Posts mit dem Label Vögel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Vögel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 2. Oktober 2024

Die Stare - geliebt - geduldet - gejagt...


 
Guten Morgen....Heute wird ein guter Tag 😊

In meinem Acryl Bild aus der Serie: Meine naive Kunst könnt ihr sie erkennen, diese Banditen. Es sind Stare und deshalb hat das Bild den Titel:
Die Zwitscher - Plünder - Bande

Eine meiner Lebensdestinationen war in der Schweiz am Neuenburgersee. Der Begriff Destination kommt daher, weil auch ich ein Zugvogel bin. Ich bin 33 mal umgezogen...
So lernt man die " Welt " kennen !!!
Aber am Neuenburgersee lebten wir doch 13 Jahre in einem kleinen Haus mit Garten, direkt am See. Es war damals noch nicht so stark besiedelt wie heute und es war ein Vogelparadies. Die lockte ich natürlich mit diversen Pflanzen und im Winter mit Vogelhäuschen in unseren Garten. So pflanzten wir nebst Beeren, Blumen und Gemüse auch Bäume für die Vögel. Holunderbaum, Zwetschgenbaum und vor meinem Arbeitszimmer wünschte ich mir einen Apfelbaum.
Und hier beginnt meine kleine Gartengeschichte.
Ich war mit einem Bild am Schreibtisch beschäftigt, als mir plötzlich eine dunkle Wolke vor dem Fenster vorbei flog. Es rauschte wie wenn ein Sturm im Anmarsch wäre. Ich blickte erstaunt auf und es bot sich mir ein einmaliges Schauspiel....eine Vogelschar von zwei bis dreihundert Stare waren auf meinem Apfelbaum gelandet. O Jemine !
Es war ein Gewusel, ein Gehack und in einer Lautstärke ein Gezwitscher.....alle schmatzten und redeten und keiner hörte zu....das kommt mir doch bekannt vor !!!!!
Also wüsste ich nicht, dass alles Leben aus dem Wasser kam, so würde ich behaupten, der Mensch ist eine Vogelart....Schön sind sie ja diese Stare. Die Federn schillern in blau, braun, schwarz und die hellen " Sommersprossen " finde ich lustig. Aber sie müssen sich ja wohl etwas zu erzählen haben, sonst wären sie nicht so gesprächig. Zudem muss es hier Regeln geben. Von einem Moment auf den anderen war es still. Nur ein paar Sekunden, dann ging das Palaver wieder los. Das wiederholte sich ein paar Mal. Es war köstlich....was für mich allerdings weniger köstlich war, waren die Äpfel. Diese Banditen liessen mir einen einzigen Apfel übrig !!! Plötzlich war wieder Stille...es rauschte und weg war der Spuck. 
Ich rannte in den Garten hinaus und diesen einen Apfel habe ich gerettet, der gehörte mir. Genüsslich habe ich den gegessen....

Donnerstag, 6. Juni 2024

Eine kleine Vogelgeschichte


 Heute möchte ich euch eine kleine Vogelgeschichte erzählen. Sie hat sich dieses Frühjahr bei meiner Mam ( Mutter ) vor ihrem Balkon im Seniorenheim abgespielt.
Mit der Erlaubnis von Mam darf ich diese Fotos posten. Gerne sitzt Mam an ihrem Tisch und liest. Da hörte sie immer wieder ein eindringliches Jubilieren einer Vogelstimme....


Hier auf der Foto seht ihr links im Bild das Fenster-Bild mit dem Motiv eines Vogels. Es ist ein Wiedehopf. Rechts im Bild seht ihr im Hintergrund einen Baum, eine Fichte.
Jeden Tag sass auf einem Ast dieser Fichte eine Amsel. Wahrscheinlich ein junger unerfahrener Amselmann. Und er sang und flötete die schönsten Arien....
Dies mehrmals am Tag. Dabei schaute er mit einem hypnotisierenden Blick in den Balkon von Mam. Auch als Mam auf den Balkon ging, blieb er wie angeklebt sitzen und jubilierte.


Es sind immer Blumen auf dem Balkon oder auf dem Tisch.


