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Donnerstag, 27. November 2025

Ein Geisterfahrer in New York


Ein Geisterfahrer in New York....so lautet der Titel meines Kunstwerks 😉

Es ist eine Malerei mit Acrylfarben und es ist aus der Serie:
Meine Naive Kunst

Noch haben wir den Monat November, der Monat der Geister...
Tja liebe Leserschaft, Kunst hat viele Gesichter und ihr wisst ja, ich habe eine direkte Telefonleitung in die " Anderswelt "....hi...hi...das gibt mir als Künstlerin die Lizenz zum spinnen. Das lebe ich in meiner Malerei aus !!!
Viel problematischer sind all die " Poltergeister " die unsere Welt unsicher machen und dafür noch hoch bezahlt werden, somit steinreich werden, oder Orden erhalten.
Keine Angst, die werden von meinen geistigen Freunden schon noch ausgeräuchert, alles zu seiner Zeit...!!!

" Es existieren Geister!
Blicke umher in der Welt
und sage selbst, ob nicht aus allem
dich ein Geist anschaut.
Aus der Blume, der kleinen,
lieblichen, spricht der Geist
des Schöpfers zu dir,
der sie so wunderbar geformt hat;
die Sterne verkünden den Geist,
der sie geordnet, von den Berggipfeln
weht ein Geist der Erhabenheit herunter,
aus den Wassern rauscht ein Geist
der Sehnsucht herauf, und...
aus den Menschen reden Millionen Geister "

Max Stirner

Genau so, Alles lebt...!!!
Dies ist das Stichwort für meinen heutigen Post. Jaco und ich sind Mitglied des Museums der Kulturen in Basel. Ein Museum das uns mit seinen Ausstellungen begeistert. Eine der Dauerausstellungen heisst: Alles lebt - mehr als menschliche Welten...einfach wunderbar !
Da die Advents und Weihnachtszeit naht und somit auch die Zeit sich selbst etwas Gutes zu tun und " Sinnvolles " an andere Menschen zu verschenken, lege ich euch das Museum der Kulturen ans Herz.

Noch ist die Ausstellung: Der Weg ins Jenseits und aktuell ist die Ausstellung:
schön spirituell - Weihnachtsausstellung.
Die haben Jaco und ich noch auf dem Programm und mit Freude werden wir euch davon berichten.
Mein persönlicher " Künstler-Geist " entwickelt sich auch. Aber der Terminkalender ist noch voll...ab dem Frühjahr geht es wieder los mit meiner zweiten aktiven Künstlerphase...da wird der Pinsel wieder geschwungen !!!
Ich habe es in einer Skizze mal dargestellt, was in meinem Kopf herumgeistert.


Der künstlerische Geist entwickelt sich...aber jetzt fliegt das Nachtgespenst zuerst in sein Bett....Tschüss, bis zum nächsten Post, eure Mis von den JacoMis 😊






Donnerstag, 30. Oktober 2025

Die Olive - Der Friedensbaum


Im Klostergarten Allerheiligen in Schaffhausen steht dieser Olivenbaum. 
Der Ölbaum ist das älteste Friedenssymbol der Welt.

Liebe Leserschaft, hier ist Teil zwei meines Posts zu diesem heiligen Baum.

Man kommt wirklich nicht drumherum, diesen Baum auf einen Altar zu stellen und ihn leuchten zu lassen...! Zumal der Olivenbaum die gleiche Chromosomenzahl hat, wie wir Menschen. Ein Zufall, vielleicht...Aber aus meiner Sicht ist uns Menschen dieser Baum in vielen Dingen haushoch überlegen.

Blicken wir mal etwas in die Griechische Mythologie und in die verschiedenen Religionen.
So ist zu lesen, dass es zwischen Poseidon und der Göttin Athene einen Streit gab, wer von ihnen die Schutzherrschaft über die Region Attika und die Stadt Athen haben darf. Zeus, der höchste olympische Gott, der Herrscher über Himmel, Blitz und Donner, fällte einen Schiedsspruch. Wer das nutzbringendere Geschenk dem Volk Attikas mache, werde die Herrschaft bekommen.
Poseidon stiess seinen Dreizack in den Felsen und eine Quelle sprudelte aus ihm heraus. Aber das Wasser war nutzlos, es war Salzwasser. Die Göttin Athene aber, lies auf der Akropolis den ersten Ölbaum wachsen. Er brachte dem Volk Nahrung, Brennholz und wertvolles Öl. Somit gewann Athene diesen Wettkampf und der Ölbaum wurde als heilig gesprochen.
Daher war im antiken Griechenland und Rom ein Kranz aus Olivenzweigen eines der höchsten Auszeichnungen.


Eines meiner Bilder in Mischtechnik mit dem Titel:
Die Vogelhochzeit im Olivenbaum
Serie: Meine Naive Kunst

Dies war eine Betrachtung des Olivenbaums in der Griechischen Mythologie. 
In der Bibel, aber auch im Koran, sowie bei einigen Kulturen der Naturvölker spielt der Ölbaum ebenfalls eine Zentrale Rolle.
In Ägypten wurden im Grab des Pharao Tutanchamun, Blätter des Ölbaums gefunden. In der Bibel lesen wir, dass Noah nach einer Sintflut eine Taube los schickte. Sie kehrte mit einem Ölzweig im Schnabel zurück. Die Erde grünte wieder, das Leben war zurück.

So wurde die Taube mit einem Ölzweig ein Symbol der Weisheit, Friedens, Versöhnung und der Hoffnung.

Auch im Koran wird der Ölbaum verehrt:
" Allah ist das Licht von Himmel und Erde. Sein Licht ist einer Nische zu vergleichen, mit einer Lampe darin. Die Lampe brennt mit Öl von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, der weder östlich noch westlich ist, und dessen Öl fast schon hell gibt, noch ohne dass Feuer daran gekommen ist...."

