# Ein Sommertag am Rhein: Klostergut Paradies & St. Katharinental
Am 27. Mai 2026, einem herrlich sonnigen Frühsommertag, war ich mal wieder als Entdecker unterwegs. Mein Ziel: die rechte Rheinseite von Schaffhausen bis nach Diessenhofen. Es war einer dieser Tage, an denen man einfach raus muss, die Natur genießen und neue Orte erkunden will. Und was soll ich sagen? Es hat sich absolut gelohnt!
### Klostergut Paradies – Geschichte trifft auf Idylle
Schon von Weitem konnte ich die beeindruckende Anlage des ehemaligen Klosterguts Paradies in Schlatt (TG) erspähen. Direkt am Ufer des Rheins gelegen, strahlt dieser Ort eine Ruhe und Gelassenheit aus, die einen sofort in den Bann zieht. Das Klostergut hat eine spannende Geschichte: Ursprünglich als Kloster gegründet, wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts komplett landwirtschaftlich genutzt. 1918 kaufte das Schweizer Industrieunternehmen Georg Fischer das Areal – damals eine außergewöhnliche Entscheidung. Landwirtschaft und Viehzucht dienten der Versorgung der Mitarbeitenden, was in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg sicher eine kluge Idee war.
Ein Spaziergang durch den weitläufigen Park war wie Balsam für die Seele. Alte, mächtige Bäume spendeten Schatten, und überall gab es kleine Highlights zu entdecken: ein Nagelbaum, ein altes Mühlrad, das 2020 per Hubschrauber angeliefert wurde, und die Skulptur „Gemeinschaft der Nonnen“, die an die klösterliche Vergangenheit erinnert. Ein Wasserturbinenrad blitzte in der Sonne, und ich konnte meinen Blick kaum abwenden.
Ein echtes Highlight war die Eisenbibliothek, die gleich am Eingang mit einem massiven Roteisenstein aufwartet – 5,9 Tonnen schwer und mit einem beeindruckenden Eisengehalt von 53,6 %. Wer hätte gedacht, dass Eisen so faszinierend sein kann?
### Weiter zum Kloster St. Katharinental
Nach diesem kleinen Ausflug in die Vergangenheit ging es weiter – durch Felder voller blühendem Mohn und schattige Wälder – zum ehemaligen Kloster St. Katharinental bei Diessenhofen. Die Anlage liegt ebenfalls direkt am Rhein und ist einfach wunderschön. Besonders die Klosterkirche ist ein echtes Schmuckstück des süddeutschen Barocks. Man spürt förmlich die Geschichte dieses Ortes, auch wenn die Gebäude heute als Rehabilitationsklinik genutzt werden.
Nach einer ausgiebigen Besichtigung gönnte ich mir in der Cafeteria direkt am Rhein eine Kaffeepause. Mit Blick aufs Wasser und einer leichten Brise im Gesicht schmeckte der Kaffee gleich doppelt so gut. Im klaren Rheinwasser konnte ich sogar einige Fische beobachten – Döbel, auch Alet genannt, wie ich später herausfand. Ein schöner Moment, der mich daran erinnerte, wie wichtig es ist, ab und zu innezuhalten und einfach nur zu genießen.
### Fazit
Dieser Tag war ein perfekter Mix aus Geschichte, Natur und Entspannung. Das Klostergut Paradies und das ehemalige Kloster St. Katharinental sind zwei echte Perlen am Rhein, die man unbedingt einmal besuchen sollte. Von Diessenhofen erzähle ich euch beim nächsten Mal – das wird ein eigener Blogbeitrag.
Bis dahin: Genießt den Sommer und lasst euch von der Schönheit unserer Umgebung inspirieren! 😊 🚲
Weidlinge am Rhein
Klostergut Paradies
Klostergut Paradies
Im Takt des Mühlrades
Nagelbaum
Nonnengemeinschaft
Parkanlage
Roteisenstein
Wasserturbinenrad
Mohn & Kornblumen
Der Rhein bei Diessenhofen
St. Katharinental
St. Katharinental
St. Katharinental
St. Katharinental
Döbel (Alet)
Cafe Katharina



