Posts mit dem Label Kraftfahrzeuge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kraftfahrzeuge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 8. März 2026

Kindheitserinnerungen auf zwei Rädern – Eine Reise in die Vergangenheit

 **Kindheitserinnerungen auf zwei Rädern – Eine Reise in die Vergangenheit**

Manchmal reicht ein kleiner Auslöser, um die Erinnerungen aus der Mottenkiste der Kindheit zu kramen. So geschehen am 21.02.2026, als wir uns aufmachten, die Fastnacht in Bern zu feiern. Der Umzug ließ sich Zeit – typisch Fastnacht, immer ein bisschen verspätet, aber dafür umso bunter. Also nutzten wir die Gelegenheit, durch die Altstadt zu schlendern und uns von Schaufenstern inspirieren zu lassen.

In einem Herrenbekleidungsgeschäft – wohlgemerkt, ein Ort, an dem ich eher Krawatten als Kindheitserinnerungen erwartet hätte – stand sie plötzlich: ein blau lackiertes Relikt aus einer anderen Zeit. Es war kein Kunstwerk, kein Dekorationsobjekt, sondern ein Motorrad. Und nicht irgendeines! Eine Jawa, Marke "Ostblock-Chic", direkt aus der ehemaligen Tschechoslowakei (CSR). 

In dem Moment setzte mein Kopfkino ein wie ein alter Projektor: Mein Onkel Kurt und seine Jawa 350. Der Sommer 1957 war es, als er mir eine Ausfahrt versprach. Ich war voller Vorfreude – bis der Vergaser beschloss, einen Streik einzulegen. Das war’s dann mit dem Abenteuer. Aber 1958 sollte alles besser werden. 

Ein vierwöchiger Urlaub bei Onkel und Tante in einem Vorort von Berlin stand an. Allein die Anreise war ein Abenteuer für sich. Mit einem Brief meiner Mutter – ja, einem echten handgeschriebenen Brief! – und einem Ticket machte ich mich als Kind allein auf den Weg. Grenzkontrolle in Berlin-Schönefeld? Kein Problem für mich, schließlich war ich mit einem unschlagbaren Charme und einem Papierschreiben ausgestattet. Am Ostbahnhof wurde ich von meiner Tante abgeholt, und so begann *der* Urlaub meines Lebens.

Freiheit pur! Keine strengen Regeln, keine endlosen "Iss dein Gemüse"-Diskussionen. Ich war der König der Straßen – oder zumindest fühlte es sich so an. Doch das wahre Highlight wartete erst zum Schluss: Die Rückreise nach Altenburg in Thüringen auf dem Sozius der Jawa 350 meines Onkels. 250 Kilometer auf einer fast menschenleeren Autobahn! Zugegeben, ich wurde festgeschnallt, damit ich nicht wie ein unkontrollierter Luftballon davonflog. Aber hey, was für ein Gefühl! Meine Tante fuhr hinter uns her – stilecht auf ihrem eigenen Motorrad mit meinem Cousin im Schlepptau.

Und jetzt, fast sieben Jahrzehnte später, stehe ich in diesem Bekleidungsgeschäft in Bern und starre auf eine Jawa. Der Besitzer des Ladens war so nett und erlaubte uns, Fotos zu machen. Ich schoss ein paar Bilder und dachte daran das gesehene in einem Blog zu beschreiben mit der Nachricht: "Schaut mal, wen ich getroffen habe!" 🏍

Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben – oder eben ein blau lackiertes Motorrad –, die einen in Gedanken zurück katapultieren. Und während die Fastnachtsumzüge draußen tobten, saß ich gedanklich wieder auf dem Sozius der Jawa 350 und spürte den Fahrtwind im Gesicht.

Ach ja, Onkel Kurt – danke für die Erinnerungen! 💕 





                      Jawa 350 im Originalzustand 


Auch ein Motorrad der Marke RT 125 aus DDR-Zeiten war noch im Laden, die habe ich als Jugendlicher auch selbst gefahren. 




Motorrad RT 125 aus Zschopau (DDR), wurde auch von der Auto Union GbH als DKW RT 125 hergestellt.

Na dann genießt noch den Sonntagabend. Wir sagen Tschüss bis nächste Woche, eure JacoMis 😊





Freitag, 15. März 2024

Mein Leben in der ehemaligen DDR - Zweiradfahrzeuge

Teil 4.) - Zweiradfahrzeuge

Heute gebe ich mal einen Einblick in die Welt der Zweiradradfahrzeuge in der DDR bis 1990. Es handelt sich um Mopeds, Roller und Motorräder die in der DDR produziert wurden und heute Kultstatus haben. Mein erstes Moped das ich fahren durfte war ein Moped Simson SR1, das war in Berlin bei meinem Onkel. Da war ich so 15 Jahre und hatte noch keinen Führerschein. Das setzte sich dann bei Freunden, Kollegen mit den verschiedensten Modellen fort. Den Führerschein für Motorrad habe ich dann 1970 beim DEFA Studio für Spielfilme in Potsdam-Babelsberg erworben. Hier mal eine Auswahl der Modelle die ich alle gefahren habe. 



