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Samstag, 9. August 2025

Interessantes zum Weltkatzentag.


 
Hallo liebe Leserschaft und Katzenfreunde. Darf ich vorstellen, das ist meine Katze
" Schrotti-Lotti ". Ich habe sie vor einigen Jahren aus Ton und Eisenteilen gestaltet. Sie und noch andere Tierwesen repräsentieren meine Lebensgeschichte, vom schlimmen Brand der im Juli 2012 in Katalonien tobte.
Ich werde euch dieses Ereignis nächste Woche erzählen.





Im heutigen Post geht es um die Katze als Tier, aber auch um die Bedeutung und den Stellenwert, den dieses aussergewöhnliche Wesen seit Jahrmillionen bei uns Menschen hat.
Auf den politischen " Katzenjammer " komme ich dann nächste Woche zu sprechen. Und ganz klar, als ehemalige " Katzenmama " habe ich natürlich einiges zu erzählen. Ihr findet meine Tiergeschichten unter den Labels: 
Katzenstory - Humor - mein Leben - oder unter Meine Naive Kunst - Meine Moderne Kunst.


Vor etwa 9 Millionen Jahren gab es die wildlebende Stammform der heutigen Hauskatze, die Falbkatze. Sie war kleinwüchsig und beheimatet war sie ursprünglich in Teilen Afrikas, der Levante und der Arabischen Halbinsel. Die Fellfarbe war in verschiedenen braun und grau Tönen, ausgehend durch das Tabby Gen. Dies ergibt eine Musterung getigert, gestromt, getupft oder getickt.


Als die Menschen begannen Sesshaft zu werden, kam es zur Domestizierung der Katzen. Die Katzen waren Abfallverwerter und da sie in ihrer Eigenschaft Raubtiere sind, hielten sie die Ratten, Mäuse und andere Kleintiere in Schach. Die Menschen begannen sie zu schätzen. Mit ihrer Anmut, ihrer Geschicklichkeit, ihrer Lernfähigkeit, Willenskraft und ihrer Loyalität und Unbeugsamkeit, begannen die Menschen die Katzen zu bewundern und zu verehren. Ein wahrer Katzenkult brach aus. In vielen Kulturen wurden sie zu Königinnen und Götterfiguren.
In Ägypten war sie die Katzenkönigin " Bastet ". Bei den Griechen und den Römer waren sie die weiblichen Götterfiguren " Artemis " und " Diana " sowie die " Freya " in Skandinavien. In Indien waren sie Bestandteil religiöser Zeremonien. Von da eroberten sie China, Japan und den Europäischen Kontinent.
Zu den Katzen-Götterfiguren wurde für Fruchtbarkeit und Schutz für Mutter und Kind gebetet. Aber in vielen Kulturen waren sie ein Symbol für Glück, langes Leben und Wohlstand.


Das änderte sich im Mittelalter. Durch die Christianisierung wurde alles was nicht 
" Regelkonform" war buchstäblich verteufelt. So wurden die eigenwilligen und freiheitsliebenden Katzen mit den Hexen und Dämonen in Verbindung gebracht. Den Rabenvögel erging es ebenso.
So liest man nicht nur Schönes zu diesem Thema. Von früheren Kulturen wurden tausende mumifizierte Katzen gefunden, die als Opfergaben dienten. Sie landeten ebenfalls im Kochtopf und zur Zeit des " Hexenwahns " wurden sie bestialisch gefoltert.
Es ist einfach eine Tatsache, der Mensch ist und bleibt die gefährlichste Bestie auf diesem Planet...aber die Natur mit den vier Elementen; Wasser, Feuer, Luft und Erde wird alles regeln !!!



Die Katzen sind uns in vielen Dingen weit überlegen, die wir Menschen nur mit Hilfe der Technik erreichen.
Ihr Gehör zählt zu den besten der Säugetiere. Durch ihre spezielle Konstruktion der Augen, sehen sie auch in der Dämmerung gut und ihre Augen reflektieren das Licht. Wie die Hunde auch, so können sie die Farbe Rot nicht sehen. Jedoch ist Blau ihre bevorzugte Farbe. ( Ich tue das jetzt nicht politisch auswerten....ha ha )
Sie haben einen sehr guten Geruchsinn. Mittels Urin, Kot und ihren Duftdrüsen stecken sie ihr Revier ab und ihre Gruppenzugehörigkeit. Dank ihrer Schnurrhaare und den langen Tasthaaren über den Augen, haben sie auch einen sehr guten Tastsinn im Dunkeln. Sie haben einen beneidenswerten Gleichgewichtssinn, dies auch in grosser Höhe. Ihr ausgeprägter Orientierungssinn verdanken sie ihrem scharfen Gedächtnis und ihrer visuellen Erinnerung. Forschungen zeigen, dass Katzen, wie andere Tiere auch, sogar Erdmagnetfelder wahrnehmen können. Sie haben eine innere Landkarte und einen ausgeprägten Instinkt und Intuition.
Na, wenn das nicht " Champions League " ist !!!
So ist es nur logisch, dass wir JacoMis uns für einen schönen Oldtimer, Marke  Jaguar begeistern, wenn wir einen erblicken....entweder hat man Stil, Klasse und Charakter....oder man hat es eben nicht. Auch diese Eigenschaft ist bei den Menschen vom Aussterben bedroht....

Wer könnte das wohl sein auf dem Bild 😉



Zum Schluss meines Posts zum gestrigen Weltkatzentag, hier noch einen Vergleich der Hundesprache zur Katzensprache.

Die irrtümliche Meinung von uns Menschen, dass sich Hund und Katze nicht verstehen, ist nichts anderes als ein Kommunikationsproblem, weil es eben zwei verschiedene Tiere sind mit einer unterschiedlichen Körpersprache.

1) Wenn ein Hund bellend auf eine Katze zuläuft, möchte er nur Hallo sagen und an der Katze schnüffeln. Für die Katze ist dies ein Angriff. Entweder macht sie einen " Katzenbuckel " und greift den Hund mit einem Sprung ins Gesicht an. Das kann beim Hund schlimme Verletzungen im Nasen und Augenbereich geben. 
Oder die Katze ergreift die Flucht. Dies weckt in einem Hund den Jagdinstinkt. Er rennt ihr hintennach und wenn es ein Jagdhund aus dem Tierheim ist, etwa ein Galgo, oder ein Podenco, so müssen wir rechnen, dass er die Katze mit einem Biss in den Nacken tötet. Ich habe dies leider mit einem meiner Galgos erleben müssen und ich sage euch, es ist kein schönes Erlebnis, das man nicht mehr vergisst...!