Mam kam ins grübeln und erzählte mir das. Dabei sagte sie, " vielleicht denkt jemand an mich und will mir eine Botschaft senden " ? Nun gut, ich bin von einer geistigen Zwischenwelt überzeugt, aber wer könnte das schon sein...? Jedenfalls Vater ganz sicher nicht. Der war noch nie musikalisch. Oder es war denn eine Volksmusik. In meiner Muttersprache und meinem Berner Dialekt genannt " Ländler " oder " zwe glichlig u zwe ähnlech " oder " Hudigäägeler - Musig ". Bei dieser Volksmusik war für Vater die Cervelat Wurst, der Kartoffelsalat und zum trinken ein " Ghüratnigs " die schönste Musik.....und mit Vögel hatte er auch nichts im Sinn. Ein " Ghüratnigs " heisst soviel wie " Verheiratet " und ist ein Erfrischungsgetränk aus halb süssem und halb saurem Most. Ein Most wird aus Äpfel und Birnen gewonnen. Der saure Most hat 4 bis 8 Volumenprozent.
Hier ist nun meine Interpretation dieser Vogel Geschichte:
Ich denke, dieser liebestolle Amselmann hat sich in das bunte Wiedehopf Vogelbild verliebt. Mit seinen schönsten Melodien wollte er sie, die Wiedehopf Dame, überzeugen, das er der Richtige wäre für eine Vogelhochzeit....😄

Abendstimmung auf dem Balkon bei Mam




Mittwoch, 13. März 2024

Meine Naive Kunst - Ankunft der Störche auf Feld 4

Titel des Bildes: Ankunft der Störche auf Feld 4. (Pastellkreide auf Sandpapier) 


Jedes Jahr im März erfreut uns die Ankunft der Störche, wir haben am 12.03.2024 unseren ersten gesichtet. Sein nicht mehr so gebräuchlicher Name lautet "Meister Adebar." Uns allen ist dieser Name bekannt, Meister Adebar, aus dem Märchen "Die Störche" oder "Kalif Storch" von Wilhelm Hauff. In der Fotogalerie seht ihr unsere Schnappschüsse von Störchen. 


















Um die Geschichte abzurunden, gibt es noch 2 Zitate vom Meister Adebar. 




Mittwoch, 7. Februar 2024

Vögel - Eine Geschichte aus meinem Leben

So, hier ist endlich die erlebte Geschichte meiner Rabenkrähen. Darf ich vorstellen:

Kurt.....Irmi.....Flufi.....Fami.....Fibi   Titel:  The Crow Family

Serie: Meine Naive Kunst


Also....ihr wisst ja, Kurt habe ich gezähmt. Die Freundschaft bestand hauptsächlich darin, dass ich für ihn ein fünf Sterne Hotel war. Mehrmals am Tag holte er sich seine Leckerbissen.
Wollten es ihm von der Kolonie andere gleichtun, so hat er unser Häuschen mit dem Garten vehement verteidigt. Es war sein Territorium....
Eines Tages kam Kurt in Begleitung. Zu zweit setzten sie sich auf ihre Tanne, wo der beste Aussichtspunkt war. Die zweite Rabenkrähe war kleiner, zierlicher und ich entdeckte zwei weisse Brustfedern. Ich dachte bei mir, das kann nur eine Lady sein.
Wo er hinflog, ging sie mit. Sie riefen sich krächzend, suchten gemeinsam Futter und sie neckten sich und turtelten zusammen. Jaaa.....Krähenpaare haben einen zärtlichen und fürsorglichen Umgang miteinander. Die meisten Paare sind monogam. Wenn sie nicht einer Krankheit oder einem Unfall zum Opfer fallen, so können Rabenkrähen locker 40 Jahre alt werden. Naaa.....wir " Menschen-Vögel, " schaffen wir das auch....?! längstens nicht alle !!!

Mein verliebtes Rabenpaar gründete eine Familie. Raben bleiben ihrem Schlafbaum treu. Ein Nest wird mehrere Jahre genutzt. Sie bleiben ihrem Ort treu, wenn die Bedingungen stimmen. So war es auch bei uns. Mein Kurt füllte seinen Schnabel an meiner Futterstelle und brachte es seiner Angebeteten, die im Nest die Eier brütete. Meine Raben waren ja nicht die einzigen in der Kolonie drüben. Während dieser Paarung und Brutzeit begreift man dann eben den Ausdruck: Kraygen und krakeelen.....lärmen, rauschen, krächzen....es war nicht zu überhören und wir Anwohner liebten in dieser Phase die Nacht, den Mond und die Sterne...!!!

