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Samstag, 22. November 2025

Volkstrauertag & Totensonntag - Besuch des Zehrensdorfer Indian Cemetery

 # Ein Besuch des Indischen Soldatenfriedhofes in Zehrensdorf – Ein Ort des Nachdenkens

Während meiner Radtouren durch die malerischen Wälder rund um Wünsdorf und Zossen im Landkreis Teltow-Fläming führte mich mein Weg oft vorbei an einem geschichtsträchtigen und zugleich stillen Ort – dem Indischen Soldatenfriedhof in Zehrensdorf. Abseits der Straße, eingebettet in ein ruhiges Waldgebiet, liegt dieser Friedhof, der die letzte Ruhestätte von 206 indischen Soldaten ist. Diese Männer, fernab ihrer Heimat, starben während des Ersten Weltkriegs in deutscher Kriegsgefangenschaft.

## Die Geschichte des Friedhofs und seiner Bedeutung

Der sogenannte Zehrensdorf Indian Cemetery ist ein deutscher Soldatenfriedhof, der an eine wenig bekannte Facette des Ersten Weltkriegs erinnert. Hier wurden indische Soldaten bestattet, die als Teil der British Indian Army auf Seiten der britischen Streitkräfte kämpften und in deutsche Gefangenschaft gerieten. Die Vorstellung, dass diese Männer aus einem fernen Land wie Indien in Brandenburg ihr Leben ließen, wirft viele Fragen auf und regt zum Nachdenken an.

Während des Ersten Weltkriegs kämpften indische Infanteriedivisionen, darunter die Meerut- und die Lahore-Division, an der Westfront in Frankreich und Belgien. Ihre Verluste waren erschreckend hoch – nicht nur durch die Kämpfe selbst, sondern auch durch Krankheiten und die Strapazen der Kriegsbedingungen. Insgesamt dienten rund 160.000 indische Soldaten in Europa. Viele von ihnen gerieten in Gefangenschaft, als sie an der Westfront auf deutsche Truppen trafen.

In Wünsdorf bei Zossen wurden während des Krieges zwei Kriegsgefangenenlager errichtet: das Halbmondlager und das Weinberglager. Diese Lager dienten als Internierungsorte für Soldaten aus verschiedenen Teilen der Welt, darunter Franzosen, Briten, Russen, Tataren, Baschkiren und eben auch Inder. Die verstorbenen Gefangenen wurden auf dem Friedhof in Zehrensdorf beigesetzt. In den Jahren nach dem Krieg errichtete man Ehrenmale zu ihrem Gedenken, darunter den sogenannten Tatarenstein, entworfen vom deutschen Architekten Otto Stiehl.

## Ein Ort der Trauer und des Gedenkens

Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass das Halbmondlager eigens für arabische, afrikanische und indische Kriegsgefangene konzipiert wurde. Es bot Platz für etwa 30.000 Internierte. Um den religiösen Bedürfnissen der muslimischen Gefangenen gerecht zu werden, wurde sogar eine Moschee errichtet – ein Bauwerk von 25 Metern Höhe, das damals einzigartig in Deutschland war. Diese Geste mag zwar Respekt vor den kulturellen Hintergründen der Gefangenen zeigen, doch sie kann nicht über das Leid und die Entfremdung hinwegtäuschen, die diese Männer erfahren haben müssen.

Auf dem Friedhof in Zehrensdorf finden sich neben den Gräbern der indischen Soldaten auch Ruhestätten von Angehörigen anderer Nationen, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren haben. Der Anblick dieser Gräber führt einem die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt vor Augen. Besonders bedrückend ist der Gedanke daran, dass diese Männer vermutlich nie die Absicht hatten, ihr Leben in einem fremden Land zu verlieren – fernab ihrer Familien und ihrer Heimat.

## Mahnung für die Gegenwart

Heute stehen wir erneut vor einer Weltlage, in der Konflikte zwischen Nationen zunehmen und Kriege angeheizt werden. Der Besuch des Indischen Soldatenfriedhofes in Zehrensdorf erinnert uns daran, welche Konsequenzen solche Auseinandersetzungen haben können – nicht nur für die direkt Beteiligten, sondern auch für Menschen aus anderen Teilen der Welt, die in diese Konflikte hineingezogen werden.

