sind wir. Diese wunderbare Kakteen und Sukkulenten - Sammlung hat die Stadt Überlingen seinem berühmten Stadtgärtner Hermann Hoch zu verdanken. Er brachte von seinen ausgedehnten Auslandreisen die unterschiedlichsten Kakteen mit. Ab 1897 konnte man sie im ersten öffentlichen Kakteenbeet bewundern. Im Zusammenhang mit der Landesgartenschau, beschloss die Stadt Überlingen diese grosse Sammlung ganzjährig in einem Pflanzenhaus zu präsentieren.
Und ich sage euch, das ist ein interessantes Schmuckstück geworden, wo sich ein Besuch lohnt !!! Schaut mal diese stacheligen Schönheiten...





Hier ein paar Informationen die ich auf einer Info Tafel in Überlingen gelesen und mit meinen Gedanken noch ergänzt habe:

Dass Bäume neben ihrer ökologischen Funktion auch als Klimaregulatoren eine sehr wichtige Rolle spielen, das wissen wir ja seit langem. Umso tragischer ist das Abholzen der Regenwälder. Es ist ein Verbrechen an der gesamten Menschheit, das nicht mehr zu korrigieren ist !!!!!
Diese Klimaregulation ist für uns messbar und wahrnehmbar. Sie lässt sich künstlich nicht, oder nur mit sehr hohem technischem Aufwand nachbilden. Was wieder Energie benötigt. Also eine Schlange die sich in den Schwanz beisst...!!!
Gerade in Städten, bei denen die Oberflächenerwärmung aufgrund Abstrahlung und Reflexionen durch Gebäude und Versiegelung gegenüber der freien Landschaft um ein Vielfaches erhöht ist, spielen daher Bäume eine bedeutende Rolle für unser Wohlbefinden. Die Menge an Sauerstoff, der von einem ausgewachsenen Baum täglich abgegeben wird, entspricht in etwa der Menge Sauerstoff, den 10 erwachsene Menschen an einem Tag veratmen. Der Baum produziert Verdunstungskälte, die die Umgebungstemperatur im Schatten des Baumes um 4-5 Grad verringern.

Wir Bäume bieten auch euch Menschen unsere Freundschaft, nicht nur der Tier, Pflanzen und Pilze Welt...!


Liebe Leserschaft, ich kann euch versichern, die Kakteen und Sukkulenten stehen den Bäumen in nichts nach. Auch sie sind nicht nur wertvoll für die Tierwelt sondern auch für uns Menschen...!




So hat mir die KI von Google über Kakteen und Sukkulenten folgendes zu lesen gegeben:
Kakteen und Sukkulenten regulieren das Klima vor allem durch effiziente CO² -Speicherung ( CAM - Metabolismus ) Bodenschutz gegen Wüstenbildung und die Freisetzung von Feuchtigkeit in extrem trockenen Regionen.
Hauptfunktionen für das Klima:
CAM-Metabolismus: Sukkulenten öffnen ihre Spaltöffnungen nur nachts. Dies minimiert den Wasserverlust. Sie nehmen CO² im Dunkeln auf und speichern es. Tagsüber nutzen sie dieses CO² für die Photosynthese bei geschlossenen Poren.
Kohlenstoffsenke: Sie binden Kohlenstoff in extremen Arditätszonen. Andere Pflanzen können dort nicht überleben. Dadurch wirken sie der globalen Erwärmung in der Wüste entgegen.
Schutz vor Erosion: Ihre dichten Wurzelsysteme stabilisieren den trockenen Wüstenboden. Dies verhindert, dass Wind und seltene Starkregen fruchtbaren Sand wegspülen.
Minderung von Staubstürmen: Durch die Bodenstabilisierung reduzieren sie die Entstehung von Staubstürmen. Weniger Staub in der Atmosphäre verändert die globalen Sonneneinstrahlung und Wolkenbildung positiv.
Lokale Kühlung: Sukkulenten speichern riesige Mengen Wasser. Dieses Wasser verdunstet minimal aber kontinuierlich. Das senkt die extremen Temperaturen in ihrer direkten Umgebung ab. Sie bilden ein Wasserdepot für das Ökosystem. Sie dienen als primäre Wasserquelle für Tiere in Dürreperioden. Dies hält das ökologische Gleichgewicht aufrecht. Ein stabiles Ökosystem stützt wiederum das regionale Klima.

Wow...!!! Wer von uns hat denn Bock auf Krieg, Unterdrückung, Ausbeutung und das unsere kleine Erdkugel vor die Hunde geht...???!!!