Nach einigen Wochen hatten wir die ganze Familie im Garten. Kurt und Irmi hatten drei Jungvögel. Alles was ein junger Vogel zum überleben lernen muss, wird ihm von den Vogeleltern mit Geduld und Ausdauer gelehrt. Das ist ein Fulltime Job !!! Erstens ist das füttern anstrengend, rumfliegen, Futter suchen und die gefrässigen und bettelnden Jungen versorgen. Zweitens kann man so eine Rasselbande nur kurze Zeit alleine lassen. Die sind nämlich übermütig, fliegen vom Ast, sitzen jammernd am Boden, können noch nicht fliegen und Möven, Raubvögel, Füchse und Katzen warten nur auf so eine Gelegenheit....
Zudem ist es wie bei den Menschenkinder, einige lernen schnell und sind bald selbstständig und andere sind eben schwer von Begriff, ängstlich oder eben ein Mamakind.....So war es auch bei uns. 

Zwei Junge waren von der schnellen Truppe. Nach vier Wochen suchten sie ihr Futter selbstständig und hatten auch schnell begriffen, dass es am Futterplatz was zu holen gab. Sie lernten vom " Vater, " dass unsere Hunde keine ernsthafte Gefahr waren. Schon bald flogen sie mit ihm in der Gegend rum und lernten von ihm Flugtechnik, landen und Gegenstände handhaben oder wie man eine Muschel aus dem See knackt. Ganz einfach....indem man sie von einer gewissen Höhe auf die Strasse oder gepflasterten Boden fallen lässt. 
Nun frage ich euch, wie lange muss ein Kleinkind von Vater und Mutter versorgt werden, damit es überlebt....?!
Einer der drei Jungvögel war so ein Spätzünder. Er bettelte und bettelte.....er hatte grade mal den Mut vom Nest zu uns in den Garten zu fliegen und krakeelte wie ein Grosser....diese Nervensäge! Die " Mutter " blieb geduldig bei ihm, fütterte ihn weiterhin und mit speziellen, gurrenden Lauten versuchte sie ihn zum fliegen zu bringen. Immer wieder kam der Vater mit den beiden Geschwister und sie versuchten auch, ihm Mut zu machen. Vergebens.....er oder sie blieb ein Angsthase. Kaum war er alleine schrie er wie am Spiess! Ein ganzes Jahr lang !!!

Es war wieder Brutzeit und mein Rabenpaar hatte wieder Junge. Diesmal nur zwei. Die Jungvögel vom letzten Jahr hatten sich der andern Rabentruppe angeschlossen, mit den Eltern hielten sie aber eine Verbindung. Der ein Jahr alte Jungvogel wurde nach wie vor mit gefüttert. Doch oh Wunder, plötzlich hatte er die nötige Erfahrung, Selbständigkeit und den Mut, endlich sich von den Eltern abzunabeln und sein eigenes Leben zu führen.
Liebe Leserschaft, diese Erfahrung mit diesen Rabenvögel hat mich oft zum Nachdenken gebracht......

Das Wort " Rabeneltern" will ich aber von Niemandem hören....von gar Niemandem !!!
Seit es die Menschheit gibt, werden Kinder ausgesetzt, gequält, vernachlässigt, verkauft, missbraucht.....es ist erschreckend und beschämend, wie viele Kinder pro Jahr spurlos verschwinden....!!! Der Menschenhandel floriert, die Reichen und die Schönen und Mächtigen brauchen in ihren Etablissements " Frischfleisch ", die Drogenmafia braucht laufend neue Konsumenten und mit dem Organhandel ist auch sehr gutes Geld zu verdienen. 
Das gefährlichste und gemeinste Wesen auf diesem Planet ist und bleibt der Mensch....Die Natur wird ihn in die Schranken weisen, unabhängig von Reichtum und Macht.....und das ist gut so !!!

Montag, 5. Februar 2024

Vögel - lustig und faszinierend

Im zweiten Teil meiner Rabenkrähen Geschichte geht es nicht um Kurt, meinem gezähmten Rabenfreund, sondern um die Raben Vögel allgemein. 

