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Sonntag, 26. April 2026

Alles lebt - Das wusste auch Friedensreich Hundertwasser


Hallo liebe Leser und Leserinnen, es gibt wieder etwas zu lesen von uns JacoMis.

Wer unseren Blog regelmässig liest, weiss, dass meine Malkunst mit Friedensreich Hundertwasser begonnen hat. Ich habe im Post vom 3. Februar 2025 darüber geschrieben. Es waren und sind seine Farben und Formen die mich begeistern. Obwohl mir längst nicht jedes Bild gefällt. Erst als ich mich mit seiner Person, seiner Biografie und der Entwicklung seiner Lebensphilosophie befasste, konnte ich die Botschaft in seinen Bilder erkennen.

Hier kommt mir das Buch des " Kleinen Prinzen " in den Sinn von Antoine de Saint -Exupéry. Es ist die kleine Geschichte vom Prinz und dem Fuchs. Und sie hat durchaus mit der Lebensphilosophie von Hundertwasser zu tun...übrigens auch mit meiner !

In diesem Augenblick erschien der Fuchs: " Guten Tag " sagte der Fuchs. " Guten Tag " antwortete höflich der kleine Prinz, der sich umdrehte, aber nichts sah.
" Ich bin da " sagte die Stimme " unter dem Apfelbaum ".
" Wer bist du ? " sagte der kleine Prinz. " Du bist sehr hübsch ". " Ich bin ein Fuchs " sagte der Fuchs. " Komm und spiel mit mir " schlug ihm der kleine Prinz vor. " Ich bin so traurig "....
" Ich kann nicht mit dir spielen " sagte der Fuchs. " Ich bin noch nicht gezähmt "!
" Ah, Verzeihung !" sagte der kleine Prinz. Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu:
" Was bedeutet das " zähmen "?
" Du bist nicht von hier " sagte der Fuchs. " Was suchst du ?" " Ich suche die Menschen " sagte der kleine Prinz. " Was bedeutet zähmen "? " Das ist eine in Vergessenheit geratene Sache " sagte der Fuchs. " Es bedeutet: sich vertraut machen."

" Vertraut machen "?

" Gewiss " sagte der Fuchs. " Du bist für mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der hunderttausend kleinen Knaben völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebenso wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt "....
Der Fuchs verstummte und schaute den Prinzen lange an.
" Bitte...zähme mich "! sagte er.
" Ich möchte wohl " antwortete der kleine Prinz, " aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennen lernen."

" Man kennt nur die Dinge, die man zähmt " sagte der Fuchs.

" Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich !"
" Was muss ich tun ?" sagte der kleine Prinz.
" Du musst sehr geduldig sein " antwortete der Fuchs. " Du setzt dich erst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich so verstohlen, so aus den Augenwinkeln anschauen, und du wirst nichts sagen.

Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse.

Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzen können "....

Nun, liebe Leserschaft, ich denke es ist an der Zeit, dass auch wir endlich lernen hinzuschauen und hinzuhören. 
Damit wir die Hilferufe hören können und endlich handeln werden !!!

So muss man wissen, das Hundertwasser im Dezember 1928 geboren wurde. Von 1914 bis 1918 tobte der erste Weltkrieg...ein furchtbarer Krieg !!! 
Europa verblutet.
Österreich ist an Altersschwäche gestorben. Das Leben war teuer. Aufstände, brutal niedergeschlagen. Endloser Epilog einer alten Geschichte. 
Die Revolutionen der Völker haben die westliche Welt zerrissen. Neue Machthaber haben sich auf dem erschöpften Boden breitgemacht, das Geld, die industrielle Produktion, das Kapital.
Es ging nicht lange aufwärts...der zweite Weltkrieg tobte...und wieder verblutete Europa.
Das totalitäre Denken und die totalitären Systeme begannen sich zu vermehren und auszubreiten. Der Fortschritt der Technik und der Maschinen, die rapide Vermehrung des Wissens machten den Menschen zum Sklaven neuer Bedürfnisse, neuer Probleme.
( Quelle: Buch Hundertwasser, J.F. Mathey )

Diese Epoche prägte den kleinen Buben, Friedensreich Hundertwasser, bis zu seinem Tod.
So antwortete er einem Wiener Kritiker:

Ich habe mir vorgenommen, den Menschen aufmerksam zu machen, daß er seine freie Gestaltungsfähigkeit, sein individuelles Ich, seine Verantwortung dem Ganzen gegenüber und die Zuversicht auf seine persönliche gottähnlichen Möglichkeiten verloren hat und daß er all dies wiederzugewinnen hat, wenn sein Leben wieder sinnvoll werden soll.

