Hallo liebe Leser und Leserinnen, wir JacoMis wünschen euch ein schönes Wochenende 😊
Im Post; unterwegs entdeckt - Basel, habe ich euch erzählt, dass wir im Museum der Kulturen die Ausstellung: " Der Weg ins Jenseits " besucht haben. Wir waren von dieser Ausstellung begeistert. Davon möchte ich euch ein paar Eindrücke und Gedanken vermitteln.
Eines steht fest, den Weg ins Jenseits müssen wir alle gehen. Pflanzen, Tiere und wir Menschen. Alles ist vergänglich, Nichts bleibt bestehen ! Ist es vielleicht die einzige Gerechtigkeit in unserer Welt...?!
Somit beschäftigt sich jede Kultur unserer unterschiedlichen Bevölkerung auf dieser Erde mit dem Sterben, dem Tod und was kommt danach...?!
In Mexiko wird jedes Jahr der " Dia de los Muertos " gefeiert. Die verstorbenen Seelen der Kinder und den Erwachsenen kehren zurück. Es wird zusammen gegessen, gesungen und getanzt. Damit werden die Verstorbenen in Ehren gehalten und nicht vergessen. Hierfür werden schöne Altare und Tische hergerichtet, mit Gegenständen die eine spirituelle Bedeutung haben. So sieht man die skurrilsten Darstellungen von mexikanischen Künstlern.
Wie oben im Bild die " Apokalyptischen Reiter " oder den " Tod im Jeep fahrend ".
Hier ein Altar der die sieben Ebenen darstellt, die die Seelen durchlaufen müssen, um Ruhe zu finden. Am Schluss dieser Reise zwischen den Welten verwandeln sich die Seelen in Tauben. Einfach fantastisch diese künstlerische Handwerkskunst und diese Aussagekraft !
Je nach Religion sind diese Sterbe und Totenrituale nach strengen Regeln, damit der Tote von seinen Sünden befreit wird und die Götter im Jenseits milde gestimmt werden. Es werden Waschungen vorgenommen, die Räume werden ausgeräuchert, oder Glöcklein werden geläutet um böse Geister zu vertreiben. Die Toten werden mit Totenpulver, Rotholz, Ölen und Pasten oder Wachs einbalsamiert und in ihre " Totenkleidung " drapiert. Ebenfalls werden allerlei Geschenke für die Götter, oder ihre Lieblings-Sachen, oder Esswaren mit auf die Reise ins Jenseits mitgegeben. Je nach Kultur, aber auch je nach Persönlichkeit eines Menschen. War er wohlhabend und einflussreich, oder war er ein Politiker, oder war er ein Heiler oder eine Heilerin...
Hier ein paar Utensilien um die bösen Geister zu vertreiben, die Verstorbenen zu Ehren und ihre Familien vor Unheil zu beschützen.
Kette mit Totenköpfe, Räuchergefäss, Bongotol aus Rotholzpaste und ein Benedictus Glöcklein.
In vielen Länder ist der Glaube an verschiedene Gottheiten aber auch Dämonen, sowie ein Leben nach dem Tod oder eine Wiedergeburt tief verwurzelt und dieser Glaube sowie diese Kulturen werden auch in unserer " modernen Welt " gelebt. Wie zum Beispiel in Bali oder in Indonesien. Ihre Mythologie und ihre Geschichten sind voller Fantasie und sie werden gerne in Bilder und Schattenspielen widergegeben. So sind denn in den Erzählungen des Epos Mahabharata die fünf Pandawa-Brüder fähig, in die Anderswelt zu reisen und wieder zu den Lebenden zurückzukehren. Ein zentrales Thema ist jedoch die Frage, hat es die verstorbene Person verdient das Wohlwollen der Götter zu erhalten ? Oder braucht sie noch mehrere Leben dazu ? Oder sind ihre Sünden so schrecklich, dass sie in die Hölle der Dämonen kommt und dort gekocht wird !
Es ist eine Darstellung von " Gut und Böse " die immer wieder in verschiedenen Religionen bildlich dargestellt wird.
Wunderbar diese Handwerkskunst und diese Farbenpracht. Viele Kulturen haben seit jeher einen viel natürlicheren Umgang mit dem Sterben, als das im Christlichen Glauben der Fall ist. Vor allem eben Religionen die überzeugt sind, dass der Tod nur eine Türe in eine andere Welt ist.
Auch in Sibirien und in angrenzenden Regionen ist seit dem 16. Jahrhundert der Schamanismus dokumentiert. Es sind Frauen und Männer, die die Fähigkeit haben, mittels Drogen oder Meditation, Kontakt mit Verstorbenen aufzunehmen. Oft ist dies ein Auftrag der Familien und sie sind in der Gesellschaft geachtet aber auch gefürchtet....
Nach wie vor wird der Schamanismus in Indigenen Kulturen praktiziert. Auch die neuheidnischen Bewegungen wie zum Beispiel die Wicca Religion feiern ihre zwei Gottheiten. Eine männliche und eine weibliche. Sie sind einander gleich gestellt. Der Gott begeht dabei den Weg des Todes und der Widergeburt. Die Göttin als dreifache Göttin- Jugend, Mutterschaft, Alter - erleidet weder Tod noch Wiedergeburt, sie ist allgegenwärtig.
Somit ist Samhain das Neujahrs - und Totenfest.
Auch Masken und Kostüme haben eine wichtige Bedeutung in vielen Kulturen und Religionen. Beim Sterbeprozess halten sie böse Geister fern oder sie stellen den Kontakt ins Jenseits dar und sie sind oft Begleiter auf der oft mehrtägigen Reise ins Jenseits.
Denn keine Seele muss alleine reisen !
Je nach Religion sind dies Schutztiere, Ahnenwesen oder auch Engel. Gereist wird in den schönsten Särgen.
Auch in der asiatischen Kultur und Religion wie zum Beispiel im Buddhismus wird das Sterben, der Tod und die Reise zur Widergeburt und zur Erleuchtung zelebriert. In jeder bedeutenden Chinesischen Stadt sind die schönsten Tempel mit ihren Tempelanlagen zu bewundern. Sie dienen nicht nur der Spiritualität, sie sind gleichzeitig Orte der Ruhe und Erholung in den pulsierenden Großstädten.
Eine schöne Darstellung dieser Zeremonien werden auf Rollbilder gezeigt.
Es war wirklich eine faszinierende Ausstellung und mein Post zeigt hier nur eine kleine Zusammenfassung. Es bleibt die Frage, wer maßt sich an, zu urteilen welche Religion die einzig Wahre ist ??!!
Wir JacoMis sind der festen Überzeugung, dass jede Kultur mit ihrer Religion Daseinsberechtigung hat. Vorausgesetzt, sie macht aus uns Menschen bessere Lebewesen als wir es zum jetzigen Zeitpunkt sind.
Also lasst uns beten, dass wir zur Erkenntnis kommen, dass wir Menschen ein kleiner Teil des " GROSSEN GANZEN " sind. Und dass wir auf der Hierarchie-Leiter all der wunderbaren Lebewesen, die unseren Planeten besiedeln, ganz unten auf der Himmelsleiter stehen !
Hier noch ein Schmuckstück eines Kremationsturms vermögender Familien in Indonesien, Süd-Bali und Silakarang.




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