Über meine Erlebnisse mit Kurt und seiner Rabenfamilie lest ihr in Teil 3.....noch etwas Geduld, liebe Leserschaft, ich hacke mit meinem " Zweifinger - System " in die Tasten meines Laptops wie ein verrückter Vogel.......😁


 

Wenn wir von Raben oder Krähen reden, so denken wir meistens an grosse schwarze Vögel. Dem ist aber nicht so. Sie zählen zu den Singvögel und es gibt ganz unterschiedliche Gruppen. Da wären die Dohlen, der Eichelhäher, die Elster.....um nur einige zu nennen.

Rabenvögel gibt es auf der ganzen Welt. Sie haben die Fähigkeit sich Veränderungen anzupassen. Sei dies in ihrer Nahrung oder auch in der Veränderung des Klimas. Sie sind Allesfresser, können diese Nahrung ( Abfälle, Müllhalden ) auch verdauen. Aber eigentlich sind Raben;  Aas Fresser, also sozusagen eine " Gesundheitspolizei "......
Was glaubt ihr wer früher nach den Schlachten dieses Gemetzel beseitigt hat? Eben Rabenvögel, Wölfe, Füchse, Wildschweine, wilde Hunde und Katzen, Ratten....Zum Glück, es hätte sonst noch viel mehr Krankheiten gegeben und gestunken.

Die Rabenvögel sind die grössten Singvögel. Mit einem Gewicht von ca. 1,5kg und einer Flügelspannweite von 1,20 Meter, kommen sie einem Greifvogel gleich. Aber in einem sind sie unschlagbar. Sie zählen zu den intelligentesten Vögel. In ihnen stecken die selben kognitiven Fähigkeiten wie in einem Primaten.
Ihren Namen haben sie in unseren Breitengraden aus dem Mittelalter und dem Mittelhochdeutsch. Nämlich:  kraygen....lärmen, rauschen. Auch den Ausdruck krakeelen geht auf sie zurück. Was man aber durchaus auch heute noch für lärmende und grölende Mitmenschen verwendet.....

Rabenvögel wurden auch verfolgt und massenhaft getötet. Gerade im abergläubischen Mittelalter wurden Rabenvögel ins Reich der Hexen und Unglücksbringer verbannt. Nicht zuletzt, weil man sie als Aasfresser eben auch an Hinrichtungsorten antraf. Menschen wurden früher auch oft auf Pfahle aufgespiesst, als Abschreckung für das ungehorsame und arme " Fussvolk". Genauso wie man Tote ein paar Tage, am Galgen hängen liess. Daher der Name " Galgenvögel. "  Die Bauern haben sie gehasst, weil sich Saatkrähen über ihre Felder hergemacht haben. Das Leben war ja sonst schon hart genug, als Leibeigener eines Fürstentums oder Gutsherren. also wurden sie vergiftet oder gejagt.

Aber auch in unserer heutigen Zeit, können sie durchaus eine Plage sein. Ich rede da aus Erfahrung. Ich habe zehn Jahre in der Stadt Bern gegenüber der kleinen Schanze gewohnt. Dort hausen seit vielen Jahren Krähenkolonien. Morgens nach 4 Uhr geht es los.....es sind Dezibels, die einer Disco in nichts nachstehen! Umsiedeln oder mit allerlei Tricks vertreiben funktioniert nicht. Die Vögel sind zu intelligent und durchschauen alles....es gibt nur Ohropax und miteinander leben.

In früherer Zeit es gab auch Völker, wo Rabenvögel mit Gottheiten verglichen wurden und heilig waren. Dies zum Beispiel bei den Germanen, in der Antike, auch bei den Griechen und den Römer. Ebenso bei den Ureinwohner Amerikas wurden in einigen Stämmen die Rabenvögel verehrt. Bekannt war der Stamm der Crows.

Eine empfehlenswerte Webseite zu diesem Thema findet ihr hier:

https://www.planet-wissen.de/natur/voegel/rabenvoegel/index.html


                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

Sonntag, 28. Januar 2024

Vögel - Hi, ich bin der Kurt


Ein Bild, gemalt mit Pastellkreide auf Schmirgelpapier. Serie: Meine Naive Kunst  Titel: Ich bin der Kurt

 So liebe Leserschaft, wie bereits in meinem Post " Frühstück bei Tiffany " angekündigt, erzähle ich euch heute die Geschichte von Kurt. meinem Rabenkrähen Freund.
Dies ist der Teil eins, der zweite Teil handelt von ihm und seiner Vogelfamilie. Der wird auch demnächst geschrieben.....

