Hallo liebe Leser und Leserinnen, die JacoMis grüssen euch aus der schönen Stadt Bern.
Heute war ein elend heisser Urlaubstag in Bern. Also entschieden wir uns für einen " feuchten Ausflug ". Ab an die Aare. Es wimmelte von " Aarefrösche " oder eben Schwimmer und Badende, die das kühlende Wasser der Aare genossen.
Hier sind sie, meine gemalten " Aare - Frösche "
Wir starteten unseren Fussmarsch bei der Untertorbrücke Richtung Lorrainebad, das ebenfalls zum Altenberg Quartier von Bern gehört. Es ist ein altes Quartier. Der Flurname Altenberg ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt und wird auf das lateinische altus mons, hoher Berg, zurückgeführt.
Unser Ziel ist der Botanische Garten, dem ein Teil des Altenbergs gewidmet ist. Er ist nicht allzu gross, aber der BOGA der Universität Bern hat eine anerkannte, internationale Bedeutung. Somit werde ich euch diesen tollen Garten in mehreren Posts vorstellen. Heute bleibe ich beim " feuchten Thema " es geht um Seerosen.
Das Geheimnis des Lebens liegt im Suchen nach Schönheit - wie die Seerose, die jeden Morgen aufs Neue dem Licht entgegenlächelt.
Von der Aare gibt es einen Zugang über eine Treppe und da kommt man schon in Stimmung für diese bunte Vielfalt der Natur....
Café Fleuri des BOGA und verweilen im feuchten und kühlenden grünen Farnhaus. Einfach herrlich....ach Leute, warum bin ich nicht ein giftiger Frosch, ich würde den ganzen Tag faulenzen und rumplantschen.
Sie zählt zu den drei Giganten der Seerosen. Ihre enorm tragfähigen Tellerblätter erreichen einen Durchmesser von 2 Meter. Die Amazonas Riesenseerose schafft es auf bis 3 Meter und die Bolivianische Riesenseerose auf bis 3,2 Meter. Mit diesem Durchmesser schaffte sie es sogar ins Guinnes - Buch der Rekorde.
Hier ist sie die Santa - Cruz - Riesenseerose.
Eindrücklich, und wie raffiniert dieses Pflanzenwesen ist. Erstens schützt sie sich vor Fressfeinden auf der Unterseite mit wehrhaften Dornen. Zweitens haben Seerosen tiefe Wurzeln und sind somit gut verankert. Und drittens öffnet sie ihre Blüten an zwei Nächten in Folge. In der ersten Nacht blühen sie weiss und produzieren Wärme. Dies bewirkt einen intensiven Duft der Käfer anlockt. Die brauchen sie für die Bestäubung. Tagsüber schliessen sie ihre Blüten und die Käfer sind im " Blütengefängnis ". In der zweiten Nacht öffnet sie ihre Blüten wieder und entlässt die mit Pollen beladenen Käfer. Die Blütenblätter sind nun rosa und die Blüte ist geruchlos.
Wow...ich sage ja immer, die weibliche Intelligenz hat es drauf...deshalb heisst es ja auch
die Seerose und nicht der Seerose....ist doch logisch...hi...hi.
Im stillen Wasser ruht die Kraft der Blüte, sie kämpft nicht mit der Strömung, sie vertraut auf ihre Wurzeln.
Natürlich findet man im BOGA noch weitere Seerosen und sogar Rotwangen Schmuckschildkröten, die in Mexiko beheimatet sind.
Seerosen bezaubern uns eben durch ihre Schönheit und somit gibt man ihnen auch eine Symbolische Bedeutung:
Der tägliche Rhythmus des Öffnens bei Tag und des Schliessens bei Nacht steht für Lebensrhythmus, Balance und Erholung.
Die makellose Blüte auf trübem Wasser symbolisiert geistige Klarheit und inneren Frieden.
Die Seerose ist im Schlamm verwurzelt: Selbst aus dem dunkelsten Schlamm unserer Lebensgeschichte kann etwas Wunderschönes wachsen.
In diesem Sinne eifern wir Menschen den Seerosen nach....wir sagen Tschüss...bis zum nächsten Post, eure JacoMis mit ihrer bunten Welt. 😊

















