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Donnerstag, 7. November 2024

Zum Tag des Apfels - Lecker und gesund.


 Liebe Leser und Leserinnen, lasst uns heute mal den Apfel feiern.

Immer am zweiten Freitag im November ist seit vielen Jahren in Österreich der Apfel Tag.
Ich meine, wir sollten jeden Tag einen Apfel Tag haben. Wie lautet doch das bekannte Sprichwort aus den USA:
" Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern "
Genau so. Was ist den so gesund am Apfel ? Er ist eine richtige Vitaminbombe.
Die Vitamine B1-B2-B6-E-C sowie Kalzium, Kalium, Folsäure, Pektine und Polyphenole sind im Apfel enthalten. Dies vor allem in der Schale und je röter umso besser. 
Er ist gut für unser Gehirn, unsere Muskelgruppen und die Nerven. Aber nicht nur...!
Er reguliert die Verdauung, stabilisiert die Darmflora und in der Schale sind viele Ballaststoffe. Das bindet im Darm Wasser und Giftstoffe. Somit hat er eine positive Wirkung auf unser Immunsystem und auf Entzündungen im Körper.
Wow....sowas nenne ich doch einen Allrounder !


Das war die Ausbeute unseres alten und kleinen Apfelbaums in unserem Schrebergarten, den wir in Altenburg-Thüringen gepachtet hatten. Sie schmeckten noch richtig nach Apfel. So wie ich das aus meiner Kindheit in Erinnerung habe. Früchte und Gemüse hatten damals noch Geschmack, weil sie noch nicht Genmanipuliert waren, nicht gepuscht wurden, sondern noch natürlich, und bei uns sowieso biologisch, an der Sonne reifen konnten. Man liess den Früchten und dem Gemüse die Zeit zum reifen....das würde auch uns Menschen gut tun !!!


Wir haben nicht nur geackert wie verrückt in unserem Garten, wir haben auch geblödelt 😁


Na klar, am gesündesten ist der Apfel pur vom Baum....aber Hand aufs Herz, wir sind doch alle ab und zu kleine Sünder. Schauen wir doch durch die Fenster von Regierungsgebäuden, Chemischen Fabriken, Finanzpalästen und so weiter....da gibt es noch ganz andere Sünder !!!
Also können wir mit gutem Gewissen die Äpfel auch als süsse Backware vernaschen 😉


Eine Backspezialistin bin ich nicht. Aber einen Apfelkuchen oder einen Apfelstrudel kriege ich hin. Zur Freude von "Jaco," dieses Schleckmaul...ha..ha.
Mein Rezept ist einfach. Wenn es schnell gehen muss, kaufe ich einen Blätter oder Kuchenteig. Wenn es etwas besonderes werden soll, so mache ich einen Mürbeteig. Ich steche den Teigboden mit einer Gabel mehrmals ein, dann gebe ich  etwas gemahlene Nüsse ( Haselnüsse/ Mandeln/ Baumnüsse oder gemischt ) auf den Boden ca. 4-6 gestrichene EL. Nun schichte ich die Äpfel im Kreis auf den Teigboden. Wir lieben es, wenn ein feiner Guss über die Äpfel kommt. Ich nehme 2 Eier, 2 dl Vollrahm, 1 dl Milch und je nach Äpfel und Vorliebe, ca. 4 EL Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker. Oder ich nehme nur 1 TL Zimt, eine Prise gemahlene Nelken und ca. 2-3 EL Waldhonig.
Den Ofen auf 200 C Vorheizen, Ober und Unterhitze, dann das Kuchenblech auf der untersten Schiene ca. 30-40 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit einem Kaffee oder feinen Tee geniessen.



Dienstag, 20. August 2024

Mais - Eine Wunderpflanze? - Teil 1.



So, liebe Leserschaft, nun habe ich den Mais(salat)...😉 Heute morgen habe ich mit Jaco besprochen, das ich einen Post zum Thema Mais mache. Da dachte ich eigentlich an meine Küche....

Nun sitze ich immer noch am PC und lese und lese im Internet zum Thema Mais!
Tja, ob man jetzt an Sternzeichen glaubt oder nicht, gewisse Charaktereigenschaften lassen sich bei den Menschen die zum selben Sternzeichen gehören, ableiten. ( Mehr zu diesem Thema in einem anderen Post )
Also:  Der Skorpion, zu dem ich gehöre, lässt nicht locker und geht einer Sache auf den Grund, wenn er misstrauisch wird. Er hat den Mut in die Hölle runterzusteigen und dem Teufel einen Tritt in den Hintern zu geben. Oder er klettert die Himmelsleiter hoch und geigt dem lieben Gott seine Meinung, was Er für einen schlechten Job macht...so!!!
Der Aszendent bei mir ist das Sternzeichen Jungfrau. Die wollen alles wissen...aber haargenau! Der Jaco sagt immer, manchmal genervt...hi...hi; bei dir muss alles auf den Seziertisch!...Aber sicher, hätte ich mich in der Schule etwas mehr angestrengt wäre aus mir eine exzellente Chirurgin geworden...oder Oberinspektor bei der Kripo 😉

Also beschloss ich, aus dem Post " Mais " eine fünfteilige Serie zu machen. Ganz im Sinne der Asiatischen Energielehre die fünf Elemente hat.




Teil 1. Ich koche für euch eine feine Maispizza.
Wir beginnen mit dem genüsslichen und guten, weil bei den folgenden Posts uns eventuell der Mais im Hals stecken bleiben könnte...

