# Eine Zeitreise auf zwei Rädern: Mit dem Fahrrad in die Vergangenheit
Manchmal braucht es nicht mehr als ein bisschen Sonnenschein, um das Rad zu schnappen und sich auf ein Abenteuer zu begeben. Genau das habe ich am 27. Mai 2017 getan. Fahrradwetter, meine Damen und Herren! Ziel: Die wunderschöne Seenlandschaft der Region Dahme-Heideseen. Und was soll ich sagen? Es wurde eine Reise durch Zeit und Raum – na gut, vor allem durch die Vergangenheit.
## Morgens am Teupitzer See – Postkartenidylle inklusive
Der Tag begann verheißungsvoll mit einem Abstecher zum Teupitzer See. Dort, wo die Sonne im Morgenlicht glitzernd auf dem Wasser tanzt und die Natur noch verschlafen wirkt, war es wie ein Postkartenmotiv, das zum Leben erwacht. Ein Moment zum Innehalten – oder für ein schnelles Selfie, je nachdem, wie man so tickt.
## Ein Museumsdorf aus der römischen Kaiserzeit? Na klar!
Auf dem Weg passierte ich Dorfteiche, den Wustrikgraben und ein Feuchtgebiet – alles schön und gut. Doch dann kam der Knaller: In Klein Köris entdeckte ich das Freilichtmuseum „Germanische Siedlung“. Und das war kein gewöhnliches Museum, sondern ein archäologisches Juwel, das auf den Originalgrundrissen eines germanischen Dorfes aus der römischen Kaiserzeit rekonstruiert wurde.
Die Geschichte dahinter klingt wie aus einem Indiana-Jones-Film: 1976 wurden bei Erdarbeiten historische Siedlungsspuren entdeckt. „Rettungsgrabungen“ – allein das Wort klingt schon dramatisch – dauerten fast 20 Jahre an. Heute stehen dort Wohnhäuser, Vorratsgebäude, Webhütten und sogar Handwerksstationen wie Kalköfen. Alles originalgetreu nachgebaut! Respekt an den Museumsverein – das ist mal Hingabe.
## Nacktbaden und Volkspolizei – Erinnerungen am Hölzernen See
Nach diesem Ausflug in die Antike ging es weiter zum Hölzernen See. Hier packte mich die Nostalgie: Als 10-jähriger Steppke war ich hier mal mit der Familie meines Onkels zelten. Und ja, ich gebe es zu – ich habe damals beim Nacktbaden eine Lektion in ostdeutscher Ordnung erhalten. Die „Deutsche Volkspolizei“ hat mich erwischt und ermahnt. Kein Bußgeld, aber mein kindliches Ego war nachhaltig beeindruckt. 😂
## Drachen, Bohlenstege und Zebus – Kuriose Begegnungen
Die Fahrt hielt noch weitere Überraschungen bereit. Da war zum Beispiel die Dracheneiche – eine beeindruckende Holzplastik, die einen Drachen darstellt. Ich meine, wer braucht schon Game of Thrones, wenn man sowas live sehen kann? Die Drachenbaum-Skulptur in Klein Köris, auch bekannt als ehemalige Friedenseiche, ist ein markantes Holzdenkmal. Sie wurde aus einer alten Eiche geschnitzt, die nach dem Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt worden war.
In Teupitz fuhr ich über den Bohlensteg, einen Holzsteg, der sich malerisch über den Teupitzer See schlängelt. Ein Traum für Wanderer und Radfahrer! Und dann – als ob der Tag nicht schon genug Highlights gehabt hätte – entdeckte ich auf einer Weide Zebus. Ja, Zebus! Diese buckeligen Rindviecher stammen eigentlich aus Indien und fühlen sich in warmen Klimazonen pudelwohl. Brandenburg ist jetzt vielleicht nicht gerade die Sahara, aber hey, wer will schon kleinlich sein?
## Fazit: Mehr als nur eine Radtour
Am Ende des Tages war klar: Das war keine gewöhnliche Fahrradtour. Es war eine Zeitreise durch Geschichte, Natur und persönliche Erinnerungen. Und das alles ohne Zeitmaschine – nur mit zwei Rädern und einer Portion Entdeckergeist.
Also Leute, schnappt euch eure Drahtesel und ab ins Abenteuer! Wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja auch ein Stück Vergangenheit – oder wenigstens ein paar Zebus.
Bis zur nächsten Tour,
Euer Zeitreisender "Jaco" auf zwei Rädern 🚴♂️
Teupitzer See am Morgen
Freilichtmuseum - 2. bis 8.
Dorfteich
Wustrikgraben - Feuchtgebiet
Hölzerner See
Hölzerner See
Verbunden
Drachenbaum
Drachenbaum
Klein Köriser See
Bohlensteg Teupitzer See
Teupitzer See
Seebrücke
Seebrücke - Teupitzer See
Zebus