Ihr habt es sicher schon bemerkt, alles was bei mir eine Bedeutung hat, erhält von mir einen Namen. Egal ob Tiere, Pflanzen, Bäume, es sind für mich Lebewesen die eine Seele haben und da führen wir öfters Gespräche miteinander. Laut oder lautlos.....eben auf geistiger Ebene. Hee...hee....höre ich da etwa ein Lachen ?! Seit Urzeiten gibt es Menschen, meistens Schamanen, Priester, Meister und Meisterinnen asiatischer Kampfkunst oder der Meditation, welche die Fähigkeit haben, in der " Zwischenwelt " zu kommunizieren. Oft benutzen sie dazu Drogen, oder besondere Rituale, oder es ist eine langjährige Übung dahinter.
In jüngeren Jahren war ich ein paar Jahre eine Karateka und später erlernte ich Tai-Chi. Also ich zähle auch zu den Menschen die in die geistige " Zwischenwelt " reisen können.....

Tiere spüren diese Fähigkeit sofort. Es ist die energetische Aura die sie spüren aber sie orientieren sich auch an der Körpersprache ( Hauptsächlich ) und an unserer Art wie wir reden.
Unser damaliges Haus, stand mitten im Garten. Eingefriedet von einer Hecke. Nebst ein paar Obstbäumen hatten wir eine hohe Tanne. Schon bald bemerkte ich, dass jedes Mal wenn ich in den Garten ging, von den Siedlungsbäumen der Rabenkrähen, sich einer von der Kolonie löst, zu uns in den Garten flog und auf dem obersten Spitz dieser Tanne Platz nahm. Aha....ich war unter Beobachtung. Ging ich hinters Haus, kam er mit und positionierte sich auf dem Holunderbaum. Aha....die Beobachtung geht weiter. Dieser schwarze Geselle hatte nichts anderes vor, als den Moment nicht zu verpassen, wenn ich wieder was essbares auf dem Insektenhotel deponierte! Er wollte von der Truppe der erste sein und wollte scheinbar nicht teilen. Jetzt mal abgesehen von unserem Galgo Hund "Bubi". Ich begann ihm ein Zeichen zu geben. Wenn ich in den Garten ging, egal für was, pfiff ich.....füü...füü...füü....dreimal. Er kam angeflogen und setzte sich auf die Tanne. Dann begann ich mit ihm zu reden. Nachbarn waren nicht immer vor Ort und sonst war das mir egal was sie von mir dachten....hatten alle genug zu wischen vor ihrer eigenen Haustüre !!!
Bereits hatte ich einen Namen für ihn:  Kurt

Sooo....Jetzt drehte ich den Spiess um. Wenn er am Futterplatz war, begann ich zu beobachten. Nun ist es wichtig, die Tiersprache zu beherrschen. Das hatte ich beim Hundetraining gelernt. Sich nicht frontal sondern seitlich hinstellen und vorerst kein Blickkontakt. Ruhig stehen, Abstand 10 Meter. Ich begann mit ruhiger Stimme wieder zu reden:  na...schmecken dir die Nüsse, du hübscher Vogel....Er hob jeweils den Kopf, bewegte ihn hin und her....Aha....Er hört mir zu und reagiert auf mich. 
Diese Übung machte ich täglich. Ich begann die Distanz zu verkürzen, Zuerst flog Kurt davon. Dann beachtete ich ihn nicht mehr, bis er wieder auf den Futterplatz oder auf die Hecke flog. Jaaaa......es braucht Geduld und Ausdauer !!!
Nach ein paar Wochen konnte ich mich auf etwa fünf Meter nähern und jetzt zeigte ich mich ihm frontal und blickte ihn an. Er flog wieder davon. Ich blieb bei dieser Übung. Dann begriff Kurt, dass ich ihn nicht bedrohte oder mein Territorium verteidigen wollte. Ich begann mich wieder zu nähern. Schritt um Schritt. Bei jeder Übung deponierte ich vorher auf dem Insektenhotel Futter. Ich redete mit ihm über Gott und die Welt....er war auch meiner Meinung.
So kam ich bis einen Meter neben den Futterplatz. Ich stellte mich zu beginn wieder seitwärts hin, ohne Blickkontakt. Das gab ich ihm zu verstehen, dass ich ihm das Futter nicht wegessen wollte. Nach anfänglichem hin und her von Futterplatz zur Hecke und zurück, akzeptierte er es. Ich stellte mich wieder frontal hin, schaute ihn an und begann eine Baumnuss in der Hand zu halten. Auch diese Übung, jeden Tag. Es dauerte wieder ein paar Wochen, bis Kurt es wagte, diese Nuss aus der Hand zu fressen.                                   
 Der Bann war gebrochen, wir waren Freunde.
Diese Methode habe ich nicht nur bei den Sendungen von Cesar Millan oder den Sendungen vom Pferdeflüsterer Monty Roberts gelernt. Auch unser Hundetrainer in der Westschweiz war damals bekannt. Er wurde von der Polizei jeweils dazu genommen, wenn sie ausgesetzte Hunde einfangen mussten, die aus lauter Angst aggressiv und bissig wurden. Auf diese Weise bekam er jeden Hund in den Transportkäfig und ins Tierheim. Dort begann dann die schwierige und intensive Aufgabe solchen Tieren ( Hunde, Katzen, Pferde )
wieder ein Vertrauen zum Mensch aufzubauen. 

