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Dienstag, 3. November 2026

Hegauer Kegelspiele - Burgruine Mägdeberg

 # Das Hegauer Kegelspiel: Auf Vulkantour zur Burgruine Mägdeberg

Nachdem wir euch am 29.10.2026 den **Burgenweg Nr. 4** vorgestellt haben, schnüren wir heute wieder die Wanderschuhe. Unser Ziel: die **Burgruine Mägdeberg** im Hegau. Schließlich wollen die mittelalterlichen Mauern besucht werden – von allein kommen sie ja nicht ins Tal.

## Mit himmlischem Reisesegen bergauf

Gleich zu Beginn der Wanderung begrüßt mich eine Skulptur des **heiligen Christopherus**, des Schutzpatrons der Reisenden. Dazu gibt es einen passenden Spruch:

> „So reiset glücklich im Herrn. Sein Engel begleite euch!“

Das klingt nach einer soliden Reiseversicherung. Ob der Engel auch beim Aufstieg den Rucksack übernimmt, bleibt allerdings offen.

Schon von Weitem zeichnen sich die Umrisse der Burgruine auf dem bewaldeten Mägdeberg ab. Rund **1,5 Kilometer südwestlich von Mühlhausen-Ehingen** thront sie auf etwa **654 Metern über Normalnull**. Eine klassische Höhenburg also: tolle Aussicht, strategisch günstige Lage – und für Besucher ein guter Anlass, unterwegs gelegentlich „nur kurz die Landschaft zu bewundern“.

## Eine Burg mit Geschichte und prominenten Nachbarn

Die Gründung der Burg durch die **Abtei Reichenau** wird auf das Jahr **1235** datiert. Heute ist die Ruine frei zugänglich. Erhalten sind unter anderem die Umfassungsmauer, ein Schalenturm, das erste und zweite Tor sowie Reste der **Ursula-Kapelle**.

Auch die Nachbarschaft kann sich sehen lassen: Etwa zwei Kilometer südöstlich liegt die **Burg Hohenkrähen**. Rund fünf Kilometer nordwestlich, bei Engen und in Sichtweite, befindet sich die **Burg Hohenhewen**. Wer hier früher aus dem Fenster schaute, sah also nicht bloß den Nachbarn beim Rasenmähen, sondern gleich dessen Burg.

## Mägdeberg: ungewöhnlicher Name, spannende Geschichte

Der Name **Mägdeberg** lässt aufhorchen. Auf dem Berg, der einst zum Kloster Reichenau gehörte, bestand auch eine Wallfahrtskapelle: die Ursulakapelle mit einem Gnadenbild der Muttergottes.

Vermutlich stand sie in der Südostecke der Vorburg und bildete dort eine Art Sakralbezirk. Ein interessanter Teil der Burggeschichte – auch wenn damit die Frage nach dem ungewöhnlichen Namen noch nicht abschließend geklärt ist. Ein bisschen Geheimnis darf so ein alter Burgberg schließlich behalten.

## Hegau-Panorama statt Burgfernsehen

Vom Innenhof eröffnet sich ein **toller Blick über den Hegau**. Zwischen alten Mauern und weitem Himmel lässt es sich bestens verschnaufen. Ganz ohne schlechtes Gewissen: Aussicht genießen ist schließlich ein wichtiger Bestandteil jeder Wanderung.

Unsere nächsten Ziele im **Hegauer Kegelspiel** sind bereits zu sehen: der **846 Meter hohe Hohenhewen**, Hausberg der Stadt Engen, und der markante **Hohenkrähen** in unmittelbarer Nachbarschaft.

Mit Bowling hat dieses Kegelspiel übrigens wenig zu tun. Hier werden keine Kegel umgeworfen, sondern Vulkanberge erwandert. Die Kugel bleibt zu Hause, die Wanderschuhe müssen ran.

## Kommt mit auf die Fototour!

Wer sich für **Festungsanlagen, Burgruinen und aussichtsreiche Wanderungen** begeistert, kann mich in der Fotoserie auf den Mägdeberg begleiten.

Euch erwarten alte Mauern, spannende Einblicke und ein herrliches Hegau-Panorama. Und wer weiß: Vielleicht begleitet euch dabei ebenfalls ein Engel. Meiner hat jedenfalls den Rucksack nicht getragen. 


