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Dienstag, 21. Oktober 2025

Zoo Berlin - Ein Besuch mit einem lachenden und einem weinenden Auge


Hallo liebe Leser und Leserinnen, heute möchte ich euch wieder ein paar Eindrücke von unserer Reise nach Berlin präsentieren. Ich nehme euch mit in den Zoo.
Schon in meiner Kindheit standen Besuche im Tierpark Dählhölzli in der Stadt Bern, sowie Besuche des Zoologischen Garten in Basel ganz oben auf meiner Wunschliste.
Damals war das für meine Eltern und mich jeweils ein unbekümmerter Ausflug. Über Tierschutz, bedrohte oder ausgerottete Tierarten machten wir uns keine Gedanken. Heute bin ich erfahrener, aufgeklärter und nachdenklicher.
Deshalb ein Besuch im Zoologischen Garten in Berlin mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Der Zoologische Garten Berlin ist der älteste noch bestehende Zoo Deutschlands und einer der artenreichsten Zoos der Welt.

Schon die Gebäude zum Eingang haben mich mit ihrer Architektur fasziniert.





Die Meinungen über Zoologische Gärten in der heutigen Zeit sind verschieden. Für viele sind sie ein Auslaufmodel oder sogar eine Tierquälerei, die Tierhaltung in Gefangenschaft. Ich bin da anderer Meinung. 
Erstens haben Parks, Friedhöfe und eben auch Zoologische Gärten mit ihren Baumbeständen und Wassergestaltungen in unseren Städten eine wichtige Funktion. Sie kühlen und reinigen unsere Luft. Das satte Grün der Pflanzen und das Farbenspektrum der Gewässer, sowie das betrachten der Tiere ist eine natürliche " Medizin " für uns Stadtmenschen. Es sind sinnvolle Orte, für soziale Kontakte, um der zunehmenden Vereinsamung und Isolierung in unseren Städten entgegen zu wirken.






Ebenfalls haben Zoologische Gärten eine bedeutende Aufgabe, im Schutz und im Artenerhalt unserer Tierwelt, die immer mehr von uns Menschen verdrängt und dezimiert wird. Dies durch die explosionsartige Vermehrung der Menschheit und durch die Zerstörung ihrer Lebensräume auf dem Land, im Wasser und in der Luft. Somit haben viele Tierarten in den Zoos ein stressfreieres Leben als in der freien Natur. Trotz Verbote und Schutzabkommen der verschiedenen Staaten, ist Wilderei und illegaler Handel mit Wildtieren, Reptilien und Produkten aus Elfenbein, dem Horn der Nashörner und den Zähnen der Grossflusspferde, ein florierendes Geschäft. Sei dies für Kunstgegenstände, Traditionelle Medizin oder angebliche Potenzmittel. China, Südasien und der Nahe Osten stehen da ganz oben auf der Liste der Abnehmer.

Durch vermehrten Schutz durch Ranger und Tierschutzorganisationen, hat sich der Bestand der Elefanten wieder etwas erholt. In einigen Gebieten werden sie sogar wieder kontrolliert dezimiert. Der Platz für ein Miteinander von Mensch und Tier wird eben immer mehr begrenzt. Die Nahrung für die Tiere wird dadurch weniger. Also kommen sie auf ihrer Futtersuche immer mehr in bewohnte Gebiete...das ist doch logisch.




Leider geht es jetzt den Nashörner und den Flusspferden an den Kragen oder respektive an das Horn und an die Zähne. Wie ich schon erwähnt habe, so ist die Spezies Mensch das gefährlichste und gierigste Lebewesen auf unserer Erde. Das wird sich nie ändern...
Wenden wir uns lieber wieder einem erfreulicheren Thema zu. Schaut mal die schönen Bauten an. Das Antilopenhaus und der " Persische Turm ". Sie wurden im 19. Jahrhundert im Orientalischen Stil gebaut.








Was unseren Ur...Ur Vorfahren, den Menschenaffen, von denen wir abstammen, seit vielen Jahren angetan wird, auch das ist ein beschämendes Kapitel. Rodungen von Urwaldgebiet zu Gunsten von Plantagen, insbesondere Palmölplantagen lassen grüssen...


