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Donnerstag, 10. September 2026

Meine Radtouren im Kanton Zürich - 1.

 # Eine Radtour zur Klosterinsel Rheinau – Mit Witz und Charme durch den Spätsommer

Heute habe ich mich, mein treuer Drahtesel und mein unerschütterlicher Entdeckergeist auf eine Solo-Expedition begeben. Während die "Mis" sich im zu Hause mit ihren Fensterpflanzen vergnügte – oder soll ich sagen, eine botanische Romanze pflegte – habe ich beschlossen, die Klosterinsel Rheinau im Kanton Zürich zu erkunden. Ein Ort, der so malerisch ist, dass selbst Van Gogh vor Neid erblassen würde.

Meine Reise begann mit einem Déjà-vu, denn wir hatten das Kloster bereits im Frühjahr 2024 besucht. Damals jedoch bequem im Auto, während heute das Fahrrad mein treuer Begleiter war. Warum? Nun, weil der Spätsommer eine ganz eigene Magie versprüht, die man nur aus nächster Nähe erleben kann. Die Streuobstwiesen bogen sich unter der Last reifer Äpfel und die Weinhänge am Hochrhein flüsterten von einer vielversprechenden Lese. Ein Fest für die Sinne – und für den Gaumen.

Auf meinem Weg passierte ich das imposante Hauptwehr des Kraftwerkes Rheinau und erreichte schließlich die altehrwürdige Rheinbrücke zwischen Altenburg und Rheinau. Diese hölzerne Schönheit stammt aus dem Jahr 1806 – ein wahres Relikt aus einer Zeit, als Brücken noch mit Liebe und nicht mit Beton gebaut wurden. Dort stand auch der heilige Nepomuk, der mich von einer Mauer an der ehemaligen Zollbrücke freundlich grüßte. Wahrscheinlich wollte er mir sagen: "Willkommen im Paradies, mein Freund!"

Das Highlight des Tages war das Kloster Rheinau selbst. Dort wurde ich von der Staatskellerei Zürich empfangen – ein Ort, an dem Weinträume wahr werden. Doch leider musste ich den guten Tropfen ausschlagen, denn auch in der Schweiz gilt auf dem Fahrrad: 0,0 Promille. Ein Jammer! Aber wer weiß, vielleicht hätte ich sonst in der Scheune des Klosters ein Nickerchen gemacht.

Im kleinen Park des Klosters traf ich auf die skurrilen Tonskulpturen der Vogelfrauen. Und auf der Spitze der Rheinschleife thronte die Spitzkirche "Magdalenen Kapelle" von 1587. Ein Anblick, der selbst den Rhein dazu brachte, eine Schleife zu schlagen – nicht umsonst wird dieser Abschnitt auch "Amazonas des Rheins" genannt. Nahe der Kapelle entdeckte ich einen alten Grenzstein mit der Inschrift: "Alles was wir haben, ist das Jetzt!" Weise Worte, die mich auf meiner Rückfahrt durch das Dorf Altenburg in Deutschland begleiteten.

Wer mehr über Altenburg & Rheinau erfahren möchte, dem sei mein separater Blog ans Herz gelegt. Diese Orte haben eine keltische Geschichte, die so tief geht wie ein guter Schluck Whisky – aber das ist eine andere Geschichte.

Mein Abenteuer endete am Rheinfall in Neuhausen, von wo aus ich wohlbehalten nach Hause zurückkehrte. Für alle, die mich begleiten möchten, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten: In meiner Fotoserie gibt es einen Überblick über diese unvergessliche Radtour.

Bis zum nächsten Mal – bleibt neugierig und fahrt vorsichtig! 🚴‍♂️🍇🌞 


                     Pinke Linie Nr. 5 in Nohl 


                     Hauptwehr - Kraftwerk Rheinau 


                    Rheinbrücke Rheinau


                   Rheinbrücke Rheinau 


                     Heiliger Nepomuk 


                    Flussufer Hochrhein 


                     Kirchgemeinde Rheinau 


                       Relief Waldkirschenhaus 


                     Blick zur Bergkirche 


                     Staatskellerei Zürich 


                   Ehemalige Klosterscheune 


                     Musikinsel Rheinau 


                     Tonskulpturen - Vogelfrauen 


                    Spitzkirche Magdalenenkapelle 


                     Klosterkirche Rheinau 


                      Klosterinsel Rheinau 


                     Bergkirche St. Nikolaus 

                             Rheinschleife 


                              ALL  WE HAVE IS NOW 


                             Auf Wiedersehen! 