                              Heiliger Christopherus 


                   Burgruine Mägdeberg 


                    Burgruine Mägdeberg 


                          Wanderweg 


                 Burgruine Mägdeberg 


                      Burgruine Mägdeberg 


                      Äußeres Tor & Ringmauer 


                            Torbogen zur Burganlage 


                           Torbogen Innenhof 


                    Burgruine Mägdeberg 


                   Festungsanlage Mägdeberg 


                     Innenhof Mägdeberg 


                    Innenhof Mägdeberg 


                   Innenhof Mägdeberg 


                    Torturm mit Kapelle 


                     Ursulakapelle 



                  Hohenhewen - 846 m üb. NHH 


                      Hegaublick
               


                    Burgruine Hohenkrähen  


                      Wehrmauer 


                   Auf Wiedersehen! 🏰 


             Burg Mägdeberg - Wikipedia 

             Hegauer Kegelspiele - Burgenweg Nr. 4




 







Donnerstag, 29. Oktober 2026

Hegauer Kegelspiele - Burgenwanderweg Nr. 4

 # Hegau – Vulkantour auf dem Burgenweg Nr. 4

## Herbstfarben, Burgruinen und ein Geist mit Hausverbot fürs Jenseits

Im Hegau stehen ungefähr ein Dutzend erloschene Vulkane herum – und das ausgesprochen dekorativ! Als **„Hegauer Kegelspiele“** prägen sie die Landschaft. Neun dieser markanten Gesellen möchten wir euch nach und nach vorstellen. Keine Sorge: Für unsere Touren braucht ihr Wanderschuhe, aber keinen feuerfesten Anzug.

Am **27. Oktober 2026** war ich wieder als Scout unterwegs. Mein Auftrag: den **Burgenweg Nr. 4** erkunden. Die Strecke verbindet **Hohentwiel, Hohenkrähen, Mägdeberg und Mühlhausen** – also reichlich Aussicht und alte Mauern für einen Tag.

Da wir den Hohentwiel bereits im Blog vom **11. April 2025** vorgestellt haben, startete ich diesmal in **Mühlhausen**. Man muss ja nicht jeden Vulkan zweimal wachküssen.

## Herbstkino zwischen Streuobstwiesen und Vulkanen

Entlang des Wanderwegs zeigte sich der Herbst von seiner besten Seite. Bei herrlichem Sonnenschein leuchteten die Streuobstwiesen und Laubbäume um die Wette. Gelb, Orange, Rot – die Natur hatte offenbar beschlossen, sämtliche Farbregler nach rechts zu schieben.

Dazwischen sorgten blühende **Phacelia-Felder** für leuchtend blaue Farbtupfer. Die Pflanzen dienen als Gründüngung und Bienenweide. Praktisch: Bodenpflege, Insektenbuffet und hübsche Aussicht in einem!

Die Burgen **Hohenkrähen und Mägdeberg** blieben unterwegs fast ständig im Blick. In der Ferne ließ sich außerdem der **Hohenhewen** entdecken. Im Hegau braucht man wirklich keine Wegbegleitung – irgendwo schaut immer ein Vulkankegel über die Landschaft.

## Am Hohenkrähen: Erst mal unten bleiben

Mein Weg führte mich bis zum Fuß der **Burgruine Hohenkrähen**. Den Aufstieg sparte ich mir für eine gemeinsame Erkundung mit der „Mis“ auf.

Vielleicht hatte mich aber auch die Sage vom **Poppele** ein kleines bisschen gebremst. Natürlich nur aus kulturhistorischem Respekt. Ganz bestimmt nicht, weil ich einem schlecht gelaunten Burggeist allein begegnen wollte …

### Poppele – der Burggeist mit Nachtschicht

Der Überlieferung nach lebte Anfang des 15. Jahrhunderts der Burgvogt und Raubritter **Popolius Maier** auf der Burg. Wegen seiner Bosheiten soll er dazu verdammt sein, als **„Burggeist Poppele“** rastlos durch die Umgebung zu ziehen.

Ein Feldkreuz am Fuß des Berges soll vor ihm schützen. Ob es auch gegen müde Wanderbeine hilft, ist leider nicht überliefert.