Ihr jungen Leute, werdet Biobauer, Kakteenbauer, gestaltet mit Bäumen neue Landschaften. Gestaltet Dachgärten, Stadtgärten und Parks. Lasst euch zu Biologen und Biologinnen ausbilden, werdet Ranger und Rangerin. Und wer von euch Milliardären und Milliardärinnen nicht weiss was machen mit seinem Reichtum, denen gebe ich den Rat, kauft Land, Seen, Inseln, Flüsse, Meere und Wälder. Setzt eure Beziehungen und euer Geld ein, damit ihr Naturreservate mit einem sanften und verträglichen Tourismus, der die Artenvielfalt schützt, gestalten könnt. Ich versichere euch, diese edlen Taten werden euch glücklich machen von den Haarwurzeln bis zu den Zehenspitzen. Ihr werdet in die Geschichtsbücher eingehen und als Helden und Heldinnen gefeiert werden. Euch wird man Denkmäler und Tempel errichten und ganze Völkerscharen werden aus Dankbarkeit zu euch hin pilgern. Denkmäler von Kriegs Führer und Führerinnen...da pinkeln die Hunde dran !!!  Lasst uns unsere und ihr jungen Menschen eure Zukunft neu denken...!!!!!


Jede Veränderung beginnt bei uns selbst....wir JacoMis wünschen euch eine gute neue Woche.

Donnerstag, 30. Oktober 2025

Die Olive - Der Friedensbaum


Im Klostergarten Allerheiligen in Schaffhausen steht dieser Olivenbaum. 
Der Ölbaum ist das älteste Friedenssymbol der Welt.

Liebe Leserschaft, hier ist Teil zwei meines Posts zu diesem heiligen Baum.

Man kommt wirklich nicht drumherum, diesen Baum auf einen Altar zu stellen und ihn leuchten zu lassen...! Zumal der Olivenbaum die gleiche Chromosomenzahl hat, wie wir Menschen. Ein Zufall, vielleicht...Aber aus meiner Sicht ist uns Menschen dieser Baum in vielen Dingen haushoch überlegen.

Blicken wir mal etwas in die Griechische Mythologie und in die verschiedenen Religionen.
So ist zu lesen, dass es zwischen Poseidon und der Göttin Athene einen Streit gab, wer von ihnen die Schutzherrschaft über die Region Attika und die Stadt Athen haben darf. Zeus, der höchste olympische Gott, der Herrscher über Himmel, Blitz und Donner, fällte einen Schiedsspruch. Wer das nutzbringendere Geschenk dem Volk Attikas mache, werde die Herrschaft bekommen.
Poseidon stiess seinen Dreizack in den Felsen und eine Quelle sprudelte aus ihm heraus. Aber das Wasser war nutzlos, es war Salzwasser. Die Göttin Athene aber, lies auf der Akropolis den ersten Ölbaum wachsen. Er brachte dem Volk Nahrung, Brennholz und wertvolles Öl. Somit gewann Athene diesen Wettkampf und der Ölbaum wurde als heilig gesprochen.
Daher war im antiken Griechenland und Rom ein Kranz aus Olivenzweigen eines der höchsten Auszeichnungen.


Eines meiner Bilder in Mischtechnik mit dem Titel:
Die Vogelhochzeit im Olivenbaum
Serie: Meine Naive Kunst

Dies war eine Betrachtung des Olivenbaums in der Griechischen Mythologie. 
In der Bibel, aber auch im Koran, sowie bei einigen Kulturen der Naturvölker spielt der Ölbaum ebenfalls eine Zentrale Rolle.
In Ägypten wurden im Grab des Pharao Tutanchamun, Blätter des Ölbaums gefunden. In der Bibel lesen wir, dass Noah nach einer Sintflut eine Taube los schickte. Sie kehrte mit einem Ölzweig im Schnabel zurück. Die Erde grünte wieder, das Leben war zurück.

So wurde die Taube mit einem Ölzweig ein Symbol der Weisheit, Friedens, Versöhnung und der Hoffnung.

Auch im Koran wird der Ölbaum verehrt:
" Allah ist das Licht von Himmel und Erde. Sein Licht ist einer Nische zu vergleichen, mit einer Lampe darin. Die Lampe brennt mit Öl von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, der weder östlich noch westlich ist, und dessen Öl fast schon hell gibt, noch ohne dass Feuer daran gekommen ist...."

Ebenfalls bei den Orthodoxen Kirchen ist das Olivenöl ein heiliger Bestandteil. Es wird bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen verwendet.
Auch in der Tradition der Massai werden bei ihren Zeremonien Zweige des Olivenbaums verbrannt. Sie erbitten so um Segen, Glück und Frieden.


Dann sage ich doch gleich zu meiner kleinen Friedenstaube...flieg...flieg rund um die Welt !!!

Ursprünglich kam der Ölbaum aus Syrien und Griechenland. Von der Mittelmeer und der Schwarzmeer Region wird er mittlerweile fast auf der ganzen Welt angebaut. Dies nicht zuletzt, weil er auf den unterschiedlichsten Böden gedeiht.
Mehr zum Anbau, zur Heilkunde und zum Genuss der köstlichen Olive und ihrem Öl in einem weiteren Post. Ihr seht liebe Leser und Leserinnen, einem königlichen Baum muss man eben in vielerlei Hinsicht seine Ehre erweisen.

Zum Schluss meines heutigen " Oliven - Baum - Posts " möchte ich euch noch die Frage stellen: 
Habt ihr an einem 23. September Geburtstag....Glückwunsch, ihr seid im Baumhoroskop ein Olivenbaum !