Das Rezept ist ganz einfach. Ich nehme mittelfeinen Maisgries...nicht genmanipuliert...lieber von einem seriösen Biobauer! Die Menge richtet sich nach den Personen. Nimmt man die Menge für vier Personen, steht auf der Packung, so füllt mir das ein Kuchenblech von einem Radius von 30 cm. Ich füllte hier das Kuchenblech nicht ganz aus. Aber Leute, es verträgt es....Figur hin oder her !!! Ich würze das Wasser nur mit Meersalz. Boullion existiert schon lange nicht mehr in meiner Küche. Schön köcheln, dann quellen lassen und nur rechtsherum rühren. Dies, bis der Brei eine gewisse Dichte hat und er sich gut vom Pfannenrand ablösen lässt.
Das Kuchenblech öle ich mit Olivenöl gut ein. Dann streiche ich den heißen Maisbrei aufs Kuchenblech ca.1-11/2 cm. dick. Auskühlen lassen. Meistens mache ich diese Prozedur einen Tag vorher. Nun...ihr Genießer und Genießerinnen, belegen. Soll es besonders gut werden, kommt als Basis eine selbstgemachte Tomatensoße drauf und sonst ein gutes Tomatenkonzentrat. Schön verteilen.
Belegen kann man nach Lust und Laune: Pilze, Schinken, Wurst, Fisch...oder allerlei Gemüse. Dann wird gut gewürzt. Ich bevorzuge Paprika, Pfeffer, Chili, Kreuzkümmel und italienische oder provencale Kräuter, je nach Belag. Zum Schluss wird ein guter Mozzarella oder was auch lecker ist, ein Gorgonzola Käse schön verteilt. Noch ein paar Tropfen Olivenöl und ab in den Ofen.
Je nach Ofen, ob Umluft oder Ober/ Unterhitze, bei 180-200 Grad, mittig, 20-30 Minuten. Meine Pizza hier war 30 Minuten und es war fast etwas zu viel...Niemand ist perfekt 😉 Aber Jaco hat reingehauen....😋😄












Sonntag, 11. August 2024

Unser Garten - Besondere Gäste - Teil 2.



In Altenburg-Thüringen, kamen wir auf unserem Weg zum Schrebergarten immer am Friedhof vorbei. Da habe ich an einem Regentag diesen Froschteich entdeckt.

Im zweiten Teil vom Gartenpost; Besondere Gäste, möchte ich euch einen Gast vorstellen, der bei uns im Garten wohnte:  Frau Erna

Frau Erna war eine Erdkröte und sie wohnte im Wasserschacht den wir im Garten hatten.


Als ich sie das erste Mal im Schacht entdeckte, habe ich geschrien, wie wenn mich eine Tarantel in den Hintern gebissen hätte. Jaco kam sofort angerannt, weil er dachte ich sei verletzt....süss dieser Kerl....hi hi. 😉 Unsere einen Gartennachbarn kamen auch zu uns rüber. Zu viert bestaunten wir nun diese Erdkröte in ihrem dunklen und feuchten Schacht. Obwohl Jaco und ich von unseren früheren Gärten ja etliche Erfahrung mit Tieren hatten, waren wir hier etwas ratlos. Es brannte gleich wieder die Tierschützerin mit mir durch, und ich interpretierte das als Unfall. Diese Erdkröte ist hier runtergefallen, kommt nicht mehr hoch, muss verhungern und verdursten, bekommt Depressionen in diesem finsteren Loch....Da braucht es eine Rettungsaktion....Fertig!!!
Also zog sich der tapfere Jaco Handschuhe an, holte sie raus und wir setzten sie ausserhalb des Gartens ins hohe Gras. Es verging keine Stunde war die wieder im Loch!
Zuhause war ich dann so schlau und fragte wieder " Onkel Google "....Aha...
Also: Erdkröten bilden eine grosse Gattung in der Familie der Kröten und sie zählen zu den Froschlurche. Ihre Haut hat warzige Höcker, darin sind Drüsen, die Hautgifte absondern. Das schützt sie vor Fressfeinden und Hautparasiten. Für den Mensch sind sie nicht giftig und Zähne haben sie keine. In der freien Natur können sie bis 15 und in einem Gehege können sie bis 36 Jahre alt werden. Sie sind territorial und verlassen ihren Ort nur zum Paarungsteich und kommen wieder zurück. Es sind für die Natur sehr nützliche Tiere !!!
Na dann....Juhee....die Kröte wurde von uns adoptiert, wir tauften sie: Frau Erna und wir beschlossen ihr ein schönes Heim zu gestalten und sie mit Leckerbissen zu verwöhnen.
Sie erhielt ein paar Steine in den Schacht, das wenn er von uns geöffnet wurde, sie in diese Steinhöhle kriechen konnte. Leckerbissen waren kleine Schnecken, Würmer und Asseln.
Und....sie bekam einen Teich.




Wir bestückten diesen " Teich " mit Wasserpflanzen. Aber Vorsicht, keine Erde, wir bestückten ihn mit verschieden grossen Steinen und Jaco gab immer frisches Wasser nach. Der kann sonst beginnen zu faulen und zu stinken. Der war auch am Schatten. Aber von Vögel und Insekten wurde der gerne genutzt. Ob auch in der Nacht von Frau Erna...?
Erna war uns richtig ans Herz gewachsen. Na ja, die Schönste war sie nicht, es kam kein Laut von ihr und sie hockte immer in der selben Ecke. Es muss jeder auf seine Weise glücklich werden!
Wir staunten nicht schlecht, als eines Morgens eine zweite Erdkröte im Wasserschacht war.
Sie war kleiner und sie beäugte unsere Erna ganz lüstern....dieser Hallodri !