Ebenfalls bei den Orthodoxen Kirchen ist das Olivenöl ein heiliger Bestandteil. Es wird bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen verwendet.
Auch in der Tradition der Massai werden bei ihren Zeremonien Zweige des Olivenbaums verbrannt. Sie erbitten so um Segen, Glück und Frieden.


Dann sage ich doch gleich zu meiner kleinen Friedenstaube...flieg...flieg rund um die Welt !!!

Ursprünglich kam der Ölbaum aus Syrien und Griechenland. Von der Mittelmeer und der Schwarzmeer Region wird er mittlerweile fast auf der ganzen Welt angebaut. Dies nicht zuletzt, weil er auf den unterschiedlichsten Böden gedeiht.
Mehr zum Anbau, zur Heilkunde und zum Genuss der köstlichen Olive und ihrem Öl in einem weiteren Post. Ihr seht liebe Leser und Leserinnen, einem königlichen Baum muss man eben in vielerlei Hinsicht seine Ehre erweisen.

Zum Schluss meines heutigen " Oliven - Baum - Posts " möchte ich euch noch die Frage stellen: 
Habt ihr an einem 23. September Geburtstag....Glückwunsch, ihr seid im Baumhoroskop ein Olivenbaum !

Dem Baumhoroskop liegt das alte Wissen des keltischen Volkes zugrunde. Der Olivenbaum, dem nur ein Tag des Jahres zugeordnet ist, kennzeichnet die Tagundnachtgleiche im Herbst.
Den Olivenbaum - Persönlichkeiten wird oft eine charismatische Ausstrahlung zugeteilt. Sie sind bodenständig, pragmatisch und im Leben tief verwurzelt. In ihnen steckt die Gabe der Intuition und der Konzentration auf das Wesentliche. Daher rührt wohl auch ihr Vermittlungsgeschick bei zwischenmenschlichen Angelegenheiten mit dem sie stets für Harmonie und Ausgleich sorgen.
Oft sind es Menschen, die sich auf einem ökonomischen Erfolgskurs befinden.
Aber tief in ihrem Innern schlummert die Sehnsucht nach Weisheit und der Erkenntnis des wahren Lebens, im Himmel wie auf Erden.
Um zu diesen innersten Gefühlen zu gelangen, sollten die Olivenbaum - Persönlichkeiten lernen, ihre Verbissenheit und ihre tiefgründige Schürferei zu lockern, um einer heiteren Leichtigkeit und Lebensfreude mehr Raum zu geben.

Tja Leute, dann stelle ich doch beim Zeus den Antrag, dass ab sofort nur noch  weltweit !!!  Regierungsleute in Frage kommen, die am 23. September geboren sind....😜 

Tschüss, bis zum nächsten Post, eure Mis von den JacoMis
 


Mittwoch, 24. September 2025

Übertourismus - Gedanken von den JacoMis


Liebe Leserschaft, passend zum Titel dieses Posts mein gemaltes Bild in Acryl. Das Motiv ist der ehemalige Bärengraben in der Stadt Bern - Schweiz. Heute ist es der Bärenpark.
Titel des Bildes:  Die Invasion
Bilderserie: Meine Naive Kunst

Wer unseren Blog verfolgt, weiss, dass wir JacoMis kürzlich eine Reise nach Berlin machten.
Wir hatten Glück, bei der Hinfahrt war unser Bahnwagon nicht überfüllt. Das war angenehm, wir konnten uns in einem Abteil bequem einrichten. Auf der Rückfahrt war es anders. Der 1. Klasse Wagen wo wir drin waren, mit reservierten Plätzen, wurde ungeniert von Reisenden mit 2. Klasse Tickets besetzt. Die Schaffnerin musste sich energisch bei den motzenden Reisenden durchsetzen um sie in den entsprechenden Bahnwagon zu weisen.
Da machten wir uns so unsere Gedanken. Nichts reflektiert unsere Gesellschaft besser als Reisende !!!
Bei vielen ist die Rücksichtnahme, die Höflichkeit, die Hilfsbereitschaft, Respekt und Anstand verloren gegangen. Es herrscht die Gesinnung:
" Ich zuerst...was Dir gehört, gehört auch mir...was kümmert mich deine Empfindung "
Auch die Sitten und die Sauberkeit ist verlorengegangen.
" Es wird auf den Boden gerotzt und gespuckt...eine Sitzbank wird zum schlafen genutzt...es wird unappetitlich gegessen und getrunken...Abfall bleibt liegen...oder er wird von den unterschiedlichsten Sammler und Sammlerinnen aus dem Abfalleimer herausgefischt und noch gegessen oder getrunken...!!!
Schaut man sich im Bahnhof die Reisenden aus allen Nationen an, so hätte ich gerne ein Stück Seife und etwas Wasser verteilt. Aber das Handy vor der Nase und bla...bla...bla
In was für einem verrückten Jahrhundert sind wir gelandet...???!!!

Hier ein paar Impressionen vom Bahnhof Friedrichstrasse in Berlin





Die Architektur mal etwas Nostalgisch. Der Eingang mit der Treppe zu den Bahntrassen ist umso bunter.



Gereist wird seit Jahrhunderten in unseren Kulturen. Um Eroberungen zu machen und Krieg zu führen. Weil Naturkatastrophen und Hungersnot die Menschen dazu trieb. Im Auftrag von Königen für Handelsgüter, und allerlei Kostbarkeiten. Aber auch um fremde und exotische Natur und Kulturen zu entdecken.
Dieser Entdecker und Erlebnisdrang steckt in uns Menschen drin. Und reisen ist für einen grossen Teil der Menschheit erschwinglich geworden. So erschwinglich, dass ein Massentourismus entstand. Tourismus ist ein riesiger Wirtschaftszweig. Gezielt wird er im Auftrag und mit Unterstützung von Regierungen gefördert. Die Werbung lockt mit Billigurlaub für jeden Geschmack und mit Destinationen in den hintersten Winkel der Welt...