Dem Baumhoroskop liegt das alte Wissen des keltischen Volkes zugrunde. Der Olivenbaum, dem nur ein Tag des Jahres zugeordnet ist, kennzeichnet die Tagundnachtgleiche im Herbst.
Den Olivenbaum - Persönlichkeiten wird oft eine charismatische Ausstrahlung zugeteilt. Sie sind bodenständig, pragmatisch und im Leben tief verwurzelt. In ihnen steckt die Gabe der Intuition und der Konzentration auf das Wesentliche. Daher rührt wohl auch ihr Vermittlungsgeschick bei zwischenmenschlichen Angelegenheiten mit dem sie stets für Harmonie und Ausgleich sorgen.
Oft sind es Menschen, die sich auf einem ökonomischen Erfolgskurs befinden.
Aber tief in ihrem Innern schlummert die Sehnsucht nach Weisheit und der Erkenntnis des wahren Lebens, im Himmel wie auf Erden.
Um zu diesen innersten Gefühlen zu gelangen, sollten die Olivenbaum - Persönlichkeiten lernen, ihre Verbissenheit und ihre tiefgründige Schürferei zu lockern, um einer heiteren Leichtigkeit und Lebensfreude mehr Raum zu geben.

Tja Leute, dann stelle ich doch beim Zeus den Antrag, dass ab sofort nur noch  weltweit !!!  Regierungsleute in Frage kommen, die am 23. September geboren sind....😜 

Tschüss, bis zum nächsten Post, eure Mis von den JacoMis
 


Mittwoch, 29. Oktober 2025

Die Olive - Der himmlische Baum


 
" Der Olivenbaum " so lautet der Titel meiner Malkunst in Acryl. 
Das Bild ist aus meiner Serie:  Meine Moderne Kunst

Hallo liebe Leser und Leserinnen 😊

Einer meiner " Baum - Freunde " ist der Olivenbaum. Ich weiss doch einiges über diesen Baum und so dachte ich, diesen Post schüttelst du aus dem Ärmel und schreibst ihn mit links....weit gefehlt !
Es ist nicht irgend ein Baum. Es ist der König oder die Königin unter den Bäumen.
Ihm gebührt die allergrösste Ehre, zumal der Olivenbaum eine der ältesten Kultur und Nutzpflanzen der Menschheit ist.
Die Geschichte des kultivierten Ölbaums reicht mindestens bis in die Bronzezeit zurück. Erste archäologische Funde von Olivenkernen sind über 9000 Jahre alt. Es sind gesammelte Oliven von wilden Olivenbäumen. Je nach Sorte kann dieser immergrüne Baum bis 20 Meter hoch werden. Auch sein Alter ist beeindruckend.
Das älteste bekannte Exemplar befindet sich in Vouves auf Kreta. Er ist ca. 3500 Jahre alt. Weitere sehr alte Olivenbäume befinden sich in Spanien, in Tarragona und in Castellon. 1700 und 1200 Jahre alt. 
Auch in Katalonien gibt es einen wunderschönen und alten Olivenbaum:
La Farga de l' Arion.

Es wäre also direkt eine Schande, wenn ich diesen aussergewöhnlichen und majestätischen Baum, in einem Post abhandeln würde.
Also las ich mich heute Nachmittag durch die unterschiedlichsten Literaturen durch. Es war faszinierend, spannend...und ich wurde fündig.

Bevor ich ihn nüchtern biologisch, wirtschaftlich und klimaresistent betrachte, muss ich ihn zuerst geschichtlich, mythologisch, poetisch und aus der Schönheit der Kunst betrachten.
Wer wäre da geeigneter als Vincent van Gogh !!!


Olivenhain, Saint-Remy, November 1889


Olivenhain, Saint-Remy, Dezember 1889


Olivenbäume mit gelbem Himmel und Sonne
Saint-Remy, November 1889

Einfach fantastisch diese Farben, die Dynamik des Pinselstrichs und diese Leidenschaft...jawohl, diese Bilder sind einzigartig, weil sie Charakter und eine Seele haben !!!
So äussert sich Vincent van Gogh zu seinen Olivenbaum Bilder:

" Die Ölbäume sind sehr charakteristisch, und ich habe Mühe, das einzufangen. Es ist silbern, manchmal mehr blau, manchmal grünlich, bronziert, weiss werdend auf dem Boden, der gelb, rosa, violett oder orange bis mattroter Ocker ist...
Eines Tages mache ich vielleicht etwas ganz persönliches daraus, wie ich es mit den Sonnenblumen für die gelben Töne gemacht habe. "

Liebe Leserschaft, ich habe noch ein tiefgründiges " Gedicht " gefunden:

Fragen an einen 908 in Spanien gepflanzten Olivenbaum, der 1998 in der Nähe von Pont-du-Gard umgesetzt wurde:

" Erinnerst du dich noch der Mauren Herrlichkeit im schönen Andalusien,
ihrer glänzenden Paläste und der kühlen Brunnen,
der schönen Frauen und der weisen Gelehrten an ihren Höfen ?

Denkst du noch an die mörderischen Kriege der katholischen Majestäten, 
an die Vertreibung jüdischen Lebens, an das Lodern der Scheiterhaufen
angezündet von frommen Christen ?