Wo Amors Pfeil hintrifft....Er kletterte auf Erna, klammerte sich fest und gemeinsam ging es Richtung Naturteich, der an die Gartensiedlung grenzte. Weg war Frau Erna. Jedes Mal wenn wir in den Garten kamen, schauten wir als erstes in den Wasserschacht....nichts!
Es ist eben so, in den unterschiedlichsten Situationen müssen wir Menschen lernen loszulassen! Das Garten-Leben ging weiter ohne Frau Erna. Bis ich einige Wochen später beim hacken und jäten etwas kleines, grünliches und buckliges entdeckte: 
Eine neue kleine Erna !





Auch Zwerg- Seerosen würden sich in so einem Topfteich wohl fühlen. Ich habe hier einen Link dazu:


Freitag, 9. August 2024

Unser Garten - Besondere Gäste - Teil 1.


 Ist das heute wieder durstiges Wetter....😉

Liebe Leserschaft, heute erzähle ich euch wieder eine Geschichte und noch die ein oder andere Erfahrung aus unserem Schrebergarten, den wir in Altenburg gepachtet hatten.
Als wir uns entschlossen einen Schrebergarten zu pachten, haben wir uns verschiedene Gartenkolonien angeschaut.
In der Gartenkolonie wo auch der Bruder von Jaco war, kam ein Garten in die engere Wahl. Er gehörte einer älteren Dame, die ihn aber nicht mehr bewirtschaften konnte. Die Nachbarin betreute den Garten und stellte für uns auch den Kontakt her. Sie telefonierte der Dame. Das Gespräch war folgendes:
" Hallo, ich habe hier welche die sich für Ihren Garten interessieren."
" Aha...wie schauen sie aus ? Sind es etwa wieder Kanaken ?!"
" Nee...nee...scheint eine Schweizer-Kanakin zu sein."
" Ach sooo....was will denn eine Schweizerin bei uns in Altenburg...? Hat Sie was ausgefressen...?!"
" Nee...nee...die hat sich tatsächlich in einen Altenburger verliebt. "
" Na dann, da ist Sie selber schuld. Da komme ich denn mal mit dem Schlüssel rum."


Dieser Garten kam dann für uns nicht in Frage, weil wir in einer Ecke gelandet wären, wo wir einige " echte Kanaken " als Gartennachbarn gehabt hätten. Wir haben uns dann bei den langjährigen " deutschen Gartenliebhaber " und natürlich bei Jacos Bruder mal informiert, was da abgeht...?! ( Das füllt Bücher !!! )
Nun gut, die Order kam wieder mal von " ganz Oben ". Überall und insbesondere in Thüringen war zu dem Zeitpunkt ein grosser Leerstand in den Schrebergärten. Was früher bei Familien ein Hit und sehr begehrt war, für eigenes Gemüse und Früchte, Wochenenden und Urlaub, sowie gesellschaftliches Beisammensein, hat bei den heutigen ( jungen ) Menschen keinen Stellenwert mehr. Und wenn, dann um Party zu machen und die Sau rauszulassen.....Nee Leute, keine Spinne, sondern Fakt.
Also wurde von " ganz Oben " beschlossen, die leerstehenden Gärten für " zugewanderte Gäste " freizugeben....Blumen und Gemüse ist bunt....!!!


.......Sicher, ihr studierten, gescheiten, hoch bezahlten und redegewandten Theoretiker und Theoretikerinnen. Aber es steht auch geschrieben, andere Menschen, andere Kulturen !
Und da ich im Ausland gelebt habe, kann ich auch aus Erfahrung sagen; Zugewanderte sind nicht bereit ihre Kultur und ihre Sprache aufzugeben und die Kultur des Gastlandes anzunehmen...!!! Ich habe in Spanien auch den Kontakt zu Schweizer und zu Deutschen gesucht. Warum...? Ganz logisch, weil die Verständigung einfacher war und man gemeinsam über einen Witz lachen konnte, den man verstand, weil man gemeinsame Wurzeln hatte ! Das hatte ich mit den Katalanen nicht. Auch auf den Campingplätzen wo ich zeitweise gewohnt habe, konnte ich das beobachten: Hier waren die Holländer, dort die Engländer, drüben die Franzosen....und wenn ich schon dabei bin, wir hatten beim Auswandern die grösste Mühe, mit unserem grossen Wohnwagen, der ein Doppelachser war, in Frankreich einen Campingplatz zu bekommen. Eine ganz bestimmte Sorte " Fahrender " war nicht erwünscht und Annahme verboten, Order von " ganz Oben " !!! 
Dies zum Thema EU, da nützte uns auch der Schweizer Pass nichts.