Es bleibt eine traurige Pflicht, diese Männer zu ehren und ihrer zu gedenken. Sie starben in Gefangenschaft, weit entfernt von allem Vertrauten, und fanden ihre letzte Ruhe in Zehrensdorf bei Berlin. Ihre Gräber sind ein stilles Mahnmal gegen Krieg und Gewalt – und eine Aufforderung an uns alle, für Frieden einzutreten.

**ZUM EHRENDEN GEDENKEN AN DIESE MÄNNER**,  

**die in GEFANGENSCHAFT STARBEN**  

**und in ZEHRENSDORF BEI BERLIN BEGRABEN wurden.** 























                  Wikipedia - Halbmondlager 


                 Wikipedia - Indian Cemetery

Donnerstag, 15. Mai 2025

Waldfriedhof Schaffhausen - Harmonie und Schönheit vereint und Lebensphilosophie


 
Hallo liebe Leserschaft, heute möchten wir euch in unseren geliebten Waldfriedhof in Schaffhausen entführen.
Hier ein paar Informationen zu diesem Friedhof. Er wurde in den Jahren 1913/14 vom damals führenden Friedhofsarchitekten und Münchner Stadtbaurat, Professor Hans Grässel, erstellt.
Als Vorbild diente ihm der Waldfriedhof in München, den er ebenfalls kreiert hat.
Der heutige Waldfriedhof umfasst 17 Hektar und er zählt zu den 40 schönsten Parks der Schweiz.


Die Abdankungshalle nach dem Münchner Vorbild.


In diesen wunderbaren lichten Wald, der vorwiegend aus Buchen besteht, nehmen wir euch jetzt mit. Je nach Jahreszeit entdecken wir immer wieder neue Naturschönheiten.






Für uns JacoMis ist es ein Zufluchtsort, wenn wir von dieser verrückten Welt, mit ihrem Wirtschaftswahnsinn, ihrem politischen Irrsinn und dem geistigen Schwachsinn vieler Zeitgenossen, eine Auszeit brauchen.
In diesem wunderbaren und friedlichen Flecken Erde kommen unsere gestressten Seelen zur Ruhe. Besonders ich als Pantheistin fühle mich hier zuhause. Hier fühle ich die Transzendenz vom grossen Geist zu meinem persönlichen Geist. Ich verliere hier jegliches Gefühl von Raum, Zeit und Realität....ich bin bei meinen vielen geistigen Freunden aus meinen früheren und jetzigem Leben, auch aus der Tier und Pflanzenwelt...ein Wechsel zu meiner Kraftquelle, der Anderswelt. Zum Glück ist jeweils Jaco dabei, er hält mich an der langen Leine am Boden fest 😉




Wie ich schon in einigen Posts erwähnt habe, bin ich eine Seelenwanderin. Da bin ich nicht einzig. Das hat viele solcher Menschen und ich fühle mich da nicht als etwas besonderes. Erfahren habe ich diese Reinkarnationen als ich vor Jahren zur Entspannung und Konzentration meditierte. Ich hatte im Kino den Film: " Der mit dem Wolf tanzt " gesehen. An diesem Film zerbrach ich fast. Ich hatte tief in mir einen furchtbaren Schmerz und eine unbändige Sehnsucht. Dies wochenlang. Ich suchte Ruhe im meditieren. Da geschah es. In einem kurzen " Rückblick " sah ich mich in vier Leben. Drei mal beim Sterben. Als junger Indianer, Sohn von bedeutenden Eltern in unserem Stamm. Ich musste eine Nachricht überbringen und ich stürzte in diesem felsigen Gebirge mit meinem Pferd in die Tiefe.


Im nächsten Leben war ich wieder ein Mann und ich lebte mit meiner Frau und zwei Kinder in einer einfachen Behausung in hügeligem Waldgebiet in Asien. Wegen eines alten Mannes habe ich meine Familie verlassen. Mehr weiß ich nicht.


Im nächsten Leben war ich eine junge Frau, die im Orient lebte. Ich wurde in einer weißen Kleidung in eine dunkle tiefe Erdöffnung gestoßen. Warum weiß ich nicht. 


Im nächsten Leben war ich eine Nonne. Ich denke es war mein letztes Leben. Auch da wurde ich nicht alt. Ich war in der Kirche am beten, als die Kirche von Soldaten gestürmt wurde und ich mit einem spitzen Gegenstand in den Rücken erstochen wurde.


