Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.
Zitat von Paul Klee
Genau dies habe ich versucht in meinem Kunstwerk in Acryl, umzusetzen.
Hallo liebe Leser und Leserinnen, was denkt ihr, was machen Jaco und ich, wenn es so eine Hitze ist, das einem fast das Blut in den Adern zu köcheln beginnt...? ich verrate euch hier unseren Trick Nr.77...wir gehen in einen Supermarkt und halten uns bei den Gefriertruhen auf, oder wir gehen in eine grosse Kirche, oder wir gehen in ein Museum...hi...hi, in allen drei Destinationen ist es schön kühl.
Also, dann schlage ich vor, wir gehen zusammen wieder ins Zentrum Paul Klee zu seiner interessanten Ausstellung.
Im Post: Paul Klee - ein vielseitiger Künstler, habe ich euch schon davon berichtet. Ich lade euch den Link hoch, dann müsst ihr nicht suchen.
Der Kistlerweg 6 in Bern war von 1934 - 1940 der letzte Wohnort und Schaffensort von Paul Klee und seiner Frau Lily. In der einfachen Dreizimmerwohnung im Elfenau - Quartier entstanden rund 2500 bis 3000 seiner berühmten Spätwerke.
Das Wohnzimmer der kleinen Wohnung war gleichzeitig sein Atelier. Wegen seiner Krankheit arbeitete er an einem waagrechten Architekturtisch statt an einer Staffelei und nutzte ungewohnte Materialien wie Jute oder Kartoffelsäcke.
Als Künstlerin kann ich euch versichern, der Arbeitsort ist überhaupt nicht von Bedeutung für die Qualität oder Genialität eines Kunstwerks. Es sind längstens nicht alle XXL Objekte auch Kunstwerke. Aber sie wirken natürlich in einem ebenfalls XXL ( futuristischen ) Museum. Nehmen wir die wunderbaren Bilder von Vincent van Gogh, die er zum Teil in seiner kleinen und einfachen Kammer gemalt hat.
Er hat sein Schlaf - und Malzimmer in Arles gemalt.
Auch Friedensreich Hundertwasser hat in der kleinsten Ecke gemalt. Oder wie erfreut uns Henri Rousseau mit seinen Urwaldbilder voller Fantasie, die er in seiner ärmlichen kleinen Wohnung gemalt hat. Hier eines seiner Werke mit dem Titel: Der Traum
Und nicht zu vergessen sind all die wunderbaren Kunsthandwerke, die zum Beispiel in den orientalischen Basars in kleinen Werkstätten entstehen. So wie ich das vor 35 Jahren in Izmir im Kemeralti - Basar erlebt habe....ja, ich hätte den halben Basar zusammenkaufen können und Izmir stand auf meiner Auswanderungs Liste...ha...ha.
Das Hauptthema dieser Paul Klee Ausstellung sind die " Doppel - Leben " einiger seiner Bilder. Die hat er nämlich auf der Vorder und der Rückseite bemalt. Das ist gar nicht so unüblich. Restauratoren entdecken immer wieder ein übermaltes Bild. Auch in Kirchen oder Historischen Gebäuden werden ab und zu übermalte Freskenmalereien entdeckt.
Hier ist so ein Bild.
Die Vorderseite mit dem Titel: Glas - Fassade
Und hier die Rückseite des Bildes mit dem Titel: Mädchen stirbt und wird.
Möchte man eine Mittagspause machen, so gibt es einige Kleinigkeiten im Museums Café, oder es empfiehlt sich das Restaurant Schöngrün mit seinem hübschen Garten. Ebenfalls ist ein grosser Kräuter und Heilpflanzen sowie Gemüsegarten zu bewundern.
Von hier hat man auch eine tolle Aussicht zum Hausberg von Bern dem " Güschä " oder auf Deutsch, den Gurten.
Klees Aussagen und Zitate sind genau so tiefsinnig, skurril oder verwunderlich wie seine Bilder...Tja, seine Kunst ist eben nicht für oberflächliche Konsumenten und Konsumentinnen, sie fordert unsere volle Aufmerksamkeit....es ist eben Kunst !!!
Zum Schluss noch sein Bild " nachsinnend ".
Na dann...wir sagen Tschüss bis zum nächsten Post und wir wünschen euch ein nachsinnendes Wochenende....eure JacoMis 😉
Wer über das Leben von Paul Klee noch mehr erfahren möchte, hier einen Link.
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