Liebe Leserschaft, hier ist es mir ein Anliegen, ein paar Worte zum Tierschutz zu sagen. Es ist aus meiner Erfahrung dringend notwendig.
1. Ein Tier braucht Zeit, ist kein Spielzeug, kein Kinder oder Partnerersatz, sondern ein Tier, das sein artgerechtes Leben führen möchte. Aber es ist seinem Mensch auf Gedeih oder Verderben ausgeliefert.
2. Ein Tier verursacht Kosten.
3. Keine Tiere im Internet kaufen. Geht in eurer Stadt zum Tierheim. Dort erhaltet ihr Beratung und habt die Garantie, dass ihr ein gechiptes, vom Tierarzt kontrolliertes Tier erhaltet. Das euren Bedürfnissen oder eben Fähigkeiten entspricht. Bei jedem seriös geführten Tierheim erhaltet ihr Hilfe wenn es Anfangsschwierigkeiten gibt.
Und an die Tierheime ist mein Apell; Bitte vermittelt nicht nur, damit ihr die Tiere los seid. Reduziert die behinderten Tiere, ( ja, es tönt brutal, aber es ist die Realität ), es hat genug gesunde Tiere die auf einen Platz warten. In der Natur hat ein geschwächtes Tier keine Überlebenschance. Das war früher beim Mensch nicht anders.
Bitte sucht die neuen Besitzer nach den Eigenschaften des Hundes oder der Katzen aus. Also, Arbeitshund, Wind und Jagdhund, Hütehund.....oder bei Katzen Stubenhocker oder Freigänger.....Danke !!!
Und nicht zuletzt appelliere ich an euer Herz.....wenn ihr mit einer Spende etwas Gutes tun möchtet, dann spendet an ein Tierheim vor Ort. Nur wenige Betreuer erhalten einen angemessenen Lohn, sie opfern ihre Freizeit und sie erfüllen eine wichtige und notwendige Arbeit in unserer Gesellschaft.
Denn wir wissen es nicht und werden es von den jeweiligen Verantwortlichen auch nicht erfahren, was und wieviel unserer Spenden die ins Ausland gehen, am richtigen Ort, und zum richtigen Zweck verwendet werden....!!!

Montag, 22. Januar 2024

Frühstück bei Tiffany - eine Geschichte aus meinem Garten

Liebe Leserschaft, hier ist meine gemalte Naive Kunst mit dem Titel:

" Frühstück bei Tiffany ". Wie ich auf meiner social media Plattform MeWe, meinen Follower versprochen habe, erzähle ich euch hier die erlebte Geschichte dazu.