                                  Moped Simson - SR1 (DDR)


                              Simson Star (DDR)


                              Simson Schwalbe (DDR)


                                  Simon SR 51 - 60 Km/h


                                  Simson  SR 51 Enduro
                              

                              Motorroller Berlin (DDR)

  
                              MZ - ES 150 (DDR)


                                   MZ - TS 250 (DDR)


                                         Jawa 350 (CSR) 


                              Simson AWO 500 (DDR)
                              















Mittwoch, 28. Februar 2024

Mein Leben in der ehemaligen DDR - Kraftfahrzeuge

Heute gehe ich mal auf weitere Kraftfahrzeuge ein, die ich im Berufsleben von 1972 bis 1989 im Arbeitsleben fahren durfte bzw. musste. Ich war unter anderem bei der Post, im Fuhrpark eines Krankenhauses, beim DRK als Sanitäter und als Materialeinkäufer eines VEB Betriebes tätig. Da kam es schon mal vor, das man am Tag 3x das Auto gewechselt hat. Hier mal eine Auswahl der Fahrzeuge mit denen ich beruflich zu tun hatte. Im Teil 4. kommen dann die Autos und Zweiräder zum Vorschein die ich im privaten Leben benutzt habe. Viel Spaß beim stöbern...



                              K30 Pheno - Bei der Post in gelber Lackierung. 



                                 Framo - Offener Pritschenwagen



                              Wartburg 311 - Limousine



                                 Moskwitsch 412 aus der UdSSR



                                 Barkas 1000 - DRK -Krankentransportwagen




                              Lada 1200 aus der UdSSR



                              

                             Wolga GAZ - M21 aus der UdSSR



                                  B1000 - Kleinbus



                              LKW W50 




                             Multicar aus Waltershausen in Thüringen













                                   














Mittwoch, 14. Februar 2024

Mein Leben in der ehemaligen DDR - Kraftfahrzeuge

Von 1966 bis 1969 leistete ich meinen Wehrdienst bei der Bereitschaftspolizei ab. Erst ging es ein halbes Jahr zur Unteroffiziersschule nach Radeberg bei Dresden und dann noch 2,5 Jahre bei der 20. Bereitschaft in Potsdam-Eiche. Wir mussten ja viel marschieren, aber ebenso waren wir viel mit den verschiedensten Kraftahrzeugen unterwegs. Mein Wunsch bei der Polizei den Führerschein abzulegen, wurde abgelehnt. (Den konnte ich erst 1971 nach der Entlassung auf privater Basis machen.) Aber da wir viel im Wald und Gelände unterwegs waren, durfte ich so hintenrum manche "private" Fahrstunde einfach nehmen. Wir waren ja mit den Fahrern ein gutes Team, so fiel immer mal wieder eine Fahrstunde ab. Einmal wurden wir auf einem Waldweg von einem Offizier mit Fernglas beobachtet, aber wir redeten uns raus. Sein Spruch lautete: "Ich behalte euch im Auge." Ich gebe mal einen Überblick mit Fotos, mit was wir so alles an Fahrzeugen unterwegs waren. Apropos: "Zwischengas beim Runterschalten und Doppelkuppeln beim Hochschalten" waren noch üblich und Servolenkung ein Fremdwort. 



                                  LKW S 4000 (DDR Fabrikat)



                                 LKW G5 mit Spill (DDR Fabrikat)



                                  Schützenpanzerwagen 152 aus der UdSSR



 

                              Robur LKW mit Allrad (DDR -Fabrikat) 




                              Jeep - UAZ 469 aus der UdSSR




                              Feldküche FKU 182



                                Multicar aus Waltershausen

Die Feldküche wurde vom Fourier und Küchenunteroffizier betrieben und spielte bei Übungen und Einsätzen eine ganz wichtige Rolle. Die Devise lautete: "Wie die Verpflegung, so die Bewegung." Eintöpfe, Gulasch usw. waren immer sehr wohlschmeckend. 

Dienstag, 2. Januar 2024

Mein Leben in der ehemaligen DDR

Im Jahr 1965 erwarb ich mein erstes Motorrad, ein Leichtmotorrad eine sogenannte "Schmette" Es war eine NSU - Quick Baujahr 1942, 98 cm³, 2 Gang Kulissenschaltung,  Farbe grau zum Preis von 100 DDR Mark. Da ich damals noch keine Fahrerlaubnis hatte, bin ich immer Nachts auf Feldwegen unterwegs gewesen. Eine Fahrt im Regen auf öffentlichen Straßen mit Basaltpflaster endete mit einem Sturz, ausgerechnet vor dem Stasigebäude in Altenburg/Thüringen. Es hat keiner etwas bemerkt, weiter ging es. Fazit: Hose einschließlich Knie lädiert. (Augen zu und durch...) Ich habe das Schmuckstück über ein Jahr gehabt und wegen eines technischen Defekts dann weiter verkauft.

Leider habe ich kein Foto mehr und musste auf das Internet zurück greifen. 



Von Joachim Köhler - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1615202

(NSU Quick 98 cbcm Baujahr: 1942)





 

Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...