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Montag, 12. Mai 2025

Meine Radtouren in Brandenburg - Rangsdorf im Berliner Süden

**Eine Zeitreise auf zwei Rädern: Meine Radtour nach Rangsdorf** ✎

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich euch von meiner kleinen Zeitreise auf dem Fahrrad erzählen, die mich am 16. Mai 2014 nach Rangsdorf führte. Auf der 52 Kilometer langen Strecke gab es so einige interessante Entdeckungen zu machen!

Rangsdorf, das einst als das "Lido im Berliner Süden" bekannt war, weckte in mir nostalgische Erinnerungen an die DDR-Zeiten. Damals war der Rangsdorfer Hof mit seinem großen Saal ein beliebtes Ziel, direkt am idyllischen Rangsdorfer See gelegen. Leider musste das alte Gebäude in den 1990er Jahren einem Neubau weichen, aber die Erinnerungen bleiben.

Nach einem kurzen Stopp am See führte mich mein Weg weiter zum Waldfriedhof. Dort steht eine faszinierende Kapelle aus dem Jahr 1935, entworfen vom Architekten Ernst Rang. Ein kleines architektonisches Juwel, das man nicht verpassen sollte!

In der Rangsdorfer Kirche hatte ich das Glück, mit dem Pfarrer ins Gespräch zu kommen. Er erzählte mir spannende Details zur Geschichte der Kirche, die ich euch nicht vorenthalten möchte – aber dafür müsst ihr wohl selbst mal hinradeln!

Auf der Rückfahrt legte ich noch einen Stopp bei der Erlebnisbahn in Zossen ein. Wusstet ihr, dass es in Deutschland etwa ein Dutzend Freizeitdraisinenstrecken gibt? Die Strecke Zossen - Jüterbog soll eine der schönsten sein, und ich kann nur zustimmen! Besonders beeindruckend war die Diesellok namens "DOROTHEE", die komplett umhäkelt wurde – ein echter Hingucker!

Von Zossen aus könnt ihr mit verschiedenen Draisinen auf den alten Gleisen starten und die Landschaft genießen. Mein Weg führte mich dann entlang des Nottekanals, vorbei am Mellensee, zurück zum Startpunkt meiner Radtour.

Es war ein Tag voller Entdeckungen und kleiner Abenteuer – perfekt für alle, die Geschichte und Natur lieben. Also, schnappt euch eure Fahrräder und erlebt eure eigene Zeitreise!

Bis zum nächsten Mal,

Euer Fahrradfreund "Jaco" 🚴‍♂️ 💚 🌳 

                             Dorfkirche Rangsdorf 


                             Empore mit Orgel 



                            Denkmal Weltkriege 


                             Kapelle Waldfriedhof 


                             Rangsdorfer See 


                            Schwimmendes Restaurant 


                            Pause am Radweg 


                             Erlebnisbahn Zossen 


                             Draisinen der Erlebnisbahn 


                             Alte Diesellok, gehäkelt. 


                              "Dorothee" 😏 


                             Gleise der Erlebnisbahn 


                             Nottekanal zum Mellensee 


                             Erlebnisbahn 


                             Bike vs. Draisine 🚲 🚋 


                                          "These Roads" 

                                            Erlebnisbahn - Home






Freitag, 18. April 2025

Zeitreisen - Besuch des Förderturmes 403 in Löbichau

Ein Ausflug nach Löbichau – Natur, Kunst und ein Hauch Geschichte ✐

Heute möchte ich euch von einem kleinen Ausflug erzählen, den wir (die "JacoMis") während der Corona-Pandemie im Jahr 2021 gemacht haben. Da viele Museen geschlossen waren, haben wir uns auf die Suche nach Zielen gemacht, die draußen und trotzdem spannend sind. Und so sind wir in Löbichau gelandet – ein kleines Örtchen nicht weit von Tannenfeld, das wir auch gerne besuchten.