NIEMAND interessiert sich ernsthaft wie unsere Natur überall auf unserer Erde kaputt geht. In den Meeren, Seen, Flüssen, Wälder, Bergen...NIEMAND interessiert sich ernsthaft um den Treibhauseffekt...im Gegenteil, die Devise lautet; die marode Wirtschaft, die in vielen Länder vorhanden ist, ankurbeln und investieren, nach dem Motto; höher, spektakulärer, protziger, grössenwahnsinniger... die Menschheit jubelt Hurra und zückt das Handy...dabei sein ist alles !

Ein Buddy Bär in Berlin, vom Künstler genannt " Pablo Bär " inspiriert von Pablo Picasso


Es ist in den Museen und Geschichtsbücher zu lesen, dass frühere Kulturen die ein solches Denkschema hatten, alle verschwunden sind....!!!
Tourismus ist wichtig und eine schöne Sache, wenn sie in einem gesunden und verträglichen Mass betrieben wird. Ich weiss wovon ich rede, ich habe in der Schweiz in Tourismusdestinationen gelebt und gearbeitet. Dies in den Bergen, am See und in der Bundeshauptstadt Bern. Ebenfalls in Frankreich und in Spanien am Meer.
Es ist so, ein Übertourismus ist wie eine gefrässige Heuschreckenplage...!!! Auch hier kommt es auf die Dosis an. Aber wer und wo zieht eine rote Linie und sagt stopp. Mit Verboten, mit Vernunft und mit langen Debatten erreichen wir nichts.

Wieder ein paar Impressionen vom Schiffbauerdamm in Berlin





Wie lautet der uralte Spruch....Geld regiert die Welt...genau. Und dort sollten wir versuchen den Hebel anzusetzen. Der Mensch ist nur über seinen " Geldbeutel " zu erziehen. 
Bonus ist doch das Lösungswort.
Den bekommen wir doch in jedem Supermarkt, bei der Drogerie, bei der Brot und Kaffeekarte, Pizzabude...und sonst noch in vielen Bereichen.
Warum nicht auch in unserem Reisen und Urlaubsverhalten ?!
Ich nenne mal ein paar Beispiele:
Wer pro Jahr eine vorgegebene Kilometerzahl mit dem Auto nicht übersteigt, erhält einen Bonus auf die Autosteuer. Wer pro Jahr eine Anzahl Flüge nicht übersteigt und die Anzahl der Flugmeilen nicht übersteigt erhält einen Bonus der Krankenkassen. Dies gilt ebenso für Kreuzfahrten und Flussfahrten. Flugverkehr und Schiffsverkehr zählt zu den stärksten Umweltverschmutzer und ist verantwortlich für Krankheiten der Lungen, Bronchien und Allergien.
Wer beim Einkauf die verschiedenen regionalen Anbieter berücksichtigt, der erhält einen Bonus auf die Steuern. Er unterstützt die Wirtschaft vor Ort und im eigenen Land.
Ich weiss was auf den Autobahnen der Nord - Süd Achse los ist. Diese Strecke bin ich oft genug gefahren. Die 40 Tonnen Lastwagen dröhnen mit ihren Dieselmotoren. Im Laden wird es uns Konsumenten und Konsumentinnen als Bio Ware untergejubelt, weil es innerhalb der Schweiz mit Elektrofahrzeugen transportiert wird. Das selbe gilt für Bio Fleisch oder Bio Früchte per Flugzeug oder Frachtschiff....das ist doch nur noch zum Lachen. Und ich frage mich, für wie blöd werden wir Konsumentinnen und Konsumenten angeschaut !!??

Ich bevorzuge keine Diktatur. Aber ich wünsche mir etwas mehr Verantwortung und Vernunft.
Wer für sich Sonderrechte haben will, darf das, aber Er oder Sie sollten ganz einfach zünftig zur Kasse gebeten werden. Das ist nichts anderes als das Verursacherprinzip, das wir als Private oder Geschäftsleute in der Entsorgung von Müll auch haben. 

Tja...so löst man in der Politik Milliardenschulden ihr Damen und Herren. Ich weiss, es könnte plötzlich weh tun, wenn man einen extravaganten Lebensstil pflegt.
Hier gilt ganz einfach die Regel...Auge um Auge, Zahn um Zahn...dem einfachen Bürger und Bürgerin tut es schon lange weh !!!!!

Jedenfalls für uns JacoMis war dies die letzte weite Reise. Wir werden uns die Welt wieder in interessanten Dokumentarfilmen anschauen und uns an Tagesausflügen mit der Bahn, per Fahrrad oder ganz einfach zu Fuss in unserer schönen Schweiz und dem nahen Grenzgebiet erfreuen.

" Überschlage ich meine eigene Reiserei, so komme ich zu dem Resultat,
dass ich von solchen Spritzfahrten in die Nähe, viel, viel mehr Anregungen,
Vergnügen und Gesundheit gehabt habe als von solchen Reisen,
die sehr anstrengend, sehr kostspielig und meist demütigend sind."

Theodor Fontane



Mittwoch, 13. August 2025

Wir JacoMis lieben die Freiheit


 
Liebe Leserschaft, heute ist der 13. August. Es ist ein besonderes Datum. Am 13. August 1961 wurde die Mauer in Deutschland gebaut...und fertig war es mit der Freiheit für einen Teil der Deutschen Bevölkerung !

In meinem gemalten Gouache Bild habe ich die Freiheit dargestellt. Das Glück, frei zu sein, wie ein fliegender Vogel.
Es ist aus der Serie: Meine Naive Kunst. Titel: Der blaue Garten

Ich habe das Glück, in der Schweiz geboren zu sein. Ein Land, das ich nur als friedliches und neutrales Land kenne. Das war nicht immer so. Wer sich noch an das Schulfach Geschichte erinnern kann, weiss, dass wir Schüler etliche Jahrzahlen lernen mussten, wo die Schweiz Schlachten ausfocht. 
Aber eine Zahl habe ich im Kopf...1291 der Rütlischwur.