Das gab schon zu Zeiten, wo ich noch ein Teenager war, eine bunte Durchmischung von Gastarbeiter. Bei uns in der Schweiz, aber ja auch in Deutschland. Diese Völkerdurchmischung gerade in Europa geht auf mehrere Jahrhundert zurück. Das lernen wir in Museen und Geschichtsbücher. Das ist auch gut so, das hat unsere Kultur bereichert und den Blick auf die Welt erweitert. Die meisten unserer wunderbaren historischen Sehenswürdigkeiten in ganz Europa wurden durch Kunsthandwerker von fern und nah erschaffen. Hier ist jedoch eben die Betonung auf Arbeiter und Arbeiterinnen.
So waren auch die Schrebergärten bei uns in der Schweiz von internationalen Gartenliebhaber gepachtet. Klar hat doch das " geblitzt und gedonnert " zwischen den Nationen.
Aber, da waren in diesen Gartenvereinen Statuten. Die wurden eingehalten und der Präsident oder die Präsidentin, haben mit ihrem Team für Ordnung geschaut. Bei Problemen wurde eine Versammlung einberufen, es wurde zusammen geredet und diskutiert, sowie nach Lösungen gesucht und bei Uneinsichtigkeit gab es eine Kündigung. Bravo !!!
Wo ein Garten gut gedeihen soll, braucht es einen guten Boden ( Basis ), eine Ordnung und eine Kontrolle, ob die Pflanzen auch gut gedeihen, zusammenpassen, oder ob die ein oder andere Pflanze wuchert und überhand nimmt. Dann muss ein guter Gärtner eingreifen und eine Korrektur vornehmen....Und das ist bei uns Menschen nicht anders !!!

Zu diesem Thema habe ich noch einiges zu sagen...da ist noch nicht durchgejätet !!!
Aber in Teil zwei möchte ich euch unsere Frau Erna vorstellen...bis morgen 😉



Freitag, 12. Juli 2024

Unser Garten - Kräuter und Wildkräuter, pure Medizin


Hier kommt nun der zweite Teil meiner Erfahrung mit Mischkultur und natürlichem gärtnern.

Wohl etwas vom schwierigsten ist es, in einem Garten einen Jahreszyklus zu erschaffen. So das man jeden Monat etwas zum ernten hat. Durch die Durchmischung von Kräuter, Wildkräuter und Wildblumen, in Kombination mit Winter und Sommergemüse und essbaren Blumen, gelingt das. Glaubt ja nicht in einem natürlichen Mischgarten könne man im Liegestuhl faulenzen. Irrtum !!! Es gelten die Gesetze der Natur. Starke, wuchsfreudige Pflanzen und solche die sich perfekt vermehren können, durch Samen oder Rhizome, setzen sich in der Natur durch, das auch in unserem Garten. Also...beobachten, korrigieren und dirigieren!


Das ist gar nicht so einfach. So habe ich von Spaziergängen Wiesenmargeriten mitgebracht. Die Blüten schmecken im Salat und die Insekten lieben sie auch. Aber die muss man im Zaun halten. Ebenso Boretsch, Löwenzahn...! Die Blüten ernten für Salat oder Honigersatz und vor dem Absamen abschneiden. Der ewige Kohl, eine der gesündesten Pflanzen, ist auch ein wilder. Bei den Kräuter ist es die Minze, die wuchert.
Ebenso zur Verzweiflung brachte mich die Taglilie mit ihren Rhizomen. 


Zum Glück las ich das alles an ihr essbar ist. Wurzel, Blätter, Blüten. Die Blüten kamen in den Salat und die Blätter und Wurzeln dünstete ich, verwendete ich in Suppen, Frittatas....man muss ausprobieren! Hatte ich zu viel Salat, so wurde auch der gedünstet zusammen mit anderem Gemüse. In den Beeten säte ich zudem Wildblumen aus. Zur Freude der Insekten. Viele davon sind essbar. Ringelblume, Blüten und junge Blätter, Kornblume und wilde Möhre. 


Auch die wilde Möhre lockert den Boden, die Wurzeln kann man essen, sie werden aber hölzig. Ich nahm die jungen Blätter und die Blüten  für Salat. Wilde Möhren findet man überall. Aber Vorsicht, man darf sie nicht mit dem giftigen Schierling oder der Hundspetersilie verwechseln. Ein sicheres Indiz ist der behaarte Stängel bei Wildmöhren.


Gänseblümchen, Veilchen, Gundermannblüten, Rosenblüten, Sonnenblumenblüten und Kerne, Dahlienblüten....das kam alles in den Salat. Zudem viel Schnittlauch, Basilikum, Petersilie, Kapuzinerkresse, Erdbeerblätter, und Radieschen mit den Blätter, Rosmarin, Thymian....auch das kam in den Salat oder über das Gemüse. Salbeiblätter haben wir regelmässig gekaut. Zudem haben wir junge Brennesseln gesammelt und verwertet.
Ihr fragt euch vielleicht weshalb wir zu Kaninchen mutierten.....?!
Das kann ich euch sagen:
Weil dies der beste und billigste Schutz für unser Immunsystem ist !!!!!
Alle diese Pflanzen enthalten verschiedene Vitamine, Mineralien, ätherische Öle und vieles mehr. Sie wirken bakterizid, viruzid und fungizid. Sie wirken positiv auf unseren Stoffwechsel, sie wirken positiv auf unsere inneren Organe und die Bewegung im Garten in Kombination mit dem Sauerstoff und den Düften der verschiedenen Kräuter, wirken positiv auf unser Herz- Kreislaufsystem, unsere Bronchien und Lungen.
Vorausgesetzt man hat nicht beim gärtnern ständig eine Zigarette im Mund oder muss jede Stunde den Durst mit einem Bier löschen.
Was uns gut tut, beglückt auch die Vogelwelt, die Insekten, jedes Blatt hilft unserem Klima und das grün der Natur sowie die Schönheit der Blumen, hilft unserem überreizten Nervensystem, senkt den Blutdruck und versetzt uns in eine Tiefenentspannung.