Diese Aussage von Hundertwasser liegen nun schon einige Jahrzehnte zurück.
Was hat sich in unserer Welt verbessert...NICHTS !!!
Somit bin ich der Meinung, dass wir " den Fuchs zähmen müssen ".
Da gibt es aus meiner Sicht nichts Lehrreicheres als einen Besuch im Museum der Kulturen in Basel. 
Die Dauerausstellung: Alles lebt, öffnet uns die Augen und hoffentlich auch die Herzen, für unseren kleinen Planeten Erde, der am verbluten ist....!!!!!







So ist denn im Museum zu lesen:
Menschliches Handeln zeigt dramatische Folgen: globale Erwärmung, Boden -, Wasser - und Luftverschmutzung, Massensterben von Pflanzen und Tieren. In einer menschzentrierten Weltsicht gelten, Land, Berge, Flüsse und Dinge als Ressourcen. 
Sie werden für ein globales, profitorientiertes Wirtschaftssystem und zum Vorteil reicher Unternehmen und Länder ausgebeutet. Kolonisierende und extraktivistische Praktiken gehen mit Gewalt, Enteignung und Vertreibung einher und setzten sich bis heute fort.



" Die Bestrebungen, die Natur zu zähmen und zu beherrschen ( im negativen Sinn ) haben ein derartiges Unheil angerichtet, dass es nun fraglich ist, ob das Leben auf der Erde überhaupt weiterbestehen kann. "
Anna Tsing 2020


Nun ihr weltweiten Verantwortlichen und ihr oberflächlichen und gedankenlosen Konsumenten und Konsumentinnen, ich rate euch, schaut genau hin.
Keine Schandtat wird in der Natur verziehen...keine geschändete Seele vergisst...
Die Rache meiner vier Freunde, den Himmelsdrachen " Feuer - Wasser - Luft - Erde " wird fürchterlich sein. Kommt in den Himmel ihr Sünder, dann wird euer Alptraum beginnen...!!!











So ist im Museum weiter zu lesen:
Die Fotografien dokumentieren die Konsequenzen von Abholzung und Handel, verheerenden Waldbränden und Luftverschmutzung sowie Arbeitsbedingungen auf illegalen Palmölplantagen auf Borneo. Nicht nur auf Borneo, auch in Papua-Neuguinea, im Kongo oder in Amazonien sind tropische Wälder mit ihrer Artenvielfalt von der grossflächigen Abholzung für Monokulturen - Soja - Palmöl - und Zuckerrohr - bedroht. So beschreibt Daniel Schwarz:
Auf Borneo schien keine Sonne mehr. Der Monsun fiel nicht zur Erde. Die Grösste Insel des Archipels war in dichten Rauch gehüllt. Unter der Rauchdecke brannten die Braunkohleflöze unterirdisch und entzündeten das Wurzelwerk der letzten Eisenbäume des Regenwaldes. Die Bäume standen noch, während ihr Inneres verkohlte.


" Wenn wir von Land sprechen, meinen wir nicht nur das Land, sondern auch Gewässer, Menschen, Winde, Tiere, Pflanzen, Geschichten, Lieder und Gefühle, alles was gemeinsam einen Ort schafft. Für uns ist das Land lebendig, es kümmert sich um uns, kommuniziert mit uns, und wir sind ein Teil von ihm. "
Laklak Burarrwanga 2019

ALLES LEBT.....und überall auf der Welt gibt es immer mehr Menschen die Sehnsucht nach blühenden Gärten haben. Es besteht Hoffnung...!

Liebe Leser und Leserinnen, mehr zu dieser Hoffnung und der Lebensphilosophie von Friedensreich Hundertwasser, erzähle ich euch in einem nächsten Post.