Kennst du noch die kleinen Dörfer in den trockenen Hügeln der Meseta,
das Ringen ums tägliche Brot, kärgliche Leben der Bauern, denen du Nahrung und Sinnbild des Friedens warst ?

Wie überstandest du Hunderte Jahre, voll von Hunger, Elend und Kriegen, 
selten nur unterbrochen von Zeiten friedlichen Schaffens und glücklichen
Lebens der Menschen ?

Warum riss man dich aus dem Boden, der deinen Wurzeln seit 1000 Jahren
Leben und Schutz geboten ?
Störte dein stolzes Alter die Erbauer neuer Hotelpaläste ?

Wer brachte dich hierher ins Land des Volkes, dessen Könige häufig nach des
Landes Schätzen gestrebt, an einen Ort von römischen Imperatoren und der grossen Kunst genialer Baumeister, heute besucht von Menschen aus aller Welt ?

Scheint die Sonne hier auch so heiss wie in deiner Heimat, oder vermisst du die Glut der südlichen Sommer.
Leidest du unter der Kälte und der Wucht des Mistral, oder liebst du die Klarheit seiner blank geputzten Himmel und die Menschen, die hier leben ?

Wie fühlst du dich als Fremder an diesem Ort, kannst du Symbol und Hoffnung sein für all die Heimatlosen unserer Zeit ?

So viele Jahrhunderte...so viele Fragen ???!!!

von Christa Kluge

Liebe Leserinnen, liebe Leser, dem ist nichts mehr beizufügen...
aber morgen erzähle ich euch weitere " Geschichten " und viel interessantes über 
" den König und die Königin der Bäume "

Tschüss, eure Mis von den JacoMis 😊



Montag, 28. Juli 2025

Köstlichkeiten vom Schwarzen Holunderbaum


 
Hier im Bild noch zwei junge Schwarze Holunderbäume im Hintergrund der Bodensee

So, liebe Leserschaft in Teil zwei meines Holunderposts geht es um verschiedene Verarbeitungen dieser gesunden Holunderblüten und Beeren.

Übrigens, der Name Holunder stammt vom Wort " Holuntar " also; holun bedeutet hohl, heilig, gnädig und tar bedeutet Baum, Strauch.
Im Volksmund hat er auch die Namen: Flieder, Hunnel, Hülandr, Holler, Hulla, Holder, Fledder, um nur einige zu nennen.
Fährt man über Land, so ist zu beobachten, dass bei vielen Bauernhäuser, Gärten und sowieso in Klostergärten ein Holunderbaum zu finden ist. Der sollte nicht nur beschützen, der wurde auch fleissig genutzt.

Aus den Blüten im Frühling



Holunderblütentee: Auf eine grosse Tasse, kommt ein Teelöffel getrocknete Holunderblüten. Wer keine Zeit hat, holt sich den Tee im Reformhaus oder in der Drogerie...voilà. Mit sprudelndem Wasser übergiessen und 10-15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Bei losen Blüten absieben, eine Scheibe Bio Zitrone und ein1/2 Teelöffel Waldhonig. Mehrmals täglich eine Tasse heiss trinken.
Das hilft bei Erkältungen. Er senkt das Fieber, hilft schwitzen und somit der Entgiftung, er lindert den Husten und hilft bei Verschleimung. Er unterstützt das Immunsystem.
Er eignet sich auch sehr gut zum inhalieren, da würde ich noch Thymian dazugeben. Ein Handtuch über den Kopf und tief durch die Nase einatmen und durch den Mund ausatmen. Dies 3x am Tag.

Auch Sebastian Kneipp schwor auf Tee aus den Holunderwurzeln. Er sagte:
" Unschätzbar für Wassersüchtige, oder solche, die sich über Korpulenz zu beklagen haben." Auf eine Tasse einen knappen Teelöffel getrockneter Wurzeln, mit kochendem Wasser übergiessen, 15 Minuten ziehen lassen. Abseihen. Pro Tag eine Tasse schluckweise und in Abständen trinken. Er hat eine abführende Wirkung...😉 Naa, ich würde das zuerst mit dem Drogisten/Apotheker besprechen. Sicher ist sicher... 

Holunderblütensirup: 1,5 Liter Wasser,1Kg Zucker, 20 Blüten, 25 g Zitronensäure, wer will, noch eine Bio Zitrone, oder Orange, oder beides, oder ein paar Blätter Bergminze.
Das Wasser mit dem Zucker, der Zitronensäure aufkochen. Die Blüten vorsichtig kalt abwaschen und z.B in eine Pfanne oder grosses Gefäss geben. Die Zitrone in Scheiben schneiden und dazugeben. Heiss übergiessen, Deckel drauf und 3 Tage ziehen lassen. Abseihen, nochmals aufkochen und in sterilisierte Flaschen abfüllen und sofort verschliessen. Der Sirup kann heiss oder kalt getrunken werden.

Wir JacoMis bevorzugen den Tee, wegen dem Zuckergehalt vom Sirup.