2) Beim Hund ist Schwanzwedeln und Pfote geben eine freudige und aufregende  Erwartung, oder eine freundliche Begrüssung. Bei einer Katze bedeutet ein wedelnder oder ein peitschender Schwanz; Unmut, Aggressivität oder Anspannung auf der Jagd. Also das heisst, gleich gibt es eine " Katzenohrfeige ", ich kippe zur Seite und greife mit meinen Krallen und meinem Gebiss an, oder Achtung Maus oder Vogel, ich springe gleich.
Der Hund interpretiert dieses Verhalten als Aufforderung zum spielen und wenn sich die Katze auf die Seite legt, so bedeutet dies für ihn, sie unterwirft sich mir und ist mit spielen und herumtollen einverstanden.

3) Ein hoch erhobener Schwanz bei der Katze sagt uns, Hallo, du bist mir sympathisch, ich möchte mit dir Kopf an Kopf reiben und schmusen. 
Der Hund kennt diese Körpersprache von anderen Hunden als Drohgebärde. Steifer Hals, steifer Schwanz, ein Blick der fixiert, ist immer ein Zeichen von Aggressivität und Angriffsbereitschaft.

Sind Katze und Hund als Jungtiere aneinander gewöhnt, so werden sie meistens die besten Freunde.
Eines sollten wir Menschen jedoch nicht ignorieren. Wenn noch so eine innige Beziehung zu unseren Katzen aber auch zu jedem anderen Tier besteht, es sind Tiere und keine " Tier - Menschen ". Sie möchten als dies wahrgenommen, behandelt und akzeptiert werden. Nur so können sie ein glückliches und gesundes Leben führen.



Im zweiten Teil meines Katzen - Posts, erzähle ich euch von meinen Katzenerlebnissen. Tschüss bis bald, eure JacoMis 😊

Freitag, 21. Februar 2025

Eine Katzenstory - Smoky bekommt einen Bürstenhaarschnitt


Heute möchte ich euch mein neues Bild präsentieren. Nach vier Jahren ist es endlich fertig geworden. Es waren vier intensive Jahre für Jaco und mich. Gute Kunst entsteht nur wenn der Kopf frei ist. Die schöpferische Energie muss fliessen, von oben nach unten, von unten nach oben von innen nach aussen und von aussen nach innen....! 

Ich habe es mit Ölkreide gemalt, gekratzt und mit Kugelschreiber akzentuiert. Es ist aus der Serie: Meine Moderne Kunst
Der Titel:  Der Waldkater


Liebe Leserschaft, wer meine Katzen Stories liest ( Label Katzenstory ) weiss, dass ich nicht nur Hunde liebe, sondern auch Katzen. Oder noch treffender gesagt, alle Tiere. Ja, sogar Spinnen und Krabbelgetier...aus einer gewissen Entfernung 😉

Aber heute möchte ich euch Smoky, meine Perserkatze vorstellen. Jetzt machen wir wieder einen Sprung zurück, in meinen Lebensabschnitt wo ich noch in Bern lebte und mit meinem damaligen Mann eine Praxis betrieb. In unserem Freundeskreis und in unserer Kundschaft hatten wir Liebhaber von Rassekatzen. Das weckte unsere Neugier und wir befassten uns mit diesem Thema. Das " Rasse - Katzen - Fieber " packte uns und so wurden es vier Katzen. Eine davon war Smoky, eine Kätzin. Wir holten alle bei verschiedenen Züchter und wir wurden ein kleines Vermögen los. Wir dachten, das sei ein guter Entscheid, da wir unseren Katzen nur eine Wohnung bieten konnten. Smoky und Bimbo holten wir gleichzeitig. Den Kater liessen wir kastrieren, die Kätzin nicht. Das ging solange gut, bis Smoky das erste Mal rollig wurde. Sie animierte den Kater, miaute und wollte mit ihm schmusen. Der arme kastrierte und unerfahrene junge Kater wusste nicht warum seine Spielgefährtin plötzlich zu spinnen begann...! Er flüchtete und ging ihr aus dem Weg. Wenn das nicht half, so gab es Ohrfeigen. Nun wurde die liebestolle Smoky stinksauer, dass sie nicht erhört wurde. Kurzerhand liess sie Bimbo nicht mehr ab dem Katzenklo, bis ich eingreifen musste.
Unser Tierarzt empfahl uns Smoky zu sterilisieren, das machten wir und es war wieder friedlich bei uns.


Es waren zwei anhängliche und verschmuste Katzen. Sie begnügten sich mit der Wohnung, den Fensterplätzen und am Abend, wenn niemand mehr im Geschäftshaus war, liess ich sie im Treppenhaus herumschleichen. Das gab ihnen Abwechslung. Jedoch man muss wissen, dass Perserkatzen pflegeintensiv sind. Trotz täglichem bürsten und kämmen, bekam Smoky immer wieder verfilzte Stellen in ihrem Fell. Es war für mich eine Geduldsprobe diese zu entwirren und für Smoky eine unangenehme Tortur. All die Ratschläge die ich mir einholte halfen auch nicht. So allmählich wurde das mir zu blöd. Mein erster Beruf war Damenfriseuse und meine liebste Tätigkeit war Haare schneiden....Genau, ihr habt es erraten, meine alte, aber hochheilige Haarschneideschere kam zum Einsatz. Rassekatze hin oder her, ich beschloss dem Elend ein Ende zu machen, Smoky bekam einen Bürstenhaarschnitt. Fertig ! Das ging nun nicht von einer Stunde zur anderen. Macht das mal bei einer Katze die nicht stillhalten tut und die man nicht verletzen will. Der Haarschnitt dauerte ganze sechs Wochen...


Zugegeben, das arme Viech sah aus, wie wenn sie sechs Wochen, Nacht für Nacht mit fünf Kater rumgeorgelt hätte...aber Fleck für Fleck schnitt ich mich vorwärts, verwöhnte Smoky mit Streicheleinheiten und Gudelis für ihre Geduld. Das Meisterwerk war vollbracht, die Haare waren alle auf Zwei Centimeter gekürzt. Nun gut, einen Schönheitspreis hätten wir zwei nicht gewonnen. Aber es war Smoky sichtlich wohler. Es verfilzte nichts mehr, sie konnte sich mit ihrer kleinen Zunge wieder putzen und lecken und das bürsten war eine Wohltat für sie. Auch die Augen und das Näschen musste ich ihr ab und zu mit einer Lotion vom Tierarzt reinigen.