In Löbichau gibt es etwas ganz Besonderes: den Förderturm  des Schachtes 403 vom Bergbaubetrieb Drosen, der 2005 für die Landesgartenschau hergerichtet wurde. Der Turm ist wirklich imposant und hat uns direkt in seinen Bann gezogen. Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass es mehr Informationen zur Geschichte des Uran-Abbaus dort gibt. Es ist ein Thema, das durchaus kontrovers diskutiert wird und wo es viele verschiedene Meinungen gibt.

Was uns besonders gefallen hat, war die schöne Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern rund um den Turm. Das hat dem Ganzen eine sehr angenehme Atmosphäre verliehen. Ein weiteres Highlight war das Großbild "Die friedliche Nutzung der Atomenergie" von Werner Herzog. Dieses Kunstwerk aus Keramikkacheln ist wirklich beeindruckend und hat uns sehr gut gefallen. Es ist auf den ersten Blick mächtig gewaltig und hat uns zum Nachdenken angeregt. Es besteht aus 384 emaillierten Stahlplatten mit einer Größe von 12 Metern Breite und 16 Metern Höhe. 

Aber nicht nur der Förderturm und das Kunstwerk haben uns begeistert. Die hügelige Landschaft rund um Löbichau mit ihren blühenden Rapsfeldern und der blühenden Natur war einfach herrlich. Es tat uns beiden richtig gut, in dieser schönen Umgebung spazieren zu gehen und die frische Luft zu genießen. 













Großbild "Die friedliche Nutzung der Kernenergie" vom Künstler Werner Petzold. Malerei auf Email. Es ist 12 Meter breit und 16 Meter hoch und besteht aus 384 Stahlplatten. Am 05. September 2009 erfolgte in unmittelbarer Nähe der Halde Beerwalde die Einweihung des Großbildes. Das Bild war über Jahrzehnte an einem Gebäudegiebel am Wismut Standort Paitzdorf montiert und ist ein echtes Relikt dieser Epoche.

Freitag, 28. Februar 2025

Ehemaliger sowjetischer Flugplatz Sperenberg in Brandenburg.

Auf den Spuren der Vergangenheit: Meine Erkundung des Flugplatzes Sperenberg. ✎

Es gibt Orte, die Geschichten erzählen. Orte, die voller Vergangenheit stecken und uns in eine andere Zeit zurückversetzen. Einer dieser Orte ist der ehemalige Flugplatz Sperenberg. Einst ein bedeutender Stützpunkt der Sowjetarmee, heute ein verlassener "Lost Place", der von der Natur zurückerobert wird. In diesem Blogbeitrag nehme ich euch mit auf meine ganz persönliche, wenn auch nicht ganz legale, Erkundung dieses geschichtsträchtigen Geländes.

# Der Flugplatz Sperenberg: Ein Stück Geschichte

Der Flugplatz Sperenberg wurde 1960 auf dem Gelände der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Kummersdorf errichtet. Mit seinen 2600 Meter langen Start- und Landebahnen war er nicht nur ein Flughafen, sondern entwickelte sich schnell zu einer eigenen kleinen sowjetischen Stadt. Schulen, Geschäfte, eine Großbäckerei, ein Kino – all das gehörte zum Alltag der hier stationierten Soldaten und ihrer Familien.

Doch Sperenberg war mehr als nur ein Ort des Lebens. Es war auch ein Ort des Abschieds. Im August 1994 spielte der Flugplatz eine zentrale Rolle beim endgültigen Abzug der Sowjetarmee aus Deutschland. Güter, Fahrzeuge und persönliche Gegenstände wurden ausgeflogen, wobei nicht immer alles ganz legal verlief. So erzählt man sich, dass einige PKWs auf fragwürdige Weise das Land verließen.

# Verlassen, aber nicht vergessen

Mit dem Abzug der Sowjettruppen endete die aktive Nutzung des Flugplatzes. Zurück blieben verlassene Gebäude, leere Straßen und eine unheimliche Stille. Die Natur begann, sich das Gelände zurückzuerobern. Heute ist Sperenberg eine riesige Geisterstadt – ein faszinierender Ort für jeden, der sich für Geschichte und "Lost Places" interessiert. 