                Kloster Rheinau - Wikipedia 

                Rheinbrücke - Wikipedia 



Montag, 20. Juli 2026

Meine Radtouren in Brandenburg - Auf zur Dahme in Rietzneuendorf

 ### Eine Radtour durch die Zeit: Von Go-Karts, Adel und Sonnenblumenfeldern

Ach, die guten alten Zeiten! Damals, als der Sommer noch nicht so heiß war, dass man sich fragte, ob die Sonne nicht heimlich einen Vertrag mit der Saunaindustrie abgeschlossen hatte. Es waren noch gute Zeiten, dolle Sommer und vor allem hatte eine bestimmte Dame noch nicht die Aussage getätigt: "Wir schaffen das!" - Es war der 16. Juli 2013, 25 Grad im Schatten, und ich, mutig wie ein Ritter ohne Rüstung, schwang mich auf mein Pegasusfahrrad – natürlich ohne E-Motor. Denn wer braucht schon elektrische Unterstützung, wenn man die pure Muskelkraft und den Wind in den Haaren hat? (Okay, der Wind war vielleicht eher ein laues Lüftchen, aber lasst uns nicht kleinlich sein. Was sind schon 75 Km?)

Der Startpunkt meiner epischen Reise war "Am Mellensee". Ein Ort, der so idyllisch klingt, dass man fast erwartet, dass Heidi und ihr Großvater jeden Moment aus einer Holzhütte winken. Und los ging's! Die erste Station: Baruth Schlosspark, kunstvoll gestaltet von keinem Geringeren als Peter Joseph Lenné. Nein, nicht der ältere Lenné, sondern der jüngere – weil wir hier schließlich keine halben Sachen machen!

Zwischen historischer Pracht und adeliger Eleganz fand ich mich plötzlich auf einer Go-Kartbahn in Waldow wieder. Ein kleiner Sprung von der Vergangenheit in die Gegenwart. Ich überlegte kurz, ob ich mein Fahrrad gegen ein Go-Kart tauschen sollte. Aber dann fiel mir ein, dass Go-Karts keinen Gepäckträger für meine Snacks haben. Prioritäten!

Weiter ging es zur historischen Glasmachersiedlung in Glashütte. Ich fragte mich, ob sie auch Glühbirnen machen – wäre praktisch für all die Geistesblitze, die ich beim Radfahren habe. Danach führte mein Weg nach Paplitz. Ein Dorfbackofen und eine alte Dreschmaschine von Claasen standen dort wie zwei Relikte einer Zeit, in der Brot noch mit Liebe und nicht mit Konservierungsstoffen gebacken wurde. Leider wurde an diesem Tag kein Brot gebacken – wahrscheinlich waren die Bäcker im Urlaub. Oder sie hatten einfach keinen Bock.

Auf dem Heimweg passierte ich endlose Sonnenblumenfelder. Sie lächelten mir zu, als wollten sie sagen: "Du hast es fast geschafft!" Und schließlich erreichte ich wieder den Mellensee. Dort wartete die "Beste Bank" auf mich – nicht die, bei der man Geld anlegt, sondern die, auf der man sich nach einer langen Tour die müden Beine ausruhen kann.

In meiner Fotoserie könnt ihr sehen, wie das alles aussah – zumindest solange mein Finger nicht wieder den Objektivdeckel verdeckt hat. Also, schwingt euch auf eure Drahtesel und begleitet mich auf meiner nächsten Tour! Wer weiß, vielleicht treffen wir ja auf eine Zeitmaschine oder wenigstens auf einen Bäcker mit frischem Brot. Bis dahin: Immer schön in die Pedale treten und nicht vergessen zu lächeln! 🚲 🌻 🌳 


                     Schloss Baruth - Wandelgang 





                      Neues Schloss Baruth/M. 


                               Sumpfzypresse im Park 


                       Fluss "Dahme" 


                      Dahme in Rietzneuendorf 


                                Picknickunterstand 


                      2 Stühle =  Bank 


                    Go-Kartbahn  in Waldow 


                                Alte Trafostation 


                      Historische Glasmachersiedlung 


                     Eiszeitliche Findlinge 


                                         Ich & Du... 


                                Erlebniswelt Holz 



                      Dorfbackofen Paplitz 


                     Dreschmaschine von Claas


                     Angeln am Mellensee 


                       Die "Beste Bank" ! 


