Hallo liebe Leser und Leserinnen, ich war wieder unterwegs Richtung Bern.
Es war ein kalter Januartag. In Schaffhausen stieg ich bei klarem Wetter frühmorgens in die Rheinfallbahn. Oben im Bild seht ihr wie die Bahn über den Rhein fährt. Ich finde zu jeder Tages und Jahreszeit ist dies ein besonderes Erlebnis. Also habe ich wieder mein Handy an die Fensterscheiben gehalten, in der Hoffnung ein paar tolle Fotos zu machen. Na ja...das Licht war zeitweise schwierig und ich bin ja kein Profi.
Aber es geht ja hier auch nicht um einen Wettbewerb, sondern um euch ein paar Winterimpressionen zu zeigen. Zudem ihr wisst ja, ich bin die Künstlerin Pongo T. Mischler...und Kunst ist nie perfekt.
Perfekt ist nur die Natur !!!!!
Die Strecke der Rheinfallbahn verläuft in südwestlicher Richtung durch das Zürcher Weinland und das Tösstal, um Winterthur zu erreichen.
Immer reizvoll ist die Strecke zum Rheinfall. Die Bahn fährt parallel dem Rhein entlang und bietet einen schönen Blick auf Flurlingen. Dies ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Zürich und sie gehört zum Bezirk Andelfingen.
Von da an beginnt sich der Rhein zu kräuseln und er fliesst unruhig. Das Flussbett ist mit kleinen Felsen bestückt und gleich kommt der Rheinfall.
Die Blendung des Lichts war zu stark. Es gab nur diese Foto.
Es war an diesem Morgen ein wechselhaftes Schauspiel. Plötzlich war dichter Nebel bis sich von vorne die Sonne durch den Nebel " durchglühte ".
Ich habe dieses Schauspiel noch knapp erwischt.
Stille ist nicht nur Abwesenheit von Lärm, sondern ein Schweigen,
das den Menschen Augen und Ohren öffnet für eine andere Welt.
Serge Poliakoff
Die Obstbäume wurden bereits geschnitten. Schlafen sie noch oder warten sie schon ungeduldig auf den Frühling ?
Doch wer am Anfang ist zufrieden, kommt nicht weit.
Friedrich Rückert
Ich denke wir dürfen mit der Strecke der Reinfallbahn zufrieden sein. Zumal meine Fahrt in Winterthur ja nicht endet. Hier steige ich um in die Bahn nach Bern.
Nach einem Besuch bei meiner Mutter im Pflegeheim, wo wir einen " Mutter - Tochter - Tag " genossen und ich ihr einiges besorgen konnte, wartete ich am Hauptbahnhof Bern auf meine Bahn. Ich fuhr wieder bis Winterthur und wieder in die Rheinfallbahn nach Schaffhausen.
Hier ein Bild vom Postzug den ich im Bahnhof Bern sah.
Auf der Rückreise setzte sich eine Dame zu mir ins Zugabteil. Wir waren etwa im selben Alter und sie war chic gekleidet. Kurz darauf setzte sich ein " junges Beeri " zu uns ins Abteil. Kein Hallo, sie fläzte sich hin, und packte ihr gekauftes Abendpicknick aus und begann zu essen und gleichzeitig hatte sie ihr Handy vor der Nase.
Meine Nachbarin sagte zu ihr guten Appetit...keine Antwort.
Wir schauten uns an und mussten grinsen...zum Glück hat unsere Generation noch gelernt was Manieren sind !!! So kamen wir ins Gespräch. Der Funke sprang rüber.
Wir redeten über die Natur, von Hunden und Hundespaziergängen, von der Musik und der Kunst...wunderbar ! In Zürich stieg sie aus und wir verabschiedeten uns mit unseren Vornamen.
War das ein schönes Erlebnis...wie früher, als man noch höflich fragte " ist dieser Platz noch frei " ? es war auch normal dass man ins Gespräch kam. So erfuhr man wohin die Reise führte, dass nette Enkelkinder vorhanden sind, dass man einen schönen Garten hat, oder dass man zu einem Konzert fährt...wir erlebten das Gefühl, dass wir in einer Bahn Reisegefährten waren und wir lebten ein Leben in einer Gemeinschaft...im Dorf...in der Stadt...an der Schule...am Arbeitsplatz...im Verein...im Wohnhaus und Wohnquartier...und in der Freizeit. War das eine schöne Zeit !!!
Zuhause angekommen wurde ich am Ende dieses Tages noch mit einem fantastischen Himmel belohnt...ist das Leben nicht schön !?
Es gibt keine Wunder für den, der sich nicht wundern kann.
Marie von Ebner - Eschenbach