# Meine Erkundung mit "Pegasus"

Die Neugier ließ mir keine Ruhe. Mit meinem treuen Fahrrad vom Typ "PEGASUS" machte ich mich im Februar 2016 auf den Weg, um das Gelände zu erkunden. Zugegeben, mein Vorhaben war nicht ganz legal, denn normalerweise wird der Flugplatz von einem Wachschutz überwacht. Doch an diesem Tag hatte ich Glück – oder vielleicht war es einfach Schicksal – und konnte unbemerkt bleiben.

Die Start- und Landebahn erstreckt sich wie eine endlose Asphaltwüste vor einem. Mit "Pegasus" fuhr ich sie hoch und runter, spürte den Wind im Gesicht und stellte mir vor, wie hier einst sowjetische Flugzeuge landeten und starteten. Es war ein seltsames Gefühl – eine Mischung aus Ehrfurcht vor der Geschichte und Abenteuerlust.

# Ein Ort voller Geschichten

Während meiner Erkundung entdeckte ich verfallene Gebäude, in denen die Natur bereits Einzug gehalten hatte. Moose und Gräser wuchsen durch Risse im Beton, Bäume sprossen dort, wo einst Soldaten patrouillierten. Jeder Winkel des Geländes schien eine Geschichte zu erzählen – von den Menschen, die hier lebten, und von der Zeit, die seitdem vergangen ist.

Eine kleine Anekdote zum Schluss: Zu Zeiten der Sowjetarmee soll es üblich gewesen sein, dass Eindringlinge auf dem Gelände eine Nacht lang Kartoffeln schälen mussten, bevor sie der DDR-Polizei übergeben wurden. Zum Glück blieb mir dieses Schicksal erspart!

# Fazit: Ein Ort zum Nachdenken

Der Flugplatz Sperenberg ist mehr als nur ein verlassener Ort. Er ist ein Denkmal für eine vergangene Epoche, ein Mahnmal für die Geschichte und ein Symbol für den Wandel der Zeit. Meine Erkundung hat mir gezeigt, wie vergänglich menschliche Spuren sind und wie mächtig die Natur ist.

Wenn ihr euch ebenfalls für Geschichte interessiert und einen Hauch von Abenteuer sucht, kann ich euch nur empfehlen, solche Orte zu besuchen – natürlich immer mit Respekt vor ihrer Vergangenheit und den geltenden Regeln. Denn manchmal erzählen uns die stillsten Orte die lautesten Geschichten. 🚲 ✈ 🔗 🖉 


















                                  

Montag, 22. Juli 2024

Meine Radtouren in Brandenburg - Eine Radtour in den Unteren Spreewald

Ein Besuch der Dörfer rund um die Gemeinde "Märkische Heide" 

Am 22.07.2017 startete ich zu einer Radtour in den Unteren Spreewald. Meine Ziele waren die Dörfer Schlepzig, Groß Wasserburg, Groß Leuthen, Krugau und Brand. Krugau wurde schon vor 150 Jahren als "langes Straßendorf" eingestuft. Überall gab es Dorfkirchen zu bestaunen und man konnte auch einige von innen besichtigen. Es ist eine Wald- und Wasserreiche Gegend. Man fährt entlang unberührter Natur. Überall traf ich in den Dörfern auf Störche mit ihrem Nachwuchs. Das letzte Dorf was ich passierte war das Dorf Brand. In Brand errichte die Luftwaffe der Wehrmacht einen Fliegerhorst. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahmen die sowjetischen Streitkräfte den Flugplatz und erweiterten ihn um eine weitere Start- und Landebahn. Er war der Standort für das Kampfflugzeug MIG 17. Im letzten Bild der Fotoserie sieht man einen Hangar, wo die Düsenjäger geparkt wurden. Die sowjetischen Streitkräfte waren von 1945 bis zum Jahre 1994 in der DDR stationiert. Also kommt mit zu meiner Radtour in den Unteren Spreewald. 🚲 📷 🌲 


















                              Bioshärenreservat Spreewald








Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...