Wir JacoMis wünschen euch eine hoffnungsvolle neue Woche...Tschüss 😊

Montag, 3. Februar 2025

Meine Vorbilder und imaginären Lehrmeister - Friedensreich Hundertwasser


Inspiriert von Friedensreich Hundertwasser. Mein Bild mit dem Titel:          Irma la Douce
Gemalt in Mischtechnik aus der Serie: Meine Moderne Kunst

Liebe Leserschaft, ein ganz wichtiges Vorbild für meine Malerei und ein ebenso wichtiges und lehrreiches Vorbild für meine Lebensphilosophie ist Friedensreich Hundertwasser.
Ähnlich wie bei meinem Vorbild und Seelenverwandten Vincent van Gogh, kann ich auch bei Hundertwasser in vielen seiner gedanklichen Äußerungen eine Seelenverwandtschaft feststellen. Nein, mich mit Ihm messen, kann ich mich in keiner Weise. Er war ein hochbegabter und äußerst intelligenter Mensch, mit einem ganzheitlichen Weitblick. Aber er war eben auch ein freiheitsliebender und eigenwilliger Mensch, der sich nicht schubladisieren liess. Ha...ha, das kommt mir doch bekannt vor 😉
Wer seine Biografie kennt, weiß, dass sein Leben alles andere als einfach war. Ich kann euch die Bücher zu seiner Person nur empfehlen. Zumal wir ja in einer Zeit des Umbruchs sind...?!


Inspiriert von Friedensreich Hundertwasser. Diese Collage in Mischtechnik ist aus der Serie: Meine Collagen Kunst. Das Bild hat den Titel: Zwei Pinkler
Es ist eine Geschichte aus meinem Leben, die ich euch, liebe Leserschaft auch noch erzählen werde.

Aber nun fragt ihr euch, was mir an seiner Kunst so gut gefällt ?! Alles.

In seiner Kunst verarbeitet er seine Erlebnisse, seine Gedanken, seine Wünsche, seine Angst, seine Enttäuschung und seine Wut. Er öffnet uns sein Lebens - Buch.
Er lässt uns durch seine Augen schauen. Den Widrigkeiten dieser Zeit Epoche setzt Hundertwasser seine leuchtenden Farben entgegen. Aus meiner Sicht ist gute Kunst verpflichtet, der Gesellschaft den Spiegel hinzuhalten. Das macht er. Aber er versteht es, seine Kritik in Farben und Formen zu hüllen. So können wir sie anschauen. Ob wir seine Bilder und seine Botschaften verstehen, ist eine andere Frage. Deutlicher wird Hundertwasser in seinen Bücher mit seinen Aussagen. Aber auch durch seine zum Teil provokanten Manifeste und Aktionen. 
Dies braucht Mut, Erfahrungswerte und Können. Das hat er meiner Meinung nach gehabt. Er war nicht nur ein Meister was seine Maltechniken betraf, nein, er war auch brilliant in seiner Wortwahl, er war Sprachbegabt und er war ein Visionär.
Auch sein Engagement für die Natur imponiert mir.
Deshalb ist Friedensreich Hundertwasser eines meiner Vorbilder für meine Kunst.
Aber nicht nur das.
Für mich ist seine lebendige und bunte Architektur grossartig. Seine Idee, Wohnraum und Natur in einem Gebäude zu kombinieren ebenfalls. Auch seine  Humus - Toillette überzeugt mich restlos.
Aber Hundertwasser hatte auch viele Gegner. Ich würde fast sagen, entweder man war für oder gegen ihn. Ich bin für ihn und somit werde ich mich noch lange mit ihm, seiner Kunst aber auch seiner Lebensphilosophie befassen !!!


Inspiriert von Friedensreich Hundertwasser. Mein Bild in Aquarell und Gouache Technik aus der Serie: Meine Naive Kunst. Titel: Regengöttin im Regenwald.
So lese ich denn immer wieder in seinen Bücher, setze mich mit seinen Bilder auseinander und durch seine Inspiration entwickle ich immer mehr meine eigene Lebensphilosophie. Denn ihr wisst ja:

" Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom " 

In einem weiteren Post werde ich noch mehr mit euch über meine Sichtweise von Hundertwassers Kunst philosophieren...wenn ihr mögt.
Tschüss bis zum nächsten Post eure Mis oder eben die Künstlerin
Pongo T. Mischler

Freitag, 12. Juli 2024

Unser Garten - Kräuter und Wildkräuter, pure Medizin


Hier kommt nun der zweite Teil meiner Erfahrung mit Mischkultur und natürlichem gärtnern.

