Das Schwellenmätteli kenne ich seit meiner Jugend. Die Aare hat mich schon immer in ihren Bann gezogen. Nicht zum schwimmen, da bin ich ein Angsthase, aber zum beobachten wie das Wasser fliesst, wie es riecht, wie es glitzert wenn die Sonne drauf scheint, die Vögel, die Insekten...ich komme ins träumen.
Diese Bezeichnung erhielt dieses Gebiet durch die Erschliessung des Kirchenfelds. Das brachliegende Kirchenfeld im Süden von Bern, ging 1856 an die Berner Burgergemeinde über. Es bildete sich ein Komitee, das den Wunsch äusserte, aus dem Kirchenfeld eine Wohngegend zu gestalten für die " habliche Bevölkerung ", die in der Stadt, sowie im Handel mit dem Ausland, ihre Geschäfte betrieben. Eine Brücke musste her, schöne Gärten und Parkanlagen und schöne Villen und Wohnhäuser. 1879 übernahm eine englische Baufirma diesen Auftrag. Die Brücke wurde gebaut und die Häuser wurden im englischen Stil gebaut. Die Hanglage zur Aare wurde in einen Englischen Park umgestaltet. Heute beinhaltet diese Bezeichnung das Schwellenmätteli, das Dählhölzli und einen Teil des Kirchenfelds. Es war aber auch das Ziel, die Bodenpreise so hoch zu halten, dass kein Proletarier Quartier entstehe....So, so, ich habe diese " habliche Bevölkerung " kennengelernt, auch aus den Botschaften. Meine Eltern und später auch wir waren mit unserem Geschäft und unserer Praxis in einem Zunfthaus eingemietet. Ich hatte " habliche Kundschaft " im Burgerspital und im Burgerheim und wie das damals eben noch war; man kannte sich...und Bern war ein Dorf...wisst ihr schon das Neuste...bla...bla...bla. Ich kann euch nur den guten Rat geben: Lasst euch nicht durch Geld, Titel und Einbildung, blenden. Es ist nicht alles Gold was glänzt !!!!!
Von dieser Uferseite hat man einfach einen wunderbaren Blick auf die Häuserzeile der Berner Unterstadt. Hier links im Bild die Rückseite des Beatrice von Wattenwyl Haus.
Auch mein damaliger Mann hat seine Erinnerungen an diesen Teil der Aare. Als kleiner Schulbub wohnte er mit seinen Eltern im Matte - Quartier und ging dort ins Schulhaus. Es war normal, dass diese Häuser immer wieder " nasse Füße " bekamen. Ein Fluss lässt sich eben nur zum Teil bezwingen und der " Drache des Wassers " wird immer mehr zuschlagen !
Hier nochmal einen Rat von mir: die Aare ist nicht harmlos, sie fordert jedes Jahr ihre Opfer. Beachtet die Baderegeln, eine Schwimmweste gibt Sicherheit, besonders bei Kleinkinder. Und ein zugedröhnter " Böötlikapitän " ( Kapitän für Gummiboote ) durch Alkohol und Drogen, kommt auch nicht immer ans Ziel...!






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