                               Wasser aus dem Baum 



             Wikipedia - Peter Joseph Lenné 

             Wikipedia - Solms-Baruth









Samstag, 20. Juni 2026

Die mittelalterliche Kleinstadt Diessenhofen im Kanton Thurgau

 # Ein Besuch in Diessenhofen – Mittelalterliches Flair am Rhein  

Hallo liebe Leserinnen und Leser,  

heute möchten wir euch in die wunderschöne Ostschweiz entführen, genauer gesagt in das malerische Städtchen **Diessenhofen**. Hier, direkt am Rhein, wo die Schweiz und Deutschland aufeinandertreffen, scheint die Zeit ein wenig stillzustehen. Wir, die JacoMis, haben uns am 14. Juni 2026 mal wieder auf unsere Fahrräder geschwungen und die historische Kleinstadt ausgiebig erkundet. Seit 2023 kennen wir diesen besonderen Ort und sind seither große Fans – ein wahres Juwel im Kanton Thurgau!  

### Ein erster Blick – Wow-Moment garantiert  

Unsere allererste Begegnung mit Diessenhofen begann damals auf der anderen Seite des Rheins, in Gailingen. Von dort aus bietet sich ein beeindruckender Panoramablick auf die Stadt mit ihrer markanten Rheinbrücke und der Stadtkirche. Dieser Anblick hat uns sofort verzaubert – einfach wow!  

Die **Rheinbrücke**, die Diessenhofen mit Deutschland verbindet, wurde 1816 erbaut und ist mit ihren 87 Metern Länge ein echtes Schmuckstück. Doch auch sie hat eine bewegte Geschichte: Im Zweiten Weltkrieg wurde der nördliche Brückenkopf 1944 von amerikanischen Piloten bombardiert. Heute steht sie wieder in voller Pracht da und ist ein beliebtes Fotomotiv.  

### Mittelalterliche Gassen und historische Schätze  

Diessenhofen ist nicht nur charmant, sondern auch geschichtsträchtig. Seit 1178 besitzt das Städtchen das Stadtrecht, und seine Altstadt ist die größte im Thurgau. Die verwinkelten Gassen, stattlichen Bürgerhäuser und historischen Bauten machen den Spaziergang durch Diessenhofen zu einem echten Erlebnis. Besonders spannend: Wer entlang der alten Stadtmauer oder am Rheinufer schlendert, entdeckt immer wieder faszinierende Details aus der Kyburgerzeit – eine echte Reise in die Vergangenheit!  

Ein Highlight ist der **Hänkiturm**, der früher als Gefängnis diente. Ebenso sehenswert ist die **astronomische Uhr** im Siegelturm – eine echte Meisterleistung vergangener Zeiten. Auf dem Rathausplatz steht die Bronzeskulptur **„Ikarus“** der Künstlerin Ursula Fehr. Ihre Werke, die sie „Ikariden“ nennt, verkörpern den Kontrast zwischen Erdverbundenheit und dem Traum vom Fliegen – ein Gedanke, der uns auf unseren Fahrradtouren oft begleitet.  

### Ein Städtchen mit Charakter  

Das charakteristische Stadtbild von Diessenhofen wird durch die Rheinbrücke, die Stadtkirche, die Schiffslände und die Burg Unterhof geprägt. Besonders beeindruckend ist der Blick von der deutschen Seite aus – so entfaltet sich das mittelalterliche Flair in seiner ganzen Pracht. Kein Wunder, dass Diessenhofen im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgenommen wurde.  

### Unser Fazit  

Diessenhofen ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert! Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – dieses Städtchen hat einfach Charme. Unsere Fotoserie zeigt euch alle Sehenswürdigkeiten, die wir bei unserem Ausflug entdeckt haben. Schaut doch mal rein und lasst euch inspirieren!  

Bis zur nächsten Fahrradtour und vielleicht sieht man sich ja mal in Diessenhofen. Bis dahin wünschen wir euch viele spannende Entdeckungen und schöne Momente!  

Eure JacoMis 😊  🚲 


                      Malerische Altstadt 


                    Häuserzeile "Schwaderloch" 



                       Rheinbrücke von 1816 


                      Burg Unterhof  - Wehrburg 


                  Reformierte Kirche - St. Dionysius 


                               Historischer Oberhof 


                    Bronzeskulptur "Ikarus" 


                  Schloss Oberhof 


                   Hänkiturm - Wehrturm 


                      Siegelturm von 1545 


                    Astronomische Uhr 


                              Siegeltorbrunnen 



                    Schwarzer Holunder 


                     Skulptur 


                 Stauchmaschine 


                   Gedeckte Holzbrücke 


                     Panoramablick auf Diessenhofen 


                   Altstadt + Kirche + Schloss Unterhof 


                               Historische Rheinbrücke 


                      Auf Wiedersehen... 


                  Wikipedia - Diessenhofen

Ein Besuch im Rosengarten beim Munot. Teil 1.

Blick von der Munot Treppe über die Dächer der Stadt Schaffhausen. Hallo liebe Leser und Leserinnen, ist sie nicht schön unsere kleine Stadt...