Ja, ich gebe es zu, mir wird es am 1. August immer warm ums Herz. Ich bin eine Schweizerin, ich habe 10 Jahre im EU Raum gelebt. Ich bin zurückgekehrt und heute weiss ich, dass es für mich keinen besseren, schöneren, sicheren Ort gibt, als meine Heimat, die Schweiz. Ein Land, wo wir Meinungsfreiheit haben, uns frei entfalten können und im Wohlstand leben. 
Und das Allergrösste, wir haben eine DIREKTE DEMOKRATIE !!!

" Die Geschichte der Freiheit ist eine Geschichte des Widerstandes.
Die Geschichte der Freiheit ist eine Geschichte der Begrenzung
der Regierungsgewalt. "

Thomas Woodrow Wilson

Der Jaco von uns JacoMis, kannte diese Freiheit viele Jahre nicht. Er wurde in Deutschland in der Sowjetischen Besatzungszone geboren. Auf dem Geburtsschein steht: Vater unbekannt. Seine Mutter erhielt Schweigegeld. So wie viele andere Frauen auch in diesem Sektor und andere im Amerikanischen, Englischen und Französischen Sektor...!
Die Amerikaner hatten im April 1945 Thüringen eingenommen und dann für einen Teil von Berlin an die Russen abgetreten. Die Bevölkerung hatte da nichts zu melden...es wurde entschieden !
Nach 1961 wurde auch die " grüne Grenze " zwischen der DDR und BRD vollkommen geschlossen. Sie wurde vermint und es war Schiessbefehl !
Reisefreiheit war von der DDR aus nur in sozialistische Länder.
Wehrpflicht in der DDR 1,5 Jahre.
Berufswahl nur innerhalb der DDR.
Es war Wohnungsnot. Nur verheiratete bekamen nach einer Wartezeit eine Wohnung.
Jaco wartete auf einen ganz normalen PKW....13 Jahre !!!
Es wurde keine freie Meinungsäusserung geduldet.

" Die wahre Quelle der Kraft eines Volkes ist die Freiheit,
wenn es für sich selbst schaffen kann,
unter einer guten und weisen Führung. "

Konrad Adenauer

Es gibt also für uns Schweizer keinen Grund zu jammern. Noch geht es uns gut, sogar sehr gut. Die Millionärs oder Milliardärs-Dichte in der Schweiz ist hoch. Dies zum Glück. Sie sind die Stützpfeiler unserer Wirtschaft und unseres sehr guten Sozialnetzes. Denn auch bei uns in der Schweiz verschlingt der aufgebauschte Regierungsapparat Unsummen...oder soll ich sagen, es wird in alle Herrenländer zum Fenster hinausgeworfen...!!!

Nun ihr Schweizer und Schweizerinnen, ich kann euch nur raten, erwacht !!! 

Jetzt erzähle ich euch wieder ein wenig aus meinen Erfahrungen in Spanien. 
Die Mehrwertsteuer ist 21 %. Ich war in dieses Land eingewandert und ich war in der Sozialen Krankenversicherung von Spanien. Das was wir in der Schweiz haben ist Luxus !  Als ich zu Jaco nach Deutschland zog, war ich in einer Deutschen Krankenkasse. Auch das kann man nicht mit der Schweiz vergleichen.
An der Costa Brava erlebte ich die Zeit, als die Regierung Pläne hatte, gewisse Uferzonen " zu renaturieren. " Unzählige mussten mit einer Enteignung rechnen, ohne Entschädigung ! Eine Organisation bestehend aus Eigentümer verschiedener Nationen, haben mit Hilfe von Anwälten mehrere Jahre gegen diese Enteignung gekämpft. Diese Enteignung hätte auch meine Familie getroffen. Ich habe auch die verschiedenen Geschichten gehört, der einheimischen Bevölkerung, als die Banken knallhart ihre Kredite zurück verlangten. Viele landeten mit der ganzen Familie auf der Strasse...!
Nun gehen wir wieder nach Baden-Württemberg, wo Jaco zur Zeit lebt.
Eine seiner Nachbarinnen ist eine nette Frau, über 70 Jahre, alleinstehend. Ihre Rente reicht nicht zum Leben. Sie lebt bescheiden in einer 11/2 Zimmer Wohnung und muss noch arbeiten gehen. Sie ist eine von vielen !!! älteren Frauen, die früher Mutter und Hausfrau waren. Oder die geschieden wurden, dabei finanziell schlecht weg kamen und mangels Ausbildung in der Arbeitswelt es schwer hatten. 
Im Gegenzug sehen wir jede Menge internationaler Bürger, wo wir uns fragen, wie die ihr Leben finanziell bestreiten...??!!
Das selbe Szenario habe ich auf den vielen Campingplätzen, wo ich gelebt habe, von anderen Nationen auch gehört.

Leben kann man überall auf der Welt....wenn man zu den reichen Menschen zählt.
Aber der Grossteil der Menschheit lebt in Armut, erlebt Unterdrückung und Krieg und ihr heruntergewirtschaftetes Land, durch korrupte Regierungen, bietet ihnen keine Zukunft...
Das ist die Realität und man braucht kein Professor zu sein, um zu ahnen, dass wir in den nächsten 50 Jahren in einer Welt leben werden, wo wir uns noch gar nicht vorstellen können !!!
Also Leute, wir sind DAS VOLK. Schärfen wir unsere Sinne, hören wir gut hin, schauen wir gut hin, informieren wir uns aus allen Richtungen. Lernen wir wieder eigenständig zu denken. Haben wir Mut, entscheiden wir, handeln wir und tragen wir die Verantwortung für unser handeln. Dies gegenüber uns, gegenüber unseren Mitbewohner, gegenüber unserem Land und auch gegenüber unserer Natur.
Somit kann ich uns Schweizer und Schweizerinnen nur ans Herz legen:
Gehen wir an die Urne, werden wir uns bewusst, wie Kostbar unsere Freiheit, unsere Direkte Demokratie, unsere Neutralität und unsere Unabhängigkeit ist.
Freuen wir uns, dass wir Schweizer sind und in so einem schönen, wenn auch kleinen Land leben dürfen !!!