Heute, sehe ich solche Züchtungen viel kritischer. Sei es bei Katzen, Hunden oder anderen Tierarten, Züchtungen die ins Extreme gehen und das Leben dieser Tiere beschwerlich machen, verurteile ich absolut. Diese Züchtungen entstehen aus perversen Modeströmungen, aus Katzen will man " folgsame Hunde " machen, und für den modernen Stadtmensch, der immer mehr und mehr die Beziehung zur Natur verliert, ein zurechtgeschustertes lebendiges Spielzeug machen....Leute, kauft euch einen Hunde oder Katzenroboter oder geht zum Psychiater...!!!
Aber auch all die Verantwortlichen, die sich Weltweit in Tierschutzorganisationen betätigen und sich für das Recht der Tiere einsetzen, da meine ich, mit meiner sechzig jährigen Erfahrung mit Hunde und Katzen, da ist noch zünftig Handlungsbedarf notwendig...!!! ( Und das nicht nur bei Hunde und Katzen ! )



Sonntag, 22. Dezember 2024

Der Weihnacht - Poulet - Schmaus - Eine Katzengeschichte


Liebe Leserschaft, zum heutigen 4. Advent möchte ich euch wieder eine Geschichte aus meinem Leben erzählen. Es ist wieder eine Hunde und Katzengeschichte.
Im Foto oben seht ihr den Bubu, ein Colourpoint Kater.
Also, wir machen wieder einen Sprung zurück, in meinen Lebensabschnitt, wo ich mit meinem damaligen Mann, den vier Katzen und dem Hund in der Stadt Bern gelebt habe. Ich denke, viele von uns feiern die Weihnachtszeit ähnlich. Bei den meisten ist es ein Familienfest, andere fliehen vor dem Rummel in die Berge, auf eine Insel oder auf ein Kreuzfahrtschiff, und wiederum andere, die Tiere haben, feiern mit ihren Lieblingen. Hunde, Katzen, Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen...
Das war bei uns auch so. Um Weihnachten rum, gab es für alle ein Poulet,              (  Brathähnchen ) respektive zwei. Eines für uns und eines für die Katzen und den Hund. Wir wussten genau, wo in der Stadt Bern es die besten gab.


Das war unser Choco, eine Siamkatze. Er war der schönste, der schmusigste, der gesprächigste, und der zweitdümmste. Die unterbelichteste war Smoky, die Perserkatze, wenn die ihre spinnigen fünf Minuten hatte !
Diese Dame kennt ihr ja schon. Ina, die Hündin, war nicht nur eine Wasserratte, sie liebte auch den Schnee.



Ihr kennt es ja, diese Brathähnchen mit ihrem Duft....wer kann da widerstehen. 
( Wenn man nicht gerade vegetarisch lebt ) Das tun wir nicht, dafür Biologisch und Nachhaltig ! Kaum waren wir mit den Taschen in der Wohnung, schlichen uns alle um die Beine. Die Nasen schnupperten und schon wollten sie hinter die Taschen gehen. Schnell in die Küche mit denen, Türe zu. Das war die einzige Möglichkeit unser Poulet in Ruhe zu essen. Also nicht akustisch, es war ein Mordsgeschrei vor der Küchentüre. Zum Glück wohnten wir in einem Geschäftshaus in der Dachwohnung. Aber wir konnten so wenigsten mit beiden Händen essen, ohne mit der einen Hand immer abzuwehren. Mein Mann hat jeweils die Knochen vom Rest gesäubert und das zweite Poulet in Stücke gezupft. 
Ich öffnete die Küchentüre: " Kinder es gibt Bescherung "
Schon sprang der Blacky, unser schwarzer Oriental Kater, mit einem Satz auf den Tisch und wollte gleich abräumen. Ein Satz in die Luft und ein Aufschrei von unserer Hündin Ina. Choco begann zu schreien wie blöd und auch die kleine Perserkatze, Smoky, versuchte mir auf den Schoss zu springen. Bubu versuchte es von der Konsole aus sich ans Poulet anzuschleichen.....Nee...nee Kinder, so geht das nicht. Schön der Reihe nach, einer nach dem anderen. Das war leichter gesagt als getan. Mein Mann übernahm die Hündin, Bubu und Blacky. Links und rechts gleichzeitig und ja auf die Finger aufpassen. Sie fraßen uns sonst sanft aus der Hand, aber bei Poulet wurde geschnappt!!! Ich übernahm die zwei anderen. Choco sprang auch ab und zu auf den Tisch. Da sauste jeweils die Ina um den Tisch und gab lautstark ihr Veto. Das nutzte der Blacky aus, sprang auch auf den Tisch und in Windeseile über den Tisch und beim Teller versuchte er im vorbeiflitzen ein Stück Poulet zu angeln. Ina wieder ein Flug und Aufschrei und wieder zu meinem Mann rüber. Smoky hatte es am einfachsten. Ich hob sie zu mir hoch, sonst hätte sie nichts abgekriegt. Tja, es hat eben auch Vorteile wenn man etwas doof ist...oder ??!!
Dieser Weihnacht - Poulet - Schmaus dauerte etwa eine halbe Stunde, dann war alles rübis und stübis weg. Ich stellte eine große Schale mit frischem Wasser hin. Zufrieden und mit einem " Güggeli - Bauch " verzog sich jeder auf seinen Schlafplatz.

Ist das mein Sessel oder deiner...he ihr zwei, das wäre eigentlich mein Sessel.


 

Montag, 30. September 2024

Eine Katzen und Hundestory - Die Blaubeeren Connection


 

Liebe Leserschaft, heute habe ich Lust, euch wieder eine Hunde und Katzengeschichte zu erzählen. Wir machen in meinem Leben wieder einen Sprung zurück in die Stadt Bern.
Im Post: Katzenstory-Die Katzenparty über den Dächer von Bern, habe ich euch auch schon von diesem Lebensabschnitt erzählt.
Oben im Bild seht ihr die "Chefin" der Bande. Sie hiess Ina, kam aus dem Unterengadin und sie hatte schlichtweg nichts zu melden bei vier Rassekatzen....