Holunderblüten-Sekt: 20 Holunderblütendolden mit 5 Liter Wasser übergiessen und langsam zum Kochen bringen. Abkühlen. Über Nacht stehen lassen. Absieben. Mit 750 g Zucker vermengen und langsam aufkochen. In heiss ausgespülte Bügelflaschen ( wichtig ) abfüllen. Und ebenfalls wichtig, kühl lagern. Wenn der Sekt im Frühjahr gemacht wurde, so ist er im Winter reif zum geniessen.
Jaco hat oft diesen Sekt gemacht. Aber kühl lagern, wenn er zu warm hat, kann es die Flaschen sprengen ( Jaco grinst ) auch beim öffnen aufpassen, der ist spritzig.

Holunderblüten-Gelee: 8 Blütendolden, 11/2 Liter Wasser und das zwei Tage zugedeckt stehen lassen. Absieben. Saft einer Bio Zitrone, 2 kg Gelierzucker beigeben und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. In heiss abgespülte Gläser abfüllen und sofort verschliessen...Fertig.

Eine Leckerei sind die " Holderchüechli " fast jede Hausfrau hat ihr eigenes Rezept.
Mich hat dieses überzeugt, obwohl ich denen nicht nachrenne...also:
8-12 Holunderblütendolden mit Stängel, 8 EL Mehl, 12 EL Wasser, 2 Eier, 1 Prise Salz, Distelöl, Vanillezucker.
Die Eier trennen. Aus Mehl, Eigelb und Salz einen Ausbackteig herstellen. Der Teig muss locker vom Löffel fallen. Eine gute Stunde ruhen lassen, er muss etwas zähflüssig werden. Das geschlagene Eiweiss unterheben. Die Holunderblüten eintauchen und in einer hochrandigen Pfanne im heissen Distelöl schwimmend  ausbacken. Ist die Unterseite schön goldbraun, den Blütenstiel mit einer Schere abschneiden und die Blütendolde wenden. Ebenfalls goldbraun backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, lauwarm servieren und mit Vanillezucker oder Puderzucker bestreuen...lasst es euch schmecken 😋



Die reifen Beeren im Herbst

So, liebe Leserschaft, jetzt kommen meine Favoriten. Das kenne ich schon aus meiner Kindheit, jetzt wird " gesaftet "
Genau so ein " umkehrts Taburettli mit Windlä " nahm mein "Grosi" auch. Ich übersetze: So ein umgedrehter Holzstuhl mit einer durchlässigen Babywindel nahm meine Oma auch.



Zusammen holten wir den Holunder, dann nahmen wir zwei alte Kämme und trennten damit die Beeren von den Stielen. Nach dem Waschen kamen sie in eine grosse Pfanne, mit Wasser wurde aufgefüllt, bis die Beeren bedeckt waren. Die Beeren wurden gekocht bis die Beerenhaut platzte. Nun kamen die Beeren Portionsweise in das Tuch und wurden ausgedrückt, damit der Saft in die Schüssel floss. Das war schon ein wenig " ä Chötzete " ( Sauerei )
Ein Teil gab Sirup und ein Teil gab Holundergelee. Manchmal kamen noch Brombeeren dazu.

Sirup: Auf 1Liter Saft kommt 400 g Zucker. Kochen bis der Sirup " Fäden zieht ".
In heiss ausgespülte Flaschen abfüllen und sofort verschliessen.
Mein Lieblingsgetränk war am Abend eine Tasse warme Milch mit einem Teelöffel Holundersirup. Da hat das " Resilein " geschlafen wie eine Holderfee...

Brombeergelee mit Holunder: zwei drittel sind Brombeeren und ein drittel sind Holunderbeeren. Wieder zu Saft verarbeiten. 
Nun kommt auf 1 Liter Saft 1 Kilo Zucker. Kochen bis der Tropfen breit von der Kelle fällt. Den Gelee abschäumen und in heiss gespülte Gläser abfüllen und verschliessen.

Holdersuppe oder Fliederbeersuppe

Ouuu...das war die Leibspeise von "Grosvati" und mir. Leider gab es das nicht allzu oft. Wegen dem " Hüftgold "...ha...ha, ist halt eine Kalorienbombe.  Das "Grosi" hatte da ihr eigenes Rezept:
Wenn sie altes Weissbrot hatte, dann hat sie es in Stücke geschnitten und  in Butter kross gebräunt. Den Holundersaft hat sie in einer Pfanne erwärmt, und noch mit flüssigem Rahm, verfeinert. Da sie eine grosse flache Keramikschüssel voll Rohmilch immer im Kühlschrank hatte, konnte sie dort Rahm abschöpfen.
Die Brotstücke kamen ins Suppenteller und die Holunder-Rahmsuppe kam drüber und wurde noch mit Zucker und Zimt abgeschmeckt. 
Die Teller waren von Grosvati und mir blitzblank sauber abgeleckt...😋

Auch im Gehege des Damwilds beim Munot in Schaffhausen wächst Holunder



Und weil wir schon langsam auf den Herbst zusteuern, habe ich euch noch ein Rezept für einen Holunderpunsch:
1/2 Liter Holundersaft, 1 Tasse knapp voll mit Zucker, 1 Stück Zimtrinde, 3 Nelken, 2 Scheiben Zitrone. Alles in einer Pfanne mischen und eine halbe Stunde leicht köcheln lassen. Absieben. Mit 1/2 Flasche Weisswein und 1/2 Liter Wasser oder Schwarztee vermengen. Alles nochmal bis kurz vorm Sieden erhitzen und ein Schnapsglas voll Weinbrand oder Wodka dazugeben.