Wohl etwas vom schwierigsten ist es, in einem Garten einen Jahreszyklus zu erschaffen. So das man jeden Monat etwas zum ernten hat. Durch die Durchmischung von Kräuter, Wildkräuter und Wildblumen, in Kombination mit Winter und Sommergemüse und essbaren Blumen, gelingt das. Glaubt ja nicht in einem natürlichen Mischgarten könne man im Liegestuhl faulenzen. Irrtum !!! Es gelten die Gesetze der Natur. Starke, wuchsfreudige Pflanzen und solche die sich perfekt vermehren können, durch Samen oder Rhizome, setzen sich in der Natur durch, das auch in unserem Garten. Also...beobachten, korrigieren und dirigieren!


Das ist gar nicht so einfach. So habe ich von Spaziergängen Wiesenmargeriten mitgebracht. Die Blüten schmecken im Salat und die Insekten lieben sie auch. Aber die muss man im Zaun halten. Ebenso Boretsch, Löwenzahn...! Die Blüten ernten für Salat oder Honigersatz und vor dem Absamen abschneiden. Der ewige Kohl, eine der gesündesten Pflanzen, ist auch ein wilder. Bei den Kräuter ist es die Minze, die wuchert.
Ebenso zur Verzweiflung brachte mich die Taglilie mit ihren Rhizomen. 


Zum Glück las ich das alles an ihr essbar ist. Wurzel, Blätter, Blüten. Die Blüten kamen in den Salat und die Blätter und Wurzeln dünstete ich, verwendete ich in Suppen, Frittatas....man muss ausprobieren! Hatte ich zu viel Salat, so wurde auch der gedünstet zusammen mit anderem Gemüse. In den Beeten säte ich zudem Wildblumen aus. Zur Freude der Insekten. Viele davon sind essbar. Ringelblume, Blüten und junge Blätter, Kornblume und wilde Möhre. 


Auch die wilde Möhre lockert den Boden, die Wurzeln kann man essen, sie werden aber hölzig. Ich nahm die jungen Blätter und die Blüten  für Salat. Wilde Möhren findet man überall. Aber Vorsicht, man darf sie nicht mit dem giftigen Schierling oder der Hundspetersilie verwechseln. Ein sicheres Indiz ist der behaarte Stängel bei Wildmöhren.


Gänseblümchen, Veilchen, Gundermannblüten, Rosenblüten, Sonnenblumenblüten und Kerne, Dahlienblüten....das kam alles in den Salat. Zudem viel Schnittlauch, Basilikum, Petersilie, Kapuzinerkresse, Erdbeerblätter, und Radieschen mit den Blätter, Rosmarin, Thymian....auch das kam in den Salat oder über das Gemüse. Salbeiblätter haben wir regelmässig gekaut. Zudem haben wir junge Brennesseln gesammelt und verwertet.
Ihr fragt euch vielleicht weshalb wir zu Kaninchen mutierten.....?!
Das kann ich euch sagen:
Weil dies der beste und billigste Schutz für unser Immunsystem ist !!!!!
Alle diese Pflanzen enthalten verschiedene Vitamine, Mineralien, ätherische Öle und vieles mehr. Sie wirken bakterizid, viruzid und fungizid. Sie wirken positiv auf unseren Stoffwechsel, sie wirken positiv auf unsere inneren Organe und die Bewegung im Garten in Kombination mit dem Sauerstoff und den Düften der verschiedenen Kräuter, wirken positiv auf unser Herz- Kreislaufsystem, unsere Bronchien und Lungen.
Vorausgesetzt man hat nicht beim gärtnern ständig eine Zigarette im Mund oder muss jede Stunde den Durst mit einem Bier löschen.
Was uns gut tut, beglückt auch die Vogelwelt, die Insekten, jedes Blatt hilft unserem Klima und das grün der Natur sowie die Schönheit der Blumen, hilft unserem überreizten Nervensystem, senkt den Blutdruck und versetzt uns in eine Tiefenentspannung.

Wie sagte schon mein grosses Vorbild Friedensreich Hundertwasser:

Es ist alles da um glücklich auf Erden zu sein.
Wir haben jeden Tag einen neuen Morgen,
wir haben Bäume und Regen, Hoffnung und Träume.
Wir haben Humus und Sauerstoff.
Tiere und alle Farben.
Wir haben Sonne und Schatten.
Wir sind reich !!!

Da bleibt zum Schluss die Frage, wer das glücklich sein auf unserer Erde verhindert...???!!!

Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...