Wie sagte schon mein grosses Vorbild Friedensreich Hundertwasser:

Es ist alles da um glücklich auf Erden zu sein.
Wir haben jeden Tag einen neuen Morgen,
wir haben Bäume und Regen, Hoffnung und Träume.
Wir haben Humus und Sauerstoff.
Tiere und alle Farben.
Wir haben Sonne und Schatten.
Wir sind reich !!!

Da bleibt zum Schluss die Frage, wer das glücklich sein auf unserer Erde verhindert...???!!!

Unser Garten - Die philosophische Mischkultur


Liebe Leserschaft, heute erzähle ich euch wieder von unserem Schrebergarten, den Jaco und ich in Altenburg-Thüringen gepachtet hatten.
So langsam wurde das was mit unserem Garten. Schritt für Schritt habe ich die Erfahrungen und Ratschläge von meinem alten Gartenbuch von Gertrude Frank umgesetzt. Die Regenwurmkompanie und das Mulchen hatte ich im Griff. Mit dieser Methode verbrauchten wir viel weniger Wasser und wir konnten den Garten auch im Sommer zwei bis drei Wochen alleine lassen.                             Nun ging es um die Nachbarschaft der Pflanzen. Das Prinzip ist genau gleich wie bei uns Menschen, es geht nach dem Motto: " Die blöde Kuh und der sture Hornochse kann ich nicht riechen ". 
Genau....das ist in der Tierwelt und der Pflanzenwelt nicht anders.
Es gibt gute Pflanzennachbarn und es gibt schlechte Pflanzennachbarn. Dann gibt es noch die neutralen Pflanzen. Auf uns Menschen könnte man das so interpretieren:
Links sind angeblich die guten Pflanzen...rechts sind angeblich die schlechten Pflanzen und als neutral bezeichnet man Pflanzen die keine starken Gene haben, sich leicht fressen lassen, keinen eigenen Duft haben, keine eigene Pflanzenintelligenz....so in etwa wie genmanipulierte Treibhauspflanzen. Es erstaunt mich nicht, das dies die grösste Pflanzenpopulation ist, werden doch schon die "Jungpflänzchen" in diese Richtung gezüchtet. 
Also mein guter Rat, holt euch solche Pflanzen gar nicht in den Garten !!!
Befasst euch mit Pflanzen die Standhaft sind, einen Charakter haben und ihren Teil zum Wohle des biologischen Lebenskreislaufs, wo wir Menschen dazuzählen, beitragen.                                                                                              Das ist Nachhaltig, Kostengünstig und hat Zukunft !!!



Solche Pflanzen sind Kräuter, Wildkräuter, alte Gemüsesorten, essbare Blumen und Beeren sowie Sträucher und Obstbäume. Dies sind gesunde und resistente Pflanzen, oft mehrjährig und sie bilden in der Erde wie an der Oberfläche Symbiosen durch ihre Eigenschaften. Das ist nichts anderes als das was wir in einem gesunden Mischwald oder in einer Magerwiese auch haben. Ein System von dem wir Menschen, die Tier und die Pflanzenwelt sowie unser gebeuteltes Klima profitieren würden. 
               
Wäre da nicht der globale Handel, die Profitgier, die Nahrungsmittelindustrie, die Genuss und Spaßsucht, die Chemiekonzerne, die unzähligen fragwürdigen EU Vorschriften und die große Affenbande....man hört nichts....man sagt nichts....man sieht nichts !!!

Also pflanzte ich Tomaten in Kombination mit Erdbeeren, Ringelblumen, Zwiebeln, Knoblauch, sowie Schnittlauch. Auch Petersilie fühlt sich wohl bei Tomaten, sonst steht sie lieber alleine. Als Tomaten empfehle ich robuste Strauchtomaten. Gurken und Boretsch ist eine gute Kombination. Wobei der Boretsch sich stark ausbreitet. Aber es ist eine Bienenweide und junger Boretsch kommt in den Salat oder wird als Spinat gekocht. Ringelblumen, Kapuzinerkresse und Tagetes halten den Boden gesund und kommen auch in den Salat. Mehrjähriges Gemüse bestand bei mir aus ewigem Kohl. Junge Blätter kommen in den Salat, sonst ist es ein feines und gesundes Gemüse zum dünsten. Geschützt wird er vor dem Kohlweißling Falter mit Sellerie. Als Knolle oder als Schnittsellerie, den habe ich bevorzugt. Einfach zwischen den Kohl setzen. Ich pflanzte Löwenzahn als Salat und Gemüse, Mangold, Blutampfer und jede Menge verschiedenen Pflücksalat. Der krause Lollo Rosso schmeckte den Schnecken am wenigsten.
So, liebe Gartenfreunde, das war mal der erste Teil aus " ganzheitlicher Sicht "
Im zweiten Teil geht es weiter mit gärtnern....und ihr kennt mich ja mittlerweile...ha...ha...ich kann das philosophieren nicht lassen und mein Mundwerk kann ich sowieso nicht halten....😉
Aber jetzt gibt es erstmal einen Kaffee, dann geht es weiter mit Teil zwei....bis gleich 😊



Sonntag, 2. Juni 2024

Das war unser Garten - Mulchen, wahrlich eine gute Sache


 Liebe Leserschaft und Garteninteressierte - mein Gärtnergruß lautet:
Nicht, immer eine Handbreite Wasser unter dem Kiel....sondern, immer eine Handbreite Mulch auf der Erde !

