Mittwoch, 25. Februar 2026

JacoMis Gedanken zu der Fasnacht in Bern


Der Fasnacht Umzug in der Stadt Bern wird vom Bär eröffnet. Der Bär ist seit dem frühen 13. Jahrhundert das Wappentier der Stadt und des Kantons Bern - Schweiz.
Der Legende nach soll ein Bär das erste Tier gewesen sein, das der Stadtgründer Herzog von Berchtold V. von Zähringen, bei der Jagd erlegte. 
Somit ist der Bär in der Berner Kultur tief verwurzelt. 
Wer den Bär lebendig bewundern möchte, kann dies beim schön angelegten Bärenpark tun.



Hallo liebe Leser und Leserinnen, hier sind wir wieder, die JacoMis.
Zur Zeit sind wir mit unseren Beiträgen etwas reduzierter als wie gewohnt. Das hat den Grund, weil Jaco und ich nach unserer Heirat zusammenziehen. Dies ist für meinen lieben Mann ein grosser Schritt, in seinem Alter noch ein " Schweizerbub" zu werden. Wir schlagen und ärgern uns mit Ämter herum, Versicherungen ect. und wieder einmal mehr sind wir am Kisten packen. Also liebe Leserschaft, Jaco hat den Kopf voll, ihr müsst mit mir, der Mis, vorlieb nehmen.

Um uns mal auf andere Gedanken zu bringen und " runter zu fahren " beschloss ich, Jaco die Berner Fasnacht zu zeigen. Leider bei garstigem Wetter. Aber echte Fasnächtler sind wetterfest. Das war ich ja viele Jahre, als ich noch in Bern lebte.
Oft war ich verkleidet als stille Beobachterin und ich erfreute mich an der Fantasie der Kostüme und ganz klar an der Musik der Guggen Gruppen. Später war ich regelmässig mit meinem Fasnachtskollegen, ein Transgender, unterwegs. Er als Frau, ich als Mann. Dies bis 2012.


Was wir zu dieser Zeit noch erlebten war ein " Fasnachtsgeist " der von der Bevölkerung getragen wurde. Die Fasnächtler waren viel mehr Maskiert und oft waren dies Familien, Vereine oder Cliquen, die mit viel Fantasie sich kostümierten und oft auch gleich mit der Kostümierung, mit vorgetragenen Texten oder einem hergerichteten Handwagen zu einem Gesellschafts - oder Politischen Thema Stellung nahmen. Bravo, dies ist ein tragender Teil einer Fasnacht. Es ist ein Brauch, der bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht.



Für mich persönlich war auch immer die Hexenfasnacht ein Highlight. Früher fand sie auf dem Rathausplatz statt, jetzt auf dem Münsterplatz. 




Jedes Fest, gerade ein Volksfest, steht oder fällt mit dem Gemeinschaftssinn. Es braucht Begeisterung, Leidenschaft und Herzblut. Dies ist unserer oberflächlichen Konsumgesellschaft abhanden gekommen. Aufgeputscht mit Drogen und Alkohol, muss ein Flash nach dem anderen her. Abtanzen in Discos und schneller Sex bis zum umkippen. Die social medias haben diese Gesellschaft voll im Griff und bestimmen bei den meisten ihr Leben. 
Ist dies Kultur...?! Wohl kaum. 
Ist dies eine gezielt ausgerichtete Absicht eines Phantoms...?! Wohl eher.
Nach dem uralten Brauch; Zuckerbrot und Peitsche...?! Das Zuckerbrot haben wir, die Peitsche wird noch kommen, da könnt ihr euch drauf verlassen, ihr Y und Z Generation.



Somit ist es kein Geheimnis, dass vielerorts das Interesse an Fasnacht, Guggenmusik oder anderen Aktivitäten, wo freiwilliges und aktives Mitwirken erforderlich ist, immer mehr nach Nachwuchs sucht.
Nun stellt sich mir die Frage, was ist denn mit den abertausenden von zugewanderten " Schweizer " ???!!! Jeder 3-4 Schweizer oder Schweizerin hat Migrationshintergrund.
Eine Wahlheimat hat nicht nur mit Profit und Abgrenzung zu tun. Es ergibt Sinn die Landessprache in Wort und Schrift zu lernen, sich mit dem Brauchtum auseinander zu setzen und sich als wertvolles Mitglied in der Gesellschaft zu engagieren. Gelegenheiten sind mit Sport - Musik - Natur - Umweltschutz - Sozialen oder Kulturellen Vereinen mehr als genug vorhanden. Somit wäre doch eine Fasnacht die Gelegenheit. In euren Länder wird getanzt, musiziert, ihr habt Brauchtum und bunte Kostüme.
Bildet Gruppen, zeigt uns was euch Freude macht und was ihr drauf habt.
Dies könnte für die Zukunft unserer Schweizer Fasnachten eine bunte und fröhliche Bereicherung sein. 



Um dies zu realisieren braucht es eine Lockerung von Seiten der Behörden. Statt einem Verbot für indigene Kostümierung, oder sonstigem Schwachsinn, wäre es sinnvoller Volksfeste wie eben unsere Fasnacht, international zu gestalten und mal die Fördergelder besser zu verteilen. Oder ja, es ist Fasnacht, da darf man der Obrigkeit die Meinung geigen...das heisst, weniger Geld im Ausland verteilen und die Schweizerbevölkerung mit ihrer Kultur fördern !!!



Wie immer zum Schluss des Fasnachts Umzugs kommen die " Putzfroue " ich übersetze: die Putzfrauen; und fegen die vielen Konfettis und die zahlreichen Zuschauer zusammen....Aber ein grosses Problem bringt auch die beste Putzequipe nicht weg. Seit Beginn unseres Fasnachtstreibens in Bern, bringen wir unsere Narren und Närrinnen nicht mehr aus dem Narrentempel heraus. Sie kleben auf ihren gut gepolsterten Narrensitzen in ihrem Narrentempel und frönen seit Jahrhunderten den sieben Todsünden:

1. Superbia ( Hochmut / Stolz )
2. Avaritia    ( Habgier / Geiz )
3. Iuvidia     ( Neid )
4. Ira           ( Zorn )
5. Luxuria    Wollust / Ausschweifung )
6. Gula        ( Völlerei / Masslosigkeit )
7. Acedia     ( Trägheit / Faulheit )

Ähh....dies nur in der Schweiz ?...urteilt selber....!!!

Ich sage " Tschou zäme "  Tschüss zusammen, bis zum nächsten Post, eure Mis von den JacoMis 😉



Machen wir aus jedem Tag einen perfekten Tag

Liebe Leser und Leserinnen, ein perfekter Tag, ist es nicht das was wir uns wünschen So einen Tag hatten Jaco und ich heute. Den möchten wir...