Meine Nase und die Wangen glühen schon... nach zwei Gläser tanze ich auf dem Tisch...nach drei Gläser kann ich fünf Sprachen...und nach vier Gläser bin ich unter dem Tisch und der Jaco muss mich nach Hause tragen...nicht wahr mein Jaco 😄








Der Schwarze Holunderbaum - ein mystischer Baum


Dieses Prachtexemplar habe ich in Diessenhofen entdeckt.

Hier bin ich wieder, liebe Leserschaft. Der Post zum Holunderbaum hat mich gleich den ganzen Sonntagnachmittag beschäftigt. Da kann ich diesem Spruch nur zustimmen:

" Rinde, Beere, Blatt und Blüte, jeder Teil ist Kraft und Güte, jeder segensvoll."

Etwas Botanik

Der Holunder zählt zur Familie der Moschuskrautgewächse. Die Gattung enthält weltweit mehr als 20 verschiedene Arten. Das Verbreitungsgebiet reicht vom nordwestlichen Afrika zum westlichen Asien, der Kaukasusregion, bis in das nördliche Indien. In Mitteleuropa kennen wir hauptsächlich den Schwarzen Holunder, den Sambucus nigra.
Um den geht es hier in diesem Post, es ist schlichtweg; mein Baum !


Mythologie und Volksglaube

Der Holunder war bereits den Steinzeitmenschen bekannt. Sie nutzten ihn als Nahrung, als Färbemittel, als Heilpflanze und für die Herstellung von Flöten. Er eignete sich ebenfalls zum räuchern und Feuerbohren. Aber nicht nur.
Bei vielen Völker und ihrem Volksglauben, war er ein " heiliger Baum."
Die Kelten verehrten ihn als Symbol für die Unendlichkeit des Lebens.
Bei den Germanen war er der heilige Baum der "Göttin Holla". In der nordischen Mythologie war er der "Göttin Freya" gewidmet. Auch die alten Griechen und die Römer nutzten und verehrten ihn. 
So wurden in Verbindung mit dem Holunderbaum Rituale und Zeremonien durchgeführt. Man bat um Schutz für die Natur, den Menschen, Hof, Haus und Tiere. Man bat für Fruchtbarkeit, Heilung, Leben, Tod und Wiedergeburt.
In den Holunderbäumen wohnten die Gottheiten und die Geistwesen.
So wagte man kaum diesen Baum zu fällen oder zu verstümmeln. Das brachte im Volksglauben Unglück oder Tod. Wer trotzdem den Mut hatte, bat vorher den Baum und seine Geistwesen um Erlaubnis und um Verzeihung und brachte ihm eine Opfergabe. Diese Rituale kennt man auch von den Urbewohner Amerikas.
Mit der Rinde und der Wurzel wurde geräuchert und die getrockneten Blätter wurden geraucht. Dazu kamen halluzinogene Pilze. So versuchten diese Kulturen mit der Welt der Geistwesen Kontakt aufzunehmen.


Hier ist eine wunderbare Darstellung von Geistwesen in diesem Lebensbaum vom Japanischen Künstler Shoichi Hasegawa.

Der Holunder - ein wertvoller Baum für die Natur

Die meisten von uns kennen den Schwarzen Holunder als Strauch oder als kleiner Baum. Aber wenn die Bedingungen stimmen und er seine Freiheit hat, so kann der bis 15 Meter hoch werden. Mein Holunderbaum, den ich in meinem Garten hatte, war etwa fünf Meter hoch. Er wurde geliebt. Dies nicht nur von mir, weil ich ab und zu ein "Schwätzchen" mit der schönen Göttin Holla führte. Nein, auch die Insekten liebten ihn. So tummelten sich Bienen, Fliegen, Käfer und Schmetterlinge auf ihm, wenn er blühte. Waren seine Beeren, die eigentlich botanisch zum Steinobst zählen, reif, so kamen die Vögel. Amsel, Drossel, Stare...über 60 Vogelarten bedienen sich beim Holunderbaum und nutzen ihn für den Nestbau und als Unterschlupf. Daher dient er im Naturschutz als Vogelschutzgehölz und er ist wichtig für die Artenvielfalt.


Auch im Klostergarten bei Inzigkofen ist er anzutreffen.

Wie jeder Baum, ist auch der Holunder ein C02 Speicher. Durch sein dichtes Wurzelsystem festigt er den Boden und verhindert so die Erosion. Er ist ein sogenannter akkumulativer Bioindikator und wird zu Untersuchungen für Fluorbelastungen genutzt. Auch im Gartenbuch von Gertrud Franck, für mich die beste Gärtnerin und Lehrmeisterin ! ist zu lesen, dass sie den Holunder für Pflanzenjauche und Häcksel nutzte. Sie schrieb, Holunder sei die beste Abwehr gegen Maulwürfe und Wühlmäuse.
Seine Aura oder eben die " Geistwesen " halten negative Energien ab. Seit Urzeiten suchen die Menschen seine Nähe und der Baum sucht sie...diese Energie ist immer noch vorhanden. Wir modernen und technikhörigen Menschen sind nur zu sehr abgelenkt. Aber ich bin überzeugt, dass er für Stadtparks eine segensreiche Bereicherung wäre.