" Die Menschen wollen Freiheit.
Und um sie zu erreichen, begeben sie sich in die Sklaverei der Institutionen,
der sie nie wieder entrinnen."

Leo N. Tolstoi


Der Thunersee mit dem Niederhorn und dem schönen Schiff " Blüemlisalp "



Dienstag, 15. Juli 2025

Mein Leben - Kindheitserinnerungen


Hallo liebe Leserschaft, heute möchte ich euch wieder ein wenig aus meiner Kindheit erzählen.

Ein Ereignis habe ich in meiner Naiven Zeichnung verarbeitet. Es hat den Titel: Der Flug in die Brombeeren.

Unter dem Label " Mein Leben " habe ich schon einiges erzählt. Also wie ihr wisst, stamme ich aus einem grossen Familienclan. Glaubt ja nicht, dass es früher einfacher war, Beruf, Eltern sein und Kinderbetreuung, unter einen Hut zu bringen. Ich kann mich nicht an Kitas erinnern. Meine Mutter musste aus finanziellen Gründen berufstätig sein. Sie war Verkäuferin und sie arbeitete viele Jahre im Konsum ( Coop ).
Also, wohin mit dem " kleinen Resilein " wenn Urlaub im Kindergarten und später in der Schule war ? Ganz einfach, ich kam zu den Grosseltern, Tanten und Onkel. Nach der Schule kam die Nachbarschaftshilfe zum tragen. Mal war ich bei der ein oder anderen Schulfreundin zuhause, oder sie waren bei mir zum spielen und Schulaufgaben machen. Da wurde nicht lange gefragt, da wurde von Seiten der  Eltern und auch von der Lehrerschaft entschieden und gehandelt. Ziel war, uns Kinder in der Obhut zu wissen und in der Aufsicht zu haben. Fertig, und das war gut so !!!





Das schaut fast aus wie Brombeeren. Aber es ist ein Maulbeerbaum mit der schwarzen Maulbeere.

Und nun meine kleine Geschichte vom Flug in die Brombeeren. Nach der Pensionierung lebten meine Grosseltern bis zum Tod meines Grossvaters in Reichenbach im Kandertal das zum Berneroberland zählt. Da war ich als Kind oft in den Ferien. Zur Wohnung meiner Grossseltern gehörte auch ein Garten und der wurde von einem kleinen Bach abgegrenzt.
Wieder einmal war ich als Schulmädchen bei den Grosseltern. Einer meiner Cousins war auch da.



Mam und ich auf dem " Rittiplampi " ( Schaukel ) naaa...von wem habe ich wohl den Übermut 😉 Mit ihren 87 Jahren war Mam noch ein flotter Feger...ha...ha.

Im Garten war bei den Brombeeren und Himbeeren eine Holzschaukel. Sie war schon etwas in die Jahre gekommen, aber das störte niemanden und die wurde von uns Kinder mit Übermut genutzt. Mein Cousin, der " Küse " und ich waren von der grossen Kindertruppe in unserer Familie, die zwei wildesten. So kam es auch zwischen uns zwei ab und zu zum Kräfte messen. Wer kommt höher auf der Schaukel, wer hat den Mut vom höchsten Flug von der Schaukel zu jucken, wer schaukelt auf dem Brett im stehen...juhuii...auf geht's. 
Der Balken hält bis er bricht.
In hohem Bogen flogen wir zwei in die Brombeeren von " Grosi " ( Grossmutter )Ich kann euch versichern, sie war nicht begeistert. Sie musste uns verarzten und ein Teil ihrer Brombeeren war hin. Eine Woche lang waren " Küse " und ich brav. Wir halfen beim Abtrocknen, machten unsere Betten selber und wir liessen das Grosi beim Karten spielen gewinnen...hi...hi...dann gings wieder los.

Hier ein paar Impressionen vom Teich im Stadtgarten von Radolfzell - Deutschland.






Das Wasser ist zum plantschen da. Das dachten der " Küse " und ich in diesen Ferien auch. Also konzentrierten wir uns auf den Bach bei Grosis Garten. Anlauf nehmen und rüber springen. Dann schmissen wir Steine rein, um uns gegenseitig anzuspritzen, am Schluss schauten wir, ob wir uns mit den Steinen treffen. Jawohl, mein Cousin traf...genau auf mein vorwitziges Mundwerk. Die Lippe hatte einen Riss, es blutete wie verrückt, ich schrie  " zettermordio ", das Grosi kam angerannt und der " Küse " bekam einen " Chlapf " ( Ohrfeige ).

Die Sache musste genäht werden. Da die Wohnung über dem Polizeiposten war, wurde ich mit dem Polizeiauto, mit Blaulicht !!! nach Frutigen ins Spital gebracht. Es kam alles gut, und die kleine Narbe stört bis zum heutigen Tag beim küssen nicht.
Wieder in der Schule, mussten wir einen Aufsatz über unsere Ferien schreiben.
Leute...das gab den Schulaufsatz meines Lebens. Ich durfte ihn vor der ganzen Schulklasse vorlesen. Ihr seht, nicht nur malen, sondern auch schreiben und Unfug machen liegt mir im Blut 😉
Tschüss...bis zum nächsten Post, eure Mis von den JacoMis.