Als mein Mann und ich in unser kleines Haus am Neuenburgersee - CH einzogen, sah unser Garten auf der Seeseite ungefähr so aus, wie ihr es hier sehen könnt. Schon im ersten Winter errichteten wir ein grosses Vogelhaus, direkt vor der Küche, damit wir vom Esstisch aus eine gute Sicht auf's Vogelhaus hatten.
Vögel füttern hat bei mir eine lange Tradition. Das habe ich schon als Kind gemacht. Brotkrümel, Haferflocken und Vogelkerne deponierten wir im Winter auf dem Balkon oder ich ging mit meinem Hund in den Wald und befestigte Meisenknödel und Speckschwarten an einem Baumast. Ich weiss, die Meinungen gehen da auseinander. Aber wenn ich mir das politische und das wirtschaftliche Treiben in dieser Welt anschaue, dann ist meine Aktion eine harmlose....aber ganz eine harmlose !
Also....Die Vogelschar war gross, denn wir wohnten ja direkt am See und angrenzend an ein Naturschutzgebiet. Wie bei den Menschen, gibt es auch bei den Vögel eine Hierarchie. Es kommt nicht von ungefähr, dass man Menschen und Vögel zusammen vergleicht.....ein lautes Gezwitscher, wild durcheinander und keiner hört zu. Ist ja auch viel Nonsens, jedenfalls beim Mensch....ein Futterneid, wie beim Mensch....und ein Imponiergehabe, wie beim Mensch. Zudem.....schräge Vögel, Raubvögel, hinterlistige Vögel, hässliche Vögel, Paradiesvögel....und die schwarz gefiederte Elite.... die aber keine Krawatte trägt, keine sündhaft teure Handtasche rumschleppt und auch nicht so verlogen ist wie die zweibeinige Elite....
Spatzen, Amseln, Finken und andere Singvögel aus der Umgebung kamen immer schon früh an die Futterstelle. War im Jura drüben viel Schnee, so kamen die Bergfinken, Kernbeisser, Stieglitze.....Plötzlich war der Buntspecht und der Grünspecht am Futterhaus. Er war hauptsächlich an Nüssen interessiert. Er kam, nahm sich seine Portion und war gleich wieder weg. Dann hüpften Elstern auf der Hecke herum, beobachteten und taten sich meistens am Boden verköstigen. Trockenobst, Apfelstücke, Nüsse, nahmen sie mit in ihr Revier.                                                                                                                                      Und dann kamen sie, die schwarz gefiederten Damen und Herren.....na wehr wohl? Genau, die Krähen. Bei mir waren es Rabenkrähen. Schöne, kluge und stattliche Vögel. Ihnen wurde Platz gemacht, auch die frechen Spatzen hielten Abstand und getrauten sich nicht, den herrschaftlich dahinstolzierenden Rabenkrähen etwas weg zu schnappen. Da reichte von ihnen nur ein kühner Blick.
Auch ich habe mir zu Beginn an ihnen die Zähne ausgebissen.....Sie wussten genau was sie wollten....Die Meisenknödel, die Nussstangen und wenn es vom Käse oder von einer Wurst etwas Rinde gab, so liessen sie die auch mitlaufen. Also mit anderen Worten; ich hängte am Morgen die Sachen auf....und sie hängten sie wieder ab.....und weg war das Futter. 
Dieses Spiel spielte ich anfänglich mit. Ich dachte mir, na ihr Rabenvögel, so schlau wie ihr seid, bin ich schon lange ! Dem war nicht so ! Ich konnte die Nusstangen und Meisenknödel hinhängen wo und wie ich wollte....weg!!!
Einerseits amüsierte es mich innerlich, aber äusserlich schadete das langsam meiner Brieftasche....
Nun muss man wissen, das ich zu dieser Zeit begonnen habe mich im Tierschutz zu engagieren. Da hatte ich mit verhaltensgestörten Hunden zu tun, die von ihren Menschen so gemacht wurden. Die kann man nur erfolgreich vermitteln, wenn man sie resozialisiert, sonst kommt die Hälfte der vermittelten Tiere zurück. Also begann ich mich aus und weiter zu bilden. Vor Ort im Training und im Fernsehen mit Sendungen von Cesar Millan und das mehrere Jahre. Es war das Beste was ich machen konnte. Es half nicht nur den Hunden, nein es half auch mir, mich in meiner Persönlichkeit zu entwickeln. Ich wurde auch eine Hundeflüsterin.....eine Menschenflüsterin....und eine Rabenvogelflüsterin....es hat funktioniert. Ich habe diese unverschämte, flegelhafte Raben-Vogel-Bande begonnen zu zähmen......Aber dies ist eine andere Geschichte !

