Posts mit dem Label Thüringen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Thüringen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 10. Dezember 2025

JacoMis Adventskalender - Türchen 10.

# Ein Besuch im Paul-Gustavus-Haus in Altenburg – Wo der Malzkaffee Geschichte schrieb und der Putz heute Urlaub macht  

Am 8. September 2019 war es wieder soweit: „Tag des offenen Denkmals“ – oder wie wir es nennen: „Tag des offenen Staunens über alte Häuser und die Frage, ob das Dach noch hält“. Unser erster Halt führte uns ins Paul-Gustavus-Haus in Altenburg, der Stadt, die nicht nur für Skatkarten, sondern auch für den morbiden Charme von Gebäuden bekannt ist.

## Malzkaffee, Maschinen und eine Prise Jugendstil  

Das Paul-Gustavus-Haus wurde 1904–1905 vom Altenburger Baumeister Gustav Frenzel gebaut. Und wenn man sich die Fassade so anschaut, merkt man: Der Mann hatte Geschmack und einen Faible für Schnörkel. Das Gebäude diente einst als Produktionsstätte für Malzkaffee. Ja, richtig gehört, Malzkaffee! Der koffeinfreie Held der frühen Morgenstunden, bevor Espresso und Latte Macchiato die Bühne betraten.  

1928 wurde das Erdgeschoss etwas umgebaut – vermutlich, weil man dachte: „Hey, warum nicht zwei Ladengeschäfte zusammenlegen und den Leuten Malzkaffee direkt unter die Nase halten?“ Und so wurde ein Verkaufsraum eingerichtet. Doch wie das Leben so spielt, war der Malzkaffee irgendwann out, und das Gebäude musste sich mit anderen Mietern begnügen: Drogerien, Buchhandlungen und zuletzt – Trommelwirbel – ein Tapetengeschäft bis 2001. Danach hieß es für das Haus: „Feierabend! Ab jetzt wird nur noch gechillt.“ Seitdem steht es leer und lässt sich langsam in die Kategorie „Lost Places“ einordnen.  

## Prachtvolle Fassade trifft auf bröckelnden Charme  

Die Fassade des Vorderhauses ist ein echter Hingucker – gelbe Verblend-Klinker, ein Erker, mittiger Giebel und jede Menge Jugendstil-Schnickschnack. Man könnte fast meinen, das Haus wollte damals den Nachbarn zeigen: „Schaut her, ich bin nicht nur funktional, ich bin auch schön!“ Heute allerdings hat der Zahn der Zeit kräftig zugebissen. Der Putz hat sich teilweise verabschiedet, wahrscheinlich in den Süden. Aber hey, genau das macht doch den morbiden Charme aus!  

## Maschinenanlage im Obergeschoss – Technik von anno dazumal  

Ein echtes Highlight war die Maschinenanlage im zweiten Obergeschoss. Man konnte sich direkt vorstellen, wie hier einst der Malzkaffee gemahlen, verpackt und wahrscheinlich mit viel Stolz in die Welt hinausgeschickt wurde. Heute steht die Anlage still – vermutlich denkt sie sich: „Ach, damals war alles besser.“  

## Fazit: Ein Haus mit Charakter (und ein bisschen Staub)  

Der Besuch im Paul-Gustavus-Haus war wie eine kleine Zeitreise – zurück in eine Ära, in der Malzkaffee hip war und Häuser noch mit Liebe zum Detail gebaut wurden. Klar, das Gebäude hat seine besten Tage hinter sich, aber genau das macht es so interessant. Wenn Wände sprechen könnten, würde uns dieses Haus vermutlich Geschichten erzählen, bei denen wir uns vor Lachen den Bauch halten würden – oder vor Staub husten.  

Also, falls ihr mal in Altenburg seid und Lust auf ein bisschen Lost-Place-Feeling mit historischem Flair habt: Das Paul-Gustavus-Haus wartet auf euch – mit bröckelndem Charme und jeder Menge Geschichte! 


                                   Paul-Gustavus-Haus 





















Mittwoch, 15. Oktober 2025

Zeitreisen - Einmal rund um den Haselbacher See

# Ein Abenteuer am Haselbacher See: Wandern, Sanddorn und Sonnenbrillenwetter

Was macht man, wenn alles dicht ist, die Welt im Lockdown-Modus steckt und man sich nur im Umkreis von 16 km bewegen darf? Richtig, man schnürt die Wanderschuhe, packt den Rucksack mit Snacks (und vielleicht ein bisschen Schokolade für die Seele) und macht sich auf ins Abenteuer! So geschehen am 9. Oktober 2021, als wir uns auf den Weg zum Haselbacher See machten. Spoiler: Es wurde ein Tag voller Überraschungen, Sanddorn und einer guten Portion frischer Luft.