Wenn mein damaliger Mann und ich Hochbetrieb in unserer Praxis hatten und es späten Feierabend gab, so stand ich oft um 5 Uhr auf und bereitete unser Abendessen vor. An diesem Tag beschloss ich einen Blaubeeren Kuchen zu backen. Gesagt, getan...
Die Wohnung war Ideal, in einer Hälfte arbeiteten wir und in der anderen Hälfte wohnten wir. Da lebte auch unsere Bande. Das kann man nicht anders sagen, vier Rassekatzen und ein Hund....da war was los !!!
Wir gaben uns die grösste Mühe, ihnen viele Möglichkeiten zu bieten. Kletterbäume, Verstecke, gesicherte Fensternischen im Dach, dass die Katzen an die Sonne kamen und was sehen konnten und ganz klar, die Katzen forderten ihre Sozialkontakte zu uns ein...!!!
(Mehr zu diesem Thema in einem Tierschutz Post)
Also war es mein Job, ich war die " Tier-Mami ", dass ich mich 2 Stunden mit ihnen beschäftigte...sie wollten was für den Kopf, was für die Bewegung und Streicheleinheiten.
Und trotzdem reicht das eben manchmal nicht und sie langweilen sich. Eine Katze ist ein nachtaktives Tier und ein Jäger.
Also gingen sie auf " Beute suche"....Das Opfer war mein Kuchen.
Den hatte ich in der Wohnküche auf einem 3 Meter hohen Schrank gesichert...dachte ich.
Aber der Blacky war ein kleiner Panther, der nahm etwas Anlauf und schaffte diese Höhe. Das war mir eine Lehre...ha...ha.
Gefressen hatte zum grössten Teil sicher die Hündin, die gönnte dem Blacky sowieso keinen Krümel, die zwei mussten sich ja immer necken. Jedoch der Choco war ihr Freund, der durfte bei ihr schlafen, aus ihrem Napf fressen und wenn die Liebe zu heiss wurde versuchte sie ihn am Kopfteil zu begatten. Er schnurrte wohlig und hielt hin...!!?? 
Tja, wie endete die Story:  Als wir in die Privaten Räume kamen, schlug uns eine stinkige Gaswolke entgegen. Die Viecher hatten alle einen Bauch wie ein aufgeblasener Ballon. Die hatten wohl blaue Därme ! Die Furzerei dauerte die halbe Nacht....
Es gab dann wenigsten Brot, Käse und eine Cervelat und ja, auch ein paar Gläschen Wein auf dieses Intermezzo 😉


Einen solchen Kuchen, nur eben mit Heidelbeeren war gefressen.
Ich werde diese Woche noch einen Post schreiben über meine Früchtekuchen

Montag, 17. Juni 2024

Katzenstory - Die Katzenparty auf den Dächer von Bern


 Hier ein Bild aus meiner Serie: Meine Naive Kunst und Bern - Stadt und Land
Das Motiv zeigt " das Bern Tor " das aber in der Stadt Murten steht.
Der Titel: Die Katzenparty
Die Inspiration waren meine vier Katzen, die in einer Dachwohnung lebten und auch auf den Dächer herumschlichen....

Ich muss noch in meinen Fotoschachteln wühlen und die Fotos digitalisieren, dann bekommt ihr diese Rasselbande schon noch zu sehen.
Jetzt machen wir zusammen wieder einen großen Zeitsprung zurück. In den Lebensabschnitt, als ich noch mit meinem damaligen Mann in der Stadt Bern arbeitete und lebte.
Wer die Innenstadt von Bern kennt, weiß, das die Häuser " das Rohr hinab " also von der " Loebecke " bis zum " Bärenplatz" und vom" Käfigturm " bis zum" Zytglogge Turm " und von da bis zur " Nydeggbrücke," links und rechts der Straßen, die Häuser aneinandergebaut sind. Parterre sind die Geschäfte, dann sind meistens Büros und Praxen und in den obersten Etagen sind Wohnungen, oft mit Dachterrassen. In so einer Wohnung haben wir auch gelebt. Und einige meiner Kundinnen auch. Wir hatten fast alle eines gemeinsam. Wir waren Katzenliebhaber, hatten welche und wir besaßen eine Dachterrasse. Für uns Bewohner gab es keine Verbindungen von Dach zu Dach....aber für die Katzen schon !!! Wer eine geschickte Kletterkatze hatte, wusste, die geht Nacht für Nacht zur Katzenparty.....


Eine Katze ist eine Katze...eine Katze !
Innert kürzester Zeit hat sie folgendes ausgekundschaftet: wo bekomme ich das beste Futter...wer hat das weichste Sofa...wer verwöhnt mich mit Leckerlis...wo gibt es Streicheleinheiten....und wo ist die schönste und schärfste Katzenbraut oder welcher Kater ist der beste Katzenlover !
Es wird auf Samtpfoten geschlichen, Tauben werden gejagt, rumgesaust und rumgerauft und bei Vollmond wird zusammen gesungen.....! Wenn dann " die Liebesanfälle " kamen, es meist lautstark zur Sache ging,....da half dann " Klosterfrauen Melissengeist " für die strapazierten Nerven!!! 
Aber trotz allem, uns Katzenliebhaber amüsierte das und wir erzählten uns mit Gelächter unsere Katzengeschichten. Ab und zu kam auch jemand der sich über diese " Katzenplage " beschwerte....Tja, da muss man sich vorher erkundigen...ha..ha... entweder man schließt die Fenster oder man zieht wieder um....eine Katze lässt sich ihre Katzenparty nicht verbieten !!!

Es gibt Menschen, die verändern die Welt kraft ihrer Argumente; eine Katze liegt nur schläfrig herum, und ganz langsam verändert sich die Welt von alleine zu einer Welt voller Gemütlichkeit und Zufriedenheit.

Donnerstag, 11. April 2024

Eine Katzenstory und eine Hundestory - Mikesch, Samir und die schwarze Mamba





Mein Bild mit dem Titel: Zwei Freunde passt wunderbar zum letzten Teil dieser Katzen und Hundestory aus meinem Leben.
Es ist ein Bild aus der Serie: Meine Moderne Kunst 
Inspiriert von der Kunst und dem Malstil von Vincent van Gogh. Er ist mein grösstes Vorbild in meiner Malerei und ich hätte ihn vom Fleck weg geheiratet... 😉