Poppele begegnet uns in zahlreichen lokalen Sagen und spielt eine wichtige Rolle in der **Singener Fastnacht**. Vom gefürchteten Raubritter zur Fastnachtsfigur – auch eine ungewöhnliche Karriere.

## Eine Burgruine mit tierischen Mitbewohnern

Die hochmittelalterliche Burg Hohenkrähen liegt bei **Mühlhausen-Ehingen**, nördlich von Singen. Ihre Ruine thront auf dem **644 Meter hohen Hohenkrähen**, auch „Krayen“ genannt.

Der vulkanische Berg ist von Bäumen und Sträuchern überwachsen. Zum Gipfel führt ein schmaler Pfad – die Burg liefert also nicht nur Geschichte, sondern bei Bedarf auch ein kleines Wadentraining.

Bemerkenswert sind die teils sehr alten Linden an den Bergflanken. Ihre Bestände gelten als größter Lindenwald Westdeutschlands. Außerdem lebt hier eine der größten **Siebenschläferpopulationen Deutschlands**.

Die kleinen Bewohner haben beim Thema Burgenbesichtigung vermutlich einen klaren Vorteil: Sie sind schon da und müssen nicht erst den Berg hinauf.

## Weiter zum Mägdeberg

Durch die sonnengeflutete Kultur- und Agrarlandschaft ging es weiter, vorbei am **Offerenbühl** mit seinem Gipfelkreuz und schließlich zur **Burgruine Mägdeberg**.

Den Mägdeberg habe ich ausführlich erkundet. Was es dort zwischen alten Mauern und schönen Ausblicken zu entdecken gibt, erzähle ich euch **im nächsten Blogbeitrag**. Ein bisschen Spannung muss schließlich bleiben – auch ohne Burggeist.

**Seid ihr bei der Wanderung dabei?** Dann kommt mit! Hier im Blog geht das sogar ganz ohne einen Tropfen Schweiß. Die Höhenmeter übernehme ich, ihr genießt die Aussicht.

**Los geht’s – die Hegauer Kegel warten!** 


                    Burgruine Hohenkrähen 


                     Phacelia - Bienenweide 


                     Burgruine Mägdeberg 

                    Binningen - Hegau 


                    Hügel- & Feldlandschaft 


                   Kultur- & Agrarlandschaft 


                    Burgenweg Nr. 4 


                  Burgruine Hohenkrähen 


                    Vulkankegel Offerenbühl 


                    Gipfelkreuz 


                       Burggeist "Poppele" 


                   Vulkankegel "Hohenhewen" 


                    Herbstfarben 


                     Streuobstwiese 


                   Burgruine Hohenkrähen 


                    Vulkanlandschaft 


                   Vulkankegel Hohenkrähen 


                  Burgenweg Nr. 4 


                     Hügellandschaft - Hegau 


                    Weideidylle 


                     Haselnussallee 


                     Auf Wiedersehen... 


            Burgenweg Nr. 4 

            Hohentwiel - Blog vom 11.04.2025










Mittwoch, 21. Oktober 2026

Zeitreisen - Wandern entlang des Kapf-Höhenwanderweg

# Abenteuerlicher Herbstzauber: Unsere Wanderung zur Kapfhöhe bei Wurmlingen

Vor genau zwei Jahren, an einem goldenen Herbsttag, haben wir uns aufgemacht, die malerische Natur rund um Tuttlingen zu erkunden. Die Sonne strahlte, die Wanderrucksäcke waren gepackt, und unsere Lust auf Abenteuer war mindestens genauso groß wie die Kapfhöhe, die wir erklimmen wollten. Also los ging’s – über die Donau und hoch hinaus!

## Der Weg ist das Ziel – und der Pilz ein Highlight!

Die Region Tuttlingen, eingebettet ins zauberhafte Donaubergland und den Naturpark Obere Donau, ist wie gemacht für solche herbstlichen Streifzüge. Unser Ziel? Die Kapfhöhe, auch bekannt als der Aussichtsstand am Eichbühl. Klingt majestätisch, oder? Mit ihren stolzen 858 Metern über Normalhöhennull (ja, wir haben nachgemessen!) bietet sie einen Rundblick, der selbst Postkarten neidisch macht. Von den imposanten Donaufelsen bei Mühlheim über die Stadt Tuttlingen bis hin zu den Höhen bei Immendingen – hier ist alles dabei.