Auf dem Foto seht ihr meine Tomaten, mit einer Mulchschicht, die fast 10 cm dick ist. So muss es sein und die Tomaten haben gejauchzt....
Vorneweg muss ich jedoch sagen, mulchen ist nur etwas für Gärtner und Gärtnerinnen, die eine geordnete Unordnung in den Gartenbeeten aushalten können. Es ist nicht ein " Hippie gärtnern " nein, es ist naturnahes gärtnern. In der unbewirtschafteten Natur gibt es keinen nackten Boden. Der ist bewachsen oder es sei denn, es ist eine Wüste !!!
Mulchen ist nichts anderes als eine direkte Kompostierung auf dem Gartenbeet.
Was sind die Vorteile: Verbesserung und Lockerung des Bodens. Natürliche Düngung, Nahrung für die verschiedenen Bodenlebewesen ( unsere Helfer ) Einsparung von Wasser, der Boden bleibt viel länger feucht. Fast kein Unkraut. Die Mulchschicht ist Trittfest. Junge Pflanzen haben eine " warme Bettdecke " und sind so vor Witterung besser geschützt.


Aber, richtig mulchen will gelernt sein...!!! Hier auf der Foto seht ihr meine Anfänger Fehler. Die Mulchschicht war viel zu dünn und einseitig. Nach ein paar Tagen ist das Material verdorrt, verweht oder zusammengefallen und nützt den Pflanzen nur wenig. Die Schicht muss wirklich dick sein, fast 10 cm. Das heißt....sammeln und schnippeln !!!
Es ist nämlich gar nicht so einfach genügend Material zu haben. Geeignet ist: Rüstabfall von Gemüse, Salat und Früchten. keine Zitrusfrüchte! Brennesseln, Kräuter, Gras, Löwenzahn, Wildblumen, Blätter....deshalb habe ich im Herbst Rotklee auf den Gartenwegen zwischen den einzelnen Beeten ausgesät. Das hat sich super bewährt. Der wächst schnell, ist Bodendüngung und Lockerung und wird regelmässig  auf ca.5 cm zurückgeschnitten. Das ergibt Mulchmaterial und die Wege sind weich und sauber, man kann da sogar mit nackten Füssen gärtnern....aber Vorsicht, die Bienen lieben den Klee auch.
Das alles interessierte unseren " Spanier " den Don nicht....er hatte seine Plätze und faulenzte. Ihr werdet noch von ihm lesen....


Weiteres Mulchmaterial sind verblühte Blumen, Teebeutel, Kaffeesatz....jedoch schneiden bevor sie Samen gebildet haben...sonst läuft die Sache aus dem Ruder! In den Beeten hat sich wie bereits im letzten Post geschrieben, Spinat, Senf, vieeel Schnittlauch, Erdbeeren und vieeel  Pflücksalat bewährt. Was man nicht essen kann, weil es zuviel davon hat, wird ebenerdig geschnitten, die Wurzeln bleiben im Boden und der Rest ist Mulchmaterial, Nehmt roten und grünen Lollo, Asiatischen Pflücksalat oder Packjoi, ewiger Kohl, Ruccola.... diese Sorten mögen die Schnecken nicht besonders. Denn ein Nachteil hat mulchen, es macht nicht nur die Regenwürmer glücklich, sondern auch die Schnecken. Pflanzt am Rand von den Beeten, " Schneckenfutter " wie Tagetes, Funkien, das lockt sie an und ihr könnt sie einsammeln. Schützen können wir unsere Pflanzen mit fast gar nichts. Kaffeepulver, Eierschalen und anderer Hüttenzauber hilft kaum.... Da hilft nur der " Metzger Jaco " .....ja liebe Leute, ich bin eine Tierfreundin. Aber bei Nacktschnecken hört die Liebe auf....Alle dem unsympathischen und blöden Gartennachbar in den Garten schmeissen nützt nichts, die gefrässige Bande kommt zurück. Zudem wie lautet das Gesetz der Natur....genauu....fressen und gefressen werden. Also Tierschützer, seht das locker !!!


So, diese flächendeckende direkt Kompostierung hat Wunder gewirkt. Aber für einen ertragreichen und gesunden Garten reicht das nicht, Mischkultur ist das Geheimniss !!!
Doch jetzt geniessen wir den Feierabend mit dem schönen Sonnenuntergang und im letzten Moment konnte ich noch einen Schnappschuss machen von schnatternden Gänsen, die gegen Süden flogen.....Tschüssikowski bis zum nächsten Mal, eure JacoMis





Sonntag, 5. Mai 2024

Unser Garten - Ein Loblied auf den Spinat



Liebe Leserinnen und Leser, heute nehmen wir euch wieder mit in unseren Schrebergarten Nr.6 den wir in Altenburg-Thüringen hatten.

In den vorhergehenden Posts haben wir ja geschildert in was für einem traurigen Zustand dieser Garten war. Aber dank dem Buch: " Gesunder Garten durch Mischkultur " von Gertrud Frank, ging es aufwärts. Die Kompostbehälter wurden auf drei Stück erhöht und der Jaco schnippelte Material hinein, was die Schere und seine durchgescheuerten Hände hergaben.....Es lohnte sich, wir hatten eine ganze Division von unterirdischen Helfer....nämlich Regenwürmer.
Das reichte aber nicht. Der Boden musste durchwurzelt und gelüftet werden. Immer wieder lockerte ich mit der Stechgabel. Das heisst; reinstechen...rütteln...rausziehen. Leute, das geht mächtig in die Arme, ich bekam richtig Muckis ! Dann brauchte ich eine Flächenbedeckung. Es gibt nichts schlimmeres für den Garten als einen nackten Boden.
Das gibt es in der Natur nicht oder es sei denn, es ist eine Sand oder Steinwüste !