Aber nun zu meiner Erzählung.
Wie ich in Teil 2 erwähnt habe, sind mein damaliger Mann und ich mit unserem Riesenschnauzer Samir und einem kleinen, gemieteten Reisemobil, nach Italien gefahren. Das ist nun vierzig Jahre her. Das Ziel war Apulien.
Es war landschaftlich eine wunderschöne Reise. Es war zur damaligen Zeit, alles noch ursprünglicher und noch nicht touristisch verschandelt und versaut ( sorry diese Bezeichnung ) Wir lernten einige nette, herzliche und hilfsbereite Menschen kennen. Wir waren selten auf einem Campingplatz, wild campieren konnte man damals noch. Zudem war ja Samir bei uns.
Mit ihm waren wir auch überall eine Sensation. Riesenschnauzer sah man eben selten. Wir wurden oft auf ihn angesprochen und alle hatten Respekt oder sogar Angst vor ihm.....Ecco una bestia !
Auf einem Campingplatz blieben wir eine Woche. Er war total in der Wildnis. Es war eine Gruppe Italiener und wir....mamma mia, hatten wir es lustig zusammen. Einer der Italiener war ein Greenhorn und er wurde von seinen Kollegen ins Camping und Grill - Leben eingeführt.....con tanto vino.
An einem Morgen war ein Riesenspektakel." Leute, es hat Schlangen....schwarze Schlangen....passt auf." Das Gras war nicht gemäht und wir hatten alle Schiss ! Es wurde " italienisch diskutiert " und es war klar; es ist eine schwarze Mamba. Basta!
Wir liefen nur noch klopfend umher und mit einer Gangtechnik wie ein Storch.
Das alles kümmerte unseren Samir wenig. Neugierig steckte er seine Schnauze in jedes Loch....und wurde prompt von einer Schlange in die Schnauze gebissen.
Nach kurzer Zeit schwoll seine Schnauze enorm an und Samir begann zu zittern, fieberte und torkelte. Wir kühlten mit Wasser und der Campingbesitzer telefonierte herum bis er endlich einen Tierarzt erreichte. Der kam wie die Feuerwehr, spritzte Samir ein Gegenmittel und sonst noch Zeug. Wir beteten und er kämpfte um Samirs Leben.....Die Schlange war wahrscheinlich eine schwarze Kreuzotter. 
Unser Samir hatte es überlebt und nach einigen Tagen war er wieder fit. Auch dieses Erlebnis werde ich nie vergessen....
Sooo.....liebe Leser und Leserinnen, das waren ein paar Erinnerungen, was wir in drei Jahren mit diesem tollen und aussergewöhnlichen Hund erlebten.
Nun geht meine Erzählung dort weiter, wo ich begonnen habe. Bei diesem verrückten Wochenende mit dieser wilden Waldkatze, dem Mikesch.

Beim Zusammentreffen von unserem Hund und dieser wilden Katze, muss der Samir entweder gekratzt oder gebissen worden sein. Dies an einer ganz unglücklichen Stelle, in der Beuge zwischen Brustkorb und Vorderlauf. Wir haben nichts gesehen und Samir war ganz normal. Aber zwei Wochen später, wollte er nicht aufstehen und das Bein war geschwollen und warm. Noch am selben Abend nach der Arbeit, waren wir als Notfall bei unserem Tierarzt. Es war ein zünftiger Infekt. Samir wurde behandelt. Er erholte sich, aber richtig gut war es nicht. Ein paar Wochen später hatte er erneut einen Infekt, noch schlimmer als zuvor. Wir waren wieder als Notfall beim Tierarzt. Der hat ihn gleich in der Klinik behalten. Das Bein war voll Eiter. Als wir Samir nach zwei Wochen holen konnten, war er abgemagert, hinkend und niedergeschlagen....Dieser arme Hund, wir litten mit ihm. Ich musste über mehrere Wochen mit einer Lösung sein Bein durchspülen und er bekam weiterhin Medikamente. Er lief schlecht und es war klar, dieser Hund hat Schmerzen.
Die Tierarztpraxis wurde von drei erfahrenen Tierärzten betrieben. Wir hatten vollstes Vertrauen zu ihnen. Es gab viele und lange Diskussionen zwischen uns. Ihre Möglichkeiten waren erschöpft und das Resultat war nicht befriedigend. Vor allem nicht für unseren Samir. Es bedeutete für ihn ein Leben mit Schmerzen und einer eigeschränkten Beweglichkeit. Er veränderte seinen Charakter, er wurde aggressiver. Auch das bedeutete für ihn, Leinenzwang, Maulkorb, wenig Kontakt mit anderen Hunden und kaum Freigang. Es war ein grosser kräftiger Hund mit 45 Kilo, wir konnten kein Risiko eingehen.....
Wir hatten schlaflose Nächte, aber wir wussten beide, das dies für Samir ein  Scheiss - Hunde - Leben war !!! So sahen es auch unsere Tierärzte. 
Schweren Herzens erlösten wir unseren Samir von diesem Schicksal.
Mein Mann hatte seinen besten Freund verloren....



Dienstag, 9. April 2024

Eine Katzenstory und eine Hundestory - Kater Mikesch und Riesenschnauzer Samir

 


Das Bild das ihr hier seht, ist aus der Serie: Meine Moderne Kunst
Es hat den Titel:  Fritzi Klee im bunten Beet
In meinen Posts " Katzenstory " und " Hundestory " erzähle ich euch ja meine Erlebnisse mit diesen " Viecher "
In diesem Post geht es um den Kater Mikesch und den Riesenschnauzer Rüden: Samir

In der Katzenstory Teil vier habe ich euch ja erzählt, dass der Kater Rubino sich eine neue Familie gesucht hatte. Er konnte sich mit Samir nicht anfreunden.
Immer wenn mein damaliger Mann und ich von der Arbeit ausgepowert waren, half uns nur eines. In die Natur !!! So war es auch an diesem Freitag. Wir machten in der Nähe unseres Wohnortes noch einen Spaziergang am Waldrand. Plötzlich hörten wir ein klägliches Miauen. Wir gingen diesem Jammern nach und entdeckten im Gebüsch eine Katze. Ich konnte sie hervorlocken und sie liess sich streicheln. Als wir weitergingen verfolgte sie uns, dann war sie wieder weg. Aber wir mussten ja wieder zum parkierten Auto zurück  und da war sie wieder im Gebüsch und miaute.
Nun klingelten bei mir die Alarmglocken.....ausgesetzt...krank....hungrig und durstig....ein Waisenkind !
Ihr könnt wohl ahnen was jetzt kam ?! Mein Satz lautete; ohne diese Katze gehe ich nicht nach Hause, der muss geholfen werden.
 Mein Mann ging in Opposition....ich auch. 
Sie liess sich auf den Arm nehmen und die Autofahrt ging auch gut. Unsere Wohnung war nun mitten in der Stadt Bern, in einer Turmwohnung auf drei Etagen. Wir liebten eben das Spezielle und im selben Haus konnten wir unsere Praxis betreiben. Ideal. So konnte ich unseren Findling in der oberen Etage unterbringen. Dort hatte er vom Stress seine Ruhe und kam mit unserem Riesenschnauzer nicht in Kontakt. Mein Plan war, ihn zu zähmen und ihn an uns und unseren Hund zu gewöhnen. Der nächste Schritt wäre ein Termin beim Tierarzt gewesen um ihn zu untersuchen, zu impfen und zu kastrieren. Er bekam von mir den Namen Mikesch, das passte zu diesem hübschen grau getigerten Kater. Das Katzenzimmer hatte ich mit allem schnell eingerichtet und unser Mikesch schlief ein und Ruhe gabs.....aber nicht lange !!!
Unser Hund, Samir,  hatte das gleich gerochen, das da was Fremdes in der Wohnung war und er begab sich auf die Suche. Das weckte den Mikesch und das war der Beginn eines Sturms, der das ganze Wochenende dauerte. Mein Mann, der mir am liebsten den Hals umgedreht hätte, nahm sich dem Samir an und versuchte mit intensiven Märschen und spielen, diesen Hund, der voll im Flegelalter war, zu bändigen und vor allem müde zu machen !!! Das er mal ein paar Stunden schlief. Ich übernahm diesen Kater. Der entpuppte sich als wilder Tiger. Als wenn ihn eine Tarantel gebissen hätte, ging der die Vorhänge hoch, rannte über die Möbel, sprang mich an, kratzte an der Türe und miaute fürchterlich....heiliger Strohsack !!! 
Die Krönung war, das er aus seinem Refugium entwich. Hund...Katze...Mann...ich, die Jagd begann und es ging zu und her wie in einem hölzernen Himmel ! Eine Standpauke hagelte auch noch über mich von meinem Mann ( berechtigt ! ) und es war mir am Sonntagmorgen klar, meine übertriebene Tierliebe und mein übertriebener " Helfer-Instinkt " war ein Fehler und die Katze musste wieder weg. Also packten wir diesen Mikesch in eine Katzentransportkiste und wir brachten ihn wieder dorthin wo wir ihn gefunden hatten. Am Waldrand ins Gebüsch. Alle vier waren wir von diesem Wochenende fix und fertig !
Nein, ein ungutes Gefühl hatten wir nicht. Dieser ca. einjährige Kater gehörte in die Natur. 
Für mich war das eine lehrreiche Erfahrung. Hunde und Katzen zusammen halten funktioniert eben nicht immer. Je nach Charakter und Temperament der Tiere. Es war für mich ein Anlass, mich noch mehr über die Eigenschaften von Katzen zu belesen und das war gut so.
Was wir nicht wussten, dass dieses Katzenintermezzo übers Wochenende, für unseren Hund, Samir, Folgen hatte.....
Das schreibe ich euch heute Abend im Teil zwei von diesem Post. Aber jetzt mal ab in die Küche, der Jaco ist hungrig...😉