Nun wisst ihr, warum ich viele Dinge aus einem anderen Blickwinkel anschaue, anders empfinde, anders beurteile und anders handle. 
Unsere Welt ist im Aufruhr und im Umbruch. Umso wichtiger sind für uns Menschen Glaubensgemeinschaften und Orte des Friedens und der Hoffnung. Es ist sinnlos, wenn sich Religionen bekämpfen. Es ist sinnlos wenn sich Völker und verschiedene Kulturen bekämpfen...Der große Geist mit den mächtigen vier Naturgewalten wird siegen. Leben ist ewig. Der Kreislauf von Leben und Tod und Wiedergeburt oder Neubeginn endet nie...mit oder ohne die Menschheit !!!







Freitag, 14. März 2025

Meine Radtouren in Brandenburg - Eine Radtour rund um die Dörfer von Sperenberg

Eine Radtour in den Frühling mit historischen Hintergrund.

# Eine Radtour in den Frühling: Erinnerungen, Mahnmale und die Kraft der Natur

Vor genau elf Jahren habe ich mich auf meine erste Radtour in den Frühling begeben. Es war eine dieser Touren, die man nicht vergisst – nicht nur wegen der frischen Luft, des Vogelgesangs und der erwachenden Natur, sondern auch wegen der vielen Denkmäler, die ich unterwegs entdeckte. Diese Erinnerungen sind mir bis heute lebendig geblieben, und ich möchte sie mit euch teilen.

## Auf den Spuren der Vergangenheit

Im südlichen Brandenburg, wo ich oft mit dem Rad unterwegs gewesen bin, begegnet man ihnen überall: Denkmäler aus vergangenen Zeiten, stille Zeugen des 1. und 2. Weltkriegs. Viele tragen die Inschrift: "Den Gefallenen zum Gedenken und den Lebenden zur Mahnung." Jedes dieser Mahnmale erzählt eine Geschichte – von Schicksalen, von Verlust und von der Hoffnung, dass wir aus der Vergangenheit lernen.

Besonders berührt hat mich ein Denkmal mit der schlichten, aber eindringlichen Inschrift: "Vergesst uns nicht." Es ist ein Appell, der mir noch lange nachging. Vergessen wir wirklich? Oder steuern wir trotz all der Mahnungen auf neue Konflikte zu? Wenn man die Nachrichten verfolgt, scheint es manchmal so. Doch an diesem Tag wollte ich mich nicht von düsteren Gedanken beherrschen lassen. Die Natur hatte andere Pläne für mich.

## 48 Kilometer voller Leben

Meine Tour führte mich über 48 Kilometer durch Felder, Wälder und 6 kleine Dörfer. Die Landschaft war wie ein Gemälde: frisch gepflügte Felder, die nach Frühling rochen, und das Trompeten der Kraniche, das die Luft erfüllte. Es gibt kaum etwas Schöneres, als die ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren und die frische Brise zu genießen.

Die Natur hat eine unglaubliche Kraft, uns zu versöhnen – mit uns selbst und mit der Welt. Während ich durch die Landschaft radelte, wurde mir klar: Egal, wie viele Mahnmale wir errichten oder wie oft wir uns mahnen lassen wollen, es ist die Natur, die uns zeigt, was wirklich zählt. Sie überlebt alles. Sie wächst weiter, selbst nach den dunkelsten Zeiten.

## Ein Moment der Hoffnung

Am Ende meiner Tour saß ich auf einer Bank am Waldrand und ließ den Tag Revue passieren. Ich dachte an die vielen Namen auf den Denkmälern und an die Geschichten dahinter. Und ich dachte an die Kraniche, deren Rufe mich begleitet hatten. Sie ziehen jedes Jahr zurück in ihre Heimat, egal, was passiert. Vielleicht können wir Menschen von ihnen lernen: weiterzumachen, uns zu erinnern und gleichzeitig nach vorne zu schauen.

Diese Radtour in den Frühling war für mich mehr als nur eine sportliche Herausforderung. Sie war eine Reise zu mir selbst – und eine Erinnerung daran, dass es trotz aller Widrigkeiten immer Hoffnung gibt. Die Natur zeigt uns den Weg, wenn wir bereit sind, hinzuschauen. 🚲 💚 
















                             "Pegasus", der treue Begleiter... 


                             

Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...