Doch bevor wir uns dem Gipfelglück hingeben konnten, ging es erst einmal bergauf. Und wie! Auf dem Weg gab es allerlei zu entdecken: Ein Schopf-Tintling lugte keck aus dem Boden hervor – ein Speisepilz, der jung ein echter Leckerbissen ist. Und dann war da noch der Schwefelporling, auch bekannt als „Chicken of the Woods“. Wer diesen Namen erfunden hat, verdient einen Applaus! In der Luft schwirrte die blaugrüne Mosaikjungfer – eine Libelle mit Stil und Charme. Es war fast so, als hätte Mutter Natur eine VIP-Show für uns veranstaltet.

## Gipfelglück und Brotzeit deluxe

Oben angekommen, leicht außer Atem und mit einer guten Portion Wander-Schweiß im Gepäck, erwartete uns ein rustikaler Rastplatz. Perfekt für unsere mitgebrachte Brotzeit! Und während wir unsere Käsebrote und Äpfel verdrückten, lag uns das herbstliche Obere Donautal zu Füßen. Die Schwäbische Alb zeigte sich in ihrer schönsten Kulisse – ein Panorama zum Verlieben.

Doch wie das so ist: Was bergauf schweißtreibend begann, kann bergab zur echten Herausforderung werden. Also machten wir uns vorsichtig auf den Rückweg durch den herbstlichen Mischwald. Die Farbenpracht der Blätter war so beeindruckend, dass wir uns fast wie in einem Gemälde fühlten. Und am Ende wurden wir nochmals belohnt: Mit einem Panoramablick auf Tuttlingen, das sich wie ein kleines Juwel ins Donaubergland schmiegt.

## Kunst trifft Natur: Der „Mann auf der Spitze“

Kurz vor Schluss unserer Tour gab es noch einen kleinen Überraschungsmoment. Die Skulptur „Mann auf der Spitze“ winkte uns quasi zum Abschied zu – oder zumindest stellten wir uns das vor. Diese imposante Bronzeplastik thront auf einer schlanken Säule und ist ein echter Hingucker entlang des Wanderwegs am Albtrauf. Ein Kunstwerk, das irgendwie perfekt zur Erhabenheit der Landschaft passt.

## Was ist eigentlich ein Kapf?

Zum Abschluss noch eine kleine Quizfrage: Wisst ihr eigentlich, was ein „Kapf“ ist? Nein? Keine Sorge, wir klären euch auf: Ein „Kapf“ bezeichnet eine markante Erhebung, einen Felsen oder Hügel in der Landschaft – quasi einen Aussichtspunkt mit Wow-Faktor. Und ja, die Kapfhöhe hat diesen Namen definitiv verdient.

So endete unsere 12 Kilometer lange Wanderung mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht und einer inneren Ruhe, die nur das Waldbaden und die Schönheit der Natur schenken können. Und das Beste daran? All diese Ausblicke und Momente gab es völlig kostenlos dazu.

Bis zur nächsten Wanderung – und denkt dran: Das Abenteuer wartet direkt vor der Haustür!

Euere Wanderfreunde die "JacoMis" 


                     Herbstlandschaft 


                   Hoch über Tuttlingen 


                    Hoch über Tuttlingen 


                    Wanderweg 


                                     Wanderweg 


                        Libelle 


                    Schwefelporling 


                    Rastplatz Kapf 


                    Herbst im Mischwald 


                               Ohne Worte 💚 


                                Natur pur 


                      Ausblicke 


                   Kulisse "Schwäbische Alp" 


                            Wanderweg - Wegweisung 


                    Kronendach - Blick 


                  Holzstapel mit 😀 


                     Blickfang Rotbuche 


                              Buchen-Schleimrübling 


                   Blick auf Tuttlingen 


                    Blick auf Tuttlingen 


                   Auf Wiedersehen












Hegauer Kegelspiele - Burgruine Mägdeberg

 # Das Hegauer Kegelspiel: Auf Vulkantour zur Burgruine Mägdeberg Nachdem wir euch am 29.10.2026 den **Burgenweg Nr. 4** vorgestellt haben, ...