Freitag, 29. März 2024

Katzenstory - Hundestory. Der Abschied

Meine vielen Katzengeschichten -  Der Abschied, ein trauriger Abschied !



Wie ich euch in meiner Katzengeschichte Teil 3 geschrieben habe, wurde uns das Landleben zu beschwerlich. Wir suchten uns eine Wohnung zwar noch auf dem Land, aber mit dem Auto waren wir in einer halben Stunde in der Stadt. Zudem hatte unser Kater Rubino über den Balkon weiterhin seine Freiheit. Also, das passte.
Wie das so ist, wie lernt man Leute kennen, wenn man frisch zugezogen ist....Genau, entweder sucht man sich einen Verein oder man geht in die Dorfkneipe. Für einen Verein hatten wir keine Zeit, also gingen wir ab und zu in die Kneipe. Dort lernten wir Nachbarn kennen, die in der selben Siedlung wohnten. Wir freundeten uns an.
Die beiden waren auch tierliebend. Sie hatten zwar keine Katzen, sondern zwei Hunde. Zwei spezielle Hunde: Riesenschnauzer.
Mein Mann und ich waren beeindruckt. Es war ein Rüde und eine Hündin. Die Hündin war schon etwas älter, um sie kümmerte sich hauptsächlich unsere Freundin. Der Rüde war ein Prachtkerl. Er war ein Jahr alt und unser Freund bildete ihn aus. Sein Ziel war, mit ihm den Schutzhund 1 und 2 zu machen und dann den Katastrophenhund. Das ist ein intensives Hobby. Oder besser gesagt, es ist eine Lebensaufgabe und Leidenschaft, wo fast nichts anderes mehr daneben Platz hat. Aber da sie auch keine Kinder hatten, konnten sie sich dieser Leidenschaft hingeben. Es beeindruckte und interessierte uns immer mehr. Also begleiteten wir unseren Freund am Wochenende ab und zu zum Training. Dieser Hundesport Verein war im ganzen Kanton Bern bekannt. Sie bildeten Polizeihunde, Schutz und Begleithunde und eben Katastrophenhunde aus. Wir lernten viel vom zuschauen. Und klar, das Thema von uns vier: Hunde.
Lange und intensive Diskussionen gab es bei Mischlers am Küchentisch. Nachdem wir wussten, wie wir unsere Praxis mit dem Aufwand für einen Hund organisieren konnten, holten wir uns beim Züchter von unseren Freunden, einen Welpen. Wir waren uns da nicht bewusst, was auf uns zukam! Unser Kater Rubino auch nicht. Ich meinerseits habe meine Fähigkeiten als Katzen und Hundemama überschätzt. Obwohl Rubino erst drei Jahre alt war, konnte er mit diesem grossen ungestümen " Hundebruder " nichts anfangen. Ich las alles was es zu lesen gab, schaute jede Fernsehsendung zu diesem Thema und probierte alles aus. Es half nichts. Rubino machte einen Moment beim spielen und gemeinsamen schmusen mit, dann verleidete es ihm und ich konnte ihm den Unmut ansehen und er verschwand nach draussen. 
Eines Tages, als ich am offenen Küchenfenster stand, war Rubino auf der Balkonmauer um von dort in den Garten zu gelangen. Er blieb stehen und er schaute mich an. Er schaute mir eine gefühlte Ewigkeit in die Augen....dann war er weg, für immer.
Dieser Abschiedsblick liess mich mehrere Wochen schlecht schlafen und ich habe diesen Blick bis zum heutigen Tag nicht vergessen. Klar ging ich Rubino suchen und ich entdeckte ihn auch. Er hatte sich im Dorf eine neue Familie gesucht. Wir überlegten lange was wir machen sollen. Aber er war gechipt, also die neuen Besitzer hätten uns kontaktieren können. Offensichtlich wollten sie ihn behalten und er wollte bleiben. 
Es gab für uns keine andere Option als den Entscheid von unserem Kater Rubino zu akzeptieren. Diese Katzengeschichte war eine schmerzliche Erfahrung für uns und insbesondere für mich.
Dann kam Mikesch. Diese ebenfalls traurige Katzen und Hundegeschichte erzähle ich euch in Teil 5

Sonntag, 24. März 2024

Eine Katzenstory - Umzug auf's Land

Ich liebe Katzen - miau miau


Ein Acryl Bild aus meiner Serie: Meine Naive Kunst
Titel: Guten Morgen, heute wird ein guter Tag

Liebe Leser und Leserinnen, hier ist die Fortsetzung meiner vielen Katzengeschichten.