So sah unser Boden aus....aber dem rückte ich zu Leibe !!!




Ich nahm Spinat. Das ist eine Superpflanze!
Früh im Jahr habe ich ihn flächendeckend ausgesät. Er lüftet den Boden, er düngt ihn und er beschattet die Erde und hält sie feucht. Zudem wehrt er bestimmte Schädlinge ab und bietet den Regenwürmer Nahrung. Ebenfalls hatte ich bereits etwas für in die Salatschüssel. Beim ernten schneidet man ihn über dem Boden ab und die Wurzel bleibt im Boden. Sie verrottet innert kürzester Zeit und bietet so eine gute Unterlage für die Mulchdecke. Problemlos können im Spinat drin Saatrillen gezogen werden und weitere Pflanzen ausgesät werden oder man setzt Jungpflanzen dazwischen.
Zu Spinat passen als Nachbarn alle Pflanzen ausser Rote Beete und Mangold.

Nun rollen sie wahrscheinlich mit den Augen....hi hi....ich habe nie gesagt, das eine Mischkultur und ein biologischer Naturgarten, wie aus dem Ei gepellt ausschaut. Wen interessiert das....?! Die Insekten, Bodenlebewesen, Vögel... jubeln! Wir taten es auch. Das war sagenhaft was das Gemüse und der Salat für einen Geschmack hatten! Und die Gartennachbarn.....die konnten mir den Buckel runter rutschen !!!
So, nun war die Grundbasis getan. Was sich auch nicht bewährt hatte, war meine Einteilung mit Gartenplatten und Kunststofftritte. Das war die nächste Änderung. Tja, liebe Leute, dieser Garten war nicht nur ein Fitnesstraining, nein, es verjüngte auch gleich meine leicht vertrockneten und verblühten Gehirnzellen.....  😜
   
Ach sooo.....wegen unseren Gartennachbarn, da habe ich auch noch einige Geschichten aus dem " Gemüsekörbchen " Fortsetzung folgt....





 

Mittwoch, 17. April 2024

Unser Garten - Schule des Lebens


" Der Garten ist die beste Schule des Lebens "
Bernhard Steiner 
So....und was habe ich dabei gelernt ?! Nichts, sonst hätte ich das Wetter nicht falsch eingeschätzt. Und was macht ein echter Eidgenosse oder Eidgenossin....genau....er/sie flucht. Und das tönt so:  Heiland, Donner und Wolkenbruch...!!!

Liebe Leserschaft, heute erzähle ich euch wieder was so alles los war in unserem Schrebergarten Nr.6 in Altenburg-Thüringen.
Nun gärtnerte ich in diesem Garten bereits ein Jahr. Trotz der Hilfe von unseren  unterirdischen Kühen, den Regenwürmer, war dieser Garten für mich eine Katastrophe. Entweder war die Erde furztrocken und wie Beton oder mit wässern oder nach Regen war sie lehmig und man blieb fast drin stecken. Dementsprechend war der Ertrag mit meinem ausgesäten Gemüse und anderen Pflanzen kläglich.




Gut, es reichte schon für einen schmackhaften und vitaminreichen Salat. Aber es stand für mich fest, das Konzept musste geändert werden. Also verbrachte ich wieder Stunden mit Gartenbücher und am Laptop.....der arme einsame Jaco !
Tja liebe Leute, wie das im Leben so geht. Für mich gibt es keine Zufälle...!!! An unserer Straße in Altenburg war der Rotkreuz Second Hand Laden. Da war ich Stammkundin. Seit meiner Jugendzeit bin ich ein Fan von diesen Läden. Kleider, Möbel, Geschirr, Bücher...das ist mein Beitrag an die Gesellschaft und mein Verständnis von nachhaltigem Konsum. Und glaubt mir, es hat noch nie jemand zu mir gesagt ich sei schlecht gekleidet. Es nützen die teuersten Designerkleider nichts, wenn die Person nicht zum Stil passt. Und in meiner Wohnung brauche ich auch keine Prestigemöbel. Da ist es gemütlich, bunt und mit viel Grünzeug. Weil da wird gekocht, gegessen, geredet, gelacht, gesungen, getanzt und geliebt....
Dies nur so nebenbei.

In diesem Rotkreuzladen fand ich das beste Gartenbuch aller Zeiten:
Gesunder Garten durch Mischkultur von Gertrud Franck aus dem Jahr 1980
Dieses Buch hat nicht nur unseren Garten verändert. Es lehrte mich den Kreislauf der Natur zu verstehen und das im kleinen wie im großen Ganzen. So wie eigentlich wir Menschen mit unserem kleinen Planet Erde umgehen sollten. 
Wir müssen nur von unserem hohen, reich verzierten und gefräßigen Ross ( Pferd ) runterkommen und begreifen, dass die Zeit gekommen ist zu lernen....noch haben wir die Zeit...Wir müssen lernen die Natur zu beobachten... lernen genau hinzuschauen... lernen hinzuhören... lernen Zusammenhänge zu erkennen...lernen mit ihr und nicht gegen die Natur zu leben. Von ihr lernen, wie sie sich seit Millionen von Jahren an all die unterschiedlichen Klimaveränderungen angepasst hat.