Der Holunder in der " Apotheke Gottes "

In der Volksmedizin, Phytomedizin und in der Homöopathie hat der Schwarze Holunder seinen festen Platz. Dies seit Urzeiten !!!
Seine Wirkstoffe sind ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoff, Harz...um nur einige zu nennen. Zudem ist er ein ausgezeichneter Lieferant für Vitamin A und C.           
Dem Wirkstoff Sambicyanin, der sich in den Schalen der Beeren befindet, wird sogar eine positive Wirkung für Herz-und Kreislauferkrankungen, sowie als Radikalfänger von negativen Zellen, eine positive Beeinflussung von Krebszellen nachgesagt. In der Lebensmittel und Textilindustrie wird er als natürlicher Farbstoff eingesetzt.
Aber Vorsicht, die Beeren sind giftig. Vor allem die unreifen und nicht ungekocht essen !

Wie immer, von der Wissenschaft und der Schulmedizin wird die Heilkraft des Schwarzen Holunders nicht bestätigt.
Aber Fakt ist, weltweit hatten Urvölker nur die Medizin der Pflanzen, Tier und der Mineralienwelt. Sie muss erfolgreich gewirkt haben, sonst wäre der Mensch schon längstens ausgestorben. Es kommt nicht von ungefähr, dass sich mir die Nackenhaare sträuben, wenn ich alle 2 Jahre zu einem Checkup in die Arztpraxis gehe und jedes Mal " in die Zange " genommen werde für prophylaktische 
" Stechereien ". Wer sich seit Jahrzehnten mit der Naturheilkunde befasst, kann sehr wohl beurteilen was sein Körper braucht und wie man ihn gesund erhält. Mit diesem Lebensstil bin ich in meiner Familie großgeworden. Meine Mam ( Mutter ) ist 93 Jahre und braucht ausser einer Tablette zur Blutverdünnung nichts. Von ihr und meinem " Grosi " ( Oma ) habe ich den Instinkt und das Wissen geerbt, mit seinem Körper zu kommunizieren und Gesundheit als etwas Ganzheitliches anzusehen. Ganzheitlich im Sinne von Natur-Körper-Geist-Seele und Humor.
Mit diesem Natur-Heil-Wissen haben Jaco und ich zweimal eine Corona Infektion innert kürzester Zeit überstanden und kuriert. Obwohl Jaco laut Schulmedizin zu den Risikopatienten zählt.
Ich sage nur: einen Teufel werden wir tun mit solchen Zwangsverordnungen...Göttin Holla, bitte beschütze uns vor den Dämonen !!!!!


Somit ist der Schwarze Holunder äusserlich und innerlich für viele Beschwerden einzusetzen. Er wirkt abführend, blutreinigend, harntreibend, schweisstreibend, entzündungshemmend und er stärkt das Immunsystem.
Er wirkt positiv bei Erkältungen, Blasen und Nierenbeschwerden, er ist Herz-Kreislauf stärkend, er wirkt positiv bei Gicht und Rheumatismus, der Verdauung...

Wer sich zu wenig auskennt, Allergiker ist oder Medikamente nehmen muss, denen empfehle ich geht in eine kompetente Drogerie/Apotheke, dort werdet ihr bestens beraten !

Äusserlich tut er der Haut gut. Ein Fussbad mit Holunderblüten und eine Handvoll
Pfefferminzblätter hilft bei übermüdeten und geschwollenen Füssen.
Holunderblätter helfen bei einem Bienen oder Wespenstich und müde, überreizte Augen ( Vom herumklimpern auf dem PC 😉 ) beruhigt man mit einem Holundertee hier das Rezept:

50 gr. Blüten auf 1Lt. siedendes Wasser. 15 Minuten ziehen lassen.
Abfiltern und in eine Gasflasche (die vorher heiss abgekocht wurde) abfüllen. Verschliessen. Kühl und dunkel aufbewahren.
Bio-Wattepads damit tränken, sich bequem hinlegen und auf die geschlossenen Augen auflegen und 10-20 Minuten träumen...