Samstag, 13. Januar 2024

Hundestory - Der kluge Rabe und der schnelle Windhund

Halli Hallo liebe Leserschaft, Schaffhausen ist von einer Hochnebeldecke zugedeckt. Es ist grau in grau, minus 3 Grad. Das macht nichts, vor mir steht eine Tasse duftender Kaffee auf dem Schreibtisch. Die Gedanken-Räder sind am rotieren und es ist ein guter Moment euch die zweite Geschichte von " Bubi " dem spanischen Galgo Rüden zu erzählen.....

Also, in Teil 1 habt ihr diesen lustigen Kerl ja schon kennengelernt. Das ich zu dieser Zeit mit meinem damaligen Mann in einem kleinen Haus am Neuenburgersee gelebt habe, wisst ihr auch. Diese Wohnsiedlung grenzt an ein Naturschutzgebiet, dementsprechend hat es viele verschiedene Vögel. Da habe ich noch einige Geschichten auf Lager.....

Der kluge Rabe und der schnelle Windhund hat sich in unserem Garten abgespielt.


In meinem wilden aber durchaus geordneten Naturgarten befand sich ein selbstgebasteltes Insektenhotel. Das Dach dieses ca. 1m20 hohen Holzturms, war der Platz für das Vogelfutter. Alles musste gesichert werden in unserem Garten. Entweder in die Höhe, in ein Gehäuse oder in ein Versteck. Es bedienten sich nämlich alle bei uns......der Fuchs....die Mäuse und Ratten.....die Eulen....Eichhörnchen.....allerlei Vögel.....und auch die Rabenkrähen, die ihre Nistbäume im angrenzenden Baumbestand hatten. Aber der schlimmste von allen.....war der Bubi!

Nun müsst ihr wissen, ich bin eine " Rabenfrau " da werde ich auch noch davon schreiben.

Also, dieses Insektenhotel war hauptsächlich für meine Rabenkrähen gedacht. Es sind Allesfresser. Aber da ich ein Gesundheitsfreak bin, gab es auch für sie was gesundes. Nüsse, Weinbeeren, trockenes Brot und ab und zu etwas Käse oder eine Speckschwarte.

Von meinem Arbeitszimmer aus konnte man direkt auf diesen Futterplatz schauen. Das wusste nicht nur ich, das wusste auch unser " Bubi ". Wenn ich nach dem Frühstück das Futter auf dem Dach des Insektenhotels verteilte, wurde ich beobachtet.

Der eine Beobachter war die vierbeinige Krähe hinter der Fensterscheibe und der andere Beobachter war " Kurt " meine Rabenkrähe. Nun begann zwischen den beiden das Spiel....

Bubi durch die Hundeklappe in der Küche ab in den Garten. dort schnüffelte er gelangweilt an den Blumen und Büschen herum und in anschleichen Manier kam er auf die Rückseite des Gartens. Stillstehen und abwarten.....

Kurt war ja nicht blöd, Rabenkrähen sind intelligent und äusserst lernfähig. Er setzte sich auf die Hecke und hatte den Bubi im Blick. Schwupp war er am Futter. Das war das Startzeichen......wie ein Ferrari startete Bubi einen Spurt zum Futterhaus. Kurt machte das wenig Eindruck. Er wartete bis zum letzten Moment, flog hoch und war wieder auf der Hecke. Dort konnte ihm nichts passieren. Bubi stellte sich auf die Hinterbeine, so kam er ans Futter ran und blitzschnell wollte er abräumen.....Kurt reklamierte lauthals!

Jetzt kam ich ins Spiel.

Entweder klopfte ich an die Fensterscheibe und drohte mit dem Zeigefinger oder ich öffnete die Balkontüre und befahl Bubi: " Abmarsch ins Haus " das machte er auch, bis er durch die Fensterscheibe wieder Kurt sah.....dieses " Hund und Raben Spiel " wiederholte sich solange bis das Futter weg war. Dann hatten die beiden ihren Spass gehabt und wenn ich ehrlich bin, ich auch.

Zeitreisen - Wurzelpark Arriach-Gerlitzen

# Ein Spaziergang durch den Wurzelpark Arriach: Wo Kettensägen Kunst machen! Leute, wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, dass es schon 12 ...