Donnerstag, 15. Oktober 2026

Damals wars in Bern - Erinnerungen


 


Hallo liebe Leser und Leserinnen, es war ein paar Tage ruhig auf unserem Blog. Aber in JacoMis bunter Welt läuft immer etwas...und wenn es auch nur ein Nasentropf ist.

Anhand meiner Fotos vom alten Berner Bus, seht ihr, wir waren wieder auf einen Besuch bei meiner Mam im Pflegeheim. Eine Mutter - Tochter Bindung hält bei uns bis zum letzten Atemzug oder ich würde sagen, bis in die Weiten des Universums....
Dort wo ein Stern ordentlich aufgeräumt ist, es Blumen in der Vase hat, die Musikwelle gehört wird und es immer an der kleinen goldenen Glocke läutet, weil wieder Besuch von Engeln vor der " Wolken - Türe " stehen....da wird meine Mam wohnen.
Nun, ein besonders helles Sternzeichen ist das Sternbild des Krebses nicht. Das Markanteste sind seine zwei offenen Sternhaufen. Aber nach dem Tetrabiblos des Claudius Ptomeläus ist der Krebs weiblich, der Mond ist Herrscher des Zeichens und Jupiter ist im Krebs erhöht. Mit Skorpion und Fisch bildet der Krebs das Trigon des Elements Wasser und mit Waage, Steinbock und Widder das Quadrat der vier tropischen oder Kardinalzeichen.
( Siehe Link am Ende des Posts )

Was bedeutet das....Das Element Wasser steht für Gefühl, Hartnäckigkeit und Neutralität !!!

Stetes Wasser höhlt den Stein. Im Wasser spiegelt sich unser Antlitz, die Wolken, die Farbe des Himmels und es reflektiert das Leuchten des Mondes, das Glitzern der Sterne und die Strahlkraft der aufsteigenden oder versinkenden Sonne...und trotzdem ist Wasser farblos und klar...Es ist für uns Lebewesen neutral. Oder es sei denn, es enthält Substanzen von unserem Erdinnern oder durch Schandtaten von uns Menschen.
Warum erzähle ich euch das? Weil meine Mam die Begabung hat, die Menschen nicht zu beurteilen oder zu verurteilen und eine Situation so nimmt wie sie ist. Sie ist neutral. So sieht sie die Person als Mensch, unabhängig ihrer Herkunft und ihrer Gesinnung. Sie geniesst den Augenblick mit dieser Person, hört zu, hat Mitgefühl aber sie hält sich raus aus Ehekrisen, oder Erbstreit, oder anderen privaten Angelegenheiten. Sie bleibt neutral.

Zugegeben, diese Neutralität brachte mich oft auf die Palme....Wie kannst du nur mit so einem sturen verblödeten Büffel oder so einer aufgeplusterten hirnlosen Schnattergans, einen Kontakt pflegen....und meine Augen funkeln wild.                      Die Sogwirkung die diese Lebensphilosophie meiner Mam auslöst, ist enorm. Sie hat einen grossen Bekanntenkreis durch alle Schichten der Gesellschaft hindurch und alle fühlen sich wohl bei ihr, schätzen ihren Humor und ihre Loyalität. Natürlich bildet sie sich eine Meinung zu diesen Personen oder einer Situation. Aber die behält sie für sich, oder nur ich erfahre sie. 
Nun, ich habe mein Temperament bereits gezügelt. Der Weg ist das Ziel.. ja liebe Leute, wir sollten lernen neutral zu denken und neutral zu handeln....das ist der Weg zum Frieden !!!


Sooo.....Nein in diesem Post will ich nicht zum Friseur, wie es so witzig in diesem Coiffeursalon dargestellt wird, sondern ich möchte euch nach diesem Philosophischen Auftakt jetzt ein wenig vom Monbijou Quartier in Bern erzählen. Übrigens dieser Coiffeursalon im Monbijou, hat seit vielen Jahren so witzige Schaufenster....Bravo !
Im Monbijou Quartier, nicht weit weg vom Bahnhof Bern, haben mein damaliger Mann und ich in unserer Praxis gearbeitet. Zudem habe ich dort mein Malatelier gehabt und eine Galerie der Sonntagsmaler betrieben. Da werde ich euch in einem anderen Post davon erzählen.
Denn dieses Monbijou Quartier ist interessant, weil es zum Teil aus einer Blockrandbebauung besteht. Also einfach erklärt; es sind viergeschossige Mietshäuser in einer Reihe gegen die Strasse und zusammen bilden sie einen Innenhof. So ein Baugeviert ist zu sehen an der Monbijoustrasse, Schwarztorstrasse, Gutenbergstrasse, sowie an der Kapellenstrasse.














Einfach wunderbar diese Häuser. Was sie so besonders macht sind die verputzten Flächen und Malereien mit Elemente des Jugendstils, sowie die Erker und die risalitartigen Vorbauten. Auch der kleine Florapark, der sich neben dem Gebäude der ehemaligen Mädchensekundarschule - Monbijou befindet, kenne ich gut. Da war ich oft mit meinem Hund.


Das historische Eingangstor


Der Florabrunnen




Ursprünglich war dieser Park ein Friedhof für die damaligen wohlhabenden Burger. Aber auch die " Hintersassen " oder auch Kossäten genannt, sowie die " Hörigen " durften dort begraben werden. 1897 wurde der Friedhof aufgegeben und das Schulhaus wurde gebaut.




Auch hier kann man schöne Details entdecken.
Gleich nebenan befindet sich die Berner Synagoge der Jüdischen Gemeinde Bern. Sie wurde 1906 erbaut und wunderschön finde ich die historischen orientalisch - maurischen Stilelemente.
Übrigens gleich auf der anderen Strassenseite ist die Amerikanische Botschaft. Als ich noch in diesem Quartier mit meinem Hund unterwegs war, konnte ich noch ab und zu mit einem Schutzmann und seinem Wachhund ein paar Worte wechseln und die Hunde konnten sich am Zaun beschnuppern. Das sind längst vergangene Zeiten. Heute ist dieses Gelände ein Hochsicherheitstrakt und die Sicherheitsleute verziehen keine Miene. Profitieren kann da natürlich gegenüber die Synagoge, die haben sie mit ihrem Sicherheitssystem im Blick. Und das ist gut so.


In einem nächsten Post werde ich euch ein paar Lebensgeschichten erzählen die ich im Monbijou Quartier erlebt habe.
Wer gerne mehr wissen möchte, zum Beispiel was " Hintersassen " sind, hier ein paar Links.
Ich sage " Tschou zäme " Tschüss bis zum nächsten Post, eure Mis von den JacoMis 😊






Damals wars in Bern - Erinnerungen

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