Nichts ist beständiger als die Veränderung.
Vor unserer jetzigen Zivilisation, die sich immer mehr von einem natürlichen Leben entfernt, gab es schon immer Völker die uns mit ihrer Kultur und ihrem damaligen Wissen ebenbürtig waren, wenn nicht sogar überlegen. Aber diese Völker mit ihrem Reichtum und ihrer Macht waren alle dem Untergang geweiht. Durch Kriege, durch Seuchen und durch die Natur. Dürre...Regenperioden....Vulkanausbrüche....heftige Stürme....Erdbeben....Tsunamis.
Einschläge von Meteoriten....und nicht zuletzt durch die Tierwelt....krankheitsübertragende Mücken....Ratten....
Die Natur hat überlebt....der Mensch nicht. Was für eine Lebenskraft und Pflanzenintelligenz steckt doch in Bäumen und Flechten...die mehrere tausend Jahre alt werden !!!
Wir stehen wieder am Beginn einer Klimaveränderung. Der Mensch ist da lediglich ein Katalysator. Da sind viel größere Kräfte in unserem Sonnensystem und im Universum im Spiel. Ich gebe euch ein Beispiel:
 Das Sternbild, das durch meinen Geburtstag auf mich zutrifft ist der "Skorpion". Der Hauptstern ist der "Antares". Er besitzt den mehr als 700 fachen Durchmesser unserer Sonne in unserem Sonnensystem !!!
Da kann ich doch über Entscheide, das der Mensch das Recht auf Klimaschutz hat, nur lächeln....träumt weiter eure Illusionen. 
Das Gesetz der Natur und des Universums wird immer siegen...immer !
Da habe ich für die Damen und Herren der Obrigkeit einen Vorschlag:  
werdet Gärtner oder Gärtnerinnen ! Schafft euch einen Garten an und beginnt zu schauen, zu denken und zu lernen. Denn ihr wisst ja:

" Der Garten ist die beste Schule des Lebens "





Montag, 1. April 2024

Unser Garten - Die Regenwurmexperten

Das war unser Schrebergarten Nr.6 



So liebe Leser und Gartenfreunde, so einfach wie mein Jaco im Post Folge 1. das Gartenjahr beschrieben hat, war es nicht. Die Rangordnung musste erstmal geklärt werden. 
Jaco wusste was Rosen sind und Geranien, ach so, was ein Kopfsalat war wusste er auch...hi...hi 😁Also war ich die Chefgärtnerin in den Gartenbeeten. Er übernahm das mähen, Hecken schneiden und am Haus werkelte er rum. Da war er der Chef.
Es galt ebenfalls einen gemeinsamen Nenner zu finden. 
Seine Vorstellung war: einfach und pflegeleicht.
Meine Vorstellung war: eine üppige organisierte Wildnis.
Wie immer, wenn ich mich über ein Thema schlau machen will, gehe ich in Brockenhäuser in die Buchabteilung. Klar im Internet findet man vieles. Aber ich sage euch, die früheren Gärtner und Bäuerinnen die konnten auch was. Mein Wissen habe ich von ihnen.



Der Vorgänger unseres Gartens hatte die letzten Jahre nur Kartoffeln angepflanzt. Entsprechend war die Erde. Lehmig und ausgelaugt, kaum Lebewesen im Boden. Also eine Bodenverbesserung musste her. Was bezeichnet man im Naturgarten als unterirdische Kühe: genau....Regenwürmer! Davon bräuchte ich eine ganze Kompanie. Ab in das Gartencenter, dort hatten sie eine Abteilung für Fische. Für 8 Euro wurden wir stolze Besitzer von 12 Regenwürmer....😁 Es wurde gleich noch eine Komposttonne gekauft.
Unsere Gartenkollegen ringsherum haben sich schief gelacht. Es dauerte ein paar Monate und ich hatte von ihnen allen die Auszeichnung: Die verrückte Schweizerin und ihre noch verrückteren Gartenideen. Denn eines muss man wissen, fast alle anderen Schrebergärtner gärtnerten akkurat mit Lineal und ausrichten. Jedes Jahr die selben Sorten, mit Dünger und Gift....schliesslich hat man das ja schon immer so gemacht!


Das hat mich nicht heftig beeindruckt. Ich las meine Gartenbücher und wir schmiedeten unsere Pläne. Jaco wurde der Regenwurmexperte. Er schnippelte was ihm in die Finger kam und alles wanderte in die Komposttonne. Schon bald zeigte sich der Erfolg, die Regenwürmer vermehrten sich. Ich meinerseits half dem Boden mit Pflanzen. Ringelblumen, Tagetes, Kapuzinerkresse und Wildblumen habe ich ausgesät. Zudem habe ich mit der Forke Meter um Meter den Boden gelockert. Der Garten wurde unser Fitnessstudio...Wir hatten damals ja noch unseren Hund aus Spanien. Bei jedem Spaziergang bewaffnete ich mich mit einer kleinen Stechschaufel, Messer und Tüten....ich war auf Raubzug. Im Wald und auf Feldwegen wurden junge Wildpflanzen ausgestochen und bei uns angesiedelt. Hornveilchen, Winterlinge, Schneeglöckchen, Veilchen, Margeriten, Klatschmohn, Schafgarbe....der Garten verwandelte mich in eine grüne Kräuter- und Wildblumenhexe.



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