Montag, 23. Juni 2025

Besprechung um 9 Uhr im Tulpenbaum - Blick auf das Weltgeschehen


 Einen schönen und guten Wochenbeginn wünschen wir JacoMis 😊

Besprechung um 9 Uhr im Tulpenbaum. Dies ist der Titel meines naiven Kunstwerks, das ich vor Jahren gemalt habe. Ich meine, anlässlich der aktuellen Weltsituation, kann es nicht schaden, wenn wir uns im Tulpenbaum treffen und uns die ein oder anderen Gedanken machen. Ich schreibe hier wieder durch meine
( Naive ) Künstlerbrille und aus meinen Lebenserfahrungen.



Hier ist so ein Tulpenbaum und ein paar alte " Bauernweisheiten " können auch nicht schaden:

" Aus Unrecht kann nicht Recht werden "

Wie ich schon in mehreren Posts mit dem Label: Einsichten und Weitsichten geschrieben habe, gehört Kampf, Verdrängung, Eroberung, Veränderung, zur Evolution in der Pflanzen und Tierwelt. Es führt durch den stetigen Klimawandel zur Veränderung unserer Landschaften und es führt logischerweise auch zu Veränderungen bei uns Menschen...dem können wir nicht ausweichen !

Es steht mir fern zu beurteilen wer in Kriegsschauplätzen, die wir immer irgendwo in unserer Welt haben, der " Böse " oder der " Gute " ist. Jeder Krieg ist grausam !!!
Fakt ist, je mehr Menschen wir sind, je mehr das Gefälle zwischen immensen Reichen und Armen ist, desto mehr führt das zu Verdrängung und Kampf. Da spielen Glaubens Ideologien ebenfalls eine wichtige Rolle.

" Befehlen, stehlen und hehlen sind drei Diebe "


Das schöne Hegau in Baden-Württemberg.

Die Schlagzeilen überschlagen sich. Aufrüsten, Kampfbereitschaft, Sanktionen, für uns Schweizer steht zum X Mal der EU Beitritt in der Debatte. Da halte ich mit einem klaren NEIN entgegen. Wir Schweizer und Schweizerinnen lieben das Reisen, wir sind Individualisten, viele von uns lieben den Luxus und einen gepflegten Lebensstil. Unterschiedliche Kultur und Festivitäten gibt es bei jeder Hausecke. Der Lohn, die Arbeitsbedingungen, die Bildung, die Sozialleistungen und der komfortable " Alterssitz " müssen auch stimmen....oder ??!!

Da sage ich nur, putzt eure Brillen und schaut euch eure Reiseländer und unsere EU Nachbarn, genau an. Damit meine ich die Stadtteile wo kein Tourismus hinkommt. Unterhaltet euch mit dem " gewöhnlichen Arbeitervolk "....spätestens jetzt sollte es uns Schweizer und Schweizerinnen klar werden, wie privilegiert wir sind !!! Klar haben Jaco und ich uns andere Länder angeschaut. Istanbul, Izmir, Teneriffa, Tunesien, europäische Nachbarländer, die haben mich alle fasziniert. In Spanien und Deutschland habe ich 10 Jahre gelebt. Jaco kennt die Ostblockländer, inklusive Russland. Das hat ihn auch fasziniert. Verwandtschaft von mir lebte in Singapur, Amerika, Italien, Deutschland...sie kamen wieder in die Schweiz zurück.
Warum?
Weil wir auf kleinstem Raum eine Vielfalt haben. Berge, Seen, Flüsse, Landwirtschaft aber auch tolle Städte mit einem gekonnten Gemisch aus historischen Gebäuden und moderner Architektur.


Schloss Laufen beim Rheinfall




Der neue Stadtteil " Stahlgiesserei " in Schaffhausen - CH

Dieser " Juwel Schweiz " sollten wir bewahren. Dies können wir nur, wenn wir autonom bleiben. Nein, es überzeugt mich nicht, dass wir für das mehr Kriegsgeräte brauchen. Diese Illusion ist doch lachhaft bei unserer Grösse und Abhängigkeit. Zudem, man braucht doch einem Land nur den " Stecker " zu ziehen, dann ist ein Land Schachmatt !!! Was funktioniert den heute noch ohne Energie ? NICHTS. 
Wir sollten uns auf unsere " Innere Sicherheit " konzentrieren. Wieder neutral werden. Unsere diplomatische Stärke wieder fördern. Sowie unsere Abhängigkeit versuchen zu reduzieren. Solarenergie und Windparks sind angreifbar. Bei Atomkraftwerke überlegt man sich einen Angriff. Zudem wimmelt es rings um uns und auf der ganzen Welt von Atomkraftwerke und von all den Atomwaffen. Von Biowaffen und Chemiewaffen reden wir gar nicht....!!! Da gibt es kein zurück. Das ist längstens zu spät. Wir sollten uns Gedanken machen, wie wir im Ernstfall die Bevölkerung ernähren. Ich erlebte vor Jahren im Unterengadin, dass wir wegen Unwetter 2 -3 Tage abgekoppelt waren. Zack...es wurde gehamstert und in den Läden gab es in unserem Dorf nichts mehr zu kaufen.

" Niemand ist in dieser Welt, der tun kann, was ihm gefällt "

Und nun wage ich die Frage, wie ist denn eigentlich unsere ( Schweizer ) Bevölkerung zusammengesetzt ?! Nein...ich bin keine Rassistin. Aber ich schätze Menschen mit dem nötigen Anstand und Respekt gegenüber unserer Nationalität, unseren Traditionen, unserer Rechtsprechung, sowie unserer christlichen Religion, die nach wie vor die Mehrheit in unserem Land ausmacht. Ich schätze eine direkte Demokratie und als Ur-Schweizerin erwarte ich, dass der Volksentscheid respektiert wird, ebenso unser Recht und unsere Ordnung. Auf eine " bunte Bonbonmasse " die von der Obrigkeit je nach Bedarf und zugewanderter Nationalität in alle Richtungen gedreht und gezogen wird, kann ich verzichten. Ebenfalls auf eine Europäische Fremdbestimmung. Die wurde ja jetzt hinter verschlossenen Türen eingefädelt....Wir rechnen im Himmel zusammen ab. Ich werde dort  im " Seelen - Richter - Amt sitzen " ich kann euch schon jetzt sagen, Begnadigung abgelehnt !!!
Genau aus diesen Gründen sollten wir Schweizer und Schweizerinnen, wenn wir unser Land lieben, uns auf unsere Innere Sicherheit konzentrieren, und kritisch unsere Verantwortlichen beobachten.  Ich meine, da haben wir ALLE, die Obrigkeit, die Wirtschaftsverantwortlichen, wie wir Wähler und Wählerinnen, mächtig zu tun !!!!!