Nachdem unser Kater Nero vom Balkon gesegelt ist, beschlossen wir, auf's Land zu ziehen. Gesagt...getan. Ausserhalb von der Stadt Bern, fanden wir eine Wohnung bei Bauern, wo eine ganze Familiensippe in diesem kleinen Dorf beisammen wohnte. Das war eine neue Lebenserfahrung für uns.
Unsere zwei Katzen erforschten meistens in den frühen Morgenstunden ihre neue Umgebung. Schleichend....Schritt für Schritt. Sie mussten die verschiedenen Geräusche kennenlernen, den Hofhund und den regen Betrieb. Auf einem Bauernhof ist nur selten Ruhephase. Wir wurden recht schnell in diese Gemeinschaft aufgenommen. Das freute uns, aber es hatte auch seinen Preis. Wir stellten fest, das wenn wir auf Arbeit waren, es durchaus für die Besitzer normal war, dem Besuch in unserer Wohnung die Renovierung zu zeigen. Da wir immer wieder fürstlich und herzlich von der Bäuerin bewirtet wurden, schwiegen wir. Es war auch nicht möglich, wenn viel Arbeit anstand und zu wenig Leute waren, das wir zwei unseren wohlverdienten Sonntag im Liegestuhl geniessen konnten. Es wurde nicht direkt angesprochen, aber eine Mithilfe wurde erwartet. Plötzlich waren wir Städter und Einzelgänger, im Landleben im Stress.
Unsere zwei Katzen nicht. Die genossen ihre Freiheit und der Rubino entwickelte sich zu einem ausgezeichneten Jäger. Aber, ich schaute bereits weitere Inserate in der Zeitung an. Das Landleben haben wir und im speziellen ich, uns anders vorgestellt.
Schauen....überlegen....entscheiden....handeln. So gehe ich durchs Leben. Wir fanden eine Wohnung auf 700 Meter Höhe, etwa fünfviertelstunden Fahrzeit nach Bern. Das kleine Bauernhaus befand sich auf einem Hügel ausserhalb des Dorfes, umgeben von Wald, Wiesen, Natur....wie idyllisch! Die Besichtigung war im Frühling, bei schönstem Wetter, es roch nach Kräuter, Blumen und Gras. Die Kühe waren auf den Weiden und das läuten der Kuhglocken.....so ungefähr muss es im Paradies ausschauen. Die Besitzerin war eine junge Frau, sie wohnte ebenfalls im Haus, war aber viel nicht da.
Rubino und Nero waren begeistert. Wir installierten wieder eine Katzenklappe, so konnten sie ihre Freiheit geniessen. Zum Dank brachte mir Rubino fast täglich Geschenke: Mäuse, Vögel, Blindschleichen, Würmer.....tja, wie soll man da als Katzenmama reagieren?! So wie es sich gehört, aus der Sicht der Katze. Es ist eine Geste der Zuneigung, da darf man nicht bestrafen. Das versteht eine Katze nicht. In jeder Katze, auch wenn sie eine reine Stubenkatze ist, steckt ein Raubtier. In der einen mehr und in der anderen weniger. Der Instinkt bleibt. Nero war faul und ungeschickt. Er wäre ohne sein Dosenfutter ein hungernder Kater gewesen. Seine Leidenschaft war das Sofa und schmusen. Da begann er vor Wonne zu sabbern. Aber wehe ein Insekt kam ihm zu nahe, das hat auch er erledigt. Eines Tages war er weg. Wir suchten ihn überall und über Wochen. Was mit ihm geschah blieb ein Rätsel. Es machte uns traurig.....! Aber Gefahren lauern überall und kastrierte Kater werden von unkastrierten Kater zünftig in die Mangel genommen. Zudem ist nicht jeder Bauer automatisch auch ein Katzenliebhaber. Für Rubino war das kein Problem, er vermisste seinen Bruder nicht.
Die Zeit verging und der Winter kam. Und wie er kam....!!! 
Es war nicht selten, das wir über Nacht einen halben Meter Neuschnee hatten. Da es zum Haus nur ein Feldweg war, wurde erst am Nachmittag von der Gemeinde eine Spur gemacht. Wir mussten aber spätestens um 7.30 Uhr mitten in der Stadt Bern sein. Mit der Bahn wäre das eine halbe Weltreise gewesen. Also, es gab früh Tagwacht....sehr früh!!!
Das Auto mussten wir zeitweise im Wald oben stehen lassen wegen Schneeverwehungen. Also, durch den Schnee stapfen. Mein damaliger Mann war Abends beruflich noch oft unterwegs, das bedingte zwei Autos für uns. Es wurde mir manchmal unheimlich, diese Abgeschiedenheit und Stille. Kein Mensch war da. Ich begann Abends die Fensterläden zu schliessen, heizen musste ich auch lernen, es ist gar nicht so einfach, mit einem offenen Kamin zu heizen. Dann verzog ich mich in die obere Etage und dort schloss ich mich ein. Ich las viel, wartete auf meinen Mann und auf meinem Nachttisch lag mein grösstes Küchenmesser....
Ich hatte Zeit zum denken....zum nachdenken. Das sommerliche Paradies, entwickelte sich zunehmend in eine mühsame und saukalte, eisige Hölle. Nach einem Jahr erklärte ich meinem Mann; ich habe die Schnauze voll vom Landleben und Du ? Wenn nicht, so packe ich die Katze, meine Bettdecke und weg bin ich...ciao.
Fortsetzung folgt....

Donnerstag, 21. März 2024

Eine Katzenstory - Es gibt Zuwachs

 Ich liebe Katzen. Katzen in jeder Variante. Ob als Musical " Cats " als Strassenkatze, Rassekatze, oder als geschmeidige Raubkatze....ich liebe sie.


Nun wollt ihr sicher wissen, was mich an Katzen so fasziniert ? Es sind ihre Augen...ihr schnurren...ihre Sanftheit und Wildheit...und ihre Unabhängigkeit. Schmusen und spielen gibt es nur wenn sie es wollen und wehe man stellt ihnen nicht das Futter hin, worauf sie gerade Lust haben.



