# Cottbus – Zwischen Fürst Pückler, Postkutscher und Osterhasen
Es ist kaum zu glauben, aber mein letzter Besuch in Cottbus liegt tatsächlich schon neun Jahre zurück. Neun Jahre! Wie schnell die Zeit vergeht. Damals war ich in der größten Stadt der Niederlausitz unterwegs, die mit ihren 95.000 Einwohnern nicht nur Geschichte, sondern auch eine ordentliche Portion Charme zu bieten hat. Und was soll ich sagen? Ich war begeistert – und das nicht nur wegen des auf einem Hirsch reitenden Fürsten Hermann von Pückler.
## Kunst oder Kitsch?
Das neue Wahrzeichen von Cottbus, der farbenfrohe Fürst Pückler auf seinem weißen Hirsch, spaltet die Gemüter. Ist das jetzt Kunst oder doch eher Kitsch? Ich persönlich fand die Skulptur herrlich, denn wer könnte einem Lebemann wie Pückler widerstehen? Der Mann wusste, wie man sich inszeniert – und das nicht nur im Leben, sondern auch posthum. Mein Tipp: Wer sich für den abenteuerlichen Lebenswandel dieses Mannes interessiert, sollte unbedingt „Der grüne Fürst“ von Heinz Ohff lesen. Es gibt spannende Einblicke in das Leben eines Mannes, der nicht nur für seine Parks, sondern auch für seine Eskapaden bekannt war.
## Schloss & Park Branitz – Ein Muss für Fans
Unweit von Cottbus befindet sich Schloss und Park Branitz, die letzte Wirkungsstätte des Fürsten. Ob wir es jemals noch dorthin schaffen? Das bleibt abzuwarten. Aber allein die Vorstellung, durch die kunstvoll angelegten Gärten zu schlendern und dabei die Pyramiden zu bestaunen, lässt mein Herz höherschlagen. Pückler wusste eben, wie man Eindruck hinterlässt – nicht nur mit Eiscreme.
## Zungenbrecher und Postkutscher
Doch zurück nach Cottbus: Wer kennt ihn nicht, den berühmten Zungenbrecher? „Der Cottbuser Postkutscher putzt den Cottbuser Postkutschkasten.“ Und ja, genau diesem Postkutscher wurde ein Denkmal gesetzt. Die bronzene Skulptur steht in der Nähe der Lindenpforte und ist ein echtes Highlight – nicht nur für Fans von Sprachakrobatik. Ich habe mich ehrlich gesagt gefragt, wie oft dieser Satz wohl schon in der Stadt geübt wurde. Vielleicht gibt es ja eine geheime Meisterschaft im Postkutscher-Zungenbrecher? 💬😏
## Geschichte, die bewegt
Cottbus hat eine lange Geschichte – und eine bewegte dazu. Erstmals erwähnt wurde die Stadt 1156 unter dem Namen „Chotibus“. Seit dem 15. Jahrhundert gehörte sie fast durchgängig zu Brandenburg bzw. Preußen. Angesichts der bedrohlichen Weltlage im Nahen Osten und in Europa muss man sich immer wieder an die Vergangenheit erinnern: Doch wie viele deutsche Städte hat auch Cottbus dunkle Kapitel: Im Herbst 1940 trafen die ersten Luftangriffe die Stadt, und am 15. Februar 1945 zerstörten 459 US-amerikanische B-17-Bomber große Teile von ihr. Mehr als 1.000 Menschen verloren ihr Leben. Heute besteht Cottbus zu etwa einem Drittel aus Gebäuden von vor dem Zweiten Weltkrieg.
## Blumen, Skulpturen und Osterhasen
Bei meinem Spaziergang durch das Zentrum fielen mir besonders die gepflegten Blumenbeete und die zahlreichen Skulpturen ins Auge. Und dann war da noch diese entzückende Oster-Hasenfamilie, die sich in einer Blumenrabatte niedergelassen hatte – ein Werk der Holzbildhauerwerkstatt Fromelius. Ob das jetzt Kunst oder Kitsch war? Ach, wen interessiert’s! Es hat mich zum Lächeln gebracht, und das zählt doch am meisten.
## Fazit: Cottbus – Ein Besuch lohnt sich!
Cottbus ist eine Stadt voller Überraschungen: Von historischen Denkmälern über skurrile Skulpturen bis hin zu farbenfrohen Blumenbeeten – hier gibt es für jeden etwas zu entdecken. Und wer weiß? Vielleicht schaffe wir es ja bei meinem nächsten Besuch endlich nach Branitz. Bis dahin bleibt mir nur eins: Ich kann nicht ruhen, ich kann nicht rasten. "Der Cottbusser Postkutscher putzt den Cottbusser Postkutschkasten." 💬 😉
Skulptur Fürst Pückler
Schloss Branitz
Streetart
Cottbusser Postkutscher
Brunnen Altmarkt
Altmarkt
Lindenpforte
Lindenpforte & Stadtmauer
Skulptur - Standesamt
Mutterschaft
Junge Lehrerin
Hasenfamilie - Holzplastik