Auch die Raubkatzen brauchen unseren Schutz





Glück in der Tierwelt haben die Pandabären. Sie gelten in China als Nationales Symbol. Sie stehen für Glück, Frieden und Freundschaft, Innere Stärke und Ausgeglichenheit.
Mit ihnen wird sogar eine " Panda - Diplomatie " betrieben. Durch die " Ausleihe " von Pandas an ausländische Zoos pflegt China seine Beziehungen und belohnt Länder, für politische oder wirtschaftliche Kooperation. So kann man Politik auch betreiben...


Ganz anders ergeht es den Roten Pandabären. Auch Katzenbären und Feuerfuchs genannt. Sie galten einst als schönstes Säugetier der Welt. Heute sind sie bedroht, weil ihr Lebensraum Stück für Stück abgeholzt wird. Aber nicht nur deshalb. Ihr wunderschönes und geschmeidiges Fell muss für exklusive Rasierpinsel und Malpinsel hinhalten. Noch trauriger ergeht es seit Jahrzehnten den Kragenbären. In der Traditionellen Chinesischen Medizin, wird die Bärengalle für die Behandlung von Augen - und Leberleiden eingesetzt. Trotz klaren Regelungen und Verboten wird das Melken der Galle in vielen Farmen auf grässliche Weise vorgenommen.

Wer unseren Blog liest, weiss das ich eine Seelenwanderin bin und mein Geistiges Schutztier ein Grizzlybär ist. Kommt ihr mal in den Himmel....die Heerschar der grausam abgeschlachteten und gequälten Tierseelen ist gross. Wir werden eure erbärmlichen Seelen auf 1000 Jahre und zurück nach allen Regeln der Kunst malträtieren...



Es gibt aber tatsächlich auch Erfreuliches in den Zoos zu lesen. So sind zum Beispiel die Humboldtpinguine fähig, sich an das wärmere Klima an der Südamerikanischen Westküste anzupassen und sie tummeln sich vergnügt in ihren Kolonien. Auch das Przewalskipferd, das als ausgerottet galt, wurde wieder gezüchtet und der freien Natur zurückgegeben. Dank der grossartigen Arbeit der Zoos.




Ihr seht liebe Leser und Leserinnen, ein Besuch in diesem tollen Zoo lohnt sich immer. Fünf verschiedene Restaurants bieten ihre Speisen an und für die kleinen Knöpfe wurde ein schöner Spielplatz gestaltet. Zudem bin ich der festen Überzeugung, dass wir unseren Kindern die Schönheit der Natur und die Zusammenhänge des gesamten Lebenskreislaufs, zeigen und erklären sollten. Da eignen sich doch Zoologische Gärten wunderbar dazu.
Denn eines müssen wir wissen; die Natur vergisst nicht die kleinste Schandtat die wir Menschen ihr antun. Für alles präsentiert sie uns früher oder später ihre Quittung... 


So sollten wir uns die Aussage von Leonardo da Vinci, der als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten gilt, zu Herzen nehmen und darüber nachdenken. Er hat schon zu seiner Zeit 1452 - 1519 gesehen, dass die Sanduhr unserer " Mutter Erde " läuft...3/4 sind durch...

" Die Luft wird dünner und ohne Feuchtigkeit sein, die Flüsse werden ohne Wasserzufuhr bleiben, das Erdreich nichts mehr wachsen lassen. Die Tiere werden verhungern. Auch den Menschen wird nichts übrig bleiben als zu sterben. Die einst fruchtbare Erde wird wüst und leer. "

Leonardo da Vinci 




Freitag, 23. August 2024

Eine Hundestory - Was träumt ein Hund


 

Eine Zeichnung aus meiner Serie:  Meine Naive Kunst
Titel: Hundsträume

Ich finde, es ist wieder mal Zeit, euch liebe Leser und Leserinnen, eine meiner zahlreichen Hundegeschichten zu erzählen.
Die Geschichte handelt von der Hündin " Bohne ". Da machen wir zusammen wieder einen Blick zurück in meiner Lebensgeschichte.
Es sind die Jahre wo ich mit meinem damaligen Mann im Kanton Freiburg lebte. Wie ich bereits in anderen Hundeposts geschrieben habe, war ich Mitglied im Tierschutzverein und wir nahmen oft vom Heim Hunde mit bei unseren Spaziergängen. 
" Bohne"  war ein neuer Tierschutzfall. Sie lebte bei einer Familie, die ein Restaurant im Kanton Freiburg betrieben. Sie wurde in einem Zwinger gehalten, hatte keine Hundehütte und war Sommer wie Winter der Hitze und Kälte ausgeliefert. Sie versuchte sich in der Erde eine Höhle zu graben. Wasser war auch nicht immer da und das Futter bestand aus Reste vom Restaurant. Oft scharf gewürzt und noch heiss. Sie wurde geschlagen und der kleine Bub, probierte auch alles an ihr aus. Steckte ihr Sachen in die Ohren, in die Nase und Augen und quälte sie. Die Familie fand das lustig....Zum Glück wohnten ein paar Menschen in diesem Dorf, die ein Herz für Tiere hatten und nicht gleichgültig dachten, das geht uns nichts an....!
Sie sammelten Unterschriften und gelangten an den Tierschutz, das war die Rettung für " Bohne ". 