Ha ha....genau, du willst kuscheln ? hier, kauf dir einen Hund. 
Menschen sind käuflich. Hunde übrigens auch. Einige meiner Hunde haben für ein Stücken Wurst alles gemacht....Das funktioniert nur bei Katzen, die als Jungtiere für den Film oder den Zirkus abgerichtet wurden. Man muss für diese Tiere die einzige Futterquelle sein so bauen sie ein Vertrauen auf. Wer diesen Job seriös betreibt, verzichtet auf Gewalt. Es braucht Geduld, ein Beobachtungsvermögen eine mentale Stärke und Liebe. Zooarbeiter kennen das.
Jede Katze hat ihre Persönlichkeit, die gilt es zu respektieren. Da muss ich zugestehen, ich habe auch viele Fehler gemacht, weil ich dachte, eine Katze hat man einfach und fertig !
Erst durch schmerzhafte Erfahrungen begann ich zu lernen.
Da möchte ich wieder Antoine de Saint-Exupery zitieren: 
" Man kennt nur die Dinge, die man zähmt. "
Damit das für alle klar ist, ich bewundere diesen Menschen für seine Bücher, seine Zitate und sein fliegerisches Können. Ich kenne seine Biographie aus Bücher und vom Film. Sein privater Lebensstil ist ein anderes Kapitel. Da ich ihn nicht persönlich kenne und auch nicht eine seiner zahllosen Frauenaffären bin, interessiert mich das nicht. Ich bin sowieso der Meinung, man soll Privates und Berufliches trennen.


Von meiner ersten Katze, dem Samy habe ich euch ja schon in der Katzenstory, Nr.1, erzählt. Heute, in Teil 2, geht es um meine nächsten Katzen. Um einen roten Kater, Rubino und um einen schwarzen Kater, den Nero. Sie waren von der selben Kätzin, aber kaum vom selben Kater. Denn sie waren ganz unterschiedlich.....also, begann ich sie zu zähmen.
Wir holten die zwei jungen Kater von einem Bauernhof. Einfangen, von der Freiheit in eine Wohnung, mit Balkon, war ein Stress für die zwei. Für meinen damaligen Mann und mich auch. Sie schrien, miauten, versteckten sich wo sie nur konnten, liessen sich nicht streicheln und stubenrein waren sie auch nicht....tief durchatmen!!!
Also, nach der Arbeit, war mein Abendprogramm vorgegeben, ich verwandelte mich in eine Kätzin. Zuerst mal ihre Hinterlassenschaften putzen und jedes mal, wenn einer pinkeln wollte, am Nacken nehmen und in die Katzenklo Kiste tragen. Dort geduldig warten, sie von dort nicht weglassen, bis sie ihr Geschäft gemacht hatten. Dann habe ich sie am Kopf gestreichelt, wie wenn ich sie ablecken würde und mit singenden Worten, wie miauen, gerühmt. Dann kam spielen an die Reihe.....ich brauchte keinen " Gutenacht Tee " ich kippte jeweils ins Bett und war weg. Zum Glück war mein Mann auch ein geduldiger Kater....
So ging das Woche um Woche. Rubino und Nero wurden zutraulich, verschmust, stubenrein und sie genossen bei schönem Wetter den Balkon.
Da ich auch eine Blumenliebhaberin bin, waren an der Brüstung des Balkons Blumenkästen befestigt. Unsere Nachbarin von Gegenüber, konnte beobachten, wie unsere zwei Kater, wenn wir am arbeiten waren, sich in den Blumenkisten vergnügten. Dementsprechend sahen die Blumen aus.....Ganz klar, sie waren auf der Jagd. Vögel erwischten sie nicht, aber Insekten und Schmetterlinge. Das ging eines Tages schief und Nero stürzte von der dritten Etage in den Rasen runter. Verletzt war er nicht, aber geschockt. Er versteckte sich drei Tage in einer Lüftungsröhre neben der Waschküche.
Dieses Ereignis war der Auslöser für unseren Entscheid, wegen den Katzen aufs Land zu ziehen. Wie diese Katzengeschichte weiterging, lest ihr in Katzenstory Nr.3                        Bis bald...miau...miau





Donnerstag, 4. Januar 2024

Katzenstory - Meine erste Katze Samy



Wie versprochen erzähle ich euch meine vielen erlebten Tiergeschichten.
Wie trostlos wäre unsere Welt ohne Tiere. Für mich jedenfalls nicht mehr Lebenswert. So verkünde ich laut und deutlich an alle Verantwortlichen die an einer neuen Weltordnung herumschrauben....ich harre aus und bleibe auf dieser Erde und wenn ich der letzte Mohikaner bin ! Auf dem Mond oder auf dem Mars wachsen keine Bäume, es duften keine Blumen, kein Schmetterling erfreut mein Auge und Tiere hat es auch keine. So....howgh, ich habe gesprochen !
Auf dieser alten Foto seht ihr mich mit meiner Katze Samy. Er war meine erste Katze und er hatte ein hübsches getigertes Fell. Samy war ein richtiger Schmuser und ich war, bin eine Schmuserin....also mit anderen Worten, wo er war war ich und wo ich war, war er.
Samy liess alles mit sich geschehen. Ich konnte ihm eine Puppenmütze umbinden und ihn im Puppenwagen spazieren führen, bis er miaute und aus dem Wagen sprang. So ganz ein harmloser Kater war er aber nicht. Eine hübsche Katzendame war ihm immer willkommen. Das waren dann jeweils Tage wo er verschwunden war und ich ihn im ganzen Quartier suchte....dieser Lustmolch!
Es gab noch eine Sache, wo er mich und meine Eltern Schach matt setzte....
Unsere Wohnung war in der dritten Etage. Ich trug ihn immer die Treppe rauf und runter, damit er Freigang hatte. Wir lebten ja in einem Vorort von Bern und das war damals noch ländlich. Aber bei schlechtem Wetter und in der Nacht musste er drinnen bleiben. Also hatte er ein Katzenklo. Meine Eltern hatten damals wenig Geld. Die Wohnung war klein, ohne Bad, nur ein WC. Aber es gab eine Wohnküche. Und da war in einer Ecke Samys Katzenklo.... Weiss der Henker, warum dieser Kater immer sein grosses Geschäft verrichten musste, wenn wir am Essen waren....! Es stank fürchterlich. 
Vater und ich waren hart im nehmen, wir lachten zusammen über diesen Stinker und haben fröhlich weiter gegessen. Aber Mutter hat es jeweils den Appetit genommen. Es schauderte  sie und manchmal begann sie zu würgen....Oh...die arme Empfindliche...ha ha. Na gut, dann übernahmen Vater und ich den Rest ihres Essens und Samy bekam auch noch was davon.
Mein Katzenglück dauerte leider nicht lange, eines Tages war Samy verschwunden. Ob ein Auto sein Leben beendete, ihn jemand mitgenommen hat ? Weder wir noch die Nachbarn und auch nicht der Polizist fanden ihn.  Nicht weit weg von uns war ein Haus, da lebten nur südländische Gastarbeiter.....vielleicht wurde aus Samy auch ein Sonntagsmenü. Hunde und Katzen landen ja nicht selten in einer Pfanne. Wenn dem so war, so hoffe ich doch sehr, dass alle nach diesem Katzenschmaus ordentlich Bauchschmerzen erlitten und ihnen Samy in der Nacht als Poltergeist erschien....


Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...