" Man muss erst das eigene Dach decken, ehe man die faulen Schindeln auf des Nachbarn Dach zählt. "







Samstag, 10. Mai 2025

Zum Muttertag ein Blumenstrauß von den JacoMis


Mein blauer Blumenstrauß im Fenster, soll alle Mütter dieser Welt erfreuen 😊
Serie: Meine Naive Kunst

Ein großes Dankeschön an meine Mam.
Ein großes Dankeschön an meine Oma.

Ein großes Dankeschön an meine zwei Lehrmeisterinnen, die mich nicht nur viel Fachwissen, sondern auch viel Lebensphilosophie gelehrt haben.

Ein großes Dankeschön an all die vielen Frauen, die mir ihre Freundschaft schenkten und von deren ihren Lebenserfahrungen ich viel lernen konnte.

Und ein großes Dankeschön an alle Pflegemütter, " Schlummermütter, " und an all die Frauen die überall auf der Welt sich den Kinder annehmen, die in ihrem Leben dieses Glück " von der Mutter geliebt zu werden " nicht haben ! 💗

Eine große Bewunderung von mir an die vielen " Tier - Mütter " die vorbildlich und hingebungsvoll zu ihren Jungtieren schauen. Unsere Welt wäre eine erbärmliche Welt, wenn wir diese wunderbaren Geschöpfe nicht hätten. Übrigens auch Bäume schauen fürsorglich zu ihren jungen Baum Pflänzchen....Dankeschön !

Wir genießen morgen den Muttertag mit meiner 93 Jahre alten Mam. Daher gibt es am Montag wieder Neuigkeiten von unserer bunten Welt.
Mütter lasst euch feiern....Küsschen....herzlichst eure JacoMis 😊

Donnerstag, 8. Mai 2025

Leben und Tod - Aus meinem Leben


Liebe Leser und Leserinnen, hier wieder ein Bild aus meiner "Stubengalerie."
Ich habe mit Pastellkreide auf Schmirgelpapier gemalt. Ich liebe diese Maltechnik, es ist für mich eine Meditation. Das Bild ist aus der Serie: Meine Naive Kunst

Es hat den Titel: " Die letzte Runde ist eingeläutet "

Es ist für mich ein wichtiges Bild. Es erzählt die Lebensgeschichte zweier Männer. Einer war ein guter Freund und der andere war mein Lieblingsonkel. Zwei Menschen, die mich auf meinem geistigen Weg zu mehr Lebensphilosophie und Lebensenergie begleiteten.


Hans lernte ich als junge Frau kennen. Er war damals der Freund meiner besten Freundin. Er war fünfzehn Jahre älter als wir und er war keiner aus dem " Disco und Judihuii - Freundeskreis. " Hans war besonnen, belesen, wortkarg, ein Intellektueller. Das machte ihn für mich interessant aber gleichzeitig hatte ich auch eine gewisse Scheu und einen Respekt ihm gegenüber. Er war ein wandelndes Lexikon und in Mathematik war Hans ein Ass. Zwischen meinem damaligen Mann, ihm und mir, entwickelte sich eine besondere Freundschaft. 
Es vergingen oft Monate und später sogar Jahre, bis wir uns wieder trafen. Aber innert kürzester Zeit waren wir drei in einem Gespräch das Tiefgang hatte. Es fühlte sich an, als hätten wir uns gestern gesehen und heute würden wir das Gespräch fortfahren...unsere geistige Energie verband sich zu einer Symbiose, es war ein geben und nehmen.
Hans war ein starker Raucher.
Lange Zeit verheimlichte er uns seine Diagnose vom Arzt. Er erkrankte an Darmkrebs. Er wollte diesen Krebs ignorieren und sein Leben so weiterleben wie gewohnt. Seine Bücher, sein Computer, sein Tennis spielen, seine Spaziergänge in der Natur und sein wöchentliches Freitagabend Treffen mit seinen langjährigen Kollegen. Da war auch oft mein Mann dabei. Chemie wollte er keine...
Hans nahm ab und Schmerzen stellten sich ein. Er versuchte sich mit Computerarbeit abzulenken. Das war die Zeit, wo er unsere unzähligen Musikkassetten auf CDs überspielte. Über seine Krankheit wollte Hans nicht reden.
Aber mein Mann und ich versuchten ihn für eine Chemotherapie zu überzeugen. Es war schmerzhaft für uns zu sehen, wie unser Freund von innen "aufgefressen " wurde. Schlussendlich willigte er für eine Chemotherapie ein, aber es war zu spät.
Hans war nur noch Haut und Knochen. Die schönen Haare waren weg, also trug er eine Mütze. Am Freitagabend Treffen hielt er fest, das war ihm wichtig und gab ihm Halt. Mein Mann und ich begleiteten ihn oft. Was er trank und gegessen hatte kam meistens oben und unten wieder raus...aber er nahm es tapfer hin und lächelte in die Runde. Wir lächelten zurück, klopften ihm auf die Schulter und gaben ihm zu verstehen; Du bist einer von uns !
Als ich Hans das letzte mal am Freitagabend sah, hatte er beim Aufbrechen an einem Schuh den Schnürsenkel offen. Ich kniete vor ihm nieder und band ihm den Schuh. Er bedankte sich, schaute mir in die Augen und verabschiedete sich mit den Worten:  " Tschüss, mach's gut Pongo. "
Es war das erste Mal, dass Hans mich bei meinem Künstlernamen nannte. So zeigte er mir seine Anerkennung für meine Kunst. Bis zum heutigen Tag, bedeutet es mir mehr, als wenn er mir 20 Bilder, oder noch mehr abgekauft hätte !!!
Ein paar Tage später starb er.
Hans, jedes Ende ist ein Neubeginn. Es gibt keinen Stillstand im Leben. Alles ist in einem stetigen Wandel. Wissen und Energie geht nicht verloren. Wie sich negative Energie sucht und findet, so findet sich auch positive Energie in der unendlichen Weite des schöpferischen Universums....wir werden uns wiedersehen...!!!