Sie wurde so kaputt gemacht, das sie nicht vermittelbar war. Sie frass nichts und sie verkroch sich in ihrer Box in die hinterste Ecke. Sie hatte kein Vertrauen mehr zu Menschen. Eine der freiwilligen Helferinnen nahm sich ihr an. In monatelanger und geduldiger Bemühung versuchte sie Bohne eine Sicherheit zu geben. Sie war nicht aggressiv. Sobald man sich ihr näherte, legte sie sich flach auf den Boden, zitterte und begann zu schwitzen ! Ein Hund schwitzt normalerweise nicht....was wurde diesem Tier angetan !!!

Solche Menschen haben nur eines verdient: nackt im Dschungel an einen Baum binden und einen Staat Killerameisen loslassen !!!!!

Ich wusste, dieser Hund ist für mich bestimmt. Bei jedem Besuch im Tierheim, ging ich an ihren Zwinger und redete mit ihr. Die Tierpflegerin konnte sie mittlerweile an die Leine nehmen. " Bohne " bockte zwar und wollte ihren Zwinger nicht verlassen. Aber sie musste es Schritt für Schritt lernen. Ich begann sie anzufassen. Erstmal nur die Hand hinhalten zum riechen und mit ruhiger Stimme redete ich mit ihr.
Naa...." Bohne " fühlst du dich besser....kannst du wieder fressen....ja, ich weiss, du kannst nur in der Nacht fressen....hier schlägt und quält dich niemand und du stehst bereits unter meinem Schutz. Du wirst von uns adoptiert wenn du soweit bist.
Sie liess sich mit der Zeit von mir streicheln und ich konnte sie im Heim an der Leine führen. Dann versuchten wir es außerhalb des Heims. " Bohne " bockte wieder und wollte keinen Schritt gehen. Aber sie musste es lernen, ich war der Chef von uns beiden und ich gab ihr zu verstehen, wir gehen jetzt zusammen. 
Es braucht Geduld aber es braucht auch Unterordnung und sich vom Chef führen lassen. Nicht aufgeben, das ist ganz wichtig. Der Hund muss das Vertrauen aufbauen, das er dem Chef folgen kann....diese Übungen macht man ganz ruhig, ohne grosses Gequatsche aber mit Konsequenz!!! Hat sie es geschafft, das sie mir ein paar Schritte folgte, wurde sie von mir belohnt....ich habe sie am Kopf und seitlich am Hals gestreichelt. So wie das ein Wolf mit einem Jungtier auch macht. Kein Leckerli....für was ?! Das bekommt ein Jungtier bei Löwen, Wölfe ect. auch nicht. Es muss Vertrauen, Unterwerfung und Disziplin lernen. Das Alfatier muss Stärke, Klugheit und Erfahrung zeigen, damit das Rudel zu ihm Vertrauen hat und ihm folgt.
Einen Hund in sein Leben zu nehmen, ist Verantwortung, Arbeit und es erfordert eine Person, die bereit ist, dem Hund ein guter und vertrauenswürdiger " Leithund " zu sein....Das ist nicht einfach, sonst würden nicht so viele Hunde in Tierheimen landen. Zum Wohle des Tieres muss man ehrlich mit sich selber sein, sich fragen will und kann ich das oder beeinträchtigt das mein Leben zu sehr? Dann lasst es lieber bleiben....Danke!
Was wir mit " Bohne " alles erlebten, erzähle ich euch in der Fortsetzung.