Holunder - Naturfarben

Wie mit vielen natürlichen Materialien, so kann man auch bestens mit Pflanzenfarben malen. Man muss aber wissen, dass Naturfarben am Licht mit der Zeit verblassen oder die Farbe verändern. Auch der Malgrund spielt eine Rolle. Für Pflanzenfarben bevorzuge ich Aquarellpapier. 
Zudem behandle ich am Schluss alle meine Bilder mit einer Firnis. Bei Pflanzenfarben nehme ich einen Spray vom Fachgeschäft für Gouache, Pastell und Aquarell Farben.
Das Malen mit reifen Schwarzen Holunderbeeren ist einfach. Je nach Bedarf nimmt man eine Tasse abgezupfte und entstielte Beeren, gibt sie z.B  in einen sauberen 1Liter Joghurt Becher und zerstampft sie mit einem Kartoffelstampfer. Klar, das geht auch maschinell. Wichtig ist das der Saft gut gefiltert wird. Entweder ein ganz feines Sieb oder ein Kaffeefilter. Mit dem schönen violetten Saft kann nun gemalt werden.
Lasst euer Fantasie freien Lauf. Vor allem Kinder, Senioren oder Menschen mit einer Einschränkung haben an dieser Malerei Freude. ( Schürze nicht vergessen )
Überraschende Effekte erzielt man mit Salz, oder Essigspritzer die man auf die noch nasse Farbe streut und dann trocknen lässt.
Anregungen findet ihr im Internet.






Hier eine hübsche Darstellung von der Künstlerin Katja Hogh


Im zweiten Teil meines Holunder Posts, geht es in die Küche. Da habe ich euch allerlei Leckeres und Säftchen die es in sich haben 😋 Bis später.
Violette Grüsse sendet euch die Mis von den JacoMis




 

Dienstag, 10. Juni 2025

Eine Persönlichkeit, der Schnurbaum


Hallo liebe Leser und Leserinnen, hier sind wir wieder, die JacoMis 
Heute stelle ich euch wieder einen besonderen Baum vor.

Wir hoffen ihr hattet ein beglückendes Pfingstwochenende. Leider trifft das auf einen großen Teil unserer Menschheit nicht zu. Dem können wir nur eines entgegen halten: 

1. Den Glauben an das Gute nicht verlieren.
2. Was sagte uns Vincent van Gogh: wir müssen lieben soviel wir können !
3. Die Hoffnung nie aufgeben, es findet sich immer ein Weg, auch für unsere Zukunft.



Daher möchten wir euch zu beginn dieser Woche mit etwas schönem erfreuen.
Ich stelle euch wieder einen unserer " Baumfreunde " vor.
Es ist eine exotische Schönheit und " unser " Baum ist eine Persönlichkeit mit Charakter. Deshalb steht er auch für Weisheit und Stärke.

Es ist der Japanische Schnurbaum. Auch Honigbaum, Perlschnurbaum und Rosenkranzbaum genannt. Sein Ursprungsgebiet ist Japan, Korea und China.
Es gibt ihn in verschiedenen Formen. Aufrecht wachsend, bis 25 Meter, als kleines Gehölz und als hängender Schnurbaum mit bizarren Formen. Das ist der unsrige und er steht in Schaffhausen-Schweiz, in einem kleinen alten Friedhofareal.





Sein Stamm kann 1-2 Meter Durchmesser erreichen und er wird über 250 Jahre alt.
Ende Sommer beginnt er zu blühen und die Früchte reihen sich aneinander wie eine Perlschnur. Daher kommt sein Name. Aber Vorsicht, außer den Blüten ist alles stark giftig an ihm. Die Blüten kann man jedoch verwenden. In der chinesischen Küche werden sie in Omeletten verwendet und die traditionelle chinesische Medizin verwendet die Blüten als Tee zur Senkung des Blutdrucks und als endzündungshemmend. ( Übrigens ich halte viel von der TCM, mehr davon in einem anderen Post )
Unser Japanischer Schnurbaum scheint schon ein älterer Herr zu sein. Er muss gepflegt und gestützt werden....aber aufgeben, noch lange nicht !



Dieser Baum ist sogar ein Held. Es ist ein sogenannter " Klimabaum ". Er ist Hitze und trockenheitsbeständig. Er braucht wenig Wasser. Er ist pflegeleicht. Er ist widerstanzfähig gegen Abgase und Streusalz. Er filtert Schadstoffe aus der Luft. Er bildet mit seiner Krone, wenn sie hängend ist, wie ein grünes schützendes Iglu. Es ist wunderbar sich in diesem kühlen Schatten aufzuhalten. Somit ist das ein idealer Baum für überhitzte Städte, und gestresste Stadtmenschen. Zudem ist er ein Bienen und Insekten sowie Vogelparadies.

Einfach bewundernswürdig unsere 
" grünen und Jahrmillionen alten Urbewohner " dieser Erde. 
Wir sollten demütig vor ihnen auf die Knie fallen !!!!!

So schaut der Schnurbaum im Winter aus



Liebe Leser und Leserinnen, ich kann nicht anders, ich muss euch bei diesem Post wieder einmal das wunderbare Gedicht von Friedensreich Hundertwasser vor Augen halten. Dies in der Hoffnung, dass ihr begreift, diesen Reichtum und diesen einzigartigen " Naturschatz " den wir ALLE mit unserer kleinen Erdkugel, UNSEREM ZUHAUSE, haben....gibt es nur einmal, es gibt keine zweite Chance !

" Es ist alles da, um auf Erden glücklich zu sein !
Wir haben jeden Tag einen neuen Morgen.
Bäume und Regen.
Hoffnung und Tränen. 
Tiere und alle Farben.
Sonne und Schatten.
Wir sind reich !!! "

Friedensreich Hundertwasser







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