## Der Haselbacher See – Sachsen? Thüringen? Egal, Hauptsache schön!

Der Haselbacher See ist nicht nur irgendein See – nein, er ist ein Grenzgänger! Er liegt halb in Sachsen, halb in Thüringen. Ein echter Diplomat unter den Seen also. Und er gehört zum Leipziger Neuseenland, was schon mal nach Abenteuer klingt. Früher war hier Braunkohleabbau angesagt, heute ist der See eine Oase für Wanderer, Radfahrer und Leute, die einfach mal abschalten wollen. 

Es gibt Badestrände, einen Bootssteg und sogar eine historische Kohlebahn, die am See entlangfährt. Also quasi eine Mischung aus Natur, Technik und Urlaubsfeeling. Was will man mehr?

## Die große Seeumrundung – oder wie wir zu Sanddorn-Sammlern wurden

Unser Plan war simpel: Einmal rund um den See, ca. 9 Kilometer. Klingt machbar, oder? Also los! Der Weg war bestens markiert (Danke an die fleißigen Schildaufsteller!) und führte uns durch wunderschöne Natur. Aber dann – Überraschung! – überall Büsche voller reifer Sanddorn-Beeren. Und was macht man in Coronazeiten? Richtig, man stoppt, zupft und sammelt. Schließlich heißt es doch: Vitamin C ist gut fürs Immunsystem! Dass Sanddorn pflücken eine klebrige Angelegenheit ist, haben wir erst später gemerkt. Aber hey, wer braucht schon saubere Hände, wenn man dafür einen Snack für den Winter hat?

## Pause mit Aussicht – und ein bisschen Selbstironie

Nach etwa der Hälfte der Strecke haben wir uns einen der Rastplätze geschnappt. Bei strahlendem Oktoberwetter (ja, die Sonne hat uns tatsächlich verwöhnt!) gab es dann eine zünftige Pause. Brotzeit raus, Thermoskanne auf – das Leben kann so einfach sein. Und während wir da saßen, mit Blick auf den glitzernden See, dachten wir uns: „Wer braucht schon die Malediven, wenn man den Haselbacher See hat?“ Okay, vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ihr wisst schon, was ich meine.

## Fazit: Haselbacher See – Wir kommen leider nicht wieder!

Am Ende des Tages waren wir glücklich, leicht verschwitzt und vielleicht ein bisschen klebrig vom Sanddorn-Sammeln. Aber eins steht fest: Der Haselbacher See hat uns begeistert. Egal ob Wanderer, Radfahrer oder einfach nur Sonnenanbeter – hier kommt jeder auf seine Kosten. Und wer weiß, vielleicht gibt’s beim nächsten Mal sogar ein Bad im See oder eine Fahrt mit der Kohlebahn.

Bis dahin bleibt nur eins zu sagen: Packt eure Wanderschuhe und los geht’s – der Haselbacher See wartet auf euch! 


                           Haselbacher See 




                          Fledermauskästen 




                           Schopftintling 


                            Sanddorn 




                            Misteln 








Wer lief uns denn da über den Weg, es dauert noch etwas bis  zum Osterfest 2022... 😅 


                      Wikipedia - Haselbacher See

Donnerstag, 9. Januar 2025

Die Knopfstadt Schmölln in der historischen Landschaft des Osterlands.

Der Pfefferberg & der Ernst-Agnes Turm. ✎

In unserer vierjährigen Zeit In Altenburg, was ja inmitten der Landschaft des "Osterlandes" ("terra orientales") liegt, waren wir auch oft in der Stadt Schmölln unterwegs. So auch am 1. Januar 2020, da wollten wir Schmölln mal von oben bewundern. Das konnten wir von der Spitze des 30 Meter hohen Ernst-Agnes-Turms, der wiederum auf den 200 m hohen Pefferberg liegt. Von oben hatten wir einen herrlichen Blick auf die Altstadt, den Stadtpark und das Sprottetal. All das lag uns zu Füßen, als wir die Stufen des Aussichtsturms erklommen hatten. Der Turm gilt als technisches Denkmal und ist am 28.04.1893 eingeweiht wurden. Bei Strahlewetter reicht der Fernblick bis zum Leipziger Völkerschlachtdenkmal und ins Erzgebirge. Schmölln selbst liegt im Tal der Sprotte. Schmölln wurde am 13. April 1945 kampflos an die Amerikanischen Truppen übergeben und bis zur Übergabe an die Sowjetischen Truppen am 1. Juli 1945 war das Land Thüringen unter amerikanischer Besatzungsmacht. Grund war der Gebietsaustausch vom Land Thüringen gegen einen Teil von Berlin. Wir hatten jedenfalls einen sonnigen- und ereignisreichen Tag in der "Knopfstadt Schmölln." 👫 🗼 💚 

















                                             


                                              



 




Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...