Freitag, 29. Dezember 2023

Hundestory - Bubi der Sonnenanbeter

Liebe Leserschaft, ich finde, es ist höchste Zeit für eine Hundegeschichte

Die Geschichte handelt von  " Bubi dem Sonnenanbeter "


Zu eurer Orientierung, Hunde und Katzen mit denen ich zusammenlebte, bekamen alle den Kosenamen Bubi oder Meiti ( Bub oder Mädchen )
Es gab in meinem Leben eine Zeit, wo ich ehrenamtliche Helferin beim Tierschutz war. Zuerst in der Schweiz, später in Spanien. Ich ging jeweils mit den Hunden spazieren.

An so einem Tag begegnete ich Bubi. Er war in diesem Tierheim neu und stammte aus einer Hilfsaktion einer deutschen Tierschützerin. Sie wirkte auf Mallorca und entdeckte dort in einem finsteren und verlotterten Schuppen zehn Galgos. Das sind spanische Jagdhunde. Sie werden für die Hasenjagd genutzt. Wer sich nicht eignet, lässt man verhungern oder hängt ihn an einem Baum auf....da hat sich bis jetzt wenig geändert.

Die Hunde wurden in verschiedene Tierheime in Deutschland und der Schweiz verteilt. Bubi war ein klappriges Knochengestell, hatte Bisswunden und war verängstigt. Aber er hatte sanfte Bernstein farbige Augen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Mein damaliger Mann und ich adoptierten ihn.

Zuhause hatte er Gesellschaft von unserer alten Mischlingshündin. Die gab ihm gleich zu verstehen wer das sagen hat. Das ist normal. Hunde sind Rudeltiere und jeden Tag wird die Rangordnung festgelegt. Dies geschieht über Blick und Körpersprache und ist die Kommunikation der Säugetiere.

Unser Bubi konnte nichts. Er hatte als Welpe keine Gelegenheit von der Mutter was zu lernen. Also war das mein Job...ein Knochenjob! In drei Wochen Urlaub musste er das Hunde ABC lernen. Stubenrein werden - auf seinen Namen reagieren - an der Leine laufen lernen, sitz, platz - lernen wo im Haus sein Hundebett war, nämlich nicht bei uns im Bett oder auf der Couch. Bubi war gelehrig. Aber es forderte von mir Konsequenz und Geduld. Nach ein paar Wochen war er soweit, das wir ihm Freigang gewährten. Er wusste nicht was machen. Er wusste nicht das er ein Galgo war und rennen kann schnell wie der Wind....zum Glück war ich zu dieser Zeit recht sportlich. Also, anleinen und zusammen rennen. Er bekam immer mehr Freude dran und ich nahm so ab....

Nun hatte er es begriffen. Er rannte als wär der Beelzebub mit dem Bügeleisen hinter ihm her. Was er noch nicht konnte, war die Distanz zu den Bäumen abschätzen. Entweder rannte er voll dagegen oder ein Ast verpasste ihm wieder eine Schramme. Also nahm ich bei den Spaziergängen eine erste Hilfe Tasche mit....was macht man nicht alles für diese Viecher!

Bubi wurde immer raffinierter. Er war sich seiner Wirkung bewusst. Sagte man zu ihm: Bist du der ärmste Hund der ganzen Schweiz, so begann er mit den Wimpern zu klimpern und zu zittern als wäre es minus 20 Grad. Er wusste, ein Stück Wurst könnte drin liegen....kaum hatten wir die Küche verlassen, machte er blitzschnell einen Rundgang ob es was zum stehlen gab. Kaum hatten wir das Haus verlassen, konnten wir aus unserer Tarnung beobachten wie er sich genüsslich auf unserem Bett oder Couch hin räkelte. Sah er uns beim Gartentor, war er wieder in seinem Hundebett. Er konnte Löcher im Garten graben in der Geschwindigkeit einer Nähmaschine. Das Vogelhaus hat er regelmäßig geplündert....Er amüsierte uns einfach.

Der " arme Bubi " bekam ein Kinderbett vom Brockenhaus, damit er eine erhöhte Position hatte und schön weich. Für den Camping Urlaub schleppten wir einen alten Orientteppich mit, das er auf dem Teppich seine heiss geliebten Sonnenbäder nehmen konnte....ja, ja, lacht nur, das alles und noch viel mehr kann passieren wenn man auf den Hund gekommen ist! 

Eine Fortsetzung meiner Hunde und Katzengeschichten erfolgt schon bald....

Der Titel meines gezeichneten Bildes: Der Sonnenanbeter auf dem Orientteppich es ist aus der Serie: Meine Naive Kunst









Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...