Im zweiten Teil dieses Posts geht es um Peter, meinen Onkel.
Er war der Jüngste von den 10 Kinder meiner Großeltern. Er war nur elf Jahre älter als ich und er war anders als seine Geschwister. Er war ein " Finöggu." 
( ein hübscher, eitler Bub der sich gerne schön kleidete )
Er war auch der einzige der sieben Buben, der seine Schlafecke mit allerlei Dekor, sowie Posters von Film und Schlagerstars schmückte. Er kannte die Schlager und er kannte die Tänze, das brachte er mir schon als 10 jährige Göre bei. Er war immer speziell gekleidet, alles passte. Ab sofort wurde ich auch ein " Modepüppi "
Ich trug nur noch " Tigerfinken " ( Hausschuhe ) und bunte Bänder im Haar und eine schützende Schürze über dem Kleid wollte ich auch nicht mehr tragen. Das Fass brachte ich zum überlaufen, als ich mich mit Filzstiften schminkte.... Kleopatra wäre neidig gewesen und Mam war tagelang " hässig " ( eingeschnappt ) die Bemalung bekamen wir mit Wasser und Seife fast nicht weg. Vater grinste jeweils nur still in sich hinein. Ich war eben seine Tochter...😉
Klar hatte Peter es bei seinen Brüder nicht einfach. Das waren eher " Sürmle " 
( unflätige Buben ) und sie neckten ihn wo sie nur konnten. Die Rekrutenschule
( Militärausbildung ) kam, als Peter 20 Jahre wurde. Danach beschloss er, sein Glück in Deutschland zu versuchen. München war sein Ziel. Er wurde ein Model für Herrenbekleidung. Zudem bewarb er sich beim Filmstudio in München. Tatsächlich bekam er eine Rolle bei einem Krimi. Wow....das war die Sensation in unserer Familie. Das ging rum wie ein Buschfeuer. Der ganze und große Familienclan, hängte an der Flimmerkiste, schwarz - weiß damals, um Peters Auftritt nicht zu verpassen. Der bestand aus ca. einer halben Minute und zwei Sätze, die er in Militäruniform in einem Büro, sagen musste...ha...ha, aber wir waren alle stolz auf ihn. 
Peter wurde ein richtiger " Münchner. " Er hatte viele Jahre einen Job bei einer bekannten Modemarke. ( Da werde ich euch noch davon erzählen ) Er genoss das Leben in vollen Zügen mit seinen Spezis und er tanzte und schmuste wohl in beiden Lager...bei den Männer wie bei den Frauen. Das spielte in unserer Familie nicht eine Rolle. Hauptsache wir konnten alle zu Weihnachten und zu Geburtstagen unsere Bestellungen an Peter durchgeben für sündhaft teure Accessoires, die er uns im Personalverkauf besorgte. Auch sonst gab es in seiner kleinen Wohnung ein Massenlager, aber so hatten wir einen preiswerten Aufenthalt in München...Er war einfach ein lieber, großzügiger Kerl und viele mochten ihn. Obwohl es im ab und zu Spaß machte, die Leute zu verhunzen.
Auch Peter war ein starker Raucher und er liebte auch eine Maß Bier und no a Maß und no a Bacardi - Cola...bis zum Anschlag. 
Die Quittung erhielt Peter: Darmkrebs...später Lungenkrebs...später Ableger im ganzen Körper. Es stellte sein Leben auf den Kopf !!! Die Spezis waren plötzlich verduftet, so erkannte er wenigstens seinen echten kleinen Freundeskreis. Die Besuche aus der Schweiz wurden auch weniger, die Finanzen wurden weniger und die Freundschaft mit seinem langjährigen Freund ging in die Brüche, weil Peter sich in einen jüngeren Pakistani verliebte. Das schlug Wellen in unserer Familie. 
Aber die zwei Männer liessen sich ihre Freundschaft von niemandem kaputt machen. Sein Freund hatte durch Peter ein Zuhause und durch die Liebe und Fürsorge von ihm konnte Peter bis zum bitteren Ende in seiner geliebten Wohnung bleiben.
Es kam nie ein Wort der Verbitterung über seine Lippen. Im Gegenteil. Er munterte am Morgen und am Abend alle mit einem schönen WhatsApp auf, er sagte immer mir geht es gut. Ich habe keine Schmerzen, ich kann die Augen öffnen, sehe den Himmel und die Sonne und auf der Terrasse meine Blumen...ich habe ein gutes und erfülltes Leben gehabt. Peter ist vor drei Monaten friedlich eingeschlafen.

Durch ihn habe ich gelernt, das Äußerlichkeiten unwichtig werden. Zum Schluss reduzieren wir uns auf das Wesentliche, auf unsere Seele und unsere Taten. Je nach dem öffnet es uns die Pforte zur positiven, warmherzigen Energie oder zur Pforte der negativen, dunklen, einsamen und kalten Energie...wir haben es in der Hand !!! Über meine Wiedergeburten und warum ich das weiß, erzähle ich euch in einem nächsten Post....es grüßt euch die Seelenwanderin Mis, von den JacoMis.




Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...